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3. Februar 2012 5 03 /02 /Februar /2012 11:22

Hallo meine Lieben,

nun hatte ich eine recht lange Blog Pause, aber es gab einen guten Grund: zum traditionellen Chinesischen Neujahr hatte ich das erste Mal richtig Urlaub! Da meine Eltern und meine Schwester mich besuchten, hatte ich sogar ganze 11 Tage frei und bin mal wieder die Einzige im Unternehmen, die Urlaub genommen hat!

Am Freitag ging es für mich zunächst zum kürzesten Flughafenaufenthalt: ankommen, Begrüßen, Bustickets kaufen und mit demselben Bus wieder heim fahren.

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Meine Schwester und ich im 101 und in der Mitte von uns das Dumper Baby


Die ersten vier Tage des Urlaubs verbrachten wir in Taipei und für mich gab es eine Mischung aus Altbekannten und Neuen: die Gärten der Familie Lin, die Chiang-Kai Shek Memoral Hall, Danshui und Fisherman’s Wharf, das National Palace Museum und dem wir ein super leckeres Restaurant gefunden haben, den Nachtmarkt in Banqiao, den Confucius Tempel, Bao’An Tempel und den Longshan Tempel, den 2-28 Peace Memorial Park, Taipei 101 und Sun-Yatsen Memorial Hall und so weiter. Auch wenn ich an manchen Orten schon mal war, gab es meistens noch was neues zu entdecken. Taipei zeigte sich dabei von seiner besten Seite bei Regen und Nebel, leckeren Essen und freundlichen Menschen.

Zum Chinesischen Neujahrsfest ging es dann zum zweiten Mal in das Hello Kitty Restaurant mit Martina und Aline aus der Schweiz. Umgeben von vielen Kindern, nochmehr Pink vor allem auch die männlichen Kellner in Pink gab es wieder massenweise leckeres Essen.

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Im Hello Kitty Restaurant


Mittwoch ging es dann für vier Tage Richtung Süden. Halb acht wurden wir am Hotel abgeholt, da wir die einzigen auf der Reise waren, hatten wir den Fahrer und unseren Reiseführer ganz für uns. So konnten wir den ein oder andren Wunsch bei der jeweiligen Aufenthaltsdauer an den Orten anbringen. Auch unsere deutsche Lauffreude wurde berücksichtigt und die taiwanesische Lauffaulheit die vier Tage hinten angestellt. Als erstes ging es nach Puli und an den Sun-Moon Lake in der Mitte Taiwans. Diverse Tempel standen auch hier auf dem Programm so wie die Chiang-Kai Shek Pagode. Die erste Nacht verbrachten wir in Taichung.

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Die Chiang Kai Shek Pagode

 

Am Morgen des zweiten Tages ging es dort dann in das Hinoki Museum in dem man allerlei aus Zypressen sehen konnte, Tische, Bänke, Figuren und Öl. Die Salbe aus dem Zypressen Öl wurde einem am Nacken mit einem Zypressen-Massage-Stab eingerieben und kühlte schön, was aber in einem Klimaanlagen-auf-Kühlschrank-Temperatur-abgekühlten Raum nicht nötig gewesen wäre. Danach setzten wir unsere Reise in den Süden fort, Abstecher zum Alishan Mountain, eine Teeverkostung und dann nach Chiayi in unser Motel. Ja komischerweise wurde das Hotel durch Motel ersetzt. Motel darf dabei nicht mit dem amerikanischen Stil verwechseln. In Taiwan war tatsächlich das Motel schöner als die Hotels.

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Zypressenholz überall

 

Den kommenden Tag ging es dann ganz in den Süden. Den Vormittag verbrachten wir Lugang mit zwei traditionellen Tempeln und einem typisch taiwanesischen Markt. Danach ging es dann an die Küste bei wunderschönem Wetter. Sonnenschein und ca. 25 Grad rundeten den Besuch an der Küste ab. Vorbei an Affen-Felsen, Leuchttürmen ging es an den südlichsten Punkt Taiwans, etwas Kokosmilche getrunken und dann vorbei an natürlichem Feuer zurück nach Kaoshiung, der zweitgrößten Stadt Taiwans. Das natürliche Feuer war recht interessant, da wir zunächst nicht wussten was uns da erwartet. Und wir fanden einen Kreis in dem ein Paar Löcher waren, die angezündet wurden. Da stieg Gas auf, was beim anzünden ein süßes, kleines Feuer entstehen lies über welchen Taiwanesen Popcorn und anderes Essen zubereiteten.

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im Süden

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Am südlichsten Punkt Taiwans

 

Am nächsten Morgen ging es zunächst zum britischen Konsulat in Kaoshiung, von wo aus man einen schönen Blick auf die Meerzufahrt hat. Danach ging es zum Lotus See. Neben zwei Tempeln konnten wir dort die Drache-und-Tiger-Pagode und die Frühlings-und-Herbst-Pavillion besichtigen. Bunte Farben, ein taiwanesischer Markt, auf der einen Seite des Sees die traditionellen Gebäude und auf der anderen Seite die moderne Großstadt. Bei 26 Grad war es auch angenehm warm, um sich dort ausgiebig umzuschauen und die traditionellen Gebäude auf einen wirken zu lassen. Danach ging es zum letzten Highlight, eine Verkostung von Keksen und Kuchen von der berühmtesten Bäckerei für Pineapple-Cakes in Taiwan. Sehr lecker und da konnte ich danach auch glatt auf das Mittag verzichten. Pineapple-Cakes sind kleine Küchlein die mit einer süßen Masse aus Ananas und einer zweiten Frucht, die es in Deutschland nicht gibt, gefüllt sind. Die zweite Frucht verleiht dem ganzen auch nur die Süße. Sehr empfehlenswert die kleinen Dinger mal zu probieren! Nach dem Mittag ging es dann den ganzen langen Weg wieder zurück nach Taipei, schlechteres Wetter und grau in grau erwarteten uns in der Hauptstadt. Auf der Fahrt kann man neben dem Wandel von guten zu schlechten Wetter auch den Wandel der Flora und Fauna im Lad beobachten. Und so kamen wir Samstagabend geschafft in Taipei an.

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Am Lotus-See

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Den Sonntag verbrachten wir auf der Suche nach dem Grand Hotel (und dem Finden dessen) und dann auf den Höhen um Taipei, die man mit der Maokong-Gondel erreichen kann. Bei schönerem Wetter wäre das Umland von Taipei noch schöner J

Nachdem ich Montag zum Verabschieden noch frei hatte ging es Dienstag wieder auf Arbeit. Und damit ich keinen Tag Arbeit verpasse und nicht meine geliebte 5-Arbeitstage-Woche vermisse, darf ich auch Samstag arbeiten, da wir letzten Freitag einen Brückentag von der Regierung bekommen haben, den wir natürlich raus arbeiten müssen. Undenkbar wir würden einen Tag Urlaub geschenkt bekommen.

 

Euch ein schönes We 

Liebe Grüße aus Taipei

Eure Niggy

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13. Januar 2012 5 13 /01 /Januar /2012 15:12

 


Hallo meine Lieben,


Vor dem chinesischen Neujahrsfest werden hier alle ganz aufgescheucht, jeder will eine „End of the Year Party“ veranstalten, Essen gehen oder sonstiges. Und so kommt es, dass ich diese Woche dreimal Essen gehe.

Da eine Freundin von mir am Wochenende Richtung Ungarn fliegt, um dort ein Praktikum im Kindergarten zu machen, haben wir uns Dienstag nochmal zum Essen getroffen. Die Aussage war „Ich hab’ da ein Restaurant gefunden, dass wird die gefallen, da müssen wir hin“. Gesagt, getan. „Und jetzt müssen wir rechts abbiegen!“ Und zack da stand es in der Mitte Taip

ei’s: Rosa und mit einer Schleife über dem Eingang „Hello Kitty Sweets“. Man kommt rein und alles ist rosa, pink oder glitzert. Die Räume sind verziert mit den den typischen Hello Kitty Schleifen und lassen bei den übrigen Prinzessinnen-Wünschen nichts unerfüllt. Die erste Etage ist noch kitschiger und die obere Etage ist dann eher die Hello Kitty Etage für Erwachsene. Und so bestellten wir, ich hatte zunächst Sorgen, dass man hier nur Kuchen essen

 kann, aber die Karte bietet ganz normales Essen!

