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9. Oktober 2013 3 09 /10 /Oktober /2013 13:05

Hallo ihr Lieben,

und schon wieder ist eine Woche hier rum, die Zeit verfliegt und schon liegt die Hälfte des ersten Semesters hinter mir. Das heißt die Woche stand unser Mid-Term-Exam an, ein etwas größerer Test als normal, der nicht nur einen schriftlichen Teil, sonder auch einen mündlichen umfasst. Aber hier gewöht man sich relativ schnell an Tests, hat man fast täglich einen kleinen Test, eine Art Diktat. d.h. unsere Lehrerin liest etwas vor und wie schreiben die Zeichen samt Tönen auf. Und am Ende einer jeden Lektion gibt es obendrauf noch einen etwa größeren Test, der alles Neue der behandelten Lektion umfasst. Aber so wird man quasi gezwungen zu lernen. Das System, zumindest für uns Chinesisch-Lernenden ist aus deutscher Sicht schon ziemlich Schulisch, aber um eine Sprache zu lernen doch sehr effektiv. Neben den Tests wird so ziemlich alles was man macht und sagt in einer Note festgehalten, Hausaufgaben, Präsentationen, Mitarbeit im Unterricht- mir tun schon jetzt die leid, die das Ganze am Ende zusammen rechnen müssen.

taiphoon-0610.jpg

Am Wochenende war es auch mal wieder Zeit für einen Taifun, man könnte meinen, dass es schlechtes Wetter sein sollte, damit wir lernen. Typhoon Nummer 23 – FITOW. Zwar flog er im Norden an Taiwan vorbei und nicht über uns drüber, trotzdem hat es das ganze Wochenende geregnet. Aber zum Glück hat es sich der sofort danach kommende Taifun anders überlegt und hat dann doch lieber Kurs auf Japan genommen, so hatten wir wenigstens gestern schönes Wetter- ich muss sagen Oktober mit 31 Grad hab ich doch deutlich lieber als Regen und kühle 25 Grad.

Aber trotz des Regens hat mich Gina, eine Austauschstudentin, die ich durch das Stipendium kenne, hier bei uns am Campus besucht. Nachdem wir schon ihren Campus besucht haben, war es nun an der Zeit unseren, doch etwas in den Bergen gelegenen Campus, zu zeigen. Und da es der Regen nicht zuließ, das wir anschließend auf einen Berg konnten, haben wir das gemacht, was hier alle bei schlechten Wetter machen- wir waren shoppen. Wer sich bei seinem Besuch in Taiwan, wie ich auch so oft, fragt, wie sich die Massen an Shopping-Malls und kleinen Läden auf Nachtmärkten und den unzähligen Einkaufsstraßen halten können, kann am besten an Wochenenden (nicht nur wenn es regnet) eine Antwort finden. Sie lieben es einfach shoppen zu gehen, wenn auch oftmals nur Window-Shopping, was den Läden noch kein Geld bringt, aber scheinbar wird genug gekauft, dass es sich rentiert. Obwohl ich inzwischen schon einige Läden gefunden habe, die durch neue ersetzt wurden, weil es scheinbar doch nicht so lief. Wir haben jetzt zumindest unseren Anteil für diesen Monat getan und haben die Wirtschaft etwas angekurbelt.

Auch essenstechnisch habe ich mich wieder an neue Sachen gewagt- Iron Eggs. Eine Spezialiät aus Danshui, die aussieht wie eine Mischung aus zu groß geratenen Bubblen des Bubble Tee und hundertjährigen Eier, wer Letztere schon mal gesehen hat, weis warum ich Iron Eggs bis jetzt gemieden habe. Aber in einem taiwanesischen Spezialitäten Laden, der ziemlich gut auf Touristen bzw. der „chinesischen Sprache nicht wirklich mächtigen Menschen“ vorbereitet war, konnten wir uns, dank englischer Angaben, über die Inhaltsstoffe informieren und haben uns dazu entschieden, das wir es einfach probieren, und wenn es uns nicht schmeckt, einfach an Freunde, denen es schmeckt, verschenken. Und tatsächlich war es eine durchaus positive Überraschung. Die Eier werden in einer Mischung aus Sojasoße und anderen Gewürzen gekocht, anschließend abgekühlt und wieder gekocht und wieder abgekühlt, bis sie letztendlich komplett schwarz und hart sind, aber sehr geschmackvoll, durch die Sojasoße.

ironegg_21042009.jpgQuail-Eggs.jpg

Sonntag haben wir uns dann zum Mittag an einen der besten Gua Bao Restaurants hier getroffen. Gua Bao ist ein aufgeschnittener Hefekloß, der mit Fleisch, Kraut und geriebener Erdnuss gefüllt wird und auch als taiwanesischer Hamburger bezeichnet wird. Ich muss sagen es schmeckt tatsächlich besser als woanders, und die Art von Hamburger ist definitiv eher meins als ein latschriges belegtes Brötchen von der Marke mit dem großem gelben M. Dazu gab es eine Innereiensuppe, definitiv was, was ich in Deutschland niemals essen würde, aber egal, was das für Innereien waren, es war überraschend lecker.

Anschließend ging es auf eine Design-Messe. Und was sieht man natürlich auf einer Messe in Taiwan- deutsche Handtaschen, die man bis dato nicht kannte, die aber wirklich sehr schön waren.

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So für uns heißt es morgen erstmal Feiertag.

 

Liebste Grüße in die viel zu kalte Heimat

Niggy

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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