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16. September 2011 5 16 /09 /September /2011 13:57

 

Bitte nur lesen, wer einen unempfindlichen Magen hat 

 

Heut ist mit Abstand das unappetitlichste eingetreten was ich je gesehen habe. Es ist wirklich schon (und es tut mir wirklich leid, dass ich „Essen“ als eklig bezeichne, aber ich würde es wirklich nicht als Essen bezeichnen) eklig Hühnerfüße irgendwo liegen zu sehen und zu wissen, da kommt jemand, kauft das und isst es. Als Tiernahrung ok, aber zum selbst Verzehr? Da ich leider (zum Glück? Nein doch leider) keine Kamera mit hatte (ich muss unbedingt dran denken, meine Kamera mit ins Büro zu nehmen), hier nur Bilder von nem andren Blog :(huhn1.JPG

High 5 :)

DSCN5896.JPG zum kratzen vll gut geeignet :)

 

 

Vincent, einer unserer Designer, war der Ansicht, er macht uns eine besondere Freude, was auch auf alle zugetroffen hat bis auf mich (ich hoffe die Bilder sprechen für sich). So haben sich schon alle beim Mittag ein Loch in den Bauch gefreut, dass es dann ein leckres Dessert gibt. Den Blicken nach zu urteilen, hab ich lieber mal nachgefragt und 100 Punkte. Hühnerfüße als Dessert, nicht etwa Eis, Kuchen, Kekse oder Schokolade, nein gebratene Hühnerfüße. Eine wahre Delikatesse, die die Einheimischen Abends beim Fernsehen knabbern. Jenny hat mir, angekommen im Büro, auch freudestrahlend demonstriert, wie man sich eine Tüte voller Hühnefüße auf den Schoß legt und los knabbert. Mir reicht der Anblick  Meine Arbeitsutensilien dienen kurzerhand als Sichtschutz (warum ich auch meine Schlafbrille nicht mit hatte), was bei allen andren viel Freude auslöst und keiner versteht, was ich so eklig finde. Ich erklärs auch, wie es ihnen auch erklärt habe: die Füße haben tatsächlich noch Krallen und Nägel. Und genau mit diesen schieben die sich auch die Füße in den Mund, ich bin ja der Meinung, wenn’s im Hals kratzt, kann man gegenhalten. Die einzelnen Knochen, die sich noch im Fuß befinden werden fein säuberlich wieder ausgespuckt. Wenn man sich so einen Fuß, gezwungener Maßen, genauer anschaut, hat es was von Hänsel und Gretel. „Na Hänsel, wie dick bist du denn schon geworden?!“ Und anstatt einen Stock, streckt der taiwanesische Hänsel bestimmt einen Hühnerfuß entgegen. Meine einzige Erheiterung ist dann tatsächlich, dass ich den ganzen Nachmittag da sitze und „Hänsel und Gretel die liefen durch den Wald“ im Kopf habe. Wer sowas isst, schubst auch kleine Enten ins Wasser

 

Freudestrahlend und mit nem halben Hühnerfuß im Mund, erklärt mir Jenny, die Füße gibt’s auch ohne Krallen und ohne Knochen und das muss ich dann probieren. Ich sag mal, ich schau‘s mir an und entscheide dann :) Gegen Kuchen hab ich trotzdem nichts einzuwenden. Ansonsten hab ich die Woche, da mal wieder ein Taifun kommen soll, auch gemerkt, dass ich die ersten wirklich leichten Erdbeben gar nicht mitbekommen habe. Die Warnungen und Vorbereitungsmaßnahmen des Auswärtigen Amtes sind auch sehr klasse. Da steht allen Ernstes, man soll sich Essen besorgen, was logisch ist und in Klammern steht da Kekse! Ich dachte Stephanie hat einen Spaß gemacht  Zumindest sind jetzt auch die ersten vier Wochen um und es ist endlich Wochenende!

 

Bei euch auch bald und ich hoffe ihr genießt es 

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14. September 2011 3 14 /09 /September /2011 13:33

祝大家中秋節快樂! Allen ein frohes Mondfest (noch naträglich)

 


Nun ist auch schon der erste Feiertag hier vorbei und so ein verlängertes Wochenende hat auch was für sich. Ich bin endlich mit meiner Seminararbeit fertig J


Aber nun lieber zu den spannenden Dingen des Wochenendes. Für Sonntagabend hatte mich eine Kollegin (Nikki) zu sich zum Barbecue eingeladen. Also los zur MRT Station, die sie seit meinem letzten Besuch dort gefühlte 5 km weiter weg versetzt haben. Überpünktlich an der City Hall angekommen hat mich auch gleich Jennifer, eine Freundin von Nikki, abgeholt. Nikki wohnt zusammen mit ihrem Mann und dessen Familie (wenn Frau hier heiratet, zeiht sie mit zu dem Mann und seiner Familie) wirklich nah am Taipei 101. Angekommen auf der Dachterrasse hab ich einen wunderschönen Blick, auf der einen Seite den 101 auf der anderen ein paar Berge. Wirklich schön J Nachdem ich schon die Abende vorher in den Straßen neben meiner Wohnung beobachten konnte, dass alle mitten auf der Straße sitzen und grillen, war das auf dem Dach wirklich schön. Dennoch verwendet man hier keine handelsüblichen deutschen Grills, sondern was wir üblicherweise als Einweggrill bezeichnen würden. Insgesamt kommen an dem Abend 6 Familien zusammen, die alle irgendwie zusammen hängen. Nachdem es sich also langsam füllt, wird der Grill angeschmissen, was auch recht abenteuerlich ist, jeder Thüringer hätte seine größte Freude dran, außer ich, weil ich, wie wir Männertag eindrucksvoll gelernt haben, es ja auch nicht besser kann J Neben Fleisch, Fisch, Tofu, Shrimps in Bier, Muscheln mit Gurke, kommt einfach alles auf den Grill. Vorher wird das mit einer Soße bestrichen, die wirklich lecker ist. Als Ausländer muss man auch ALLES und immer als erster probieren. Alles ist plötzlich typisch taiwanesisch und man muss es probiert haben. Und man ist ja nett und probiert auch alles und ich muss sagen, wenn man nicht weis was es ist und den Anblick ignoriert (bei manchen Sachen ist das nur nötig) ist wirklich alles sehr lecker. Ein

Wunder ist, dass ich nicht geplatzt bin bei dem ganzen Essen.

DPP_0197.JPGNikki und ich auf dem Berg ;)

 

Nach dem Essen geht’s dann auf einen kleinen Berg. Mir wird ein wunderschöner Blick auf die Stadt versprochen, was auch als einziges Hilft die gefühlten Tausend Stufen bei auch Nachts noch 27 Grad zu überwinden. Zwischenzeitlich treffen wir noch auf einen freilaufenden Hund ohne Besitzer und zur größten Freude aller zeigt sich meine Angst- schwubs war ich weg J Oben angekommen entschädigt der Blick und ich finde ja ein Pool würde sich da ganz gut machen J Nach tausenden Bilder geht’s dann wieder runter du ich fühl mich an die chinesische Mauer erinnert.

Wieder unten angekommen wartet ein kühler Reistee auf uns, der im ersten Moment nach Garnichts schmeckt und 5 Sekunden nach dem Schlucken doch Geschmack hat. Zum Abschluss des Abend gibt es noch ein McDonalds Oreo Eis und Jennifer und ihr Freund fahren mich heim. Auch mal schön, die Stadt zu sehen, da die MRT ja unterirdisch

verläuft.


