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20. September 2014 6 20 /09 /September /2014 13:50
Von Hangzhou aus ging es mal wieder mit dem Zug weiter- diesmal nach Shanghai. Da die zwei Städte nicht wirklich weit voneinander entfernt liegen, ist man mit der chinesischen Variante des ICE innerhalb von 1,5 Stunden da. Obwohl schon der Bahnhof in Hangzhou riesig war, toppte der Shanghaier Bahnhof das gefühlt noch - hinter den Ankunfts-Gates konnten die Angehörigen wie am Flughafen auf die Neuankömmlinge warten. In Shanghai fällt einem sofort auf, dass die Stadt sehr westlich ist- man sieht viele "Westler" und hört viel Englisch und auch Deutsch. Angekommen an meinem Hostel für die kommenden Tage, musste ich feststellen, dass ich wohl das Hostel gewählt habe, in dem sich fast alle Deutschen niederlassen. Oder es sind einfach überdurchschnittlich viele Deutsche in Shanghai. Auch am nächsten Tag an den Sehenswürdigkeiten der Stadt hörte ich viel Deutsch. Leider war auch in Shanghai das Wetter nicht besser als in Hangzhou und so hüllte sich die berühmte Skyline von Pudong in weiße Wolken gepaart mit Smog.
Zu meiner Überraschung war das Shanghai Museum wieder kostenfrei. Direkt dahinter befindet sich der People Square. Die ganze Umgebung der Shopping Strasse Shanghai's wirkte für mich schon sehr neu und westlich, obwohl ich mich da noch in dem alten Teil der Stadt befand. Wären nicht hin und wieder chinesische Schriftzeichen zu sehen und würde nicht auch an den Stellen die Wäsche direkt über der Straße getrocknet werden, könnte man fast denken, man sei irgendwo in Europa. Am späten Nachmittag fuhr ich in die Altstadt, die endlich wieder die für China so berühmten geschwungenen Dächer hatte. Schon am Morgen hatte ich mich etwas verlaufen und eine kleine Straße mit unzähligen kleinen Lädchen gefunden, die neben allerhand Kalligraphie-Zubehör, Teesets und Gemälde anboten und somit ein chinesisches Flair entstehen ließen. Die Altstadt wurde sehr schön renoviert und ist definitiv einen Besuch wert, wenn man aber Souvenirs kaufen will, sollte man auf andere Läden ausweichen, denn die Preise sind sehr touristisch. Neben der Altstadt befindet sich ein Viertel mit vielen alten spanischen und japanischen Häusern, nachdem ich dort an einer traditionellen Teezeremonie teilnahm, verschlug es mich nochmal Richtung Bund, um die Pudong-Skyline auch bei Nacht zu sehen.
Am nächsten Morgen ging es für mich zu der alten Residenz von Sun Yatsen, als Gründer der Republik China gilt er als Landesvater von Taiwan. Da er seine revolutionären Bewegungen aber auf dem Festland vollzogen hat, ist er der einzige Chinese, der sowohl in Festland China als auch in Taiwan vergöttert wird. Da die Residenz nur unweit der französischen Konzession liegt, kam ich an vielen europäischen Häusern vorbei. Gleich in Nähe befinden sich einige Shoppingmalls, in denen man alle bekannten Marken bekommen kann. Auch einen kleinen Park gab es wieder. Am Eingang saß, wie so oft in China, ein Polizist der das Ganze bewacht. Im Park wurde wieder gesungen, Karten gespielt und zwei ältere Männer ließen Drachen steigen- da ihre Drachen ganz schön weit weg waren, dauerte es eine Weile, bis ich heraus fand, wo ihre Schnuren enden. Sie saßen da ganz gemütlich auf einer Bank und schauten zu, wie ihre Drachen in der Ferne schweben. Am Nachmittag besichtigte ich den Jade- Tempel, dank unzureichender Ausschilderung und meinem mangelnden Orientierungssinn dauerte es sowohl da, als auch später etwas länger, ehe ich mein jeweiliges Ziel erreichte. Die später anvisierte Duolun Lu Cultural Street, in der früher viele berühmte chinesische Schriftsteller lebten, lag etwas versteckt. Die wunderschön restaurierten, eher westlichen Häuser, waren dennoch schön anzusehen. Am Abend fuhr ich über den Fluss zur Pudong Halbinsel, da ich mich in dem dortigen Finanzdistrikt mit einer guten Freundin eines Freundes treffen wollte. Leider haben wir uns den Menschenmassen nicht gefunden, aber die vielen Hochhäuser waren auch ganz hübsch.
Am nächsten Morgen half mir ein netter chinesischer Opi den Yuyuan Park zu finden, ich bin zielgerichtet erstmal von der Einkaufsstraße weg gelaufen, bis er mir erklärte, dass der Park mitten in dem Einkaufsgebiet der Altstadt liegt. Nachdem ich meine Kamera rausgeholt hatte sprach mich schon der nächste Chinese an- natürlich auf Chinesisch. Er hatte eine ähnliche Kamera, aber kam mit den Funktionen nicht wirklich klar und löcherte mich erstmal mit viele Fragen. Also erklärte ich ihm so gut es ging die Grundfunktionen seiner Kamera. Manchmal ist es schon kurios, was sich manche Menschen so denken. Mir ist es auch in Taipei schon öfter passiert, das mich Taiwanesen auf Chinesisch nach dem Weg fragen. Ob die einfach alle auf Chinesisch ansprechen oder ob man mir ansieht, das ich sie verstehe!?
Nach den vielen westlichen Gebäuden des Vortags, war der im traditionellen chinesischen Stil angelegte Garten eine willkommene Abwechslung. Danach fuhr ich etwas aus der Stadt heraus zu einem wunderschönen alten Tempel und einer Pagode. Dorthin verschlug es neben mir nur wenige Touristen. Ich find es immer wieder beeindruckend, zu sehen, wie die Menschen so leben, weshalb ich gerne etwas außerhalb des Stadtkerns fahre. Meine Lieblingsspeiße des Urlaubs- Baozi und Mantou waren auch wieder schell gefunden. Und außerhalb der üblichen Touristenstraßen sind die einfach so günstig- für umgerechnet 50 Cent bekomme ich da meine Mittagsration. Frisch gestärkt, ging es mit der S-Bahn zu einem weiteren alten Park der Stadt, da dieser 21 Km von Stadtzentrum entfernt lag, waren nur wenige Menschen in dem Park. Und so schlenderte ich durch den Bambusgarten, vorbei an kleinen Schreinen, und alten Häusern und genoss die Ruhe außerhalb der hektischen Metropole. Am Abend hab ich mich dann mit der Shanghaier Freundin meines Freundes getroffen. Wir waren in einer Shopping-Mall super lecker essen und haben uns über allerhand Sachen ausgetauscht. 
Am Ende hat mir Shanghai doch besser gefallen, als ich nach meinem ersten Eindruck gedacht hätte. Wer hier als Ausländer lebt, muss definitiv auf nichts verzichten. Und die Shanghaier drängeln in der Regel auch nicht so beim Ein- und Aussteigen aus der S-Bahn. Nur die üblichen Sicherheitschecks an den Haltestellen, nehmen hier nicht alle so ernst, oder ich hab einfach das System, wer welche Tasche durchleuchten lassen muss, nicht ganz verstanden.