Als erstes konnte ich mir ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen, da arbeiten tatsächlich „Männer“. Ganz in Pink gehüllt tragen sie Hello Kitty Teller, Tassen, Kuchen, Kaffee usw. Herrlich! Mein taiwanesisches Männerbild wird so nicht besser :D

Wir bekamen dann auch Suppe und Salat, Brötchen auf denen eine Hello Kitty eingebrannt war, Hauptgang bei dem bei Han Yu die Möhre die Form eines Hello Kitty Kopfes hatte und am Ende einen Pudding in Form einer Hello Kitty! Natürlich auf dem Geschirr, den Servietten, den Gläsern überall strahlt eine kleine Hello Kitty hervor.

Sogar auf der Toilette ist auf dem WC eine Kitty aufgedruckt, auf dem Spiegel ist der Umriss einer Kitty aufgeklebt, leider auf der taiwanesischen Höhe, so dass ich über dem Kopf in den Spiegel blickte (bin doch nicht soo klein, wie immer alle behaupten).

Am Ende waren wir gut gesättigt und ich sehr glücklich endlich zu wissen wo das Paradies ist.

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Am Donnerstag stand dann das zweite Dinner auf dem Programm. Diesmal mit den AIESEC’ern bei einem Italiener. Auf ging es zur gleichen MRT Station wie zwei Tage zu vor. Da ich früher da war, hatte ich Zeit mich etwas um zuschauen. Auf dem Weg zur nächsten Shopping Mall kam ich an einer Tourist-Info vorbei, die ich auch erstmal geplündert habe und dann war meine Zeit schon um. Mit dem Fahrstuhl ging es dann hoch hinaus über die Dächer von Taipei und dann rein in den Italiener. Die Kellner kamen alle paar Minuten mit Pizza vorbei und haben gefragt, wer was will und Pizza und Nudeln da gelassen. All you can eat ist ziemlich weit verbreitet hier. Und so aßen wir und redeten und haben neben bei wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse gesammelt. Wenn man Nudeln mit schwarzer Tintensoße ist, dann werden die Zähne mit Cola wieder schön sauber. Also wer keine Lust auf Zähne putzen hat, einfach mal Cola trinken (ich übernehmen keine Haftung für die Aussage). Zumindest war es schön, Helen und Stephanie mal wieder zu sehen. Nach dem Essen ging es dann noch in die Shopping Straße. Da ist halb elf noch ganz schön viel Trubel, das müsste es mal in Deutschland geben.

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Heute war dann typisch Freitag der 13. J Die PC’s auf Arbeit gingen mal wieder nicht, mein Visum und die Behörden wollen nicht so wie ich und zwei meiner Freunde werden Taiwan noch diesen Monat verlassen, was sehr schade ist! Dafür hab ich den Kalender nach Feiertagen abgesucht und werde bald wieder Urlaub beantragen J

Morgen geht es dann mit meinen Kollegen den Tag verbringen und Abends mit der Firma essen- Essen die Dritte heißt es dann J In einer Woche ist dann endlich meine Familie da, bis dahin gibt es noch einiges vorzubereiten.


Liebste Grüße aus dem wieder frühlingshaften Taipei, es war sogar ein Schmetterling im Büro, also wird der Frühling bald kommen, die Temperaturen sind gerade sehr schön hier.

Niggy

 

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7. Januar 2012 6 07 /01 /Januar /2012 02:26

 

Ja nun ist es schon vorbei- 2011 und mein erstes Silvester in Taipei! Euch wünsche ich noch ein Frohes Neues Jahr!! (Das wird übrigens fast garnicht gesagt)!

Was macht man so in Taipei zum Wechsel von dem einem ins andre Jahr- man geht an den 101 und schaut ein fast 1 Mio US Dollar und nur 202 Sekunden langes Feuerwerk an, dass aber aus 30.000 einzelnen Feurwerken besteht

Diese Idee hatten noch 800.000 andere Menschen, wobei ich finde, sooooo überfüllt hat man sich garnicht gefühlt. In der MRT hat man dann aber die 2,04 Millionen Menschen die in der Nacht unterwegs waren gemerkt, da war es etwas gefüllter als sonst und die Taipeier MRT ist immer gut gefüllt.

Bei mir gings am Abend zu nächst Richtung Shilin Nachtmarkt zu einem französischen Kollegen von Martina. Da ich um dorthin zu kommen in der Main Station dem großem Vergnügen des umsteigens nachgehen durfte, konnte ich einen ersten Eindruck von einer zu vollen MRT bekommen. Richtung Taipei City Hall, also da wo der 101 steht, ab es Stau an den Rolltreppen und Treppen, gut also, dass ich zunächst eine andere Richtung einschlug. Dort angekommen hab ich mich dann mit Scott (Amerikaner) und Martina (Schweizerin) auf den Weg zu Pierre, dem besagten Franzosen. Dort angekommen fühlte ich mich richtig aus meiner kleinen taiwanesischen Welt etwas herausgerissen, ok nicht ganz so schlimm, aber er wohnt recht normal. Küche zum kochen, Essbereich, ein Bad mit normaler Dusche also zum aufmachen und reingehen und man überschwemmt nicht das ganze Bad. Die Küche hat er auch genutzt um unser letztes Mahl 2011 zu zu bereiten. Hat er sehr gut gemacht und so waren wir bis zum Schluss von 2011 gut gesättigt. Unsere Runde war auch recht international: 1 Schweizerin, 1 Amerikaner, 3 Franzosen, 3 Taiwanesinnen und ich als Deutsche. Wir haben dann Frankreich und Taiwan dort gelassen und sind mit dem restlichen europäisch-amerikanischen Mix Richtung 101. Da das  Konzert, dass zu Ehren des Endes 2011 gegeben wurde schon seit 19 Uhr im Gange war, war dann gegen halb zehn die MRT nicht ganz so voll. Auch das rauskommen und die ersten Straßen waren noch viel leerer als wir dachten. Bei der Suche nach dem optimalen Sichtplatz wurde es dann schonmal voller, aber auch nicht so überfüllt wie von Taiwanesen beschrieben. Die Einheimischen sitzen dann auch tatsächlich mitten auf der Straße auf Pappe oder Zeitung, essen, schlafen, spielen, trinken und warten. Manche saßen da seit Nachmittag, man muss sagen, die hatten auch so mitten auf der Straße (die gesperrt war) einen guten Platz mit herrlicher Sicht, obwohl unsere auch sehr gut war und wir mussten nur eine Stunde warten auf ein Feuerwerk, was 202 Sekunden geht. Warum genau so lang? Weil wir am 101 waren und Taiwan in sein 101. Jahr gefeirt hat, somit 2 mal 101 ergibt 202. Trotzdem 202 schöne Sekunden. Unser Standplatz war auch gut, eine Kollegin von mir stand so, dass sie das erste Feuerwerk gesehen hat und dann der Rauch  so zog, dass außer Rauch nichts mehr zu sehen war. Sie hat sich das dann später im TV angeschaut, dafür muss man ja keine 5 Stunden stehen und warten. Für euch auch die Eindrücke als Video (hat schon was oder!?)

 

Ansonsten ist auch schon die erste Arbeitswoche wieder um und es geht erstmal auf eine Schuhmesse heute!

Liebste Grüße aus Taipei

Niggy

 

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Martina und ich

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Überall Menschen

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25. Dezember 2011 7 25 /12 /Dezember /2011 05:18

 

Hallo meine Lieben,

 

 

ja jetzt ist es auch schon so weit, dass erste Weihnachtsfest fernab von Deutschland ist vorüber. Bei euch ja noch nicht ganz also euch noch frohe Weihnachten, ich hoffe der bärtige alte Mann war fleißig. Bei mir kam er sogar in Taiwan vorbei.

