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31. Juli 2014 4 31 /07 /Juli /2014 16:22

Eines meiner letzten Reiseziele, die ich unbedingt vor meiner Abreise noch sehen will, ist Green Island. Eine kleine Insel süd-östlich von Taiwan. Da aus meiner Sprachschule viele Studenten wie ich Ende August zurück nach Hause machen, haben wir mit unserer Klasse überlegt, dass wir eine Art „Abschlussfahrt“ dahin machen. Zwar hatte man in den vier Semester viele verschiedene Kommilitonen, aber mit vielen meiner derzeitigen Klasse bin ich schon ein halbes Jahr zusammen, weshalb sich das anbot. Der Plan stand schnell, wir wollen nach Taitung und von dort mit einem Boot auf die kleine Insel. Meine letzten Reisen in Taiwan konnte ich ganz komfortable mit einem Auto planen, was ich jetzt noch mehr zu schätzen weis. Will man im westlichen Teil Taiwans reisen, geht das auch noch sehr komfortable, jede Stunde fahren ein bis zwei High Speed Züge (wie die deutschen ICE’s) von Taipei nach Kaoshiung, mit diversen Stopps in den größeren Städten. Will man hingegen an der Ostküste reisen, ist uns schon öfters aufgefallen, dass die Züge zum einen nicht so häufig und auch nicht so schnell unterwegs sind. Der Grund ist schnell gefunden, wenn man sich die Geographie Taiwans einmal anschaut: im Westen ist die Landschaft sehr flach, im Osten hingegen fangen direkt hinter der Küste die Berge an. Wodurch die Strecke an der Ostküste zwar wunderschön ist, die Straßen sich aber sehr kurvenreich an den Bergen vorbeischlängeln.

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Da die Züge im Osten nicht so häufig fahren wie im Westen, sind die Plätze in den Zügen, vor allem in den schnelleren heiß begehrt. Was das bedeutet, haben wir die Woche in Erfahrung gebracht. Was für mich immer noch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, ist die Tatsache, dass man Zugtickets in Taiwan frühestens zwei Wochen vor Reiseantritt buchen kann. An der Ostküste sollte man das auch wirklich ernst nehmen, denn wir versuchten direkt am Tag, an dem die Züge im Internet buchbar waren, auch zu buchen und konnten nicht gleich auf Anhieb für uns alle Tickets buchen. Inzwischen weis ich die Deutsche Bahn etwas mehr zu schätzen. Das System hier ist äußerst gewöhnungsbedürftig, braucht man für die schnellen Züge zwingend einen Sitzplatz (ohne den darf man den Zug nicht nehmen), das dazugehörige Ticket reserviert man allerdings meist erst im Internet und hat dann zwei Tage Zeit, in einem der unzähligen Convenient-Stores das Ticket wirklich zu kaufen. Tut man das nicht, verfällt die Reservierung und ein anderer kann das Ticket kaufen. So hat man immer nach Mitternacht wieder die Chance auf neue Tickets. Da ich noch nicht herausgefunden habe, wie ich überprüfen kann, ob der Zug noch Sitzplätze hat, ohne die Tickets gleich zu reservieren, habe ich zwischenzeitlich munter unzählige Tickets reserviert. Leider wusste auch keiner, wie man eine solche Reservierung wieder rückgängig machen kann, also mussten alle, die den Zug wirklich nehmen wollten zwei Tage warten, bis meine Reservierung wieder ungültig wurde.

Wer also mal plant, in Taiwan zu reisen, sollte an der Ostküste vielleicht nicht wie wir gleich die ganze Strecke (Taipei- Taidong) versuchen mit einmal zu fahren, sondern einen Zwischenstop irgendwo machen. Da wir leider nur ein verlängertes Wochenende Zeit haben, kam das leider für uns nicht in Frage. Unsere Lehrerin hatte schon Sorge, dass auch Montag keiner in der Schule erscheint. Immerhin war sie schon so nett unseren Unterricht am Freitag, da wir ja alle weg fahren, auf die Woche danach zu verlegen.

Ich bin jetzt auf jedenfall gespannt, ob wir alle da ankommen wo wir hinwollen :)

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Wochenendausflug nach Wulai, ein kleines Aborigines Dorf im Süden Taipeis

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Taiwanesischer Snack: ungekochte Nudeln (schmeckt besser als es klingt)

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Kalligraphie- Kurs

 


Liebe Grüße und eine schöne Woche

Nicole

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2. Juni 2014 1 02 /06 /Juni /2014 14:33

Huhu ihr Lieben,

Die letzten Wochen des Semesters verbrachten wir neben lernen und Tests auch mit singen. Nicht, weil wir plötzlich Gesangsunterricht hatten, nein weil wir im April einmal einen Brückentag hatten, den wir von der Regierung frei bekamen, aber wenn man in Taiwan einen Tag frei bekommt, den man gar nicht frei haben dürfte, muss der natürlich nachgeholt werden. Ich kenn das schon vom Arbeiten hier in Taiwan, da war dann immer der nächste Samstag nach dem freien Tag dran- da musste dann gearbeitet werden. In der Uni überlegte sich unsere Sprachschule, dass wir den Samstag vor unseren Finals auch in die Schule kommen sollen, aber nicht um Unterricht zu haben, sondern, um einen Sing- Wettbewerb zu veranstalten. Was am Anfang für alle die, die Singen eigentlich nicht wirklich toll finden, wie eine ziemlich blöde Idee klangt, entpuppte sich am Ende doch als recht spaßig. Neben Singen wurden auch Tanzen, Kostüme und der restliche Auftritt bewertet. An dem besagten Samstag versammelten sich alle im Arts and Culture Center der Uni und gaben zum besten, was sie die letzten Wochen (oder manche, wie wir auch, eben erst die letzten paar Tage) so erarbeitet hatten.

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Danach folgten nur noch ein paar Tage Schule, Finals und dann ging es in den wohlverdienten Urlaub- diesmal kamen meine Schwester und ihr Freund zu besuch, die von reichlich Regen in Taiwan begrüßt wurden. Das hielt sie dennoch nicht davon ab, schon einmal ohne mich, Taroko und den Sonne-Mond-See zu erkunden. Nach meiner Prüfung traf ich dann die beiden in Chiayi und es ging für uns in die Berge- nach Alishan. Dort war leider das Hotel, in dem ich mit meinen Eltern drei Monate zuvor geschlafen hatte, schon ausgebucht und so ging es für uns in ein anderes Hotel, ebenfalls mit integriertem Teehaus. Die Besitzer des ganzen gaben uns sogar am letzten Tag eine kleine Führung durch die Produktionsstätten. Wie schon drei Monat zuvor flohen wir auch diesmal vor den Massen an chinesischen Touristen in Alishan auf einen nahegelegenen Berg (Tashan- 2663 m). Leider war uns das Mai Wetter nicht allzu gut gesonnen und so sahen wir nur wenig durch die dicke Wolkendecke.

Am nächsten Tag ging es für uns in den Yushan National Park, der nur wenige Kilometer entfernt von Alishan liegt und den höchsten Berg Taiwan beherbergt. Da man für den Yushan Main Peak leider eine Genehmigung und vor allem einen Schlafplatz auf einer Zwischenstation braucht, die wir leider nicht bekamen, da sich neben uns noch 180 weitere Gäste auf die 92 Schlafplätze beworben hatten, entschieden wir uns den Yushan Front Peak (3239 m) in Angriff zu nehmen. Nachdem die letzten 800 Meter über eine Geröllpiste ziemlich genau gerade hoch führten, wurden wir oben angekommen leider mit keiner schönen Aussicht belohnt. Der Peak ist ein relativ kleiner Platz der von Bambus Bepflanzung umgeben ist. Durch die Bepflanzung und auch durch die aufziehenden Wolken war die Sicht leider nicht so schön, wie am Morgen von weiter unten. Wieder unten angekommen, ging es für uns weiter in den Süden- nach Kaoshiung.