Am nächsten Tag ist dann wirklich Mondfest und so lädt mich Helen ein, mit ihr und ihrem Vorstand (AIESEC’er) den Mond anzuschauen und Mooncakes zu essen. Die Uni ist leider am andren Ende der Stadt und so brauch ich 1:45 h bis dorthin. Der Campus ist wirklich beeindruckend. Schon nach dem Eingang befindet man sich ein einer komplett andren Welt, als in den Straßen davor. Angelegt wie ein Park mit Sportanlagen, Unigebäuden, ein kleiner Fluss, ein Grillplatz und die Wohnhäuser. So sitzen viele kleine Studentengrüppchen irgendwo, meisten auf dem Boden, rum und genießen das Mondfest und zwischen drinnen streunern immer mal ein paar Hunde rum (mein Glück, die haben kein Interesse an uns). Ich werde den ganzen Abend über AIESEC in Deutschland ausgequetscht. Da das LC hier ein kleines Communications (mein Ressort in Jena) hat, hatte mich die Vorstandsvorsitzende schon angeschrieben. Man kann so manche Parallelen ziehen aber vieles ist auch komplett anders. Irgendwann verkrümeln sich auch die Wolken und wir sehen den Mond, was ja das Ziel des Abends war. Nebenbei lerne ich noch, dass man nicht mit dem Finger auf den Mond zeigen darf, denn sonst kommt der Mann aus dem Mond und nimmt einem das Gehör weg. Am Ende des Abends bekomm ich noch ein LC T-Shirt von hier J und auch der Heimweg scheint gar nicht so lange (meine Uhr verrät mir aber, dass es genauso lange gedauert hat). Irgendwo auf der Busfahrt konnte ich den Busfahrer auch mit meinem Chinesisch begeistern und auch der eine Taiwanese hat meine Frage verstanden und mir verständlich beantwortet JDPP_0223.JPGDPP_0224.JPG


Dienstag hieß es dann auch wieder arbeiten und so hatte ich die Ehre der ersten Besprechung mit dem Chef. Er spricht im schnellsten Chinesisch zeigt hier und da auf die Bilder des Kunden, woraus ich erahnen kann worum es geht. Jenny übersetzt es mir dann grob und der Chef ist zufrieden J

Fazit des Wochenendes: Es ist immer noch das Beste AIESEC’er zu sein. Man trifft Menschen und hat nicht nur reichlich Gesprächsthemen, sondern weis auch, dass man die Gleichen Werte vertritt und fühlt sich schon deshalb näher.


Euch noch ein schönes Bergfest J und bald ist schon wieder Wochenende…

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11. September 2011 7 11 /09 /September /2011 09:36

Und nun ist auch schon die dritte Woche auf Arbeit vorbei und das erste verlängerte Wochenende ist gekommen. Zwar hat man hier keinen Urlaub, aber ab und zu dann doch mal einen Feiertag, was recht angenehm ist. Ich fühl mich grad etwas wie zur Weihnachtszeit in Deutschland- alle gehen massenweise Sachen einkaufen und der Supermarkt ist einfach viel zu voll. Kübelweise eingelegter Fisch, massenweise Obst, Mondkuchen und andre Köstlichkeiten werden einem da geboten

 

Aber warum die ganze Aufregung? Nach dem traditionellen Kalender ist am Montag der 15. Tag im 8. Monat und somit Mondfest, bei dem alle Familienmitglieder und Freunde zusammen kommen. Und seit Freitagabend machen das dann auch alle. Bis auf im Supermarkt und in den kleinen Gassen sind überall weniger Menschen. Warum? Die einen haben die Reise zu Verwandten angetreten, die andren sind zu Scharen im Supermarkt unterwegs und der Rest zieht sich in die kleinen Gassen zurück und sitzt dort am Rande der Straße und grillt. Nebenbei werden Mondkuchen und Pomelos verspeist. Der Mondkuchen ist sehr bekannt und berühmt für diese Zeit. Man kauft ihn kaum um ihn selber zu verspeisen, sondern schenkt das Freunden und der Familie (wir habe das beispielsweise auf Arbeit von unsrem Chef bekommen). Das sind kleine runde Küchlein (manchmal auch größere) die etwas süße sind und in der Mitte traditionell einen gesalzenen Eidotter verstecken. Der symbolisiert den Vollmond, denn laut einem Sprichwort „Wenn der Mond rund ist, ist auch der Kreis der Menschen rund“. Das salzige hat auch einen nicht-kulinarischen Hintergrund. Bekannter Maßen hat alles eine Seite des Yin und des Yang damit man im Einklang lebt, also auch die kleinen Küchlein (Süß und Salzig). Das zweite was man hier nur jetzt zu kaufen bekommt sind Pomelos, etwa kleiner als in Deutschland dafür meist in große Kisten käuflich. Diese Kisten tauchten auch ominöser Weise seit Mitte der Woche bei uns im Büro auf und am Freitag hat jeder eine bekommen. Die Besonderheit der Frucht liegt zum einem am Namen: ausgesprochen klingt es so ähnlich wie Segen, was man sich in diesen Tagen besonders wünscht. Aber das Zeichen und die Symbolik ähneln auch einer Variante von Glück.

 

Damit wir unserer damit aufkommenden Weihnachtsstimmung vollendeten gab es dann auch Freitag zum Mittag Gans. Obwohl die 30 Grad Außentemperatur eindeutig gegen Weihnachten sprechen und auch die Kombination von Gans und Reis wiederstrebt meinem deutschen Weihnachtsempfinden (liebe Mama ich musste an dich denken, auch dir würden die Hütes dazu fehlen, wobei ich sagen muss, ich find die Hütes am Gansessen immer noch am Besten).

 

Ansonsten hatte ich die Woche meine ersten Ekel-Erlebnisse hier. Als ich Mittwoch von Arbeit heim bin, lagen überall in der einen Straße kleine, rote, tote Tierchen die verdächtig nach Kakerlake aussahen L So lange die Draußen und tot sind, ist alles gut. Und eine kleine Maus (o.k. es war wahrscheinlich eher eine Ratte) hab ich Freitagabend im Park auch gesichtet. Und wenn man einfach an Rémy die Ratatouille Ratte denkt, ist es auch ganz niedlich J

Und jetzt geht es gleich zum Barbecue, da mich eine Kollegin zu einem Moonfestival-Barbecue zu sich nach Hause eingeladen hat. Als typisches Mitbringsel hab ich natürlich Mondkuchen besorgt.

 

Ich werde dann die Tage berichtet, wie es war :) Die Wohnlage ist schonmal sehr viel versprechen: mit dem Blick auf Taipei 101.

 

Euch noch einen schönen Sonntag und (hihi) ich freu mich ja schon, dass ich Morgen nicht arbeiten muss und ihr schon :)

 

Sommerliche Grüße aus Taipei

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7. September 2011 3 07 /09 /September /2011 16:03

 

Nun war es so weit. Nach zwei Woche hier und der halben Woche in Beijing neigte sich meine Wäsche so langsam dem Ende und ich musste mir über das Wäsche waschen Gedanken machen. Eine Waschmaschine ist schon mal in meinem Bad, die technischen Voraussetzungen sind also geschaffen. Ivan meinte nur er hatte seit dem Löcher, also gleich mal ein Wäschenetz gekauft. Nach stundenlangem auf- und zudrehen, hatte ich auch ein gut riechendes Waschmittel mit einem kleinen, süßen, über die Wiese hüpfenden Teddy gefunden. So zufrieden wie der mich von der Verpackung anlächelt kann das gar nicht so schwer sein. Also ab nach Hause, von Ivan noch kurz erklären lassen, dass es… nichts zu beachten gibt (seiner Meinung nach). Wäsche rein, irgendein Programm ausgesucht, dank meinem doch etwas vorhandenem Chinesisch erkenne ich: wenig Temperatur bis hoch, entscheide mich für mittel, schmeiß alles rein, das Waschmittel kommt direkt in die Trommel, drück wahllos alle andren Tasten und starte. Es rumpelt etwas, es schleudert, es pumpt Wasser rein und piept und ist fertig. Gut einmal Wäschesuppe grinst mir da fröhlich aus der Waschmaschine entgegen, auch alles einzeln, so viel zum Thema Wäschesack. Da das Programm auch recht schnell fertig war entscheide ich mich, eine zweite Runde zu wagen, so nass wüsste ich eh nicht wohin damit. Es pumpt Wasser, witzig bräuchte es gar nicht, ist ja noch ganz viel drinnen, es rumpelt wieder komisch, ich deute das ab jetzt als normal, Wasser und rumpeln wechseln sich ab, zwischendurch etwas stille, dann piept es und meine Wäsche hängt einzeln am Rand. Noch schnell ein Plätzchen zum aufhängen gesucht und fertig ist es: sieht sauber aus, riecht gut und wird als gut befunden.