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Weihnachtlicher Arbeitsplatz ;)

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Hello Kitty Adventskalender ;)DPP_150.JPG

Grüße und Geschenke aus der Heimat gab es auch

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Christmas Cake 1

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Christmas Cake 2

Bei uns war Weihnachten etwas verschoben. Freitag gab es auf Arbeit „Christmas Cake“ und wer dabei an Plätzchen, Lebkuchen oder Stollen denkt, liegt weit ab von der Realität. Meine Kollegen hatten, da sie wissen, wie sehr ich Hello Kitty mag, zwei Hello Kitty Torten besorgt. Und obwohl hier Weihnachten nicht gefeiert wird, gab es viele Geschenke. Jeder hatte eine Kleinigkeit besorgt. Schon die Woche kam ein Geschenk meiner besten Freundin an und hat mir schon eine riesen vorweihnachtliche Freude beschert. Das Geschenk meines Freundes durfte ich ja seit fast 2 Wochen nicht aufmachen und so musste das bis Heiligabend warten. Am 24. habe ich mich dann mit zwei Freundinnen getroffen: Debby (Indonesierin) und Han Yu (Taiwanesin). Vormittags sind wir dann in eine Ausstellung im Nationalen Geschichtsmuseum, uns hat die Sonderausstellung zum Thema Disney „Dreams come true“. Die war wirklich toll und ich muss einen Weg finden, den ein oder andren (oder doch alle) Disney Filme nochmal zu schauen. Schon schön so viele Skizzen und Zeichnungen zu sehen und nochmal in die eigene Kindheit abzutauchen. Und es ist auch typisch Taiwan, dass da mehr Erwachsene ohne Kinder sind als Kinder und Jugendliche.

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Heiligabend Mittagessen (v.r. Debby, Han Yu und ich)

 

Für uns ging es dann zur Mittagszeit nach Ximen, wie letzten Samstag zum shoppen. Aber diesmal erstmal ausgiebig ein Weihnachtsmittagsmahl besorgen. Wir haben uns für ein Italienisches Restaurant entschieden, eine sehr gute Wahl. Sie sehen Ausländer, wissen, dass uns Weihnachten wichtig ist und versuchen dir das Fest und alles drum herum so schön wie möglich zu gestalten, auch das typisch Taiwan. So gab’s neben unsrem bestellten Essen noch Snacks drum herum und Kuchen als Dessert. Fotos mit einer Sofortbildkamera hat der Kellner auch gemacht und uns geschenkt. Danach ging es zum shoppen Part I, wobei wir vor allem Weihnachtsgeschenke gekauft haben. Die hab ich auch noch nie an Weihnachten selbst besorgt. Pünktlich zum Abendbrot aber ohne Hunger ging es dann wieder zum Essen, wenigstens das ist  wie in Deutschland, viel zu viel Essen. Für uns ging es abends in ein Buffet Restaurant mit ganz leckeren Desserts am Ende. Viel zu voll sind wir dann zur Taipei City Hall gerollt. Dort erwartete uns neben viel zu vielen Menschen Shopping Part II, wieder Weihnachtsgeschenke und Mitbringsel. Danach ging es dann zum 101, dort gibt es einen Swarovski Weihnachtsbaum. Wobei zum größeren Highlight aller Menschen der Shopping-Mall zwei überdimensional große Hunde in einem Kinderwagen wurden. Am Ende des Abends sind wir alle glücklich und zufrieden und total erschöpft von dem ganzen Gelaufe nach Hause gegangen.DPP_138.JPG

Ganz schön eng bei denen

 

Fazit: es ist auch mal schön Weihnachten so zu verbringen, mit Freunden und nicht dem deutschen Trubel. Trotzdem freue ich mich im kommenden Jahr wieder alles, was zum Weihnachtstrubel dazu gehört erleben zu können.

Inzwischen sind auch meine ersten 4 Monate hier rum und damit das erste Drittel. So bleiben mir nur noch 8 Monate zum genießen der asiatischen Kultur, der taiwanesischen Sonderheiten und des ganzen Lebens hier.

Ich wünsche euch noch schöne Feiertage, bei mir geht es morgen schon wieder auf Arbeit.

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Heiligabend Taipei 101

 

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20. Dezember 2011 2 20 /12 /Dezember /2011 11:46

Hallo meine Lieben,

endlich ist es wieder um die 18 Grad, nach dem wir letzten Sonntag den kältesten Tag verzeichnen konnten. Natürlich hab ich mich am kältesten Tag auch noch am kältesten Ort in Danshui befunden und ich sag euch, es war wirklich kalt. 11 Grad sind bibber kalt und wenn ich dann daran denke, dass es in Deutschland noch kälter ist, bleibt es mir nur euch Respekt zu zollen, die Härte zu besitzen diesem Wetter stand zu halten. Aber ihr habt einen entscheidenden Vorteil- Heizungen. Eine tolle Erfiundung, wir sollten den alten Römern danken (wenn man Google trauen darf, dann haben sie dieses Wunder hervorgebracht).

Ach und da bin ich auch schon fast beim Thema, also wie erwähnt habe ich das Wochenende in Danshui verbracht und ja ich war schon wieder in Danshui. Diesmal aber zu einer Konferenz nur für Praktikanten die AIESEC Taiwan ausgerichtet hat. So kam ich also in den Genuss das Wochenende in einer kalten Uni zu verbringen. Eine der ersten Sessions ging um Taiwan im Allgemeinen, was mich zum überlegen gebracht und ich glaube ich habe euch dieses kleine bezaubernde Land noch garnicht so genau vorgestellt, was ich jetzt ändern möchte.

Da ich von einigen weiß, dass sie bevor ich hier hin bin garnicht genau wussten wo das liegt, hier eine kleine Erläuterung; Taiwan ist eine kleine Inseln, die ca. die Größe von Baden-Würtemberg besitzt. Diese kleine Insel mit einer Form einer Süßkartoffel liegt also vor dem chinesischen Festland im West Pazifik.

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also gespiegelt und es würde passen J

 

Durch die leicht südliche Lage herrscht hier subtropisches Klima, was meistens angenehm warm ist, nur die letzte Woche war leicht kühl, aber auch hier gibt es sowas wie Winter, ähnelt aber eher dem deutschen Herbst. Durch das Klima ist die Insel durchweg grün und diese Herbstgraue-eklig-grasgrüne Phase gibt es hier nicht Jippie. Alles grünt und blüht die ganze Zeit und wird nur durch kleine Erdbebchen oder Taifune erschüttert.

An manchen Stellen stößt man schon mal an kleine kulturelle Unterschiede. Angefangen beim Essen, obwohl die durchweg positiv sind. Der zweite riesen Unterschied ist die Arbeit. Manchmal glaub ich Taiwanesen leben mehr für die Arbeit als das sie für ihr Leben arbeiten. Eigentlich zählt nur, dass man die volle Arbeitszeit da ist, wer zu spät kommt, bekommt weniger Gehalt, aber wer länger bleibt, das intreressiert niemanden. So gibt es auch ein recht unklares Urlaubssystem, also die Einheimischen selber bezeichnen es als solches, aber eigentlich werden damit nur gesetzliche Feiertage gemeint. Bei guten Unternehmen kann man aber immerhin einige Tage Urlaub erhaschen oder man macht es wie ich, und nimmt unbezahlten Urlaub. Das Geld was man also mit seinem Job erarbeitet kann man fast nur beim shoppen ausgeben, aber durch die Dichte an Läden und Shopping Malls das besonders gut. Ich kenne nur Studenten die verreisen, alle andren maximal zum Neujahrsfest, da man da, wenn alles gut liegt, eine  Woche frei hat und somit endlich Zeit zum reisen und zum erkunden der Welt hat.

Ein weiterer Unterschied ist, es gibt für alles hier Regeln und Vorschriften. Dabei ist eine MRT Station ein Paradebeispiel von Regeln: Essen und trinken, sowei Kaugummi kauen ist in der MRT verboten, es gibt Linie in denen man sich anstellen muss, um in die MRT einzusteigen, es gibt aufgemalte Wege in den großen Station welche Richtung wo zu laufen hat und wo derjenige mit Koffer sich fortbewegen darf, auch die Lauf- und Stehplätze einer Rolltreppe sind festgelegt. Bei der Post, beim Arzt und auf der Bank muss meine Nummer ziehen, um zu wissen, wann man dran ist, aber wenn man schlimm krank ist, kommt man wohl gleich an.

Mit am besten gefällt mir immernoch die Ess- und Trinkkultur. An jeder Ecke gibt es einen Teeshop und der Teemixer ist hier mindestens so cool wie der deutsche Barkeeper. Auch Tempel kann man überall finden, meistens in einer Reihe von Hochhäusern kann man plötzlich einen kleinen Tempel finden. Farbenfroh verziert bilden sie einen idealen Rückzugsort aus dem hektischen Leben der Großstadt. Solche Entspannungsorte, die sie wahrlich nach der Arbeit gut gebrauchen können, gibt es hier sehr oft: zum einen die vielen Tempel, die Parks aber auch die unzähligen Starbucks bieten einen Ort zum abschalten.