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Nach den vielen Tagen Regen in Taipei, Taroko und teils auch in Alishan, war das warme Sommerwetter, was uns in Kaoshiung erwartete eine willkommene Abwechslung. Unser erster Stopp war mal wieder das Buddha Memorial Center, was mich immer wieder fasziniert. Die nächsten Tage verbrachten wir am Lotus See mit seinen unzähligen Pagoden, auf dem zweithöchsten Gebäude von Taiwan, der größten Shopping Mall Taiwans samt Riesenrad, einer Duck Tour mit einem Amphibienfahrzeug auf der Straße und dem Love River, und genossen das leckere taiwanesische Essen auf den Nachtmärkten. Einmal wurden wir Nachts von einem Feueralarm in unserem Hotel geweckt- Schuhe an, wichtigsten Dokumente geschnappt und raus- soweit unsere deutsche Denkweise. Damit standen wir ziemlich alleine da. In der Lobby wurde uns, wir immer noch im Schlafanzug, erklärt, dass es nur in der Küche etwas heiß geworden war. Auf unserem Rückweg ins Zimmer trafen wir auf zwei Asiaten in ihren Zimmertüren, die sich erstmal richtig angezogen hatten. Nachdem ich ihnen schilderte, dass kein Problem bestand, gingen alle wieder schlafen.

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Das zweithöchste Gebäude Taiwans & Blick von oben über Kaoshiung

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Lotus See in Kaoshiung

 

Am Ende der Woche ging es für uns nach Kenting- ein äußerst schöner aber auch bizarrer Ort im Süden Taiwans. Dort heißt es neben Sommer, Sonne, Strand auch Kernkraftwerk genau am Strand.

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Kenting und der südlichste Punkt Taiwans (mit nur "wenigen" chinesischen Touristen)

 

Am Ende der Woche ging es zurück nach Taipei, wo wir das Wochenende mit einem kleinem Berg im Norden ausklingen ließen und die nächtliche Aussicht vom Elephant Mountain in Taipei noch mal genossen.

Ab morgen startet dann das neue und auch das letzte Semester an der NCCU in Taiwan.

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Verkehr in Taiwan

 

Liebste Grüße

Niggy

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27. April 2014 7 27 /04 /April /2014 01:54

Huhu,

Zug fahren ist in Taiwan so eine Sache für sich. Im Gegenteil zum sonst immer so pünktlichen Deutschland, sind ja unsere Züge wirklich undeutsch. Ganz im Gegensatz dazu Taiwan. Hier sind die Menschen oft etwas zu spät, dafür sind aber die Züge, zumindest die, mit denen ich bisher gefahren bin, immer pünktlich. Schon bei einer Verspätung von einer minute wird das auf den Anzeigetafeln angegeben. Und obwohl der durchschnittliche Taiwanese deutlich kleiner ist als ein durchschnittlicher Deutscher, sind die Züge geradezu geräumig. 
Taiwanesen lieben es beim Zug fahren Lunch Boxen zu essen. Aus meiner Sicht sind die nicht wirklich etwas besonderes, viel zu viel trockener Reis, ein Büschen fad gewürztes Gemüse und Fleisch. Eine meiner Chinesischlehrerinnen hat mal erklärt, dass sie das an ihre Kindheit erinnert, wo es diese Art des Essens immer auf den Zugfahrten durchs Land gegessen haben. Denn obwohl Taiwan so klein und niedlich ist, können die Fahrten von einem ans andre Ende ganz schön lang werden. Am Freitag nach meiner Uni, also pünktlich zur Mittagszeit begab ich mich also auf den Weg von Taipei nach Miaoli, eine Stadt fast in der Mitte Taiwans. Und natürlich darf speziell zur Mittagszeit eine solche Lunch Box nicht fehlen. Und so sassen die Taiwanesen  fröhlich schmatzend um mich herum. Auch nach mehr als 1,5 Jahren hier kann ich mich an solch‘ eine Geräuschkulisse nicht gewöhnen. Und was ist des Taiwanesen (vor allem von Frauen) zweitliebste Beschäftigung beim Zug fahren? Genau- Selfies machen, wie eigentlich überall wo man ist.
Und wenn man seine Alltagsbrille mal ablegt, fällt einem auch wieder selber auf, wie freundlich Taiwanesen sind. Egal wo ich war, sobald ich auch nur ein bisschen fragend aussah, wurde mit sofort geholfen, auch wenn ich gerade keiner Frage hatte. Aber in Miaoli hatten wir damit Glück, denn wir kamen an einer Tempel/ Klosteranlage an, die am Freitag eigentlich geschlossen war, aber da ich Ausländer war, kam natürlich sofort ein englisch sprechender Guide und führte uns etwas in dem schon geschlossenem Tempel herum, leider nur in der Außenanlage, was trotzdem sehr interessant war._MG_7093_Fotor_Collage.jpg

Neu-7124_Fotor_Collage_6.jpgZum Abendbrot gab es ganz Oster Like viel zu essen, von Ente, über Suppe, Bambus, Omlette bis hin zu selbst gemachten Kim-Chi. Die Küche sah für mich eher aus, als ob man mit den riesen Töpfen für eine ganze  Fußballmannschaft kochen will. 
Samstag morgen ging es nach Nanzhong, was etwas mehr in den bergen gelegenen war, dort fand gerade ein Hakka-Fest statt, wo verschiedene Ureinwohner Stämme ihre Sanges- und Tanzkünste zum besten gaben. Wir schlenderten durch die alte Straße des Ortes, in Deutschland würde man das wohl eher als Altstadt bezeichnen. Dort gab es allerlei traditionelles taiwanesisches Essen. Auch die Aboriginies boten einige ihrer Köstlichkeiten an.

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Mit vollen Mägen ging es dann zu einem See, wo wir uns mit Massen von chinesischen Touristen einmal um den See bewegten. Wenn man wie wir Glück hat, gibt es zwischen zwei chinesischen Reisegruppen genug Abstand und man wird weder von der vor einem laufenden noch von der nach einem laufenden Gruppe zu sehr belästigt. 
Das es ja inzwischen in Taiwan etwas wärmer wird, rasieren viele Hundebesitzer ihren kleinen Freunden das Fell, da es aber in den bergen etwas kühler und neblig war, braucht ein Hund natürlich ein Regencape und anti-rutsch Schuhe. Und falls der Hund keine Lust mehr zu laufen hat, kennt man in Taiwan genügend Möglichkeiten den Hund anderweitig zu transportieren. Variante 1 ist natürlich das altbewährte auf dem Arm tragen. Variante 2, welche auch in Deutschland zunehmenden an Popularität gewinnt, sind diese Hundehandtaschen, EU der Körper des Hundes drin verschwindet und nur der Kopf noch zu sehen ist. Variante 3 ist der beliebte Hundewagen, in dem der Hund ähnlich wie ein Kind durch die Weltgeschichte geschoben werden kann. Variante 4, und die hab ich dort zum ersten Mal gesehen, ist eine Art Rucksack, wo der Hund aber nach hinten raus schauen kann.