 

Das war Samstag. Heute (Mittwoch) dann freudig auf zum zweiten Versuch. Gut das ich vergessen habe welches Programm ich genommen habe, aber egal, Eins geht schon. Rumpeln, Wasser, Schleudern- Tadam das Richtige gewählt, aber wirklich kurz. Die Wäsche sieht auch nicht sauber aus, aber sie ist noch im Säckchen. Also Säckchen wieder rein, Waschmittel, neuer Versuch. Diesmal dauert es länger… Und ich hab wieder Wäschesuppe, außerhalb des Säckchens. Also wie sagt man so schön, alle guten Dinge sind DREI. Und tatsächlich, sieht sauber aus, riecht wieder gut. Fazit: was lange währt wird gut. Aber definitiv werden Waschmaschinen und ich keine Freunde, da ich schon in Deutschland meine Probleme mit Waschmaschinen hatte: Mamas Waschmaschine halb gekillt, wegen vergessenen Haarnadeln, die Papa dann aus der Waschmaschine befreit hat, oder als ich bei meiner Waschmaschine das Flußensieb suchen wollte und mir Wasser entgegen kam und ich in einem See in der Küche saß. Wahrscheinlich würde Bedienungsanleitungen lesen reichen (da steht man soll vor dem Öffnen des Flußensiebs, das Verdeck davor legen um das möglicherweise heraus kommende Wasser auffangen zu können).

 

Das zweite Fazit meines Tages ist: ich werde hier keinen Kulturschock wegen den Taiwanesen bekommen, sondern ich habe einen von Russen. Aber es zeigt mir, ich habe mich immerhin für das richtige Land entschieden.

Seit heute habe ich auch endlich einen neuen Kühlschrank und er kühlt und viel besser, er ist rosa. Das ist echt super hier, man kriegt echt alles in Pink (pinke Kleiderbügel, pinke Tassen, ich hab sogar zum Kiwi essen Löffel mit einer pinken Hello Kitty (ja ok die waren aus der Kinderabteilung, schienen mir aber besser als die Metallsachen hier), einen pinken Föhn und und und). So kann man es sich jedenfalls heimisch machen.

 

Die liebsten Grüße aus dem etwas pinken Taipei :)

 

P.S.  mir wurde heut auch mein Name ins Taiwanesische übersetzt: 里希特 妮可 (die ersten drei Zeichen sind das Richter und die letzten zwei das Nicole, was sich zusammensetzt aus (wörtlich übersetzt) Mädchen und können, die Kollegen meinten aber die Bedeutung war ganz schön für sie)

 

 
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6. September 2011 2 06 /09 /September /2011 12:26

 

Nun ist es schon so weit, die zweite Woche ist rum. So langsam hab ich mich hier richtig eingelebt, woran merkt man das!? Unter anderem, dass sich meine Orientierung verbessert, ich kann schon andre Wege nehmen und komme trotzdem dahin wo ich will J Die Woche hatte ein einfach Fazit: es ist einfach toll hier. Die Menschen, das Leben, die Kultur. Einfach alles was es hier gibt und was das Land und die Leute ausstrahlen. Es ist zwar alles komplett anders als in Deutschland, aber genau das ist das Tolle hier. Die Menschen strahlen mehr Freundlichkeit aus und eine angenehme Ruhe. Kleine Rückzugsorte von dem bewegten Großstadtleben gibt’s hier auch, kleine Parks und viel Grün. Egal wo, alles muss grün sein, selbst die komischste kleine Gasse versprüht so einen gewissen Schwarm. Über all‘ ist ein kleines Pflänzchen oder ein kleiner Baum. Hauptsache es wird etwas Natur in diese Großstadt gebracht. So werden auch mal alte Waschmaschinen zu Pflanzenkübeln umfunktioniert.

 

 

 

Neben dem Grün was überall spriest und blüht darf auch eine Kamera nirgends fehlen, ob nun auf der Straße vor meinem Haus, im Büro, beim Einkaufen oder im Schwimmbad, einfach überall hängt so ein kleines Ding rum und zeichnet alle Wichtig- und Unwichtigkeiten für die Nachwelt und die Überprüfung auf (sogar beim Essen wird man gefilmt).

 

 

 

Die dritte Woche fing dann weniger berauschend an. Meine kleine Taiwan-ist-so-perfekt-Welt erhielt einen Riss und sogar einen großen: kein Urlaub. Für ein Jahr Praktikum ok, aber wenn man hier lebt!? Wann reist man, wann ruht man sich aus? An den Tagen, die die Regierung einem frei gibt und eins kann ich auch sagen, dass sind nicht viele.

 

Seit Montag hab ich auch endlich mein ARC also meine Art Pass und es ist offiziell (bis jetzt) muss ich am/ bis zum 25.08.2012 das Land verlassen. Dafür hab ich jetzt mehrfache Einreise erhalten und hab also die Möglichkeit rum zu reisen, wo nur die Frage bleibt: Wann wenn man keinen Urlaub hat?! Das Gute am Montag war das erste Gehalt, noch in bar (man kriegt nebenbei gesagt einen Teil seines Gehalts nur, wenn man jeden Tag da war), da wir erst Dienstag unser Bankkonto eröffnen konnten. Was ein sehr witziges unterfangen war. Man kommt in die Bank rein und zieht, ähnlich dem deutschen Bürgeramt, eine Nummer. Jenny erklärt mir, man zieht hier überall eine Nummer: bei der Post (kurz grübeln, oh da hab ich letzte Woche was falsch gemacht, naja hat sich ja keiner beschwert), beim Arzt („Oh Herr Doktor ich bin kurz vorm sterben!“ „Ruhe ihre Nummer ist noch nicht dran!“), bei Ämtern oder eben auch bei der Bank. Da wir hier aber mal wieder eine Ausnahme darstellen, gesellt sich doch auch gleich mal der Chef dazu: „Oh Deutschland,… tolle Autos, ich fahre einen Audi“! Aber bei der Gelegenheit, allein mit Jenny zu sein, lass ich es mir nicht nehmen sie etwas auszuquetschen. Schon am Vortag meinte Jenny, sie ist auch erst seit einem Monat da. Nun erzählt sie, dass alle bis auf die Frau vom Chef und Jojo (die Tochter vom Chef) neu sind, maximale Unternehmenszugehörigkeit bei uns im Büro 8 Monate, weiter gehts mit 2 und alle andren 4-5 Wochen. Irgendwie mysteriös.