Und dann möchte ich dank meines letzten Wochenendes nochmal auf das Shoppen eingehen. Also Shoppen geht hier fast immer und vor allem überall. Lädchen, Malls, Märkte, einfach überall. Wenn man wie in Europa gewohnt shoppen möchte, sollte man Läden und Malls aufsuchen. Schon in kleineren Läden kann es vorkommen, dass man gewisse Sachen nicht anprobieren darf, was auf Märkten ganz normal ist. Die haben dafür einen Blick, was dir passt und was nicht, ich probiere dann doch lieber an.

 

Übrigens, weil es so gut passt ein Artikel der FAZ http://www.faz.net/aktuell/reise/fern/taiwan-und-zum-abschied-ein-laecheln-11567698.html

 

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12. Dezember 2011 1 12 /12 /Dezember /2011 11:01

 

Hallo meine Lieben,

nach fast zwei Woch Blog Abstinenz möchte ich mich auch mal wieder melden. J Wie schon in meinem letzten Eintrag erwähnt, hatte ich die vergangene Woche Besuch von meinem Freund. Es ist wirklich faszinierend anzusehen, wie jemand der frisch aus Deutschland ankommt mein Leben hier betrachtet und vor allem wie manche Sachen scheinbar komisch sind aus deutscher Sicht, die für mich aber längst Alltag sind. Ich muss sagen, ich wurde auch um einiges wieder eingedeutscht J

Irgendwann innerhalb der ersten Tage waren wir auf der Suche nach Kleingeld und siehe da: chinesisches Geld, taiwanesisches Geld und was ist das? Es kommt mir bekannt vor, aber ist auch irgendwie komisch und fremd, aber siehe da trägt die Bezeichnung Euro. Sollte ich also kennen. Sieht nach drei Monaten aber wirklich komisch aus!

Ein zweites Highlight war Nudeln essen. Was mich am Anfang vor wirkliche Herausforderungen gestellt hat, die glitschigen Teile mit den Stäbchen so in meinen Mund zu manövrieren, dass sowohl der Tisch als auch meine  Kleidung sauber bleibt, ist heute einfach selbst verständlich. Obwohl ich mir den ganz-taiwanesischen Stil nicht angewöhne, bei dem man die Nudeln einmal aufnimmt und dann geräuschvoll in den Mund zutscht. Ich bevorzuge dann doch die Variante die Nudlen mit den Stäbchen auf meinen Löffel aufzurollen und das dann in einem zu essen. Vorteil 1: man bleibt sauber! Vorteil 2: kein Geräuschpegel! Da es für Ivan immer mal Gabeln gibt und Löffel auch hier benutzt werden, sind mir diese Hilfsmittel beim Essen noch bekannt. Ein Messer benutzt man hier nur zum Obst schälen und schneiden. Umso besser war es als Patrick sich für das kleine Stückchen Fleisch ein Messer und Gabel holt. Für Deutsche ist dieses Essverhalten wahrscheinlich normal (ich erinnere mich, dass man das so macht), aber wenn man das drei Monate nicht gesehen hat, ist es wirklich witzig und außergewöhnlich. Danke für dieses Mittagshighlight!

Um den Eindruck, wir hätten 11 Tage nur gegessen weiter zu vertiefen, er musste wirklich fast alle Köstlichkeiten probieren. Wir haben uns gemeinsam sogar an den stinkenden Tofu getraut! Er hat garnicht so schlimm gestunken, weshalb ich mich ran gewagt habe (Patrick meinte es stinkt arg, aber der gebratene stinkt wirklich weniger als der Rohe). Also ran an das stinkende gelbe Etwas. Schmeckt garnicht so schlecht, an manchen Stellen schmeckt es aber wie es riecht. Es ist wirklich ganz o.k. aber meine  Lieblingsspeise wird es nicht! Traditionell gab es natürlich auch Dumplings, Rote Bohnen Kuchen (auch hier wurde ich wieder an das deutsche Verständnis erinnert, dass es doch komisch sei, dass rote Bohnen süß sind. Nur mal so nebenbei auf Arbeit gab es die Tage auch grüne Bohnen Kekse, sehr lecker, sehr süß und garnicht wie grüne Bohnen, die Taiwanesen wissen wie man Kindern Gemüse schmackhaft macht), süße Pommes, Mondkuchen, typisch taiwanesisches Frühstück, eine Menge Tee und natürlich typische Beef Noodle Soup!

Aber neben Essen haben wir uns natürlich auch viel angeschaut. Das erste Wochenende ging es nach Wulai, einem Dorf mit vielen Ureinwohnern. Wieder einmal Berge und tolle Landschaft und das ganz nah an Taipei, einfach toll. Am Abend haben wir uns dann noch den berühmtesten Tempel Taiwans angeschaut und somit ging es für mich mal wieder zum Longshan Tempel.DPP_003-Kopie-1.JPG

Schatzi und ich in Wulai <3


Am nächsten Tag sind wir dann ins National Palace Museum ein absolutes Muss für jeden Taiwan Besucher. Hao und seine Freundin haben uns begleitet und uns danach noch die Gärten von Chian Kai Shek gezeigt und den Shilin Nachtmarkt, der Touristen Nachtmarkt in Taipei. Dort konnte man auch überall kandierte Tomaten probieren, eine Köstlichkeit, die wir dann doch nicht probieren wollten.

DPP 027 Stinky Doufu

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Da Montag meine Sprachschule ausfiel, sind wir in den Ximen District und haben uns von dem Trubel etwas mitreisen lassen, da das sowas wie das jugendliche Szeneviertel der Stadt ist, ist da immer eine Menge los, obowohl an dem Abend schon fast sowas wie ruhig für Ximen war.

Da ich Dienstag Nachmittag frei hatte, ging es nach Danshui und von dort aus nach Bali. Ich genieße es wirklich mal raus aus der Stadt zu kommen. Danshui muss man jedoch am Wochenende besuchen, dann hat doch mehr auf. Aber so war es etwas ruhiger, was auch ganz angenehm war.DPP_046.JPG

Allein im Tempel hat trotzdem was :)


Am Donnerstag Morgen fühlte ich mich dann nicht so gut, da das schon den Tag vorher anfing, hab ich mich dazu aufgerafft eben doch zum Arzt zu gehen. Ich muss zugeben ich hatte schon etwas Angst. Aber der Arzt war wirklich nett, sah auch ganz normal aus. Leider war es kein typisch chinesischer Medizinmann, der mit Räucherstäbchen und Co. mich versucht zu heilen. Ich bekam auch anstatt Kräuter normale Medizin. Das Positive ist, dass man nicht warten muss und man bekommt die Medizin gleich mit und spart sich somit den Weg in die Apotheke. Alles hat geholfen und somit ist auch das Ärztesystem hier erfolgreich getestet. Abends ging es dann, mir dank Medizin besser und deshalb mit meinen Kollegen Essen. Ja schon wieder Essen- BBQ auf taiwanesische Art. In der Mitte des Tisches hat man eine Art Feuerchen oder Grill mit Glasplatte und natürlich einen Hot Pot zum kochen von Sachen. Wir hatten auch jemand der uns alles gebraten hat, wodurch es nochmal leckerer war, da er alles super gewürzt hat. Das Restaurant hat dank DJ auch eher wie eine Bar oder Discothek gewirkt, aber war eindeutig eine  richtig gute Wahl! Und danach standen uns dann auch 4 Tage Wochenende bevor.

 

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Shrimps <3

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Schatzi und ich beim Essen :)

Freitag war dann erstmal länger schlafen als um 7 Uhr angesagt. Da das Wetter etwas verregnet war, sind wir in ein Museum. Die unteren Etagen waren eher für Kinder, aber in den oberen Etagen war auch der Spaß für Ältere gesichert. Abends wollten wir dann an der Main Station was Essen, soweit mein Plan. Da ich ja diese Station eh „so liebe“, wurde meine Liebe gleich vertieft. Einmal falsch abgebogen und es gab keinen Weg mehr, der dahin führte wo ich hin wollte. Also die Notlösung raus und irgendwo wo man sich auskennt wieder rein, ja leider hab ich auch von dort den Weg nicht gefunden und nach ewigen im Kreis laufen und nicht das finden, was ich wollte, haben wir dann einfach irgendwo was gegessen.