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Euch eine schöne Woche

LG Niggy

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14. April 2014 1 14 /04 /April /2014 10:22

Hallo ihr Lieben,

 

Endlich hieß es wieder Sachen packen und ab in den Urlaub, zumindest in den Kurzurlaub. Quasi vor der Zwischenprüfung noch mal kurz ausspannen, aber umso mehr Tests man hier schreibt und hat, umso unspektakulärer wird die ganze Sache mit den kleinen Tests, größeren Tests, Zwischen- und Abschlussprüfung. 
Mit dem Flugzeug ging es von Taipei aus nach Magong auf Penghu. Penghu ist eine kleine Inselgruppe östlich von Taiwan. Dort angekommen holte mich der Hotelbesitzer noch mit dem Auto ab, bevor wir dann auf unser Haupttransportmittel Scooter (ich glaub in Deutschland sagt man dazu Roller) und Fähre umstieg.
 Am Abend ging es zu einem typisch taiwanesischen BBQ, was man keinesfalls mit dem urthüringischem Grillen im heimischen Garten verwechseln darf. Ein betonierter Platz, viele Campingtische mit einem Loch in der Mitte, wo dann jemand Kohlen, die er vorglühte, brachte und man mit einem etwas spartanischem Grillrost anfangen konnte, alles was man so wollte zu grillen. Und alles was man so will, sollte man auch ernst nehmen. Hier grillt man sogar den Hintern, sprich die Fettdrüse, von Hühnchen. Ich probier ja so ziemlich alles, aber der Gedanke an das heimische weihnachtsfest und wie mein Papa da immer das restliche Fett der Gans rauspresst, hat mir das Testen einfach unmöglich gemacht. Zumal man in Deutschland bei allen Geflügelarten die restlichen Kiele akribisch entfernt, also zumindest wir stehen da immer mit unsere Gans-Pinzette da und entfernen alles, was da noch so ist. Das wurde in dem Restaurant nicht gemacht, was diese angebliche Köstlichkeit für mich schon von vornherein irgendwie komisch erschienen lies. Und wie beim Scooter fahren gilt auch beim Grillen, von ein bisschen Regen lässt man sich nicht aufhalten. Regenjacke an und weiter geht’s.

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Am nächsten Morgen ging es mit der Fähre Richtung Qimei. Unsere Scooter blieben in Magong am Hafen zurück, aber wo auch immer wir ankamen, bekamen wir neue. Qimei ist eine kleine Insel weiter südlich wo das bekannte „kleine Taiwan“ und das doppelte Herz liegt.

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Die Landschaft dort ist einfach unglaublich schön, vor allem wenn man so mit dem Scooter die Küste entlang fährt, und das sogar bei Regen. Der Freitagmorgen startete etwas später und mal wieder ging es mit einem Boot weg von der Hauptinsel- zu einem Mitten auf dem Meer gelegenen schwimmenden und damit auch wackelnden Restaurant, um mal wieder Austern zu grillen- frischer geht es wohl kaum, die Austern kamen aus dem Meer direkt auf den Grill. Nach dem Essen konnte man noch „Angeln gehen“. Aber auch angeln gehen darf man nicht mit der deutschen Variante verwechseln, denn um die Sache etwas einfacher zu machen, grenzt man im Meer ein Areal ab, um das dann alle im Kreis herum stehen und die darin eingesperrten Fische versuchen zu fangen. Übrigens muss man in Taiwan auch innerhalb des Landes nicht auf angeln verzichten, denn auch da gibt es an diversen Stellen Schwimmhallen-artige Gebäude, wo jemand fische hält, die man dann fischen kann.

Am Nachmittag ging es an den Strand (Shanshui Beach), inzwischen hatte zwar der Regen aufgehört, aber kühl war es trotzdem noch, vor allem der Wind. Weshalb ich wahrscheinlich zum ersten Mal mit langer Hose, Jacke und Schal am Strand war. Einige wagemutige Taiwanesen haben sich sogar getraut zu baden, wahlweise in normalen Klamotten und teils auch in Badesachen. Weiter an der Küste entlang ging es dann zu den Fenggui Blowholes.

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die AIESECer mit denen ich unterwegs war

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Auf dem Weg vom Strand zu den Fenggui Blowholes

 

Am Samstag überlegten wir uns, eine etwas weitere Strecke mit dem Scooter zurück zulegen, und mal via Brücken auf andre Inseln zu fahren. Das Scooter volltanken dabei hat umgerechnet 3,75 € gekostet, solche Tankpreise wünscht man sich auch in Deutschland. So ging es von der Hauptinsel Magong/ Huxi über Baisha nach Xiyu (bis ganz an den süd-westlichsten Zipfel) zu dem Yuwengdao Lighthouse. Um das zu besichtigen muss man erstmal durch ein kleines Militärareal hindurch, wo einen bewaffnete Soldaten grimmig dreinschauend „begrüßen“. Am Daguoye Columnar Basalt wurden wir dann von zwei Taiwanesinnen mit den Worten „Wir haben euch gestern gesehen. Ihr wart in dem einem Restaurant Stinky Tofu essen“ begrüßt. Scheinbar sind Stinky Tofu essende Ausländer doch etwas auffällig. Etwas befremdlich für mich war, dass ein Park mit Windrädern als Touristenattraktion ausgeschildert wurde, das wir das beide als nicht wirklich sehenswert eingestuft haben, hielten wir am nördlichen Ende der Insel Xinyu in Xiaomenyu bei der Whale Cave. Da für Penghu Kaktussachen sehr berühmt sind, haben wir dort Kaktuseis und Tintenfisch gegessen. Nachdem wir uns am Abend noch mit zahlreichen Souvenirs, was in Taiwan vor allem Essen ist, eingedeckt hatten, ging es mit dem Flieger auch schon wieder zurück nach Taipei, wo ich dankt innerstädtischem Flughafen ruck zuck zurück in meiner Wohnung war.

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Yuwengdao Lighthouse

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Liebe Grüße Niggy

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3. März 2014 1 03 /03 /März /2014 06:02

 

Huhu ihr Lieben, ja für mich hieß es schon wieder Urlaub, nur zwei Wochen nachdem ich aus Laos wieder kam, endete mein zweites Semester an der NCCU und meine Eltern kamen zu Besuch. Das klingt natürlich, als ob wir hier nicht studieren, aber zwischen Urlaub und Urlaub hieß es noch mal fix Abschlussprüfung schreiben.

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(Ostküste Taiwans)

 

Freitag ging es dann mit meinen Eltern und Gina an der Ostküste von Taipei nach Taroko. Nachdem mein Chinesisch nun langsam besser wird, haben wir uns dieses mal entschlossen selber ein Auto zu mieten und durch das Land zu fahren. Manchmal frage ich mich in Taiwan wirklich, wie man das machen soll, ohne das man Chinesisch kann (dieser Gedanke kam mir auf der weiteren Reise noch sehr oft). Schon beim abholen des Autos wurde mal wieder klar, so wirklich ohne Chinesisch geht es nicht. Aber dafür typisch taiwanesische Effizienz- wir (1 Kunde) und 5 Angestellte, sprich einer arbeitet und 4 überwachen bzw. schauen einfach nur zu. Wie schon vor zwei Jahren fand’ ich auch diesmal die Taroko Schlucht sehr beeindruckend. Wer selber mal dahin fahren will, es empfiehlt sich wirklich ein eigenes Auto oder einen eigenen Scooter zu haben, ich fand das damals mit öffentlichen Verkehrsmitteln doch sehr mühsam und so konnten wir halten, wo wir es gerade interessant fanden. So kamen wir auch relativ weit hinein in die Schlucht an einen wunderschönen Wanderweg, weit ab von den Massen an Touristen, die täglich den Nationalpark besichtigen. Sonntag ging es für uns weiter quer durchs Land und mitten durchs Gebirge. Wer mal die Karte von Taiwan genauer angeschaut hat, hat gesehen, das es da ganz schön hoch geht, das erinnerte mich stark an unsere Frankreich-Urlaube und die Serpentinen dort. So geschlängelt ging es hoch bis auf 3200 Meter, wo alle Taiwanesen freudestrahlend im Schnee standen- auch für mich das erste Mal, dass ich Schnee in Taiwan gesehen habe. Der Volkssport auf dem Pass war es, möglichst viel Schnee als Schneemann geformt auf die Windschutzscheibe zu platzieren und damit dann möglichst weit runter ins Tal zu kommen. Beliebt war auch Schnee in Flaschen oder andre Behältnisse zu füllen und das als Andenken mit nach Hause zu nehmen, oder einfach auf Pappe (als Schlittenersatz) durch den Schnee zu rodeln.