 

Und da mich jetzt schon mehrere gefragt haben, will ich mal aufklären, was ich hier so mache. Bis jetzt entstand ja eher das Bild, dass ich nur Esse oder meine restliche Zeit in „Restrooms“ verbringe. Aber dem ist nicht so. Ich arbeite in der Sales Abteilung (bei Taiwan Proud Chairs einem Beauty Salon Ausstatter) und versuche vorrangig Kontakt zu Kunden auf dem deutschen bzw. westeuoropäischen Markt herzustellen. Die erste Woche ging komplett für Recherche drauf. Seit letzter Woche bin ich dann auch beim kontaktieren, da ist von einzelnen Salons, über Friseurketten, Wellnesshotels und SPA Anlagen bis hin zu Vertriebsgesellschaften alles dabei. Seit der zweiten Woche ist mein Computer sogar auf Englisch, was die ganze Sache etwas erleichtert. Die Tastatur ist etwas gewöhnungsbedürftig, da die Taiwanesen die super tolle Pinyin Umschrift nicht kennen, zerlegen sie die Schriftzeichen in ihre Einzelteile und drücken alle benötigten Tasten nacheinander damit das Zeichen erscheint. Ich find mein Pinyin trotzdem schöner und alle andren halten mich für Harry Potter wie ich die Sachen eingebe J Allgemeine Erheiterung hat auch die animierte Strichreihenfolge hervorgerufen. Ok, da muss ich etwas weiter ausholen J Im chinesischen gibt es gewissen Regeln wie man diese kunstvollen Zeichen zu schreiben oder eher zu malen hat. Da das für alle Nicht-Muttersprachler v.a. bei den monströsen Langzeichen nicht immer gleich klar ist, haben kluge Menschen kleine süße Programme entwickelt. Da gibt mein wieder sein Pinyin Wort ein und wie von Geisterhand entwickelt sich auf dem Bildschirm das Zeichen. Was für die natürlich klar ist, aber für mich nicht. Für die ist das alles wie ein kleines Phänomen, wie wir das so lernen. Das Ahhh und Ohh im Büro von allen Seiten hat es eindrucksvoll bewiesen.

 

Aber so kamen wir dann auch auf das Thema elektronisches Wörterbuch. Auf Anraten deutscher Verkäuferinnen habe ich mir sowas nicht in Deutschland zu gelegt. Man muss auch sagen, in der Heimat ist sowas sehr teuer und meistens sind sie nicht gut. Das Problem an der Sprache ist ja, man steht vor einem Zeichen und es kann eigentlich alles heißen, nichts ist an der Stelle ausgeschlossen, gut außer die Zähleinheitsworte die wir im Deutschen nicht kennen. Also braucht man etwas mit einem Touch Pad und einem Stift, dass anhand meines Abbildes des Schriftzeichens mir sagt, wie ich es ausspreche. Sowas gibt’s garnicht so oft L Denn natürlich gibt es hier mehr Auswahl, die ist leider nur dazu da, den taiwanesischen Mitbürgern Englisch beizubringen. Gut das ich also dank einer Freundin eine Vorstellung habe, wie das Ganze auszusehen und zu funktionieren hat und eigentlich auch welches gut ist, der Haken an der Sache ist, es ist primär für Mandarin (Festland, kurze Zeichen). Trotzdem ist das Teil (Besta MT 7000) von einer taiwanesischen Firma, wie Vincent (einer der Designer) für mich herausgefunden hat, aber in Taiwan nicht käuflich im Laden zu erwerben. Produziert fürs Ausland L Ich bin guter Dinge, dass die mir bald antworten, ob das Teil auch Langzeichen beherrscht, da es weit und breit, das Einzige seiner Gattung ist (für alle unter euch die ein Unternehmen starten wollen, eindeutige eine Marktlücke). 

 

 

 

Und ich muss trotzdem mein Essens- Klischee bedienen: Eier J Gestern und heute gabs zum Essen ein Ei dazu, sieht aus wie normal gekocht aber braun. Ganz einfach: es würde in Tee gekocht. Das erstaunlichste an der Sache ist, es schmeckt. Ein Ei, das tatsächlich erst gekocht, dann geschält und dann ganze 20-25 Minuten in Tee gekocht wird, schmeckt. In Deutschland rühr ich nicht mal ein Ei an, was 6-7 Minuten gekocht ist, da dann das Eigelb so komisch hart ist. Aber durch das Teekochen, wird das ganze Ei verändert in seiner Konsistenz. Ihr müsst einfach zum probieren mal vorbei kommen, dann wisst ihr wovon ich spreche.

 

 

 

Heute Morgen ist auch was Schreckliches passiert: ich hab, angekommen in meinem Alltag, meine Zahnbürste unter normales Wasser gehalten. Wie man es eben seit 20 Jahren (mit welchem Alter fängt man selber an sich die Zähne zu putzen?) so macht. Wir werden sehen, welche Schäden das hervorruft J

 
 Euch noch einen schönen Tag :) 
 
 P.S. ich hab ein neues Lieblingsgetränk- dieser Tee mit den witzigen Bubbeln drinne ist einfach nur göttlich :)DPP_0171.JPG 
 Kitsch :) Girly Girls <3DPP 0170 
 Nudeln mit gekochter Gurke und undefinierbaren Fleischmus- aber lecker ;)DPP 0172 
 vor einem Restaurant- unten links sind am Bauch aufgeschlitzte Frösche, definitiv nicht lecker DPP_0174.JPG
Meine geliebten gebratenen Dumplings (immer schön in Variation
<3
 DPP_0175.JPG 
 Milchtee mit Bubbeln <3

 

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1. September 2011 4 01 /09 /September /2011 12:48

 Offiziell bin ich seit heute 0:00 Uhr kein VP COM mehr. Auch über 9000 km von zu Hause und dem besten Vorstand aller Zeiten entfernt, tut das etwas schmerzen. Noch daheim in Jena, hat man bei den ganzen Vorbereitungs- und hier dann Neu-Einlebens-Streß das leich verdrängt. An der Stelle nochmal tausend Dank an Denise, Georgi, Lisa und Marius für die schöne Zeit mit euch im EB- alle Höhen und Tiefen (ich find persönlich 1 oder2 hätten wir weg lassen können), trotzdem sind wir an jeder Aufgabe gewachsen. Ich erinnere mich da nur an unser Planungswochenende bei Lisa- zu 7. in deiner Wohnung war es echt kuschlig und wir haben auch ein Mittag für 7 Personen mit 7,0x € hinbekommen. Ich finde das zeigt, dass wir (fast) alles schaffen. Diverse Konferenzen, Männertag im Büro und Park, diverse LC Aktivitäten und personelle Verluste. Es war eine super tolle Zeit, die keiner von uns missen möchte. Und nun können wir uns etwas entspannter zurück lehnen und Mecker-Oldies werden (das wird ein Spaß). Oder wie hat Herr Wedekind so schön auf der letzten LCM gesagt: „Wir können jetzt ein was auf unserer Lebens-To-Do-Liste abhaken: Einmal im Vorstand sein“. Danke auch an alle die das letzte Jahr sowohl im LC Jena als auch an die restlichen Vorständen von AIESEC Deutschland und vor allem unserer Sun-Rise Region (v.a. meine lieben COM’er Kollegen) für die schöne, unvergessliche Zeit.

 

Trotz alledem macht mein taiwanesisches Leben hier keine Pause. Zunächst einmal wieder eine Klo-Geschichte: manche aus andren Unternehmen in unsrem Bürogebäude, putzen sich tatsächlich auf Arbeit die Zähne, der Fakt an sich ist ja sehr reinlich, ja, wenn sie denn nicht das Wasser (ich verweise auf einen der letzten Einträge und die Seite vom deutschen Auswärtigen Amt, man soll das Wasser aus der Leitung nicht trinken) voller Genuss in den Mund nehmen würden und gurgeln würden. Ich hab die Frau danach auch noch nicht wieder gesehen, also entweder, es war doch nicht sooo gesund oder die Etage ist zu groß und wie haben nicht ständig die gleichen Klo-Zeiten. Das überzeugt mich und meine Zahnbürste doch noch nicht ganz. Ansonsten hatten wir gestern ein kleines Highlight auf Arbeit: die haben zum Mittag „gekocht“. Naja was man eben so mit einer Herdplatte Kochen nennen kann, wurde da gemacht. Alles in den Topf, alles wieder raus, in Schüsseln als eine Art Suppe serviert  Da waren Nudeln drinnen, undefinierbares Gemüse, etwas Fleisch und Ei. Hat sogar geschmeckt.

