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28. Oktober 2014 2 28 /10 /Oktober /2014 12:01

Nachdem ich nun mein Touristenvisum hatte, konnte ich auch ohne Probleme mit den Bus von Malaysia nach Thailand fahren. Nach vier Stunden Fahrt musste ich einmal umsteigen und da ich die einzige war, die dort warten musste, hatte ich schon etwas Sorge, das ich nie in Thailand ankomme. An dem Bahnhof, wo ich umsteigen musste, hatte ich etwas Zeit und so versuchte ich Obst zu kaufen. Schnell fand ich Bananenstauden und versuchte der Frau verständlich zu machen, das ich gerne Bananen hätte. Als Antwort bekam ich ein Kopfschütteln und so ging ich einfach zum zweiten Stand, aber auch dort schien man mir keine Bananen verkaufen zu wollten. Am dritten Stand war dann ein Mann dessen Englisch zumindest soweit reichte, mir zu sagen, dass ich nur frittierte Bananen kaufen kann. Da mich die frisch frittierten, fettig triefenden Bananen nicht so ansprachen, gab ich es auf. Entweder man kauft in einer Flüssigkeit eingelegtes oder frittiertes Obst dort, ansonsten gab es, zumindest an dem Bahnhof nichts obstiges. Irgendwann kam dann auch der Mini-Bus, der mich nach Thailand bringen sollte. Wie schon so oft die letzten Wochen war ich die einzige Ausländerin. In so einer Runde kann auch meistens mindestens einer Englisch, und so ging die lustige Fragerunde: wer bist du, wo kommst du her, was machst du hier, los. Mit dem Bus muss man einige Male halten. Zuerst Papierkram für die Grenze ausfüllen, dann aus Malaysia ausreisen und dann noch nach Thailand einreisen. Da mir eine Belgierin erzählte, dass sie Probleme bei der Ausreise hatte, weil sie bei der Einreise nicht genügend Stempel bekommen hatte, achtete ich genau, dass ich alle Stempel hatte und nicht illegal im Land bin. Kurz hinter der Grenze lag auch schon mein erstes Ziel Hat Yai, zwar die viertgrößte Stadt in Thailand, aber ich glaub bei Touristen nicht wirklich bekannt. Meine Schwester hatte sich kurzfristig entschlossen, mich in Thailand zu besuchen und mit mir zu reisen. Und so wechselte ich meine kleinen Mehrbett- Hostelzimmer ein, gegen saubere, ruhige Hotelzimmer, die einem viel Privatsphäre bieten.
Die Tempelanlage der Stadt beheimatet den drittgrößten liegenden Buddha, und da man sich in Asien irgendwie immer den Titel des größten Buddhas holen kann, war dies der größte liegende Buddha Südthailands. Das ist mir schon in Taiwan aufgefallen, in jeder Stadt gibt es den größten Buddhas Taiwans oder Süd-Ost-Asiens, man muss ihn nur immer weiter spezifizieren (sitzend, liegend, mit jener Handstellung, aus Bronze usw.). Da die Stadt direkt hinter der malaysischen Grenze liegt, kommen viele Malaysier dort hin, um shoppen zu gehen, denn scheinbar sind die Sachen in Thailand etwas billiger. Nach einem Tag ging es schon wieder weiter nach Chumphon. Wir entschieden uns den Zug zu nehmen. Das Ticket war noch leicht zu bekommen, das Gleis zu finden, war schon schwerer. Jeden den man fragte, sagte man solle "hier" warten, "hier" war aber manchmal Gleis 1, Gleis 2 oder Gleis 3. Nachdem unser Zug nicht kam, ging es wieder zur Information, wo die Angestellten Englisch sprechen konnten, und wie von der deutschen Bahn gewohnt, kam der Zug natürlich zu spät. Nachdem die Ankunftszeit und das Gleis noch zweimal geändert wurden, kam dann endlich unser Zug. Da wir die thailändische erste Klasse gewählt hatten (denn schon die Bilder im Internet ließen erahnen, dass alle anderen Klassen für 6 Stunden nicht zumutbar sind), gab es als erstes Decken und Essen. Mit dem losfahren wurde gewartet, bis alle aufgegessen