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Zumindest braucht man so für die gar nicht mal so lange Strecke tatsächlich 7 Stunden. Am Ende des Tages konnten wir in Alishan noch einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen, der Aussah wie auf all’ den Postkarten die es hier immer gibt.

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(Alishan)

 

Montag ging es für uns dann richtig in den Nationalpark und mit dem berühmten Alishan Zug immerhin eine Station nach oben. Um den Touristenmassen etwas zu entkommen, entschlossen wir uns auch dort einen Wanderweg zu folgen. Und so ging es für uns in taiwanesischer Manier, d.h. mit vielen Treppenstufen, auf 2600 Meter hoch. Belohnt wurde man dann mit einem grandiosen Blick. Auch den zweiten Tag in Alishan verbrachten wir recht Einsam und weit ab von all dem Touristen Rummel auf dem Fen-Rui-Gudao-Wanderweg. So erlebt man Taiwan mal von einer ganz anderen Seite- fernab von der Metropole, nur hier und da mal ein Restaurant und vereinzelte 7-11 (Convenient Stores, die in Taipei mindestens im Umkreis von 100 Metern zu finden sind) und wenn die Nacht einbrach, dann war es auch tatsächlich dunkel und nicht noch immer durch die viele Werbeschilder bunt und hell.

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(Alishan)

 

Von Alishan aus ging es für uns in die älteste Stadt Taiwans- nach Tainan. Nach den Bergen ging es für uns wieder durch bunte Straßen und noch buntere Tempel. 

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(Tainan)

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(Tainan)

 

Dank eines Feiertags in Taiwan war es relativ schwer für die letzten Tage ein Hotel zu finden, weshalb es uns noch südlicher verschlug- in den Landkreis Pingtung. Dort sind wir in einem christlichen Dorf gelandet. Der Hotelbesitzer hatte die größte Freude uns Europäer, wo er dachte, dass wir christlich sind, durch den Ort zu führen. Der Ort ist scheinbar das ganze Jahr weihnachtlich geschmückt, aber nur zu Weihnachten werden die tausenden bunten Lichter tatsächlich angemacht. Viele der Hauswände sind mit christlichen Motiven bemalt oder vor den Häusern stehen Krippen, wie man sie bei uns nur zu Weihnachten in der Kirche sieht.

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(Pingtung County)

 

Am nächsten Tag ging es zum Kontrastprogramm in das Buddha Memorial Center in Kaoshiung und dem benachbarten Kloster, wo ich im November ein Wochenende verbracht hatte. Auch diesmal zog mich diese beeindruckende Anlage wieder voll in ihren Bann. Und wir hatten das große Glück, dass am Freitag ein riesiges Feuerwerk in der Anlage stattfand.

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(Fo Guang Shan Monastry)

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(Buddha Memorial Center)

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(Meeresaquarium Kending)

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(Feuerwerk im Buddha Memorial Center)

 

Rückzu nach Taipei sind wir über die Highways an der Westküste gefahren, wo sich eine Stadt an die nächste reiht und kaum eine Ende oder ein Anfang einer Stadt genau auszumachen ist.

Nun sitzen meine Eltern schon wieder im Flieger nach Deutschland und für mich geht ein urlaubsloses Semester los.

 

Euch einen guten Start in die neue Woche

LG Niggy

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11. November 2013 1 11 /11 /November /2013 11:09

Hallo ihr Lieben,

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das vergangene Wochenende habe ich fernab vom hektischen Großstadtleben, dem Unileben und generell dem alltägliche Leben verbracht. Ich war in einer der größten Tempelanlagen Taiwans- in Fo Guang Shan. Fo Guang Shan ist eine sehr offene buddhistische Gemeinschaft, deren Nonnen und Mönche sich intensiv in das gesellschaftliche Leben und die Bildung eingebunden. Es gibt weltweit 400 solcher Anlagen, aber die im Süden Taiwans ist die Größte und Wichtigste. Das wird einem auch bei dem Anblick des imposanten Geländes, mit den vielen Gebäuden und den detailreichen Verzierungen, deutlich. Neben dem Kloster befindet sich zudem ein Buddha Memorial Center auf dem Gelände. Da ich Freitag etwas eher als ich musste dort war, hatte ich schon etwas Zeit das Gelände zu erkunden und habe das Buddha Memorial Center besucht. Das ist der Teil, den wohl auch die meisten Touristen und vor allem auch Pilgerer besuchen. Der Weg zu der großen Buddha Statue ist umgeben von 8 Pagoden, die für den edlen achtfachen Pfad des Buddhismus stehen. Die über 100 Meter hohe Buddha Statue, die eine der größten Buddha Bronzestatuen (sitzender Buddha) ist, wird umgeben von 4 Stupas, die für die 4 edlen Weisheiten stehen. Freitag hatte ich sehr viel Glück mit dem Wetter und vor allem mit dem Sonnenuntergang, wodurch das eh schon beeindruckende Areal noch schöner aussah.

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Nach meinem kleinen Rundgang ging es mit einem zu groß gewordenen Golf-Auto in die Klosteranlage. Dort kamen mir sofort viele Mönche und Nonnen entgegen, die gerade in perfekten Reihen zum Speisesaal gingen und dabei kein Wort sagen durften und auch keine Miene verzogen (so diszipliniert sind auch wir das restliche Wochenende rumgelaufen). Angekommen an der Unterkunft musste ich mich auch als erstes umziehen. Wir bekamen alle einheitliche graue, weite und sehr bequeme Kleidung, die unser täglicher Begleiter für die kommende zwei Tage wurde. Nachdem auch der Rest angekommen war, durften nun auch wir uns der Größe nach in zwei Reihen aufstellen, um anschließend still schweigend zur ersten Aktivität zu schreiten. Das Schweigen blieb das ganze Wochenende wohl meine größte Herausforderung. In einem Klassenraum angekommen lernen wir zunächst etwas Grundlegendes über buddhistische Verhaltensweisen, wie man läuft, wie man isst, wie man betet, wie man den Lehrer begrüßt und verabschiedet. Das mit dem Essen war besonders spannend,  immerhin stand zweimal ein gemeinsames Essen mit den Nonnen und Mönchen auf dem Programm. Im Rahmen der Lektion „How to take a meal in a Monastery“ lernten wir zunächst, dass beim Essen nicht nur jegliches Reden untersagt ist, sondern auch jeglicher Lärm zu vermeiden ist. Wir lernten die verschiedenen Regeln, wie man denen im Speisesaal diensthabenden Mönchen und Nonnen zeigt, was man Essen möchte, wie viel, wie man die Schüsseln und Teller bewegen darf, wann man betet, wann man singt, wie man sich hinsetzt, usw. Das Essen im Kloster ist voll vegetarisch und wird ohne Zwiebeln und Knoblauch zubereitet, da die zwei Zutaten anscheinend das sexuelle Verlangen steigern.

