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20. Oktober 2013 7 20 /10 /Oktober /2013 04:06

Hallo ihr Lieben,

an verkürzte Arbeitswochen, also Wochen mit Feiertagen könnte ich mich gewöhnen. Letzte Woche hatten wir mal wieder einen Feiertag- den 10.10. den Nationalfeiertag in Taiwan. Nachdem man hier wenig Urlaub hat, lernt man Feiertage, vor allem als arbeitende Bevölkerung zu schätzen, aber auch im Studentenalltag bieten sie eine willkommene Abwechslung.

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Pünktlich zum Feiertag hatten wir auch endlich wieder einen sonnig warmen Tag. Nachdem wir uns zum Mittag mit einer „Beef-Noodle-Soup“ (ohne Beef aber dafür mit selbstgemachten Nudelbrocken) gestärkt hatten, haben Gina und ich uns entschieden den Nachmittag bei der Chiang Kai Shek Memorial Hall zu verbringen. Bei strahlendem Sonnenschein ist die Anlage umso schöner. Dank der netten Mitarbeiter haben wir sogar einen Wachwechsel gesehen. Bevor wir dann ins Wochenende starten konnten, mussten wir Freitag doch noch mal in die Uni.

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Da am Wochenende Taiwan schon wieder von Taifunen umzingelt war und das Wetter dementsprechend nicht ganz so schön war, gingen wir, typisch taiwanesisch, den Lieblings-Regenbeschäftigungen nach- Shoppen und Essen. Sonntag hieß es für mich früh aufstehen, da Gina, eine Freundin von ihr und ich nach Xinchu gefahren sind (dort haben wir einen Freund der beiden besucht, der dort studiert). Bei mir in der Gegend war auch schon halb acht morgens relativ viel los- vor den Frühstücksrestaurants hier hatten sich schon zu dieser Uhrzeit Schlangen gebildet. Manchmal lobe ich mir doch die deutsche Gewohnheit, des zu Hause Essens. Irgendwie ist es schon gewöhnungsbedürftig, wenn man sich erstmal komplett raus-geh-fertig machen muss, ehe man frühstückt. Da finde ich es doch ganz angenehm, dass ich zu Hause nur eine Treppe runter in die Küche purzeln muss und es da immer was zu essen gibt. Das scheint mir auch immer etwas Zeiteffizienter zu sein. Als wir bei meiner Mitbewohnerin im Süden waren, hat es schon gedauert, eh die ganze Familie, plus wir Ausländer geduscht und angezogen war, alle mit dem Auto wohin gefahren sind, Essen bestellt wurde, man wartet, dass das Essen kommt, alle aufgegessen haben und man dann wieder nach Hause fährt. Aber wahrscheinlich ist das einfach eine Gewöhnungssache. Hier gibt es an fast jeder Ecke ein Frühstücksladen, bei meinen Eltern zu Hause müsste man schon eine Ecke fahren, ehe man Frühstück bekommen könnte. Aber ich habe auch Sonntag die Lektion gelernt, dass ich einfach bei mir in der Gegend hätte essen sollen. Denn hier in Muzha wohnen auch viele alte Menschen, deswegen auch schon so früh, so viele Menschen und die Schlangen vor den Läden. Bei Gina in der Umgebung merkte man schon, dass da wesentlich mehr Studenten leben, und Sonntag dann viele Läden noch zu haben, scheinbar weil die Kundschaft noch schläft. Aber irgendwie habe ich auch dort eine Art gebratene Dumplings zum Frühstück gefunden. Anschließend ging es mit einem Fernreisebus Richtung Xinchu, was ca. eine Stunde Süd-westlich von Taipei liegt. Dort angekommen ging es weiter Richtung Küste. Dort angekommen haben wir festgestellt, warum die Region dort bekannt für Wind- selbst an dem Tag, wo es angeblich wenig windig war, war es extrem windig. Die Küstenregionen sind immer toll zu besuchen, eigentlich würde es sich schon nur lohnen dahin zu fahren, um das leckere und auch durchaus sehr billige Seafood zu essen. Wir haben auf einem Markt auch erstmal Fisch, Tintenfischen und anderen Meeresgetier gegessen- einfach göttlich. Danach konnten wir, frisch gestärkt, zu unserer „Fahrradtour“ aufbrechen. Wir dachten, dass wir nur etwas an einer Strandpromenade lang radeln, aber aus dem gemütlich etwas radeln wurde am Ende 34 km, die wir tatsächlich besser bewältigten, als wir uns selber zu trauten. Zwischendurch machten wir halt an einem Strand, wo wir Dank Ebbe relativ weit in sonst von Wasser bedeckte Strandregionen laufen konnten.

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Hier machte sich der Wind besonders bemerkbar- dadurch wurde der Sand ganz schön gegen die Beine geschleudert. Entlang der Strandpromenade konnte man immer verfolgen, wie weit man schon gefahren ist. Am Ende der 17 km wartete ein kleiner Leuchtturm und ein kleines Café, in dem wir jedoch die einzigen Gäste waren. Anschließend mussten wir die 17 km wieder zurück fahren, da wir bisher den Wind im Rücken hatten, musste wir jetzt gegen den Wind ankämpfen. Dadurch kamen wir teilweise nur Slow-Motion-Artig voran, was aber den Vorteil hatte, das ich einige Fotos machen konnte. Die Strecke nutzen vor allem an so einem sonnigen Tag auch viele Einheimische für Ausflüge. Man konnte neben den normalen Fahrrädern auch Tandems ausleihen oder aber Fahrräder die etwas Sesselartig waren und 2-4 Plätze boten- die jeweiligen Modelle gab es jeweils mit und ohne motorisierte Unterstützung. Und natürlich dürfen bei solchen Ausflügen auch die kleinen Hunde nicht fehlen. Müssten in Deutschland die Hunde auch Sport machen und neben her laufen, sitzen sie hier in Körbchen oder in einer Art Kinderwagen für Hunde und werden ganz bequem durch die Landschaft gekutscht.

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Liebste Grüße,

Nicole

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Tagesausflüge von Taipei aus
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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