Heute waren dann alle hoch erfreut und zeigten uns auch gleich wo es zum Mittag hin geht: McDonalds  Welch eine Freude. Und damit man sich auch nicht bewegen muss, liefert hier McDonalds auch. Das Einzige was mich an der Sache freut, ich bekomm ein Eis als Nachtisch- Oreo Eis (ich hoffe es fühlt sich mindestens eine Person an Oreo Kekse essen und besonders an die Werbung erinnert :* ). Ansonsten schmeckt es, soweit ich mich an McDonalds Essen in Deutschland erinnern kann, gleich. Nur hier gibt es alles als Menü: also ein Burger, da ich schon in Deutschland nur den Chicken Burger esse, also hier das Gleiche, Pommes, ein Getränk- irgendwie ganz schön viel. Aber das Eis war gut. Zum Frühstück gab es von einer Kollegin Toast, also ich hab definitiv noch nie so tollen Toast gesehen und gegessen. Mit Erdbeergeschmackt. Den ist man trocken ohne alles (und es schmeckt gar nicht trocken)und …. Ich muss das unbedingt im Supermarkt suchen, tolle Erfindung.

 

Gestern Abend waren wir auch wieder in unsrem Lieblings- Dumplings-Restaurant, ich hab eine Suppe probiert, die wirklich sehr gut war. Das nächste Mal muss die mit Fisch und Seealgen probiert werden. Heute verging auch die Zeit auf Arbeit wie im Flug, ich hab endlich mehr und mehr Firmen kontaktiert. Sogar eine aus Erfurt <3 da musst ich mir ja glatt verkneifen, eine persönliche Widmung drunter zu schreiben. Mir haben auch schon einige zurück geschrieben, was mich sehr gefreut hat. Nachdem der Chef schon zum Mittag mein Chinesisch getestet hat, hab ich ihn dann auch versucht auf Chinesisch eine Mail zu schreiben. Ich muss morgen nochmal fragen, ob das verständlich war. Ansonsten regnet es grad wieder. Dafür haben sie mir heut auf Arbeit erklärt, dass gleich hinter unsrem Büro ein Schwimmbad ist. Ich glaub da muss ich die Tage mal hin 

 

Die liebsten Grüße aus Taipei (die zweite Woche ist auch schon fast rum, verrückt)

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30. August 2011 2 30 /08 /August /2011 16:05

Nach meinem letzten Eintrag, ja gestern, sind Ivan und ich raus um nach Essen zu suchen. Ok suchen kann man es nicht nennen, denn hier findet einen das Essen, an jeder Straßenecke und eigentlich auch dazwischen. Auf was haben die Herrschaften Lust? Dumplings! O.k. also einmal über die Straße, gekonnt den Zebrastreifen ignoriert, zwischen den Autos und Motorrädern hüpfend und mich freuend, dass ich hier immer wieder auf der Straße so verpeilt bin und schon sind wir da. Mmh das Zeichen für Dumplings erkenn ich, der Preis stimmt, mmh von jedem Mal testen. Ivan ist nach unsrer Wahllos-auf-die-Karte-zeigen und dann Muscheln essen Aktion wenig begeistert und nimmt das, was ich ihm als Schwein identifiziere. Alle sind wirklich lecker, egal ob mit Lauch, in Curry getränkt (Papa das würde dir so gut schmecken) oder mit was Scharfem. Die Schärfe hier ist auch wirklich toll, also ich ess ja sonst nie scharf, aber hier ist es kurz scharf, man denkt kurz "ui das war etwas viel" und schon ist es wieder weg.

 

Heute früh dann wieder die witzige Putzaktion. Und da ereilt mich, im schnellsten Chinesisch, eine Frage. Verwirrung macht sich breit und nach hin und her stellt sich raus, sie hat mir nur gesagt, dass ich etwas Chinesisch kann- wie ich damit Eindrucksvoll bewiesen habe J Aber die sprechen auch so verdammt schnell. Und die nächste Frage gleich in Englisch hinter her! Bist du verheiratet? Also wie oft ich das hier gefragt werde. Und wäre ihr Englisch besser, hätte ich auch gerne gesagt „Klar und meine drei Kinder und mein Ehemann sind in Deutschland geblieben!“ Aber o.k. erklärt, dass meine Ringe nur Schmuck sind und keine tiefgehende Liebe dahinter steckt. Das Wissen wurde dann in dem Büro der Designer gleich verbreitet.

 

Am Wochenende ereilte mich schon so eine Frage: ich hab an meiner Handytasche das super süße kleine Bilderbüchlein von Christin (Danke nochmal, so hab ich euch Zwei immer bei mir). Helen hab ich damit zeigen können, wo ich studiere und da sah sie auch ein Bild von mir und einem Kind. Ivans Blick wurde ganz verdutzt „Is THIS yours?“. Ja, mein kleines süßes Kind sitzt jetzt allein daheim und muss mit drei Monaten (so alt ist Rebecca, die kleine süße Maus von dem Bild nämlich) allein in Deutschland. Was denken die hier alle? Weder verheiratet noch mit Kind, das dann daheim bleibt, geht man für ein Jahr ans andre Ende der Welt!

 

Zum Mittag dann die Überraschung der Kollegen wir gehen Dumplings essen. Sogar im selben Restaurant. Heute teste ich sie gebraten, auch alles sehr lecker, fast noch besser als gekocht. Faszinierend ist, wie die Frau die vorbereitet. Ich brauch dringend ein Rezept davon J


Montag und heute gab es jeweils typisch taiwanesische Süßigkeiten. Die Brausebonbons sind zwar schön Rosa, aber schmecken tun sie nicht. Alles andere ist wirklich lecker, auch wenn ich bei den einen Bonbons leicht verwirrt war, da der Geschmack irgendwo zwischen widerlich und doch ganz schmackhaft lag. Der eine Keks heute hatte einen Hauch von Käse als Geschmacksrichtung. Fazit: deutsche Schokolade ist definitiv besser, aber es gibt auch Kekse die echt lecker sind.

 

Ansonsten hab ich heute eine neue Einkaufsstraße entdeckt, nur 5 Minuten weit weg. Da muss ich unbedingt ohne Ivan hin. Schuhläden, Klamotten und sogar ganze Kosmetikläden- da blüht mein Mädchenherz auf. Und mittendrinne noch ein Laden mit einer ganz normalen Dusche, also rein theoretisch könnte man, wenn man wöllte, sowas hier erwerben J


Mein Fazit heute: die in dem Dumpling Restaurant kennen uns jetzt gut, nachdem wir auch heute zum Abendbrot dort waren. Ich bin auch die Einzige, die immer von jedem ein oder zwei bestellt, alle andren beschränken sich auf eine Sorte. Aber so sind auch drei Mahlzeiten dort keine Hürde ;)

 

Euch noch einen schönen Tag und die besten Grüße aus dem leicht verregneten, aber dadurch temperaturmäßig angenehmen Taipei

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29. August 2011 1 29 /08 /August /2011 12:04

Hallo meine Lieben,

 

jetzt ist auch schon mein erstes Wochenende hier rum und davon könnte ich ja auch mal wieder berichten. Am Wochenende kommt man ja zu sowas nicht, neben meiner Seminararbeit, Stadt besichtigen und neues Leben erkunden, nimmt mich da auch die Heimat in Anspruch. Denn dank der Zeitverschiebung ist es unter der Woche etwas kompliziert mit meiner Familie zu skypen, da ja alle auf Arbeit sind. Also wird das am Wochenende ausgiebig nach geholt.