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Anschließend gingen wir, nun Klostergerecht, zu einem der 5 Schreine des Geländes und bekamen eine Einführung in die Meditation. Zurück in der Unterkunft besagte eine der unzähligen Regeln, dass man um 22 Uhr das Licht ausmacht und schlafen geht, was auch gut so war, immerhin sind wir 5:45 Uhr schon wieder aufgestanden.

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Wie schon am Vorabend ging es aufgereiht zur Outdoor Meditation, wobei schon der Weg dahin im stillschweigen als Walking Meditation zählt. Nach dem anschließenden Frühstück verwandelten wir auch die nächste eigentlich alltägliche Aktivität in eine Meditation und so wurde aus dem für jedermann bekannten Straßen kehren eine Cleaning Meditation. Am Anfang kamen uns zwar sowohl die Besen als auch die Weise, wie man sie verwendet nicht wirklich effizient vor, aber am Ende war die Straße überraschender Weise wirklich sauber. Weiter ging es mit einer Tour über das Gelände, zum Great Buddha Land, einem Buddha Museum und zur Pure Land Cave. Danach hat die für uns zuständige Nonnen an dem Wochenende glaub ich unsere Gedanken gelesen und es gab eine Kaffee-Pause. Das frühe aufstehen an sich war kein Problem, aber gleich im Anschluss daran zu meditieren, machte mich dann doch etwas müde, aber der Kaffee zeigte seine Wirkung und ich war endlich wach. Danach besichtigten wir den Hauptschrein des Geländes. Der Schrein beherbergt drei riesige Buddha Statuen die umgeben werden von 10.100 kleineren Buddhas. So verflog die Zeit am Vormittag sehr schnell und schon war es Zeit für das Mittagessen, was unsere erste offizielle Mahlzeit mit den Mönchen und Nonnen des Klosters war. In unseren inwzischen fast perfekten Reihen begaben wir uns in den riesigen Speisesaal, beteten und sangen, Während des Gesangs servieren Nonnen und Mönche des Klosters das Essen. Was man Essen möchte, platziert man wie gelernt vor sich, was man nicht möchte wird wieder abgeholt. Alles was man sich vorgenommen hatte zu Essen, muss man auch Essen, da die Buddhisten nichts verschwenden wollen. Am Ende singt man wieder, und wie von Zauberhand säubert und leert sich der Tisch wieder.

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Am Nachmittag hatten wir eine Kalligraphie Stunde, waren in der Kunst Galerie des Geländes und hatten eine „Vorlesung“ über Buddhismus. Am Abend bekamen wir eine kleine Einführung ins vegetarische Kochen des Tempels, so wurde aus dem in Taiwan so beliebten Blutreis, Reise mit roten Bohnen gefärbt, Pilze wurden dank einer mysteriösen Gewürzmischung zu Hühnchen (es hat am Ende tatsächlich wie Hühnchen geschmeckt). Anstatt Fleisch-Steak gab es Tofu-Steak und die Baozi wurden auch rein vegetarisch zubereitet. Das einzige Fleisch in der Küche war eine kleine Kakerlake die vor der Köchin flüchtete, als diese ihr Haus, ein Topf, hoch gehoben hat. Vollgegessen rollten wir uns zunächst in die nächste Unterrichtsstunde und dann den Berg hoch in einen der 5 Schreine zum meditieren. Am Ende sind wir alle sehr müde aber voller toller neuer Eindrücke ins Bett gefallen, und vor allem mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die Nacht um 5:10 endet, was das schlafen gehen um 22 Uhr gar nicht so früh erscheinen lässt.

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Am nächsten Morgen wurden wir pünktlich von den Betreuern geweckt und hatten wieder nur 10 Minuten Zeit um uns fertig zu machen. Diesmal ging es in den Hauptschrein zum Morgengesang der Mönche. Der Schrein sah diesmal noch beeindruckender aus. Jede der kleinen Höhlen der über 10.000 Buddhas war durch ein kleines Licht beleuchtet. Am Ende des Gesangs verließen wir mit allen Mönchen und Nonnen den Schrein und folgten ihnen in den riesen Speisesaal. Das salzige Frühstück wird definitiv nicht zu meinem Favorit, aber immerhin gab es Spinat, das kann ich zu jeder Tageszeit essen. Den restlichern Vormittag durften wir wieder unseren normalen Klamotten anziehen und haben das Buddha Memorial Center besichtigt. Nach einer abschließenden Unterrichtsstunde stand dann am Nachmittag auch schon die Verabschiedung an und es ging zurück ins normale Leben und vor allem in den kalten Norden Taiwans.

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Obwohl man in dem Kloster viele Regeln beachten und oft stillschweigen bewahren muss, war es für mich eine unvergessliche Erfahrung.

Jetzt geht es in die letzte Phase des Semesters- nur noch wenige Tage Unterricht bevor unsere finalen Tests anstehen und bevor es in den Urlaub auf die Philippinen geht.

 

Liebste Grüße aus Taiwan,

Niggy

 

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6. November 2013 3 06 /11 /November /2013 10:48

Hallo ihr Lieben,

 

Letzten Donnerstag wurde Taiwan von einem etwas größeren Erdbeben durchgerüttelt. Man hat zwar hier fast täglich kleine Erdbeben, aber die merkt man meist nicht. Das Beben letzte Woche war auch für mich hier eine Premiere, und kann, wenn es nach mir geht, auch das einzige stärkere Beben während meiner Zeit hier in Taiwan bleiben. Obwohl das Zentrum etwas weiter weg lag, hat mein kleines Zimmer hier schon etwas mehr als normal gewackelt. Aber zum Gück ist niemanden etwas passiert, nur eine Quietscheente in Taoyuan ist beim Versuch sie nach dem Beben wieder aufzublasen am HInterteil geplatzt.APTOPIX-Taiwan-Rubber-Duck.jpg

Seit Anfang des Semesters planen wir mit unserem Kurs mal zusammen essen zu gehen, wurde es so langsam auch Zeit, das das Semester in 2 Wochen auch schon rum ist. So ging es für uns pünktlich nach Kursende zu Fuß, per Bus und per MRT zu einem Hot Pot Restaurant. Das besondere an dem Restaurant war, dass jeder seinen eigenen Hot Pot hatte. Und so köchelte jeder sein eigenes Süppchen und verfeinerte es anschließend mit diversen Soßen. Anschließend ging es frisch gestärkt in eine Kirche, denn Freitags geht unsere Lehrerin mit ihrem Mann immer tanzen und hat uns eingeladen, dass auch mal zu probieren. Und so tanzten wir Freitagabend mit unserem Kurs mal im Kreis und mal in Reihen in Mitten einer taiwanesischen Kirche.