Auch Samstag war es leider etwas kalt, dennoch haben wir uns den Zoo angeschaut! Der ist größer, als man anfangs denkt und beherbergt viele Tiere. Am besten ist das Pinguin Haus, die sind ja so niedlich. Nur ihr Haus ist etwas klein L Vom Zoo aus kann man dann die Maokong Gondola nehmen. Wir haben uns entschlossen an dem Zhinan Tempel auszusteigen. Eine gute Entscheidung, die Sonne ging grad über der Stadt unter. Man hat einen super Blick über Taipei und die Größe der Stadt und der 101 ragt auch über die Berge hinaus. Der Tempel ist absolut schön und riesig. Mit der beginnenden Nacht ging es dann auch wieder runter in die Stadt!

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süßes kleines Pandileinchen :)

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den haben wir zum fressen gerne (@Claudi: Taiwanesischer Nagellack, der vom skypen)

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Ausblick vom Zhinan Tempel (so sieht 101 schon groß aus)

 

Sonntag war dann auch schon der letzte Tag, das Wetter war einfach super. Und so ging es bei Sonnenschein auf den 101 rauf, als wir oben waren, war es dennoch leicht diesig. Das Anstellsystem, um zu einen der Aufzüge zu kommen, ist etwas witzig. Und die auf den Internetseiten propagierten 62 Fahrstühle gehen auch nicht alle nach oben. Bis an die Spitze gingen glaub ich 2. Und so düst man mit dem schnellsten Aufzug der Welt und einer monoton sprechenenden und gelangweilten Mitarbeiterin des Towers auf über 500 Meter. Auch von hier aus hat man einfach einen tollen Ausblick auf die Stadt. Typisch taiwanesische Freundlichkeit wird an den Fenster darauf hingewiesen, dass es ihnen leid tut, wenn die Fenster schmutzig sind, es dauert eben einige Zeit diese zu reinigen. Wenn man Fensterputzer sieht soll man winken und ein Foto machen :DDPP_1033.JPG

Es weihnachtet auch in Taipei :)


Den Abend liesen wir dann an der Chian Kai Shek Memorial Hall ausklingen und dann ging es heim zum packen.

So schnell sind 11 Tage rum, aber so schön können 11 Tage auch sein.

Inzwischen hat mich mein Arbeitsalltag wieder, das Büro und vor allem meinen Platz hab ich weihnachtlich Geschmückt, dank der Geschenk aus Jena und dem tollen Adventskalender den mir mein Freund gemacht hat. Ein Adventskalender für die Kollegen habe ich mit seiner Mitbringhilfe auch gestaltet, einen von Hello Kitty auf meinem Platz, ein kleiner Weihnachtsbaum auf meinem PC unter dem es sich ein Plüsch-Weihnachtsmann bequem gemacht hat (wahlweise sitzt er auch manchmal in dem Modell von dem neuem Shampoo-Stuhl auf meinem Platz und lässt dort die Seele baumeln).

Ich wünsche euch schonmal einen schöne Woche und genießt die Weihnachtsstimmung etwas für mich mit.

Liebe Grüße

Eure Niggy

 

DPP_063.JPGDeutsches Kennzeichen <3

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23. November 2011 3 23 /11 /November /2011 10:58

Hallo meine Lieben,

schon wieder eine Woche her, dass ich mich hier  zu Wort gemeldet habe. Das will ich nun aber nachholen.

Meine vergangene Woche war recht bewegt, nach dem wir nun alle von Hong Kong zurück waren, stand auf Arbeit hauptsächlich die Messenachbereitung an. Meine persönliche Nacharbeit bestand zudem in Erkältungsbekämpfung. Ansonsten hatte mich der allgemeine Alltag zurück: Arbeiten, Sprachschule und Umzug. Das mit dem Umzug ging recht fix, vor Hong Kong rief mich mein Buddy Stephanie (AIESECerin) an und fragte, ob ich umziehen will. Ohne das ganze gesehen zu haben, wollte ich aber weder zu- noch absagen, also ging es Dienstag mit meiner Vermieterin los zur Besichtigung- 2 Straßen weiter. Das Haus macht einen besseren Eindruck, ich hab einen Schreibtisch und das beste ich hab große Fenster (sogar im Bad und man kann es öffnen und schließen, eine Errungenschaft, die mich vielleicht vor einer kommenden Erkältung schützt)! So stand also Dienstag Abend fest, ich ziehe um. So ging es heim zum packen, nachdem ich 2 Stunden vorher erst meine Hong Kong Sachen ausgepackt hatte, und auch Mittwoch noch etwas packen und Donnerstag dann Umzug, welcher wirklich schnell ging und ich schon vor dem schlafen gehen ich wieder alles an seinem neuem Platz hatte! Nun wohn ich mit meinen Vermietern in einem Haus, die mir auch gleich allerhand Kekse und Küchlein vorbeigebracht haben, ich glaube die haben etwas Sorge, dass ich sonst vom Fleisch falle.

Freitag hatte dann Jojo (die Tochter vom Chef und Arbeitskollegin) Geburtstag. Typisch Deutsch gratulier ich am Morgen und geb ihr auch da ihr Geschenk. Bei den Kollegen sieht das anders aus, pure Ignoranz des Ganzen. Selbst als ihre Eltern auf Arbeit kommen, kein sterbenswörtchen, keine Umarmung, kein Nichts L Erst Abends, als wir alle zusammen essen gingen und wir aufgegessen hatten und als Dessert die Torte kam, wurde Happy Birthday gesungen, was allerdings schon gegen halb 9 Abends war! Ich präferiere da eindeutige die deutsche Variante in der Mama und Papa Nachts alles vorbereiten und wenn man aufsteht Blumen, Kuchen und Geschenke bereit stehen und man ein ausgiebiges Geburtstagsfrühstück hat. Das Argument von Jenny war, diue Schüler müssen ja um 8 Uhr in der Schule sein, zählt für mich nicht, denn ich musste immer halb acht in der Schule sein J Trotzdem war das Essen lecker, nur die Manier mit dem Von Kopf bis Fuß muss alles auf dem Tisch sein ist nicht ganz so meins. So schwamm das Hühnchen in der Supper und der Kopf kam samt Füßen gebraten daneben. In einer andren Suppe schwamm Hoden und sonstige Innereien herum, weil es gesund ist. Da hab ich beschlossen, ich leb lieber mal absolut ungesund und probier das nicht.

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Freitag Abend nach dem Essen stand dann auch schon wieder einpacken auf dem Programm (ich kam die letzte Woche aus ein- und auspacken nicht raus), denn Samstag Früh (und das mit dem Früh haben die wirklich sehr ernst genommen- 6 Uhr 30 aufstehen) ging es los Richtung Gebirge in der Mitte des Landes. Erst zu Fuß zur MRT, dann mit der MRT und dem Bus Richtung Uni, dann mit dem Reise-Minibus weiter Richtung Nantou. Zwischendurch immer weiter Leute eingeladen. Dort angekommen, gab es als erstes Mittag und dann ging es zur Qingjing Farm. In den Bergen war es ganz schön ungemütlich, bin ich am Morgen noch bei 25 oder mehr Grad in Taipei abgereist, waren es dort vielleicht 15-18 Grad und Nebel gepaart mit Regen. Also das beste Wetter um draußen rum zu stiefeln. Ich bin mir sicher bei schönem Wetter ist die Gegen wirklich toll, nur leider hatten wir eine Sichtweite von 20 Meter und konnten somit keinen der angegebenen Ausblicke genießen. Dennoch wurden überall hunderte Bilder gemacht: mit Pferden, Schafen oder einfach nur in der Natur! Etwas angsteinflößend waren dann die riesigen Spinnweben, bei denen ich garnicht dran denken will, wie groß die Spinnen dazu sind. Am Abend ging es dann auf einen Campingplatz- was das Organisationsteam als super Überraschung empfand, fanden wir zunächste weniger witzig. Gerade ging es meiner Erkältung besser und dann stiefel ich den halben Tag durch Regen und schlafe im Zelt. Um also weniger schlafen zu müssen verlängerten wir das BBQ etwas, gingen dann in aller Ruhe duschen (ich hab die meiste Zeit damit verbracht die Käfer in der Dusche zu töten) und dann gingen wir schlafen. Die Feststellung der Taiwanesen ist immerwieder, dass meine Haut so schön ist, vor allem so schön weiß! Meine vornehme Blässe findet vollsten Gefallen hier, aber ich würde gerne gegen deren leicht gebräunte Haut tauschen :)

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Sonntagmorgen stand eigentlich Sonnenaufgang um 5 Uhr auf dem Plan, dank der guten Sicht und dem leben innerhalb der Wolken blieb das aus. Dennoch hieß es wieder 6 Uhr 30 aufstehen (und ich dachte Wochenende wäre zum entspannen da). Mit dem Bus ging es dann zur Aowanda National Forest Recration Area, eine Art Nationalpark. Endlich weiter unten in den Bergen, raus aus den Wolken und sogar die Sonne kam raus. So konnten wir nach und nach die Kleidung ausziehen und ablegen und sogar sowas wie ein warm-sein-Gefühl bekommen. Die Natur und die Ausblicke haben dann für das frühe Aufstehen entschädigt. Schlangen und andere giftige Tiere konnte ich auch nicht sehen, dafür Berge, grün und einen Fluss. Es ist tatsächlich, wie man in den Reiseführeren liest, ein richtiges Flussbett gibt es nicht, das Wasser fließt einfach da lang, wo es grade will.

