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29. Oktober 2014 3 29 /10 /Oktober /2014 03:40

Unser nächstes Ziel auf dem Weg nach Bangkok war Phetchaburi. Von Koh Tao aus gar nicht so leicht zu erreichen, zumindest wenn man den Reisebüros glauben schenkt. Plötzlich sollten wir die Nachtfähre nehmen, die für das kurze Stück zwischen der Insel und dem Festland, wofür man sonst 1,5 Stunden braucht, plötzlich 7 Stunden braucht. Was die Fähre in der Zwischenzeit macht, ist uns noch immer ein Rätsel. Wir entschlossen uns lieber alles einzeln zu organisieren, als so lange unterwegs zu sein. Den Katamaran kannten wir nun schon und er brachte uns auch diesmal sicher zum Ziel. Da alle Boote so fahren, dass man die Züge Richtung Norden nicht bekommt, und da auch die erste Zugfahrt nicht so super war, wollten wir den Bus probieren. Noch nie wurden wir beim Bus fahren gefragt, ob erste oder zweite Klasse. Da es aber nur ein minimaler Preisunterschied war, wollten wir mal erste Klasse testen. Inzwischen ließ sich auch nicht mehr leugnen, dass wir Mitten in der Regenzeit in Thailand waren. Unsere naive Annahme war, dass uns das ja aber beim Bus fahren nicht stören söllte. Positiv am Bus fahren war, das wir sehr viel Beinfreiheit hatten, Kopfkissen und Essen gab es auch wieder. Nach kurzer Fahrzeit fing es wieder an von der Decke zu tropfen, diesmal nicht wie im Zug Kondenswasser, sondern irgendwo war das Dach undicht. Zum Glück war es auf unserer Seite aber halb so schlimm. Auf der anderen Seite hingegen bildete sich von der Gardine aus ein Wasserfall, wodurch sich auf dem Sitz und dem Fußboden ein kleiner See bildete. Nach einer kurzen Pause verlagerte sich das Wassergleichgewicht und plötzlich tropfte es bei uns. Gut, das ich ein Regencape mit hatte, was wir schützend um meine Schwester wickelten. Beim nächsten Stopp, mitten in der Pampa wurde uns verkündet: hier müsst ihr raus. Wirklich hilfreich war weder der Busfahrer noch die Stewardess. Taxis gab es nicht und die konnten sie auch nicht rufen, wir sollten zu dem nahe gelegenen Supermarkt laufen, dort gäbe es Taxis. Den Supermarkt sahen wir weder auf der einen noch auf der anderen Seite und so entschlossen wir uns, vorsichtig am Highway entlang zu laufen. Gerade als es wieder anfing zu regnen, hielt ein Auto neben uns an. Der Mann fragte uns, wo wir hin wollen und erklärte uns, dass die Stadt 13 oder 30 km weit weg sei, er uns aber mitnehmen könnte, er sei Polizist. Ich dachte noch, dass uns das ja jeder erzählen kann, aber meine Schwester vertraute dem Fremden mehr. Also stiegen wir ein. Schnell hatten wir ein Telefon am Ohr, am anderen Ende war jemand, der Englisch konnte und der wir erklärten, wo wir hin müssen. Sie sagte es ihm und nach ca. 20 Minuten kamen wir wirklich an unserem Hotel an. Er wollte partout kein Geld nehmen, denn er ist ja Polizist- am Ende hab ich es ihm sogar geglaubt. Inzwischen hatte sich das Wetter in Thailand gut eingeregnet, und dank des nicht wirklich guten Abflusssystems verwandelten sich die Straßen schnell in Seen. Genau gegenüber von unserem Hotel befand sich das Wahrzeichen der Stadt, das Wat Mahathat Worawihan. Der große weiße Tempel war umgeben von vier kleinen Stupas, von denen man einen wunderschönen Blick auf die kleine Stadt hatte. Nach Besichtigung weiterer Tempel in der Stadt, ging es mit dem Minivan nach Bangkok. Als wir mit unseren großen Rucksäcken am Bus ankamen, schaute und der Fahrer mit großen Augen an. Als wir in das Innere des Busses schauten, wussten wir auch warum. Da wo sich in Deutschland bei solchen Minivans der Kofferraum befinden würde, war hier eine weitere Sitzreihe. Als wir ihn fragten, wohin wir die Rucksäcke machen soll, man bedenke jeder von uns hatte einen großen Backpacker plus einen kleineren Rucksack für Tagesausflüge, zeigte er uns - auf den Schoß. Sofort war klar, da muss eine andere Lösung gefunden werden, denn 3-4 Stunden so eingequetscht, wäre eine Zumutung gewesen. Schlussendlich fanden unsere großen Backpacker einen Platz an der Tür und wir konnten eine trockene Fahrt ohne Getropfe von der Decke genießen. In Bangkok begrüßte uns dann auch gleich ein Hochbahnsystem, das weder wirklich behindertenfreundlich noch gepäckfreundlich war. Rolltreppen und Fahrstühle gab es wie schon in China recht wenig und so hieß es treppauf und treppab laufen.

Nachdem wir am ersten Abend das riesige Shopping-Viertel nahe unserem Hotel getestet haben, besichtigten wir am ersten Tag, wie von unserem Reiseführer empfohlen, den Königspalast und die umliegenden Tempel. Ebenfalls wie vom Reiseführer beschrieben, wollten uns schon am Morgen auf dem Weg dahin einige Taxifahrer davon abbringen, indem sie sagten, dass die Anlagen bis Mittag geschlossen sind, sie uns aber woanders hinbringen können. Aber wie erwartet, war alles offen und wir konnten uns zusammen mit den vielen andren Touristen den prunkvollen Palast und die zahlreichen Tempel anschauen.

Lg Nicole

Phetchaburi
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Bangkok
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Published by taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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