Zum Abschied durfte natürlich eine letze Zugfahrt nicht fehlen- zurück nach Beijing ging es diesmal.

Lg Nicole

Shanghai Museum

Shanghai Museum

und Peoples Square

und Peoples Square

Bund mit Blick auf Pudong
Bund mit Blick auf Pudong
Bund mit Blick auf Pudong
Bund mit Blick auf Pudong
Bund mit Blick auf Pudong
Bund mit Blick auf Pudong

Bund mit Blick auf Pudong

Altstadt und Jadetempel
Altstadt und Jadetempel
Altstadt und Jadetempel

Altstadt und Jadetempel

Zu Hause bei Sun Yatsen
Zu Hause bei Sun Yatsen
Zu Hause bei Sun Yatsen

Zu Hause bei Sun Yatsen

im Finanzviertel
im Finanzviertel

im Finanzviertel

Duolun Lu Cultural Street
Duolun Lu Cultural Street
Duolun Lu Cultural Street
Duolun Lu Cultural Street
Duolun Lu Cultural Street
Duolun Lu Cultural Street
Duolun Lu Cultural Street

Duolun Lu Cultural Street

Yuyuan Park
Yuyuan Park
Yuyuan Park
Yuyuan Park

Yuyuan Park

Guyi Park
Guyi Park
Guyi Park
Guyi Park
Guyi Park
Guyi Park

Guyi Park

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Published by taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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