Weiter unten ist auch die Flora und Faune garnicht so europäisch. Neben den Nadel- und Laubbäumen verstecken sich hier auch ein paar Palmen, was wie ich finde, etwas witzig ausschaut!

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Nach einer Stärkung zum Mittag ging es dann zum berühmten Sonne-Mond See (日月潭). Von einem Tempel aus ging es 365 Stufen hinunter, für jeden Tag des Jahres eine Stufe, zu einer Aussichtsplattform am Wasser. Wirklich ein schöner Ort und so komplett anders als Taipei (vor allem wieder riesen Spinnen). Mit einer ewig langen Busfahrt begeben wir uns dann auch zurück nach Taipei.

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Am Ende des Wochenendes bin ich also froh, in Taipei zu sein. In der Großstadt ist der Lebensstandard eben schon deutlich anders. Neben normalen Toiletten findet man hier deutlich weniger Krabbelgetier, was mir durchaus zu Gute kommt! Dennoch ist die Reise in die anderen Teile Taiwans empfehlenswert und ein absolutes Muss. Das nächste Mal Richtung Süden wird es im Januar mit meinen Eltern und meiner Schwester gehen, bis dahin arbeite ich also weiter und empfange Donnerstag den ersten Besucher aus Deutschland.

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Euch eine schöne Woche, esst ein paar Lebkuchen für mich mit J


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14. November 2011 1 14 /11 /November /2011 15:35

Hallo meine Lieben,

 

nun ist es soweit: ich sitze wieder in Taipei in meiner Wohnung! Nach einer Woche in Hong Kong bin ich gestern Abend wieder sicher in Taipei angekommen. Sogar mein Koffer hat es sicher hier her geschafft, trotz das ich ein City Check in gemacht habe, was absolut empfehlenswert ist, da man sein Gepäck schon eher los wird.

 

Aber von vorne. Letzten Montag ging es noch "normal" auf Arbeit, bis auf das eben das halbe Büro samt Koffer ankam und es aussah, als ob wir jetzt da wohnen wollen. Die letzten Vorbereitungen wurden bis zum Mittag noch abgeschlossen und dann ging es zum Flughafen. Der Flug ist recht kurz und Zack ist man auch schon in Hong Kong. Dort erwartet uns eine atemberaubende Skyline auf die man schon bei der Fahrt mit der MTR in die Stadt ein Blick erhaschen kann. Mitten in der Stadt muss man dann von der einen zur andren Station, was dank Unterirdischen-Verbindung recht einfach war und man damit auch die Möglichkeit hatte, mitten in Hong Kong unter der Erde einen kleinen Hügel zu besteigen. Raus aus der MTR und ein paar Minuten gelaufen und schon waren wir am Hotel. Wie schon in der ganzen Stadt gesichtet: viele Ausländer. Und was erwartet einen da an der Rezeption!? Natürlich ein Deutscher an der Rezeption. Am Abend sind wir dann nur noch an den Habor, den wir trotz des Nicht-Vertrauens der andren in meinen Orientierungssinn gut gefunden haben.DPP_078.JPG

 

Am nächsten Morgen ging es dann zur Messe. Unsre kleinen süßen Päckchen haben schon auf uns gewartet. So gab es ein kleines vorgezogenes Weihnachten mit ganz viel auspacken. Dann etwas hin und her rücken, vorbereiten und feststellen, dass bei dem einen Produkt ein Materialfehler vorliegt, den die Manufaktur übersehen hat. Also macht unser Chef erstmal nach Macau zu einem Kunden der genau das Produkt hat und borgt uns das Teil. Wir verbringen den restlichen Tag auf der Messe mit Vorbereitungen und Erkundungen.

 

Mittwoch war dann der erste Messetag und nun waren auch alle andren Stände fertig. Und so kam es, dass wir unser Produkt bei einem andrem Unternehmen wieder fanden, die tatsächlich letztes Jahr ein Sampel bei uns bestellt hatten. Da ich ja nicht aussehe wie aus Taiwan besorgen wir mir fix ein Besucherbändchen und ich erkunde das ganze mal. Guter Verkaufsmann, der nicht mal weiß welche Materialien und Eigenschaften das gute Stück hat. Den restlichen Tag bin ich mit allerhand Kunden beschäftigt, ob Deutsch, Englisch oder auch mal etwas Französisch, mein Sprachenwirrwarr war perfekt an dem Tag. Abends kam ein Franzose der mich auf Französisch fragte, ob ich Französisch spreche und was mach ich!? Auf Chinesisch antworten, dass ich etwas Französisch kann. Er hat nur leicht verwirrt geschaut ;)

Den Abend haben wir dann in einem super leckeren Restaurant ausklingen lassen. Alle Köstlichkeiten gab es da und am Ende hab ich die Hühnerfüße aus der Suppe seziert und probiert- garnicht so übel (was mir heute noch zum Verhängnis wurde, da es gleich wieder Hühnerfüße gab- diesmal gebraten)

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Man kann sogar sehen, ob es der rechte oder der linke Fuß ist, dass macht die ganze Sache etwas witzig :)

Glücklich und Kugelrund-Gefressen lagen wir dann im Bett.

 

Donnerstag war dann der zweite Messetag, etwas ruhiger als der erste. Viele Asiatischen Kunden und so hatten wir zwischenzeitlich etwas Zeit. So haben Jojo und ich unser Englisch bzw. Chinesisch geübt. Am Ende des Tages kam ein guter Kunde von uns mit dem es dann Abends wieder in das selbe Restaurant ging. Der zweite Abend an dem ich Zeit hatte mich in das leckere Hong Kong Essen zu verlieben. Reiskuchen dort ist sehr lecker, Shrimps mit Stäbchen essen eine wahre Herausforderung und die Rote Bohnen Suppe als Dessert einfach nur himmlisch.DPP_061.JPG

von links: Jenny, Jojo und ichDPP_050.JPG

Und wieder einmal lag ich viel zu voll gegessen im Bett.

 

Freitag war dann schon der letzte Messetag und ich hatte etwas Sorge, dass es noch leerer werden würde. Aber es war wirklich gut. Meine ägyptischen Kunden vom ersten Tag kamen zurück und haben eine große Bestellung aufgegeben. So war dann auch Chef rund um zufrieden mit der Messe. Am Abend hieß es dann wieder einpacken udn  am liebsten wäre ich mit den Produkten auf einem Schiff zurück: man kann die ja wieder auspacken und dann in so nem Massagestuhl durch die Meer schippern, da fehlt mir nur noch ein Cocktail, ein Sonnenschirmchen- aber Taiwan kennt ja kein Urlaub. Also ging es Abends erstmal nur wieder essen, diesmal Koreanisches BBQ. Ein Grill in der Mitte des Tisches, ein riesiges Buffet mit wirklich allem was das Herz begehrt und los gehts. Das beste war es gab Kartoffeln, richtige Kartoffeln, nicht nur kleine Stückchen, nein Bratkartoffeln- endlich nach fast 3 Monaten keine richtige Kartoffel.

DPP_058.JPGDer Tisch war übrigens nicht nur einmal so voll. Auch an dem Abend waren wir gut gesättigt als wir zurück ins Hotel kamen. Die halbe Nacht mit den zwei Mädels quatschen. So findet man einige Sachen heraus, die wirklich spannend sind. Das beste Beispiel: was machen Taiwanesische Pärchen. Sie sind Studenten, beide Teilen sich Zimmer mit andren, d.h. Privatsphäre gibt es da nicht. Die mieten sich Motelzimmer. Zurück in Taipei fällt es mir dann das erste Mal auf: da ein Motel und dort :D Also mir wäre das ja zu teuer (rund 50 bis 60 Euro die Nacht).