hatten und so war uns klar, warum wir soviel Verspätung hatten. Trotz Klimaanlage in der erstem Klasse tropfte das kondensierte Wasser von der Decke. Ab und an kam ein kleines Krabbeltier vorbei und am Ende kamen wir mit 2 Stunden Verspätung in Chumphon an. Am nächsten Tag ging es in eine Höhle etwas außerhalb der Stadt. Da Chumphon nicht wirklich touristisch ist, kann kaum einer Englisch, aber man ist dann auch an den Sehenswürdigkeiten alleine. Den "Bus" (ein Pick-Up mit zwei Bänken und einem Dach hinten) zu finden war deshalb garnicht so einfach, aber da die Thais sehr freundliche Menschen sind, nahm eine Frau ihren Scooter und fuhr uns kurzerhand, nachdem ihr ihre Freundin die Haare fertig geflochten hatte, dorthin. Angekommen an den Höhlen, fanden wir auch gleich die im Reiseführer beschriebenen Lichtschalter für die Höhlen. Diese waren uns aber nicht so gut gesonnen und so blieb das Licht aus. Aber wir waren dank unserer Stirnlampen gut ausgerüstet und leuchteten uns selber den Weg vorbei an Stalagmiten und Stalaktiten. In den Höhlen waren außer uns nur ein paar Fledermäuse und hüpfende Spinnen mit Fühlern. Bei der Hinfahrt hatten wir uns extra gemerkt, wo der Bus hält, also ging es dorthin zurück. Ein netter Ladenbesitzer bot uns auch gleich zwei Stühle im Schatten zum warten an. Nur kurze Zeit später rief er uns zu einem Auto, diesmal ein Pick-Up ohne Bänke und Dach hinten, dennoch nahmen wir auf der Ladefläche Platz. So hatten wir gleich eine viel bessere Aussicht. Diesmal waren wir, neben der Frau und der Mutter des Fahrers, die aber vorne im Auto saßen, die Einzigen Fahrgäste, und so war uns schnell klar, das kann keiner der Busse sein. Am Ende ließ uns der Mann wie abgesprochen am Bahnhof raus und nachdem er partout kein Geld annehmen wollte, stand fest, wieder einmal hat uns ein netter Thailänder ganz uneigennützig geholfen.
Von Chumphon aus ging es mit dem Boot nanch Koh Tao, wo meine Schwester ein traumhaften Hotel für uns gebucht hatte- kleine Bungalows, mit halboffenen Bad und Balkon direkt zum Meer hin. Dank kaltem Wasser und nicht funktionierendem Licht, wurde das Duschen manchmal zu einem kleinem Abenteuer. Aber wie schon in den Höhlen, halfen uns unsere Stirnlampen. Die Tage auf Koh Tao konnte man gut am Strand verbringen, oder auf einen der vielen kleinen Schotterstraßen auch mal etwas umherlaufen. Einen Tag fuhren wir nach Koh Phangan und mieteten dort einen Scooter. Dank der ganzen Horrorgeschichten im Internet über Scooter fahren in Thailand hatte ich schon etwas Sorge, ob das so gut geht. Aber schon der Verleih fragte nicht nach meinem Führerschein, und wenn man dann noch sieht, wie die meisten Ausländer fahren, kann ich mir die Vielzahl der Unfälle erklären. Die Schifffahrt zurück nach Koh Tao war nichts für anfällige Magen, einmal mehr machte sich die Regensaison bemerkbar. Dank eines aufziehenden Gewitters wurden wir ordentlich durchgeschüttelt, aber das Bootsunternehmen war sehr gut vorbereitet, und verteilt fleißig Tüten und Medizin. Nach erkunden der kleinen Inseln im Golf von Thailand, ausgiebigen Badetagen und viel leckerem Essen hieß es für uns nach einer Woche Abschied nehmen von unserem kleinem Traumstrand.

Lg Nicole

Hat Yai
Hat Yai
Hat Yai

Hat Yai

Chumphon
Chumphon
Chumphon

Chumphon

Koh Tao- Ao Leuk
Koh Tao- Ao Leuk
Koh Tao- Ao Leuk

Koh Tao- Ao Leuk

Koh Phangan
Koh Phangan
Koh Phangan
Koh Phangan
Koh Phangan

Koh Phangan

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Published by taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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