 

Am Samstag hat uns Helen (VP ICX) in die Stadt entführt. Die größte Hürde war jedoch erstmal dahin zu kommen. Ivan hatte leider seinen chinesischen Stadtplan nicht dabei und mit meinem deutschen Reiseführer kann hier keiner was anfangen, da die meisten Menschen hier, die englischen Begriffe nicht kennen. Also standen wir an einer Bushaltestelle, unsicher ob es von dort aus überhaupt zur MRT (das ist die U/ S-Bahn  hier) geht. Die Schilder das erste Mal nur in Schriftzeichen und mein Reiseführer nicht- keine gute Kombination. Also Helen angerufen, Taxi gerufen, Helen den Taxifahrer per Telefon erklärt, was wir wollen und alles ging seinen Gang. Angekommen in der MRT war dann alles einfach, rein in das Ding und durch die halbe Stadt. Ausgestiegen wird an der Taipei City Hall, an dem Regierungsviertel in Taipei, von wo aus man schon einen Blick auf den Taipei 101 werfen konnte, Schien zunächst garnicht so hoch, denn in dem Viertel sind viele Hochhäuser, aber von Arbeit aus kann ich den ja auch sehen und wusste also, dass er aus einer andren Perspektive alles überrragt. Nachdem auch Helen ankam, ging es erstmal Mittag essen. Diesmal nicht landestypisch, sondern eine Art amerikanisches Frühstücks-, Mittags-, Brunchrestaurant. Dennoch teste ich den hier typischen Grünen Tee mit Milch- der sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch sehr gut :)

DPP_0131.JPGFrisch gestärkt ging es also los, hier gibt es unzählige Shopping-Malls und das liesen wir Mädels und natürlich nicht nehmen, etwas zu schlendern und für mich war es interessant zu sehen, was es hier so gibt. Ivan wurde einfach mitgeschliffen :) Eine absolute Traumwelt in den meisten Etagen, es glitzert und blinkt- aber bei Schuhen könnten sie dennoch etwas weniger Kitsch dran machen. Trotzdem, es gibt alles was ein Frauenherz begehrt. Eine Etage mit Essen, eine mit Schuhen und Taschen, mehrere mit Klamotten, eine mit Dekosachen und Einrichtungssachen, Schönheitsartikel, Techniksachen und auch den Männern hat man hier eine eigene Etage geschenkt- das ist auch ok, es gibt 2 unterirdische und 7 nach oben. Einfach gigantisch :) Helen erklärt uns, dass es in solchen Shopping Malls etwas teurer ist als in kleinen Läden, und man muss zugeben, nicht nur die Preise sind normal westlich auch das Flair.

Weiter gings dann Richtung 101, rechts und links immer weitere Shopping Malls, viele davon von japanischen Investoren und deshalb, wie überall, viele Waren aus Japan.

Auf dem Weg begegneten uns wieder viele schöne Sachen. Wieder ist alles super grün und so macht es echt Spaß rum zu schlendern. Auf den Ampeln laufen jetzt nicht nur die Männchen, sondern sie haben sich als Partner noch ein Fahrrad gesucht und radeln damit munter bis die Zeit abgelaufen ist.

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Die Ampelschaltung war hier echt der Wahnsinn, da es so eine große Straße war, durfte man diagonal drüber gehen- einfach herllich. Es war ein bischen wie bei einer modernen Fassung von "Mensch-ärgere-dich-nicht", bei der man die diagonale Abkürzung nehmen kann. DPP_0137.JPG

Bevor es in den 101 geht noch an einer Whiskey-Messe vorbei, das wäre sicherlich auch für meinen Papa und meinen Onkel was gewesen :)

Die ersten vier Etagen des 101 Towers sind natürlich wieder prall gefüllt mit Geschäften, hier findet Mann und Frau alles was das Luxus-Herz begehrt: Gucci, Armani, Dior und und und :) Aber unser Ziel war klar, vierte Etage- der Buchladen :) Helen hatte mir versprochen, mit mir ein neues chineisisch Buch zu suchen, da ich meine Sachen noch in Deutschland habe und ja auch auf Langzeichen umschwenken muss, da die hier nicht mein mühevoll angelerntes Mandarin, mit den für mich schon kompliziert-genugen Zeichen, verwenden, sondern die traditionellen Schriftzeichen bevorzugen. So wird aus den kleinen süßen Dingern ein riesen Monstrum an Strichen und Punkten- puh wie soll das nur alles in meinen Kopf rein!? Nach langem Suchen und auf dem Boden sitzend alle Bücher durchwälzend, hab ich mich für Eines entschieden. Texte in Mandarin, Kantonesisch, Englisch und Pinyin (die Umschrift der Zeichen in unseren Buchstaben)- so konnte ich glücklich den Laden verlassen und Helen und Ivan machten schon Scherze darüber, dass das Buch mein neuer bester Freund wird- wir werden sehen :)

Obwohl mein Magen noch prall gefüllt vom Mittag war, hatte Ivan schon wieder hunger. Also auf der Suche nach shui chiao (Teigtaschen bzw in Deutschland eher Maultaschen) vorbei an stinky tofu- der seinem Namen alle Ehre macht und Helen uns gleich sagt, dass wir das unbedingt probieren müssen. Vorerst reicht meinem Magen schon der Geruch, um sich zu fühlen wie nach 50 Runden Achterbahnfahrt- vll irgendwann, wenn ich Schnupfen habe oder meine Nase betäubt ist- was so stinkt kann man nicht essen. Bevor Ivan dann sein Essen bekam, erstmal noch Tee geholt- Pearl Milk Tea oder cheng chu nai cha. Milchtee bei dem man auf einer Skala von 1-10 sagen kann, wie süße man ihn haben möchte. Mit der goldenen Mitte kann man garnicht so verkehrt liegen. Das witzige an dem Tee ist, dass da kleine Kugeln drinne sind. Von der Konsistenz her wie Gummibärchen und vom Geschmack- süß und eben nach dem Tee, fühl ich mich wieder wie in Beijing- bitte einmal Tee zum kauen. Aber es ist wirklich sehr lecker und irgendwie auch sättigend- zumindest für mich, denn Ivan besteht auf seine Teigtaschen. 

Am Ende des Tages war dann das Highlight "Wie kommen wir wieder nach Hause?"- ich kann euch eines sagen: zumindest nicht auf mich hören. Es sah frühs garnicht so schwer aus, mit dem Taxi sind wir nur grade aus gefahren. Und wir wollten ja wissen, wie weit es zu laufen ist. Denn wer die ganze Woche nur im Büro hockt, freut sich Abends und am Wochenende auf ein bischen Bewegung- zumindest wir Zwei. Denn alle andren fahren hier selbst mit dem Motorrad bis an den Essensstand ran, steigen nicht mal ab, bestellen so und fahren mit ihrem Essen wieder heim. Naja, wie sich herausstellte, war das Problem nicht der Weg- nur gerade aus bekommen wir hin, sondern welchen Ausgang nimmt man- 5 zur Auswahl. Ivan erinnert sich, dass die AIESEC'er meinten Ausgang 4. Lieber nochmal auf die Karte schauen, sicher ist sicher. Nach meinem empfinden sah aber Ausgang 3 logischer aus. Hanan Bank ist da genau gerade aus- und da ist das Büro mit drinne. Der Weg soll 15-20 Minuten dauern und wir waren gestern schon ungefähr 15 Minuten von unsrer Wohnung in die Richtung unterwegs. Also nehmen wir Ausgang 3, denn mir widersprechen ist zwecklos :) Munter folgten wir der Straße, identifizierten den Park vom Vortag, da fehlte auch nur das Tor davor, die Hochhäuser sahen auch anders aus, egal weiter laufen. Nach 20 Minuten stell ich dann fest, wir können nur falsch sein. Also wieder zurück :) Wir waren auch recht schnell wieder an der MRT Station- lag sicherlich nur daran, idass ich auf dem Rückweg auf Fotos verzichtet habe. Aber falsch gedacht! Nach 10 MInuten Diskussion mit uns, der Karte in der MRT, der Erkenntnis, jede Richtung auszuprobieren, dauert die ganze Nacht (was Ivan lustig fande, denn wir haben ja Zeit, nur meine Füße taten weh), und hin und her mit den AIESEC'ern, dann meine erste gute Erkenntnis an dem Tag: plötzlich hieß die Station ja ganz anders. Wie sind die ganze Zeit nicht nur vollkommen falsch, sondern auch zu einer andren Station gelaufen. Also rein in die MRT, zu der andren Station, nochmals Befragung der AIESEC'er , die wieder sagen Ausgang 4, und dann bin auch ich überzeugt. Nach 5 Minuten laufen dann der Park vom Vortag, bekannte Hochhäuser, eine Kirche und da das heimische Läuten des Mülls- wir sind richtig. Noch schnell im Supermarkt vorbei und Essen geholt und dann nur noch Heim. Fazit: fast 2 Stunden für einen Weg von 15 Minuten gebraucht, dafür wieder viel Neues gesehen.

