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18. November 2014 2 18 /11 /November /2014 10:00

Da wir bei der thailändischen Bahn beide davon ausgegangen sind, dass sie sowieso immer verspätet kommt, was einem die Einheimischen auch immer sagen, dachten wir, wir kommen gemütlich Morgens an. Zu unserer Überraschung hatte der Zug nur 10 Minuten Verspätung und so kamen wir planmäßig um 5 Uhr an und waren schon kurz nach 6 am Hotel, zum Glück war die Rezeption schon besetzt und man ließ uns schon in das Zimmer. In Sukhothai besichtigten wir mit dem Fahrrad die vielen alten Tempel der Stadt. Die Stadt erinnert etwas an Ayutthays und die Thailänder bezeichnen die Stadt selber als das kleine Angkor Wat Thailands. Obwohl wie in Angkor Wat auch in Sukhothai der Baustil der Khmer vorherrschend ist, kommen die Tempel bei weitem nicht an Angkor Wat ran. Etwas Schade war, dass die alten Tempel nicht verwuchert in kleinen Wäldern standen, sondern in einen perfekt gemähten Garten eingebettet waren.

Nach Strand und Kultur wollten wir nun auch endlich etwas wandern gehen, ein Nationalpark war schnell gefunden, leider war das dorthin kommen und das dort übernachten nicht ganz so einfach. Unser Glück war, dass der Rezeptionist des Hotels Jahre lang in den USA lebte und so sowohl Englisch als auch Thai sprach. Am Morgen fuhr er mit uns in den Nationalpark und schon die Ausschilderung zum Park war nicht sehr Ausländer freundlich. Ohne eigenes Auto und vor allem ohne Thai Kenntnisse war man da so gut wie aufgeschmissen. Aber der junge Mann half uns sehr gut weiter und so hatten wir in kürzester Zeit ein Zelt auf dem „Gipfel“ des Berges organisiert und auch der Rücktransport war zunächst klar. Nebenbei wurden noch zig Bilder von uns gemacht, scheinbar verirren sich nicht allzu viele ausländische Touristen in den Park.

Begleitet von vielen Mücken ging es immer weiter durch den Dschungel hoch auf den Berg. Dort angekommen, wurden wir mit einer grandiosen Aussicht von unsrem Zelt aus belohnt. Die sollten wir aber nicht lange behalten, denn es begann zu regnen und so verlegten wir unser Zelt unter das Dach. Der Mann der einen kleinen Kiosk oben auf dem Berg betreibt versorgte uns am Abend mit einem gigantischen Abendessen und Whiskey und am nächsten Morgen mit einem deftigem Reisfrühstück. Frisch gestärkt ging es den inzwischen leicht aufgeweichten Weg wieder runter.

Als wir unten ankamen waren wir immer noch der festen Überzeugung, dass der Rücktransport steht. Der Mann vom Vortag mit dem alles abgesprochen war und der zumindest so tat, als ob er ein bischen Englisch versteht, war leider nicht da und so versuchten wir uns ohne Thai Kenntnisse durchzufragen. Zum Glück kam dann aber eine kleine Gruppe junger Thailänder an, die uns beim übersetzen halfen. Und so wurde es wie abgesprochen organisiert, dass die Familie, die den Parkeingang bewacht, uns in die Stadt fuhr.

Von dort aus besichtigten wir am kommenden Tag mal wieder eine alte Tempelstadt, diesmal etwas verwilderter, was uns sehr gut gefiel. Typisch Thailand stimmten natürlich mal wieder irgendwelche Auskünfte und Angaben nicht. Wir verließen uns darauf, dass der „Fahrplan“ an der Bushaltestelle auch stimmt, und waren sprichwörtlich verlassen. Aber die Thais sind ja alle freundliche Menschen und so wurde kurzerhand organisiert, dass uns ein LKW zur nächsten Bushaltestelle fährt. Und so wurde unsere Transportmittelliste wieder um ein Verkehrsmittel reicher.

Bevor Dominique wieder heim fliegen musste, fuhren wir wieder zurück nach Bangkok. Aus dem pünktlichen Zug hatten wir nicht wirklich viel gelernt und vertrauten auch diesmal der Zeitangabe, bzw. gingen naiv davon aus, dass es ja bestimmt länger dauert. Nachts um 4 schlug mir dann jemand nicht wirklich liebevoll gegen mein Bein und sagte „Bangkok“, das war also unser Zeichen auszusteigen - Mitten in der Nacht. Alles diskutieren mit dem Hotel in Bangkok für die kommende Nacht half nichts, so früh konnten sie uns nicht einchecken lassen. Also wenigstens ins Hotel und im Fitnessraum frisch machen, bevor es noch mal zum JJ Market in Bangkok ging. Mit Muskelkater in den Beinen merkte ich dann auch wie behinderten unfreundlich Bangkok bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ist. Fahrstühle muss man ewig suchen und so blieben die vielen Treppenstufen zur Hochbahn oft die einzige Alternative, die Bahnen zu nehmen.

LG Niggy

Sukhothai
Sukhothai
Sukhothai
Sukhothai
Sukhothai
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Ramkhamhaeng National Park
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Si Satchanalai
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Published by taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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