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Für Samstag hatte unsere Sprachschule einen Ausflug nach Yilan, ca. eineinhalb Stunden außerhalb von Taipei geplant und so trafen wir uns Samstagmorgen alle in ihrer eigenen Vorstellung von Pünktlichkeit an der Sprachschule, wurden auf zwei Reisebusse verteilt und los ging die Fahrt- raus aus Taipei. In Yilan war unser erster Halt eine Frühlingszwiebelfarm, deren Einfahrt bei der Planung definitiv nicht für Reisebusse gedacht war, aber da man in Taiwan ja nicht allzu gerne läuft fährt der Bus trotzdem bis dahin, wo wir hin mussten. So wurden wir ca. 80 Sprachstunden zunächst mit lustigen Reishüten und Gummistiefeln ausgestattet, um anschließend auf dem Feld die Frühlingszwiebeln zu ernten. Über Stock und Stein und vor allem durch Matsch ging es zu den Frühlingszwiebeln, wo jeder seine kleine Knolle erntete. Die wurde dann gewaschen und anschließend von den Farmarbeitern eingesammelt und geschnitten, damit wir sie dann auf unsere Frühlingszwiebel-Schnecken verteilen konnten. Das Prozedere erinnerte mich stark an die Kochabende mit meinen Jenaer Freunden, als wir Flammkuchen selbstgemacht haben. Nachdem wir nach Anleitung der dortigen Mitarbeiter alle eine Frühlingszwiebelschnecke hergestellt habe, wurde die wie von den Nachtmärkten bekannt, in Öl ausgebraten und jeder durfte seine eigene Essen. Ich muss sagen, dass im Vergleich mit den auf dem Nachtmarkt in Yilan, der für diese Frühlingsrollen Schnecken berühmt ist, unsere nicht ganz mithalten konnten. Aber jetzt hab ich in etwa eine Idee, wie ich die in Deutschland selber machen kann (meine Eltern werden sich freuen, wenn ich wieder ihre Küche mit gebratenem Öl-Duft verfeinere). Den restlichen Nachmittag haben wir in dem National Center for traditional Arts in Yilan verbracht.

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Vorbereitung

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Braten- aber man beachte, man gibt "nur etwas " Öl hinzu :)

 

Wie schon der Samstag war auch der Sonntag mal wieder verregnet. In der Stadt sah es noch relativ gut aus und so haben wir uns mal wieder für eine YouBike Fahrrad Tour entschieden. Von Beitou aus ging es damit Richtung Norden ans Meer nach Danshui. Auf dem Weg dahin kamen dann die 50 % Regenwahrscheinlichkeit durch und wir wurden ziemlich nass. Nach einem kurzen Stopp an einem der vielen 7/11 hier, waren wir aber Dank Regencapes gut ausgerüstet und konnten unsere kleine Tour fortsetzen. Angekommen in Danshui, belohnten sich Michael und Gina mit einer Massage, da ich bei Massagen immer etwas lachempfindlich bin, habe ich darauf verzichtet. In Taipei gibt es viele solcher kleinen Massageläden, in denen meist Blinde für ein sehr geringes Entgelt einen ordentlich durchkneten. Nach einem kleinen fischigen Snack, der an der Küste natürlich ein Muss ist, sind wir zurück Richtung Stadt gefahren. Rückzu haben wir sogar den offiziellen Fahrradweg gefunden, der das Fahrrad fahren dann doch etwas angenehmer war. Obwohl es auch Hinzu kein Problem war, dass wir auf einer 6 spurigen Straße gefahren sind. Solange man sich an die Scooter hält und auf denen ihrer Spur bleibt, kann einem eigentlich nichts passieren. Auch der Fahrradweg wurde am Ende eins mit der großen Straße und die Gehwege eignen sich trotz Ausschilderung für Fußgänger und Fahrräder nicht wirklich zum Fahrrad fahren, wodurch wie die letzten Kilometer auch wieder auf einer riesigen Straße gefahren sind. Nachdem wir dank’ einer App gefunden haben, wo in Taipei noch freie Plätze für die Youbikes sind, kamen wir nach 30 km Fahrrad fahren auch etwas müde zu Hause an.

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Fahrradtour im Norden

 

Gestern waren Michael und ich dann noch mal auf einem riesigen Klamottenmarkt hier in Taipei. Der Markt war ursprünglich als Art Großhandel für die vielen kleinen Ladenbesitzer gedacht, ist aber inzwischen auch bei vielen „Privatpersonen“ beliebt, um Klamotten zu kaufen. Neben relativ normalen Läden gibt es dort aber auch viele Läden, wo die Klamotten einfach in Plastiktüten verstaut dastehen. Wie man da was finden soll, bleibt für mich ein absolutes Rätsel. Sehenswert ist es trotzdem:)

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:)

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Klamotten über Klamotten

 

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche.

 

LG Niggy

 

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31. Oktober 2013 4 31 /10 /Oktober /2013 01:28

Hallo ihr Lieben,

Nach langer Abstinenz will ich mich hier mal wieder zu Wort melden :) Am Freitag vor zwei Wochen wurde ich von meiner ehemaligen Firma hier in Taiwan eingeladen, sie mal wieder zu besuchen und anschließend mit ihnen Essen zu gehen. Da es seit meiner Ankunft hier irgendwie noch nicht gepasst hatte, sie zu besuchen, war das also die perfekte Gelegenheit eine kleine Reise in die „Vergangenheit“ anzutreten. Der Weg von der MRT Station zum Bürogebäude kam mir Dank der vielen Veränderungen kürzer vor. Viele kleine Läden an der Straße sind neu, was hier auch ziemlich schnell geht. Mir ging es viel zu oft so, dass da ein Tag noch eines meiner Lieblingsrestaurants war, am kommenden alles raus geräumt wird, eine Woche Renovierung und dann etwas komplett neues darein kommt. Vorbei an meiner alten Wohnung, der Kirche, mit dem „alten“ Mann der da Tag und Nacht, bei Wind und Wetter davor saß, und inzwischen weg ist, kam ich bei Taiwan Proud Chairs an. Auch hier hat sich einiges verändert, die Kollegen hatten mir schon gesagt, dass mein Lieblings-Curry-Restaurant weg ist, aber auch der leckerste Baozi-Laden hat leider schließen müssen. Nachdem ich eine kleine Einführung über die neuen Produkte bekommen habe und mir alles was sonst noch neu und geplant ist gezeigt und erklärt wurde, ging es mit den neuen und alten Kollegen zum Abendessen nach Banqiao. Es gab Hot Pot- mal wieder in der Mitte des Tisches eine kleine Feuerstelle, auf die eine Schüssel kommt, die in der Mitte halbiert wird, damit man normalen Hot Pot und scharfen Hot Pot hat, und wenn hier etwas als scharf betitelt wird, sollte man das auch ernst nehmen, denn ist meist wirklich sehr scharf. Und eines hat sich seit meiner Zeit in der Firma immernoch nciht geändert, es wird mega viel gegessen. Von Schwein, Rind, über Tofu, Salat, Blut, Pilze- alles wird im Hot Pot gekocht, heraus geangelt und gegessen. Bis auf das Blut, was hier alle Lieben, hab ich auch alles probiert.

