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25. September 2014 4 25 /09 /September /2014 13:05

Nachdem ich zwei Tage in Taipei hatte, um alle organisatorischen Dinge zu klären und einmal alles zu waschen, ging es schon weiter nach Singapur. Manchmal hab ich das Gefühl, das wenn man als Westler in Asien fliegt, man besonders gute Sitzplätze bekommt! Schon von Beijing nach Hong Kong hatte ich zwei Sitze für mich. Im Flieger nach Singapur wurde das noch getoppt und ich hatte die ganze mittlere Reihe für mich- 4 Sitze. Reisen in der Nebensaison hat eindeutige Vorteile. Nachdem der Sicherheitscheck in Taipei, vor allem im Vergleich zu China, extrem kurz ausfiel, wollte der Sicherheitsmann in Singapur gleich nochmal mein ganzes Gepäck scannen, aber zum Glück musste ich nichts auspacken. Am Ausgang wartete auch schon Hong Hao auf mich, den ich wenige Wochen zuvor in Taipei kennen lernte, da er der Freund einer sehr guten taiwanesischen Freundin ist. So hatte ich garkein Stress und wurde bis zu meinem Hostel gefahren und am Abend zeigte er mir noch die lokalen Köstlichkeiten Nahe meiner Unterkunft.
Dank kostenloser Karten, konnte ich die Stadt relativ gut zu Fuß erkunden und brauchte nur selten die MRT. Von meinem
Hostel ging es südlich in den indischen Stadtteil (Little India). Bunte Häuser, beeindruckende Tempel und allerlei indische Spezialitäten warteten dort auf mich. Ich fand vor allem die hinduistischen Tempel beeindruckend. Unweit davon liegt Chinatown, wenn man wie ich gerade aus China kommt und so lange in Taiwan lebte, muss ich gestehen, war es eher eine kitschige, touristische Variante von China. Auch hier gibt es unzählige Tempel und nach China ist es eine willkommene Abwechslung, wenn man nicht überall Eintritt zahlen muss. Danach wollte ich zum berühmten Marina Bay, da aber genau an dem Wochenende ein Formel 1 Rennen dort stattfand, war es garnicht so leicht, den richtigen Weg zu finden. Aber zum Glück war ich mit meiner Verwirrung nicht allein und so schlug ich mich zusammen mit den anderen Touristen durch den Wald an Zäunen. Man konnte sogar ein bischen auf der Strecke rum laufen und die Tribünen für die Zuschauer waren auch schon aufgestellt. Vom Fluss aus konnte ich die St. Andrews Cathedral im Colonial District schon sehen, das hinkommen war dank Zäunen wieder etwas länger als normal, und so lief ich weiter über das Formel 1 Gelände. Am Ende kam ich tatsächlich da raus, wo ich hinwollte. Im ehemaligen kolonialen Teil der Stadt befinden sich viele europäische Gebäude, in denen heute viele Museen sind. Mein Reiseführer empfohl mir das Asian Civilisations Museum, wo die Geschichte vieler süd-ostasiatische bzw. südasiatische Länder dargestellt wird. Da ich inzwischen herausgefunden hatte, das die Entfernungen garnicht so groß sind (asiatische Karten haben selten einen Maßstab und so muss man selber herausfinden, wie weit manche Sachen entfernt sind), entschloss ich mich nach Hause zu laufen. Denn in dem unterirdischen MRT System sieht man nicht wirklich viel von der Stadt.
Den nächsten Tag ging ich der Empfehlung des Freundes nach und erkundete den botanischen Garten, der einfach nur traumhaft ist. Ich glaub, wenn ich dort wohnen würde, würde ich dort regelmäßig Picknicken gehen. Man kann da wunderbar stundenlang durch Wälder und über Wiesen laufen oder sich an einen der kleinen Seen niederlassen. Wenn man Glück hat, kommen auch mal paar Tierchen vorbei.