 

Das beste an dem Tag war dennoch, dass Helen mit dabei war. Es war nicht nur lustig, sondern ich konnte auch meine über die Woche 1000 angesammelten Fragen los werden. Schallendes Gelächter brach beim Thema Zähne putzen aus. Auf der Seite des Auswärtigen Amtes wird man freundlich darauf hingewiesen, Trinkwasser zu nehmen und in keinem Fall das aus der Leitung. Ivan meinte die Woche er nimmt das aus der Leitung- gut er kommt auch aus Russland und da darf man Leitungswasser auch nicht trinken. Mein deutsches Gemüt traut sich das dennoch nicht und fordert Wasser aus der Flasche für meine Zahnbürste. Aber machen das die Einheimischen auch so- ein ganzes Leben lang? Also Helen gefragt und ausgelacht, wie ich das nur machen kann. Bis jetzt hab ichs mir immernoch  nicht getraut, vll in ein paar Wochen oder Monaten :) Helen hat mir auch noch was geschenkt, eine Sack mit Reis :) Das schenkt man hier Neuankömmlingen, denen man wünscht, dass sie mit der Kultur und dem Essen gut klar kommen und das sie sich gut einleben.

 

Den Sonntag hab ich dann meiner Seminararbeit gewidmet- es hat eh geregnet. Zum Mittag raus und als wir am weitesten entfernt waren, fängt es natürlich an zu Regnen. Schirm nützt dank des Windes nichts- also Restaurant suchen und essen. Restaurant ist schnell gefunden, Essen nimmt man einfach irgendwas (muss alles Meeresfrüchte sein, soviel versteh ich). Kriegen tun wir Muscheln und beschließen, Lieblingsessen wird das nicht.

 

Seit gestern Abend steht dann auch fest, es kommt ein Taifun. Im Süden der Insel ist der schon angekommen und bei uns fängt es gegen 23 Uhr auch tierisch an zu regnen. Da ich hier das Vergnügen habe, dass über mir keiner mehr wohnt und da das ein scheinbar wunderbares Blechdach ist, krieg ich Nachts also ein Trommelkonzert. Der Taifun ist noch nicht so stark, so müssen alle auf Arbeit, nur die Kinder müssen nicht in die Schule :)

 

Der Taifun soll jetzt ca. drei Tage dauern- wir werden sehen :) Tagsüber kanns gern regnen, aber Nachts bitte ich um Ruhe, da sind tatsächlich meine Möbelrückenden- dauer- renovierenden Übernachbarn in Jena angenehmer :)

 

Euch wünsch ich einen guten Start in die Woche :)

Liebste Grüße ins ferne Deutschland

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26. August 2011 5 26 /08 /August /2011 15:40

Halli Hallo und 你好 (Ni hao) :)

 

Ja nun kann ich hinter die erste Arbeitswoche schon ein "erledigt" setzen :) So schnell kanns gehen. Und auch nach einer Woche gewöhne ich mich nicht dran, den Schlüssel zum aufschließen nach rechts zu drehen. Ich schließ hier immer munter in die falsche Richtung, sehr zur Erheiterung von Ivan. Jeden Morgen um 7:50 Uhr treffen wir uns vor meiner Tür und begeben uns auf den "langen und beschwerlichen" Weg auf Arbeit, bei schlechter Front an der Ampel dauert es länger, bei guter sind wir immernoch sehr fix da. Inzwischen finden wir immer den richtigen Eingang, kennen die Gepflogenheiten im Fahrstuhl und putzen munter wie alle andren jeden zweiten Tag (leider nur) das Büro. Nur noch manchmal vergisst man, dass man sein eigenen Klopapier braucht und auch mit nehmen sollte :) 

 

Bei inzwischen fast klarem Himmel kann man aus dem Meeting-Room den Taipei 101 sehen, ein Wahrzeichen der Stadt- das muss definitiv bald besichtigt werden. Ansonsten hatten wir aber die letzten Tage auch etwas Sorge, beim Mittag die Tage kam in den Nachrichten, dass eventuell und vielleicht (und hätte wäre könnte) ein Taifun kommt. Also gut in den Nachricht kam, er kommt. Die meinten gleich, wenn der direkt auftrifft, darf man nicht raus. Stephanie meinte wenn, dann sollen wir Kekse kaufen (man stelle sich vor:1 Wochenende ohne Küche in einer Wohnung mit Keksen- lecker aber nicht ausreichend). Nach stundenlanger Recherche im Internet, war ich ehrlich gesagt nicht schlauer. Naja also wieder normal auf Arbeit und es war etwas windig- meine Sorge wurde nicht weniger. Aber nachdem hier jeder meinte, dass ist schon o.k. und ich auch endlich ein niedlich animiertes Bildchen im Internet gefunden hatte, war auch ich beruhigt. Bis auf das ich mich nun jeden Morgen frage, warum ich meine Haare gemacht habe, ist alles bestens.

 

Nun also eine Aufzählung meiner Nahrungsaufnahme: Mittwoch gab es typisch chinesische Teigtaschen, eine Art Maultasche mit Lauch, und Tofu als Nachtisch, für die Jungs auch etwas schwarzes klibbriges was ich mit der Aussage "I am a girl" erfolgreich abwehren konnte. Donnerstag gab es dann Gans mit Nudeln in einer Art Brühe, das lies bei mir leicht weihnachtliche Stimmung aufkommen, da es daheim Gans immer zu Weihnachten gibt. Abends dann Sushi, sehr lecker und ich hab definitiv noch nie so billig Sushi gegessen. Heute gab es dann in einem japanischen Restaurant Reis mit Huhn und Gemüse. Fazit: Alles ist super lecker und muss nur gekostet werden, außer die Sachen, bei denen sich schon beim Anblick der Magen umdreht. Und das mit den Stäbchen-Essen ist schon sehr salonfähig gewurden.

 

Bei meinen allabendlichen Spaziergängen entdecke ich die Umgebung etwas, erfreue mich über die rennenden Ampelmännchen, und die runterzählenden Ampeln, wobei ich regelmäßig eine Ampelschaltung verpasse, weil ich es so toll finde. Heute haben wir auch eine Park gefunden, wie schon in Beijing auch hier mit Sportgeräten. Der Park war so schön grün und man fühlt sich gleich in eine andre Welt versetzt- Ruhe, Entspannung und "huuuup" oh da ist der Park zu Ende und das hektisch, schnelle Stadtleben mit den tausend und einem Moped hat mich wieder. 