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An dem Wochenende hat mich Helen noch in die Geheimnisse unserer Uni Bibliothek eingeweiht. Neben zahlreichen Büchern und Plätzen zum lernen, verfügt die Bibliothek hier auch über eine weite Auswahl an Filmen, die man wahlweise an einen der extra dafür vorgesehenen Plätze in der Bibo schauen kann, alleine, zu zweit und es gibt sogar zwei Räume für mehr als vier Personen. Hier kann man also allen ganz stolz klar machen, dass man ein strebsamer Student ist, der den ganzen Tag in der Bibo verbringt, was man da dann aber tatsächlich macht, ist jedem selber überlassen. Zumindest ist für jeden Geschmack was dabei- von Disney Filmen, über Blockbuster, bis hin zu taiwanesischen Dramen oder sogar Dokumentationen über die beliebtesten Reiseziele Taiwans. Am vergangenen Freitag war ich mit ein Paar Freunden in einem buddhistisches Zentrum in Taipei, die bieten Freitag Abend kostenloses Meditieren an. Eine taiwanesische Freundin hat mich etwas geschockt angeschaut, denn an sich kann man ja über all kostenlos meditieren. Aber in diesen, ich nenn es mal Schnupperstunden, gibt es Erklärungen und Erläuterungen, wie man meditiert und warum man was macht. Sonntag haben wir dann die UBikes in Taipei ausprobiert. Als ich das erste Mal hier war, gab es die nur vereinzelt, aber inzwischen sind dieses von der Taipei MRT zur Verfügung gestellten Fahrräder fast in der ganzen Stadt zu bekommen. Mit der MRT Karte kann man ein Fahrrad ausleihen und ich muss sagen, so auf dem Rad, in mitten der viel befahrenen Straßen Taipeis, hat man eine ganz andre Perspektive. Vor allem für mich und meinen fast nicht vorhandenen Orientierungssinn ist es besonders spannend, wie man von A nach B kommt, und was dabei sich so auf dem Weg befindet. Das ist ja schon das schöne am Bus fahren hier, das man mal nicht wie mit der MRT unter der Erde lang düst und nicht sieht, was sich da oben so befindet, sondern sieht, wo man lang fährt. Ich glaube, wir hatten etwas Glück, es war Sonntag und somit wenig Verkehr auf den Straßen. Ist man in Deutschland verwöhnt mit zahlreichen Fahrradwegen und speziellen Fahrradampeln, ist das hier, so habe ich zumindest das Gefühl, noch etwas sehr neues, das man einfach Fahrrad fährt. Und so ordnen sich die wenigen Fahrradfahrer in den Scooter Verkehr ein. Irgendwo auf unserem Weg, ich glaube es war in der Nähe des Da’an Parks, dem größten Park in Taipei, gab es sogar Fahrradwege. Zu meiner Überraschung ist uns nichts passiert und es fühlte sich auch gar nicht wirklich gefährlich an. Unser Ziel an dem Tag war Wendel’s Bäckerei in Taipei. Zwar hat man über die ganze Stadt verteilt kleine taiwanesische Bäckereien mit unzähligen Brotsorten- hell, dunkel, mit Schoko, Wallnuss, Cranberry, mit Butterstreuseln, gefüllt mit roten Bohnen, oder grünes Motcha Brot. Aber eines haben alle diese Brote gemeinsam, egal wie sie aussehen, sie sind weich und süß. Meist auch eher Brötchen, die man gleich so isst. Man schneidet das Brot nicht wie in Deutschland auf und belegt es und isst es dann, außer natürlich Toast. Nachdem Michael das deutsche Brot doch sehr vermisst, haben wir uns überlegt, doch mal richtiges deutsches Brot zu kosten. Ich hatte ja letztens schon ein deutsches Brot geschenkt bekommen, was dem deutschen Brot schon sehr nahe kam. Wendel’s Bäckerei wird von einem deutschen Bäckermeister geführt, der anstatt in Deutschland einer von vielen Bäckern zu sein, hier eine Niesche entdeckte. Unser Fazit war, auch in Taiwan muss man also auf deutsches Brot nicht verzichten. Und ich fand preislich war es wirklich ok.

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Abends ging es in eine Kirche, da meine Mitbewohnerin dort ein Konzert hatte. Erstaunt hat uns, dass der Chor ein deutsches Lied gesungen hat.


Ich hoffe ihr genießt daheim jetzt euren Feiertag.

Liebste Grüße Niggy

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9. Oktober 2013 3 09 /10 /Oktober /2013 13:05

Hallo ihr Lieben,

und schon wieder ist eine Woche hier rum, die Zeit verfliegt und schon liegt die Hälfte des ersten Semesters hinter mir. Das heißt die Woche stand unser Mid-Term-Exam an, ein etwas größerer Test als normal, der nicht nur einen schriftlichen Teil, sonder auch einen mündlichen umfasst. Aber hier gewöht man sich relativ schnell an Tests, hat man fast täglich einen kleinen Test, eine Art Diktat. d.h. unsere Lehrerin liest etwas vor und wie schreiben die Zeichen samt Tönen auf. Und am Ende einer jeden Lektion gibt es obendrauf noch einen etwa größeren Test, der alles Neue der behandelten Lektion umfasst. Aber so wird man quasi gezwungen zu lernen. Das System, zumindest für uns Chinesisch-Lernenden ist aus deutscher Sicht schon ziemlich Schulisch, aber um eine Sprache zu lernen doch sehr effektiv. Neben den Tests wird so ziemlich alles was man macht und sagt in einer Note festgehalten, Hausaufgaben, Präsentationen, Mitarbeit im Unterricht- mir tun schon jetzt die leid, die das Ganze am Ende zusammen rechnen müssen.

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Am Wochenende war es auch mal wieder Zeit für einen Taifun, man könnte meinen, dass es schlechtes Wetter sein sollte, damit wir lernen. Typhoon Nummer 23 – FITOW. Zwar flog er im Norden an Taiwan vorbei und nicht über uns drüber, trotzdem hat es das ganze Wochenende geregnet. Aber zum Glück hat es sich der sofort danach kommende Taifun anders überlegt und hat dann doch lieber Kurs auf Japan genommen, so hatten wir wenigstens gestern schönes Wetter- ich muss sagen Oktober mit 31 Grad hab ich doch deutlich lieber als Regen und kühle 25 Grad.

Aber trotz des Regens hat mich Gina, eine Austauschstudentin, die ich durch das Stipendium kenne, hier bei uns am Campus besucht. Nachdem wir schon ihren Campus besucht haben, war es nun an der Zeit unseren, doch etwas in den Bergen gelegenen Campus, zu zeigen. Und da es der Regen nicht zuließ, das wir anschließend auf einen Berg konnten, haben wir das gemacht, was hier alle bei schlechten Wetter machen- wir waren shoppen. Wer sich bei seinem Besuch in Taiwan, wie ich auch so oft, fragt, wie sich die Massen an Shopping-Malls und kleinen Läden auf Nachtmärkten und den unzähligen Einkaufsstraßen halten können, kann am besten an Wochenenden (nicht nur wenn es regnet) eine Antwort finden. Sie lieben es einfach shoppen zu gehen, wenn auch oftmals nur Window-Shopping, was den Läden noch kein Geld bringt, aber scheinbar wird genug gekauft, dass es sich rentiert. Obwohl ich inzwischen schon einige Läden gefunden habe, die durch neue ersetzt wurden, weil es scheinbar doch nicht so lief. Wir haben jetzt zumindest unseren Anteil für diesen Monat getan und haben die Wirtschaft etwas angekurbelt.

Auch essenstechnisch habe ich mich wieder an neue Sachen gewagt- Iron Eggs. Eine Spezialiät aus Danshui, die aussieht wie eine Mischung aus zu groß geratenen Bubblen des Bubble Tee und hundertjährigen Eier, wer Letztere schon mal gesehen hat, weis warum ich Iron Eggs bis jetzt gemieden habe. Aber in einem taiwanesischen Spezialitäten Laden, der ziemlich gut auf Touristen bzw. der „chinesischen Sprache nicht wirklich mächtigen Menschen“ vorbereitet war, konnten wir uns, dank englischer Angaben, über die Inhaltsstoffe informieren und haben uns dazu entschieden, das wir es einfach probieren, und wenn es uns nicht schmeckt, einfach an Freunde, denen es schmeckt, verschenken. Und tatsächlich war es eine durchaus positive Überraschung. Die Eier werden in einer Mischung aus Sojasoße und anderen Gewürzen gekocht, anschließend abgekühlt und wieder gekocht und wieder abgekühlt, bis sie letztendlich komplett schwarz und hart sind, aber sehr geschmackvoll, durch die Sojasoße.