Der zweite Tip war die Haw Pa Villa, eine Anlage, die der Gründer von Tiger Palm gebaut hat und nachdem er sehr viel Reichtum erreicht hatte, der Stadt gespendet hat. Die Anlage erinnerte mich an einen etwas kitschigen Vergnügungspark und zählt nicht wirklich zu den Highlights von Singapur. So langsam konnte man in der Nähe der Strecke die Formel 1 Autos hören, die hatten sicher ihr erstes Training auf der Strecke.
Anschließend ging es außerhalb des Stadtzentrums in eine Klosteranlage. Schon die Umgebung war wieder ganz schön, weil es eines der Residence-Viertel von Singapur ist, und man so mal sieht, wie die Menschen so leben. Meist haben sie Wohnungen in einem der viele Hochhäuser der Stadt. Die Klosteranlage besteht aus vielen Gebäuden umgeben von einer schönen Parkanlage, ein bunter Mix aus Gebets-Schreinen, Wohnhäusern und Tempeln. Überall auf dem Gelände findet man kleine und große Buddhas, was ich so zuvor noch nie gesehen habe, waren die unzähligen kleinen Buddha-Figuren, die einen Besen in der Hand hatten. Das erinnerte mich an einen meiner Klosteraufenthalte in Kaoshiung, wo wir alle am Morgen einen Besen bekamen und die Straße fegen mussten. Obwohl Hong Hao meinte, in dem Kloster kann man nicht wirklich was sehen, muss ich sagen, obwohl schon die meisten Gebäude zu waren, war es wirklich sehenswert. Ich mag die ruhige Atmosphäre, die in den Klostern herrscht und die Zufriedenheit und Freundlichkeit, die die Mönche und Nonnen ausstrahlen.
Danach holte mich Hong Hao ab und wir erkundeten die Stadt mit dem Auto. Als erstes waren wir in der Bar und Restaurantstraße am Fluß was essen und fuhren danach weiter auf die zu Singapur gehörende Insel Santosa. Dort gibt es ein Viertel, wo die ganzen Reichen wohnen, man muss sagen, sie haben sich schon ein schönes Fleckchen ausgesucht! Der Rest der Insel besteht neben Stränden aus Vergnügungsparks- Universal Studios, einem riesigen Aquarium und einer Strandpromenade mit vielen kleinen Bars.
Beim fahren durch die Stadt, fiel mir immer wieder auf, wie grün die gesamte Stadt ist- das lässt auch so eine Metropole gleich viel freundlicher wirken.
Bevor das Formel 1 Spektakel endgültig das Leben der ganzen Stadt beeinflusst, nahm ich mir einen Bus und fuhr nach Melaka (Malaysia). Mit dem Bus über die Grenze war auch mal ganz interessant. Einmal Aussteigen zur Ausreise und nur 3 Minuten später nochmal zur Einreise nach Malaysia. Diesmal wartete auch der Zoll und so mussten wir alles aus dem Bus mitnehmen, einmal durchleuchtet lassen und durfte dann weiter fahren.

LG Nicole

little Indialittle India
little Indialittle Indialittle India
little Indialittle India

little India

Chinatown
ChinatownChinatown

Chinatown

Blick auf Marina Bay
Blick auf Marina Bay

Blick auf Marina Bay

Colonial District und Parlamentsgebäude
Colonial District und Parlamentsgebäude Colonial District und Parlamentsgebäude Colonial District und Parlamentsgebäude

Colonial District und Parlamentsgebäude

Singapur
Singapur

Singapur

Botanischer Garten
Botanischer GartenBotanischer Garten
Botanischer GartenBotanischer GartenBotanischer Garten

Botanischer Garten

Haw Par Villa
Haw Par VillaHaw Par VillaHaw Par Villa
Haw Par VillaHaw Par Villa

Haw Par Villa

an dem Kloster
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an dem Klosteran dem Kloster

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Published by taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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