 

Arbeitsmäßig stecken wir noch mitten in den Recherchen von Firmen, mit denen man kooperieren kann bzw. den man was verkaufen kann. Aber zum Glück ist jetzt endlich mein PC auf Englisch und das einzige was ich jetzt noch klar stellen muss, ist das ich Nicole und nicht Necole heiße :) Ich lese also munter den ganzen Tag Internetseiten von Beauty Herstellern aller Art, bei den Naildesignern werde ich wehmütig daran erinnert, dass meine Nägel das kommende Jahr etwas langweilig sein werden, aber ich hoffe noch, dass es irgendwo schöne Nagelsachen gibt (eindeutig Dinge, die die Welt bewegen)! In andren Sprachen wird das alles sehr witzig: von Kapsalon bis Inrichtung und Stoelen anstatt Stühle, Belgisch und Niederländisch ist sehr witzig. Spanisch und co. kann ich mir dank meinen minimalistischen Französischkenntnissen ableiten und auf den französischen Seiten selbst, bin ich überrascht wieviel ich verstehe :) Hat sich das quälen doch gelohnt. Ich lese also alles, rede Englisch, denke und überlege, wie man das auf Chinesisch sagt um dann alle mit meinen chinesischen Sätzen höchst zu erfreuen. Man darf sich nur nicht zu sehr freuen, dass man bei den Gesprächen der Einheimischen was versteht, denn dann babbel ich munter in Deutsch los und übersetze für Ivan- der mich verdutzt anblickt und los lacht. stimmt er kann ja kein Deutsch :)

 

Ach und das Witzigste vergess ich ja fast: heute nach dem Mittag, wir waren nach einer halben Stunde zurück im Büro, setzen wir uns also hin und gehen frisch ans Werk- mmh zu deutsch gedacht :) Nein man mache das Licht aus (die Designer in ihrem Büro) lehne sich zurück und schlafe. Bei uns im Büro, man mache sich Platz auf dem Tisch, macht es sich mit dem Kopf auf den Armen bequem und schläft auch so. Pünktlich alle wieder wach und dann frisch ans Werk. Meine Kamera hat eindeutig gefehlt :) So herrlich....

 

Bevor wir ins Wochenende starten, noch auf einer Karte zeigen lassen, wo wir eigentlich wohnen, einige Tips einsammeln und dann pünktlich Feierabend genießen :)

 

Nur mal so nebenbei: bestellt man Hühnchen mit Reis, weiß zwar jeder, was man will, aber es heißt auch Nutte oder Call Girl. Kann man ja auch mal testen :D

 

Beste Grüße aus dem regenerischen Taipei mit den Ausläufern vom Taifun :)

 

oh vergessen: die Müllautos machen Musik, wenn sie kommen :) ich versuch mal ein Video hochzuladen :)

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23. August 2011 2 23 /08 /August /2011 14:15

Hallo ihr lieben Daheimgebliebenen,

 

ja auch am zweiten Tag kann ich mein Versprechen mit dem nicht-mehr-täglichem schreiben noch nicht einhalten- es passiert einfach zu viel ;)

DPP 0103

 

Schon der Hinweg war ein wahres Vergnügen, heute mit weniger Motorrädern, dafür mit Verlaufen. Es gibt zwei ähnliche Gebäude und wir sind munter in das zweite reingelaufen und mussten im Eingangsbereich feststellen, dass das Gestern alles anders aussah. Also suchend zurück und dann haben wir es auch gefunden :)

 

Als alle auf Arbeit angekommen waren, fing ein scheinbar alltägliches Ritual an- jeden Morgen, bevor man anfangen darf zu arbeiten, wird das Büro und der Showroom geputzt. Endlich erschloss sich mir der Sinn des rosa Putzlappens auf meinem Arbeitsplatz. Also ins Bad gehen und den nass machen und als ich zurück in den Showroom kam, bot sich mir ein Bild für die Götter- wie kleine Heinzelmännchen wuselten alle mit ihren Putzlappen, Besen und Mopps rum und putzen wie wild. Nachdem ich mit meinem Zimmer fertig war, hab ich Ivan dann auch noch mit der Eingangstür geholfen. Man putzt hier Glastüren zwar auch mit Glasreiniger, aber als Putztuch fungiert ein Stück Zeitung. Und es funktioniert, alles ist sauber und jeder geht seiner normalen Tätigkeit nach- und ich bin sogar der Meinung der Chef hat in der Zeit auch sein Büro geputzt :) 

 

Wir durften aber nach dem Putzen erstmal wieder gehen, Stephanie und Samuel (beide AIESEC'er) haben uns abgeholt um uns zu Alien werden zu lassen. Da ich ja ein Jahr hier bin, brau

ch ich neben meinem Residential Visum auch noch ein sogenanntes Alien Residential Certificate (ARC), das galt es nun zu beantragen. Das "Bürgeramt" ist keinesfalls vergleichbar mit Deutschland, einer kleiner Raum mit viel zu vielen Menschen. Und die Mitarbeiten tragen alle einen Mundschutz, das macht den Raum gleich so dreckig. Also Antrag ausfüllen und die neben mir korrigierten ihren auch mit Tip-Ex, man sieht es hier also nicht so eng. Dann sagt der Beamte mein Biometrisches Foto aus Deutschland sei nicht ok und wir müssen ein neues machen- und wo geht man da hin? Richtig in eine Autowerkstatt! Da steht ein kleiner Automat und zack hat man 6 Fotos und nur eines wird gebraucht. Dann noch die Frage, ob ich am 22.08.2012 direkt wieder fliege!? Klar, Abends um 17 Uhr nach der Arbeit gehts ab zum Flughafen :) Hätte aber auch nichts geändert, da ich schon am 20. hier war und mein Vertrag bis kommenden August zum 22. läuft und ich dann sicherlich noch 2-3 Tage hier in Ruhe alles erledige und dann einen günstig liegenden Flug raus suche, musste ich mein ARC also für zwei Jahre beantragen. Wenns mir also allzu gut hier gefällt, kann ich gleich noch ein Jahr dran hängen- Nein Mama und Papa keine Sorge ich komm spätestens dann wieder heim :)

 

Das nächste Highlight des Tages war wieder mal das Essen: Zum Mittag gab es Nudeln mit gekochter Gurke und einer Art Gehacktes-Brei :) Unsere Englisch-Chinesische Verständigung war auch sehr klasse: "Do you eat goose?" mmh was sind "goose", nach der Erklärung von Ivan dachte ich schon, die essen Schwäne (Enten in Weiß, die lange Hälse haben)- ich hab mich schon mit "Rettet die Schwäne"-Schilder durch Taipei hüpfen sehen, aber gut es sind Gänse. Dafür hat sie gleich klar gestellt: Hund, Katze und Hase isst man hier nicht (in der Aufzählung fehlen mir ja persönlich noch so ein paar Tiere). Bevorzugt grillen die hier auch Hühnerfüße, dass hatte schon mein Chinesisch Lehrer in Jena gesagt, dass er das mit Vorliebe isst, so wie wir Chips. Also alles werd' ich hier nicht testen :) Beim Essen wurden dann die Stäbchen-Fähigkeiten wieder verbessert, da die Nudeln eher Spaghetti waren und das mit Stäbchen eine wahre Herausforderung ist. Zum Nachtisch gabs einen Teil der deutschen Süßigkeiten aus meinem Koffer, worüber alle sehr erfreut waren und munter raschelnd und schmatzend an die Arbeit gingen.

 

Heut Abend war ich das erste Mal ganz allein draußen. Ich verbuche- gut hin und wieder zurück gefunden, nur bei der Glastür hapert es noch, da die leider kein Bewegungsmelder haben, sondern man ein Knöpfchen drücken muss. So steh ich also regelmäßig vor einer zugehenden Tür oder werde halb davon eingequetscht, da die Tür nicht merkt, dass ich da noch bin. Beim Einkaufen musste ich wieder mit Errschrecken feststellen, dass Badsachen abnormal teuer sind- Nagellackentfernen für 6,50 € und Nagellack würde 10 € kosten (diesmal sind die Abpacken aber genauso wie in Deutschland- klein!). Dafür ist das Obst recht günstig- also gibts heute mal Kiwis und Drachenfrucht- und es schmeckt tausendmal fruchtiger und besser als in Deutschland :)

 

Die Erkenntnis des Tages bleibt dennoch: Arbeitszeit ist von 8-17 Uhr, also die neun Stunden aus dem Vertrag, und somit ist die Pause in der Arbeitszeit mit eingerechnet und ich hab doch nur eine 40 Stunden Woche :)

 

Euch noch einen schönen Tag,

Liebste Grüße aus der Ferne :)

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Das Ampelmännchen läuft und wird mit der Zeit schneller :)

DPP_0102.JPG

Das Bürogebäude ;)

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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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