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Sonntag haben wir uns dann zum Mittag an einen der besten Gua Bao Restaurants hier getroffen. Gua Bao ist ein aufgeschnittener Hefekloß, der mit Fleisch, Kraut und geriebener Erdnuss gefüllt wird und auch als taiwanesischer Hamburger bezeichnet wird. Ich muss sagen es schmeckt tatsächlich besser als woanders, und die Art von Hamburger ist definitiv eher meins als ein latschriges belegtes Brötchen von der Marke mit dem großem gelben M. Dazu gab es eine Innereiensuppe, definitiv was, was ich in Deutschland niemals essen würde, aber egal, was das für Innereien waren, es war überraschend lecker.

Anschließend ging es auf eine Design-Messe. Und was sieht man natürlich auf einer Messe in Taiwan- deutsche Handtaschen, die man bis dato nicht kannte, die aber wirklich sehr schön waren.

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So für uns heißt es morgen erstmal Feiertag.

 

Liebste Grüße in die viel zu kalte Heimat

Niggy

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26. August 2013 1 26 /08 /August /2013 17:50

Hallo ihr Lieben,

 

Nach fast 15 Monaten und einem endlich abgeschlossenen Studium heißt es für mich zum zweiten Mal „Bye Bye Germany and Welcome Back in Taipei“ oder eben "再見德國-你好台北“. Aber die Reise begann eigentlich schon kurz nach meiner Ankunft in Deutschland. Schon während meines ersten Aufenthalts in Taiwan habe ich ausländische Studenten kennen gelernt, die „nur“ Chinesisch in Taiwan studierten. Schon damals dachte ich mir: „Interessante Idee“. Zumal ich nun in Deutschland fertig mit dem Studium bin und noch keine Verpflichtungen habe – genau die Möglichkeit noch einmal genau das zu tun, wozu man Lust hat. Und was liegt bei einem Studium mit der Zielkultur Südostasien/ Chinesischer Kulturraum näher als seine Chinesischkenntnisse zu vertiefen? Und vor allem in das so lieb gewonnene Land zurück zu gehen!

Um die Finanzierung zu sichern entschied ich mich, mich für ein Stipendium zu bewerben. So warteten in Deutschland zunächst Bewerbung schreiben, auf Rückmeldungen warten sowie Auswahlgespräch besuchen auf mich. Und siehe da, pünktlich zu Weihnachten war zu meiner Freude (aber weniger zur Freude meiner Familie) die Zusage im Briefkasten. Zunächst stand die Entscheidung an, welche Uni ich besuchen will. Neben der lukrativen Sun Yatsen Universität in Kaoshiung, die direkt am Strand liegt, gibt es natürlich auch zahlreiche Universitäten in Taipei, wo viele Freunde sich freuen würden mich wieder zu sehen. Nachdem ich in Jena 5 Jahre Studium ohne wirklichen Campus verleben durfte/ musste, fand’ ich genau dies reizvoll an einer neuen Universität. Da ich durch die AIESEC’er, die ich durch mein Praktikum in Taipei kannte, deren Uni und Campus schon kennen gelernt habe, war die Wunschuniversität in Taiwan schnell gefunden- die National Chengchi University in Taipei.

Soweit so gut und soweit war auch alles relativ problemlos. Nachdem in Taiwan die Mühlen etwas langsamer mahlen und die Uhren sich auch etwas langsamer zu bewegen scheinen, konnten einfache Dinge zu größeren Problemen werden. Aber wie sagt man in Deutschland zu schon: In der Ruhe liegt die Kraft. Und wer schon Freunde in Taiwan hat, wird auch nicht ohne Unterkunft da stehen. Die Situation erinnerte mich an vor zwei Jahren, alles dauert (gefühlt) ewig, aber am Ende hat man alles, wenn auch recht kurzfristig- und so sollte es auch diesmal sein.

Auch in Deutschland wollte man mir meine Abreise nicht ganz so einfach gestalten. Immerhin war ich noch Studentin in Deutschland und muss noch mein Examen absolvieren, ehe ich mein Studium als erfolgreich absolviert verbuchen konnte fertig. Mit einer Prise Geduld, etwas nerven und zigfachen nachfragen, ließen sich auch meine mündlichen Prüfungen vorverlegen.

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Abschied in Deutschland- Fliegen mit meinem Papa in der Heimat

 

Und am Ende saß ich tatsächlich im Flieger nach Taipei. Schon am Flughafen führte mir ein kleines taiwanesisches Mädchen, sie war vll. 6 Jahre alt, die typische taiwanesische Gastfreundschaft vor Augen. Sie fragte mich auf Englisch (mit 6 Jahren muss man sich erstmal trauen in einer fremden Sprache einen wildfremden Menschen anzusprechen) was ich denn in Taiwan vorhabe. Nach kurzer Erklärung begrüßte sie mich mit den Worten: „Welcome to Taiwan“ in ihrem Heimatland- einfach zuckersüß’ die Kleine.

Auf das „Rundum-Sorglos-Paket“ von AIESEC musste ich diesmal verzichten. Aber mit guten Freunden fand ich schnell eine Uni-nahe Wohnung und wurde sogar vom Flughafen abgeholt. Anschließend gab Helen mir noch bei 38°C eine Campus Führung und versorgte mich zum Mittag. Die Wohnung, die schon auf den Bildern sehr schön aussah, entpuppte sich als echter Glücksgriff. Nur 3 Minuten Fußweg zum Campus, sehr modern, mein eigenes Bad und 5 Mitbewohnerinnen, wovon ich grade einmal eine kennen gelernt habe. Mit Hilfe meiner eingerosteten Chinesischkenntnissse musste ich mich von da an alleine durchschlagen.

Montagmorgen stand dann auch schon der erste Tag an der Uni auf dem Plan- Orientierungstag und Einstufungstest galt es zu absolvieren. Dabei war wohl das anstrengendste, dass das International Building, wo ich von nun an immer hin muss, auf einem Berg liegt. Was in Taiwan bedeutet, bei 38°C am Morgen den Berg hinauf. Es gibt auch einen Campus Bus, aber man ist ja ein „Crazy German“, der den Ruf hat gerne zu laufen, und deshalb läuft man auch- und das heute nicht nur einmal (mal sehen, wie lange mir meine Motivation erhalten bleibt und wann ich doch mal den Bus nehme). Den weiteren Tag verbrachte ich mit Lili (auch eine Deutsche, die hier an der NCCU studiert und die ich durch das Stipendium kenne) mit Verwaltungssachen. Nachdem wir lustiges Häuserraten und Räume suchen erfolgreich absolviert haben, verbrachten wir den Abend in der Stadt. Nach kleinen Verständnisproblemen beim Bus fahren erreichten wir die Innenstadt, die noch genauso lebendig, bunt, lebensfroh und mit Scootern gefüllt ist, wie vor 15 Monaten.

Nach den ersten zwei Tagen kann ich schon mal sagen, dass ich sehr froh bin endlich wieder hier zu sein. Nach so einer Zeit fallen einem die kleinen Details des alltäglichen taiwanesischen Lebens wieder besonders ins Auge. Die Klimaanlagen in den Geschäften sind leider immer noch genauso kalt wie bei meinem letzen Aufenthalt, aber wenn das das einzige kalte Problemchen ist, dann kann ich damit sehr gut leben.

Nun habe ich erstmal den Rest der Woche frei, also erstmal genügend Zeit das Essen zu genießen, die Stadt neu zu entdecken und Freunde zu treffen.

In dem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Woche.

LG Niggy

IMG_9704-Kopie-1.JPGBlick vom International Building auf Taipei mit dem Taipei 101

 

 

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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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