 

Am nächsten Morgen war ich dann auch die erste von uns, die das Hotel verlassen hatte. Endlich Hong Kong genießen. Mein Plan: raus aus der Stadt zum Big Buddha. Und siehe da in der MTR, am Big Buddha und die restliche Zeit überall Deutsche. Ja bin ich im Ausland oder in Deutschland? Der Buddha ist wirklich gigantisch. Man fährt mit einer Gondel etwas ins Hinterland, kann den Ausblick auf Hong Kong und seinen Flughafen auf der einen Seite genießen und die super schöne Natur auf der andren. Als erstes begibt man sich dann in einen Touristenort und dann zum Big Buddha, der ürbigens der größte freistehende Buddha der Welt ist. Endlich wieder typisch Asien, was man in der Stadt einfach viel zu lange suchen muss für mein Empfinden. Ich schlender so vor michhin, genieße die "Ruhe", die Landschaft und das Souvenire shoppen. Die sind eindeutig gut auf Touris eingestellt, alle typisch asiatischen Sachen kann man hier besorgen. Am Ende geht es zurück in das normale Leben. Und siehe da, eine Shopping-Mall. Ich bin stolz auf mich, wie wenig ich gekauft habe :) Und so gehts zurück zum Hotel, denn ich muss ja in mein Hotel. Mit der MTR ist das fast kein Problem nur die Hotelsuche wird schwierig, da die Internetbeschreibung besser sein könnte. Nehmen sie ab Hung Hom ein Taxi. Mach ich also :) Bis ich dann im Hotel angekommen Frage, wie ich wieder in die Stadt komme und siehe da, einmal über die Straße und über eine Brücke und eine  Unterführung und man ist in der Unterführung. So find ich dann zum Victoria Habor und treff mich dort mit Barnhard- ihr erinnert euch der nette Österreicher aus dem Flug von FFM nach Beijing!? Wir schauen uns das allabendliche Lichter-Musik-Spektakel am Habor an. Wirklich toll. Die Hochhäuser erstrahlen passend zur Musik und werfen parallel noch Laserstrahlen in den pechschwarzen Himmel der die Stadt umhüllt. Ein wirkliches Highlight. Danach geht es mit der Ferry zum andren Ufer und von dort aus mit der Peak Tram auf den Peak, von wo aus man einen tollen Blick über Hong Kong hat.DPP_073.JPG

 

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Danach treffen wir dann Freunde von Bernhard und erkunden das Hong Kong'er Nachtleben: zwei Schwulenbars und eine Discothek später liege ich später als geplant in meinem Mini Hotel Zimmer in Hong Kong (der Platzmangel in Hong Kong zeigt sich überall). Das Ausgehviertel liegt leicht am Berg, weshalb es Nachts leicht interessant wird, wie die ganzen Betrunkenen da umher stochern. Komisch, dass da nichts großartig passiert.

 

Nach einer kurzen Nacht gehts nochmal in die Stadt. Dank City Check in werde ich meinen Koffer los und kann die Stadt noch etwas anschauen. Was auffällt, viele Ausländer, viel Internationalität, die britische Kolonialität kann man einfach spüren.

Am Ende der Woche freue ich mich dann auf mein kleines Taipei. Gegen 19 Uhr hab ich endlich wieder "heimischen" Boden unter den Füßen und endlich wieder freundliche Leute um mich herum. Die ganzen Studenten waren wirklich nett, aber die Locals sind größtenteils unfreundlich. Da wird ein Flunsch gezogen wie 14 Tage Regenwetter, keine Lust auf ihre Jobs und kein Spaß am Leben. Und man steigt in Taipei aus dem Bus und da fragen ein gleich Leute, ob man weis, wo man hin will, ob sie einem helfen können, mir ein Taxi bestellen sollen. Ich liebe Taipei einfach- und die Menschen sind einfach unglaublich freundlich. Es war wie nach Hause kommen und ich bin unglaublich froh wieder hier zu sein. Zwar bin ich noch leicht erschöpft von der Woche, aber es war wirklich toll. Trotz der leichten Unfreundlichkeit der Menschen ist Hong Kong eine unglaublich tolle Stadt, die auf jedenfall einen Zwischenstop wert ist und einen guten Kompromiss zwischen Asien und Westen bietet, vielleicht ja auch eine Option um zu einem späteren Zeitpunkt da nochmal vorbeizuschauen und dann vielleicht etwas länger. 

 

Ich wünsche euch allen eine schöne Arbeitswoche und verabschiede mich mal ins Land der Träume :) Morgen gehts wieder auf Arbeit und da wartet wirklich eine Menge arbeit auf mich :)

 

Liebste Grüße aus der tollsten Stadt Asiens ;)

 

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5. November 2011 6 05 /11 /November /2011 14:49

Hallo meine Lieben,

 

schon wieder ist mein Wochenende halb rum. Mein Tag heute war e

 

infach super schön. Nachdem ich mich mit Hao fast schon wie gewohnt frühs zum Tandem-Sprach-Frühstück getroffen habe und mich diesmal auch nur mininmal in der Main Station verlaufen habe, bin ich dann Richtung Norden aufgebrochen. Bei wunderschönem Wetter mit strahlendem Sonnenschein und 31 Grad haben sich Merlyn und ich vorgenommen, mal nach Damsui/ Tamsui zu machen. Das ist der nördlichste Punkt der MRT von Taipei wo man auch schon so ein bischen am Meer ist. 

 

Merlyn und ich haben uns auf halben Weg dorthin getroffen, rein in die MRT, wundern warum die nach ein paar Stationen in die andre Richtung fährt, am Art Museum merken, dass man fast wieder in der Stadt ist, umsteigen und endlich die richtige MRT nehmen. Also die letzten zwei Wochen lässt mein Orientierungssinn zu wünschen übrigen. Schon während der Fahrt sieht man das Meer oder da noch den Fluß, ich weiß es garnicht! Zumindest merkt man eins, man ist raus aus der Metropole. Alles ist grün, trotzdem nicht weniger Menschen, denn dank der guten Anbindung nutzen diesen Ausflucht aus dem hektischen Stadtleben nicht nur Taiwanesen selbst gern sondern auch Touristen. Man möchte da denken, dann sind die Menschen da an Ausländer gewohnt, aber auch nicht alle.DPP_029.JPG

 

Als erstes haben wir uns den endlosen Essensmöglichkeiten gewidmet, für mich gibts zu erst ein Dessert und dann ein Omlett und zum Abschluss noch eine Mandelmilch. Dann begeben wir uns Richtung Wasser, der Ausblick ist trotz des dort diesigen Wetters wirklich schön. Der grüne Park am Rande macht die Idylle dann perfekt. So beschließen wir mit der Fähre Richtung Fishersman's Wharf. Mir wird auch garnicht, wie sonst auf dem Wasser üblich, übel. So können wir den Ausblick in vollen Zügen genießen, einmal über die Brücke schlendern, dann die Promenade runter und den wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Zu unserer Erheiterungen haben sich die Taiwanesen heute wieder besondere Mühe mit ihren Hunden gegeben. Einmal im Kleid und einmal ein Kinderwagen mit 4 Hunden und jeder hat einen Hut auf! Und die werden auch die Treppen in dem Kinderwagen runter getragen, als ob wirklich ein Kind da drinnen sitzen würde und nicht 4 Hunde, die ein bischen an eine eine Cabriofahrt erinnern und die Sonnenstrahlen und das laue Seelüftchen genießen. Schon leicht im dunkeln geht es dann zurück in die Kernortschaft und dort die lokalen Lädchen erkunden. Erinnert mich an die Touri-Falle in Südfrankreich (Mama ich hab den Namen vergessen). Aber der erste Ort der wirklich stark auf Touristen ausgelegt ist. Sogar einen riesen Hello-Kitty Store gibt es dort- 2 Etagen, lieber schnell wieder raus, ich könnt alles mit nehmen. Per Zufall finden wir ein Restaurant, das einen gigantischen Ausblick über die inzwischen in Nacht gehüllte Stadt bietet, einfach toll und wir sind auch die einzigen, die nur den Ausblick genießen und einfangen und nichts essen, sondern gleich wieder runter gehen. Dort noch einen Tempel mit genommen und Merlyn wollte schon zur falschen Seite rein gehen, bitte immer beachten: Rechts geht man rein und Links kommt man wieder raus! Ich hab auch mal ein Bild von den Werkzeugen zur Gott Befragung gemacht:DPP_040.JPG

Bei beiden Sachen denkt man eine Frage. Dann kann man eben zum einen die Stäbe nehmen, alle geballt zuammen aus ca. 5cm Höhe fallen lassen und dann ragen welche heraus. Dann nimmt man den höchsten raus und je nachdem wie weit der raus geragt hat steht da eine Nummer und dann kriegt man einen Zettel und schaut da nach. Also das Verfahren war etwas kompliziertes, aber das mus ich mir nochmal erklären lassen. Aber mit dem Zettel geht man dann zu einem Häuschen und kann sich genauer erklären lassen, was das bedeutet oder deutet es selber. Die Halbmondförmigen Steine nimmt man in die Hand (2 Stück) und lässt sie drei Mal fallen, merkt sich wie sie lagen und kann daraus eine Zustimmung oder Abneigung des Gottes herleiten. Bei genauren Fragen, muss ich mich nochmal Umtun und kann euch dann berichten :)

 

Beim weiteren Schlendern durch die Straßen und Gassen die am Abend zu einem Nachtmarkt werden, lief mir noch eine kleine Krake über den Weg, die grad am ausbüchsen aus ihrem Wassertrog war. Wie man eben als deutscher Tourist ist, packt man die Kamera aus und filmt das. Bis ein netter Taiwanese dem Besitzer sagt, dass grad eines seiner Tierchen ausbüchst, der das natürlich einfängt und dabei der Meinung war, er tut mir einen Gefallen, mir das Ding direkt ja wirklich DIREKT vor die Nase zu halten. Mein darauf folgendes direktes Flüchten hat ihm gezeigt, dass ich wirklich nur aus der Ferne das ganze filmen wollte. Er hatte seinen Spaß dadran, ich fands leicht eklig. Aber irgednwie auch ganz putzig wie die laufen können, also aus sicherem Abstand betrachtet natürlich.

 

Ich wünsche euch noch einen schönen Samstag und verabschiede mich schon mal nach Hong Kong!

 

Liebste Grüße und auch ein paar Sonnenstrahlen für euch (denn dann fühlt man sich auch garnicht wie November)

 

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3. November 2011 4 03 /11 /November /2011 13:22

Hallo meine Lieben,

Nun war es (endlich) soweit- das erste gefühlte Erdbeben! Man sagt ja, man war nicht in Taiwan, wenn man kein Erdbeben erlebt hat, also bin ich auch endlich da! Also eben doch endlich, auch wenn das wirklich etwas makaber ist. Aber nun zum Wesentlichen. Montagabend mach ich meinen Laptop aus und will schlafen und auf einmal ruckelt es etwas. Erst ganz leicht, da dachte ich noch ich hab mich „verfühlt“, auf einmal etwas mehr. Kein LKW zu hören, kein Zug- wie auch die Straßen auf denen solche Dinge rum fahren sind zu weit weg, das merk ich in meinem Bett nicht! Also war klar- ein Erdbebchen. Laut Internet hat es in Yilan County mit 5,1 schon ganz schön geruckelt. Für Taipei vermeldet man Stärken von 2,39 bis 4,19, also leichtes und starkes Ruckeln Da finde ich glatt meine Empfindung wieder! Also jetzt hab ich das mit dem Erdbeben auch erlebt, jetzt muss ich das auch nicht nochmal haben. So leichte Bebchen kommen ja immer mal, die merkt man aber nicht! Bei stärkeren sollte ich mir doch überlegen, wo man hin fliehen kann! Wahrscheinlich raus, merke: schlafen gehen mit Erdbebensicheren-Raus-geh-fähigen-Kleidung! Aber ich bin weiterhin für die Variante: keine großen Erdbeben im kommenden Jahr! Ist schon komisch wenn es sich so bewegt und man ja auch nichts machen kann.

Nachdem Freitag also der große Drehtag in unsrem Unternehmen war, haben wir die ganze Woche ganz unruhig gewartet, dass wir es sehen können. Heute kam es endlich und ich kopier euch mal den Link hier rein:  http://www.youtube.com/watch?v=LnEINM3zGSk

Und nein ich werde nicht zu den Designern umschwingen, leider denn in den ihrem Büro ist es immer etwas wärmer J

Um aber an meine Kuriositäten mal wieder weiter zuführen hier eine kleine Episode. Seit ca. einem Monat geht es ja jetzt jeden Montag, Mittwoch und Freitag in die Sprachschule. Also war es gestern wieder soweit. Da schaut man unverhofft auf den Fußboden und da hockt ne Kakerlake auf dem Boden. Zur Freude aller hab ich die entdeckt. Aufgesprungen und so ein Vieh kann rennen sag ich euch! Schwups war die beim Franzosen unterm Rucksack. Und anstatt das Vieh umzubringen, wird erstmal philosophiert ob die jetzt groß ist oder klein, also ich fand riesig und alle andren meinten mittelgroß. In der Zeit bin ich dann auch schon dreimal quer durch den ganzen Raum gehüpft, bis dann mal jemand sich bequemt die Tür aufzumachen und tatsächlich wartet, dass das Ding raus geht. Mit einem Blatt weisen die dem Ding noch den Weg. So hatte ich natürlich trotz geschlossener Tür keine Ruhe bis zum Ende und hab mich panisch umgeschaut, ob sie wieder rein läuft! Hat ja auch raus gefunden warum also nicht wieder rein, wer weis. Ich sag euch der Oberhammer ist wenn dann noch ein Taiwanese und ein Franzose erzählen, dass ich ja sowas auch in meiner deutschen Wohnung habe. Also in 22 Jahren hab ich noch nie ne Kakerlake in einem geschlossenen Raum gesehen! Eigentlich hab ich noch nie eine gesehen. Netterweise kam dann noch die Erläuterung, dass ich von Juni bis August garantiert mal eine in meinem Zimmer habe. Bis dahin bevorzuge ich Tee trinken und abwarten und am besten Schüsseln kaufen um die zu fangen und die chemischen Keulen die es hier so zur Bekämpfung gibt evaluieren.

Eine weiteres Highlight stand Dienstag an: Bettwäsche kaufen. Nachdem ich Sonntag schon erfolgreich ein Bettlaken samt Kissen besorgen konnte, Montag verzweifelt bin, was nun was ist. Hab ich Dienstag einfach angefangen auszupacken. Also mal ehrlich, warum verkauft man denn bitte Bettlaken und Kissen zusammen aber ohne Decke? Und warum schreibt man nicht klar drauf, was drinnen ist? Aber nach ca. 45 Minuten hab ich gefunden was ich wollte. Und wenn jemand jemanden kennt der Bettwäsche produziert, die sollen nach Taiwan exportieren. Also schon die erste Bettwäsche, die ich gekauft habe, war witzig zum beziehen, aber die jetzt, ich musste nur leicht lachen. Logischer weise platziert man den Reisverschluss der Decke in der Mitte und längs. So wird Bettbeziehen auch zum Highlight!

Auf Arbeit bereiten wir nun die letzten Sachen für Hong Kong vor. Mich haben einige meiner Kunden um Termine gebeten. Jenny hat die größte Freude daran für alle Spitznamen zu finden. Ein Kunde kommt aus Dubai, das ist der mit den „Worms-Worms-Worms, Words like a worm“ (wenn man dabei sein Zeigefinder wie ein Wurm bewegt, ist es besonders witzig). Oder Mister Camel, bei dem uns schon der Gedanke kam ein Origami Kamel zu basteln, vielleicht im Flugzeug. Ansonsten kommt von Jenny ein Deutsche Kunde, Wolfgang heißt der Gute.

Also langweilig wird es uns nicht! Ich darf auch scheinbar mit Jenny in einem Zimmer schlafen, das wird ein Spaß.

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Hier noch ein Eindruck vom Wochenende von der Gartengestaltung hier, find ich besser als Gartenzwerge.

Ich hab schon wieder mehr geschrieben, als ich wollte, also hör‘ ich mal auf. Die allerliebsten Grüße schicke ich euch nach Deutschland und vor allem aber auch nach Nepal J

Lasst es euch gut gehen und behaltet mal schön die Kälte bei euch, denn ich frier schon bei 25 Grad und brauch nen warmen Tee J

Liebste Grüße

Niggy 

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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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