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7. Dezember 2013 6 07 /12 /Dezember /2013 15:18

Hallo ihr Lieben,

ja nun bin ich schon über eine Woche wieder in Taipei und das Wetter hier hat sich, zum Glück, gewandelt: von kalt und nass, zu tagsüber sonnig und warm und nachts zumindest ertragbar kalt. So ist tagsüber das perfekte Wetter um wandern zu gehen. Für Samstag hatten wir uns entschieden, den Santiaoliang Hiking Trail entlang zu wandern. Mit dem Bus und mit einem Zug ging es zunächst raus aus der Stadt. Anschließend ging es über die für taiwanesische Wanderwege üblichen Treppen das erste Stück rauf auf den Berg und anschließend über kleine Brücken, die über noch kleinere Flüsschen führten. Und man passt sich ja dem jeweiligen Lebensstil der Kulturen doch in gewissem Maßen an, und so brauchten wir für diese Mini-Brückchen so lange wie für eine große- man muss ja jeden Schritt dokumentieren und in einem Foto festhalten und mit Hilfe von Selfies alle auf einem Foto vereinen, ohne dass man fremde Hilfe benötigt.

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Selfie-Time :) Michael, Vanessa, Gina, Felix und ich (v.l.n.r)

Und so sind wir irgendwann tatsächlich an dem ersten Wasserfall angekommen. Von dort aus ging es zunächst kletternd weiter. Und obwohl in der Beschreibung stand, dass der Hiking Trail für jeden geeignet ist, bin ich der Meinung, für Menschen, die einen sicheren Weg bevorzugen, ist der Weg nichts.

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Von den verschiedenen Höhen aus, hatte man eine fantastische Sicht über die schöne Landschaft Taiwans. Ganz oben angekommen, begrüßte uns ein “Klettern verboten” Schild. Von da an ging es über eine normale Straße nach Shifen. Von da an stimmte unser Handy-Navi und die Straßenbeschilderung nicht mehr ganz überein. Und jeden den wir fragten, ob wir richtig sei, sagte uns, es seien noch ca. 20 Minuten bis Shifen. Irgendwann, nach ziemlich vielen Mal 20 Minuten kamen wir tatsächlich in Shifen an. Und pünktlich zur Dunkelheit hatten wir unsere Laterne bemalt und beschrieben und konnte sie in den nächtlichen Himmel aufsteigen lassen.

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Am Ende ging es mit einem sehr überfüllten Zug zurück nach Taipei.

Am Dienstag haben wir uns aufgrund des schönen Wetters überlegt, auf den Elephant Mountain zu laufen und den Sonnenuntergang zu beobachten. Dank der neuen MRT Line die erst vor 2 Wochen eröffnet hat, kommt man da nun noch einfach als vorher hin. Elephant Mountain ist einer der „Four Beast Mountains“ von denen aus man ein schönen Blick über die Stadt hat. Bis jetzt war ich da immer nach Sonnenuntergang, aber es lohnt sich wirklich einfach vor dem Sonnenuntergang hoch zu laufen, man wird mit einem grandiosen Blick über Taipei belohnt.

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Peter und Michael (hinten), Vanesse, ich und Felix (v.l.n.r.)

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Blick über Taipei

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Seit letztem Montag ging auch der Ernst des Lebens wieder los und hier hat ein neues Semester begonnen- neue Mitschüler,neue Lehrerin, alles neu :) 

 

Ich wünsche euch daheim einen schönen zweiten Advent.

 

Liebste Grüße

Niggy

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7. Dezember 2013 6 07 /12 /Dezember /2013 13:16

Hallo ihr Lieben,

lang ist es her, das ich was von mir hab hören lassen. Aber diese Blog-Abstinenz soll nun ein Ende haben. Die vergangenen 2,5 Wochen waren geprägt von meinen ersten Finals in Taiwan, Urlaub auf den Philippinen und einem neuem chinesisch Kurs an der Uni.

Das erste Semester an der NCCU ging am Ende schneller um, als mir lieb war und so standen auch schon plötzlich unsere Finals vor der Tür, d.h. 90 Minuten schriftliche Prüfung, 15 Minuten Hör-Verständnis und ca. 10-15 mündliche Prüfung. Danach ging es für mich schnell nach Hause um zu packen, denn nun stand endlich Urlaub auf dem Plan. Die Woche vor den Finals war schrecklich kühl und auch etwas feucht und Dank der Bauweise in Taiwan ist es drinnen nicht wirklich wärmer, bzw. manchmal sogar kälter als draußen. Also kam ein Urlaub auf den warmen Philippinen gerade recht. Und so ging es Donnerstagabend für Gizem, Michael (zwei Deutsche, die gerade ihr Austauschsemester hier in Taipei machen) und mich zum Flughafen.

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Nach drei Stunden Flug trennten sich in Manila jedoch zuerst unsere Wege wieder, da ich weiter nach Boracay fliegte und die beiden ein Tag später mit der Fähre nachkamen. Der Flieger auf den ich in Manila umsteigen musste, hatte eindeutig die Größe, wo sich eigentlich der Pilot persönlich vorstellen sollte. Nach einer weiteren Stunde Flug kam ich endlich an. Mit einem für die Insel berühmten Tricycles ging es dann Richtung Hostel, wobei wir auf dem Weg dahin erstmal einen funktionierenden Bankautomaten finden mussten, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Irgendwann und irgendwie kam ich dennoch sicher am Hostel an. Das Hostel war zum Glück nur unweit des 3 km langen, traumhaften Sandstrand, wo wir die meiste Zeit der kommenden Woche verbrachten. Wenn man den traumhaften Strand anschaut, ist wahrscheinlich auch klar, warum wir da so viel Zeit verbracht haben.

 

 

 

Abends gab es am Strand genügend Bars, wo man den Abend gemütlich ausklingen lassen kann.

                        Samstag

Auf dem weg zum Puka Beach (links oben: Tricycle) der im Norden der Insel liegt und wo man nicht ganz so viele Touristen antrifft, wie am White Beach. So hatten wir etwas mehr Ruhe am Strand, obwohl sich auch dorthin die für Boracay typischen Verkäufer verirrt hatten.

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Einen Tag sind wir mit so einem Mini-Katermaran um die Insel gefahren. Eigentlich wollten wir einmal um die Insel herum laufen, da Boracay nur 10 km lang ist, aber die Insel war dann doch größer als gedacht und spätestens bei der Bootfahrt haben wir Gewissheit bekommen, dass man nicht einfach um die Insel einmal komplett herum laufen kann. Aber mit dem Boot konnte man die Insel in ein paar Stunden einmal umrunden.Neu-1130.JPG

Abends haben Gizem und ich unseren persönlichen Himmel auf Erden gefunden, ein kleines indisches Restaurant direkt an der Strandpromenande. Mit riesigen Kissen, leckerem Essen und einen traumhaften Ausblick auf den Strand. So lässt sich das Leben definitiv genießen und es war mega Schade, als es nach einer Woche Urlaub zurück ins kalte Taipei ging.

 

Neu-0967_Fotor_Collage-Kopie-1.jpgIch hoffe bei euch in Deutschland ist der Winter nicht allzu kalt.

 

Liebste Grüße

Niggy

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11. November 2013 1 11 /11 /November /2013 11:09

Hallo ihr Lieben,

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das vergangene Wochenende habe ich fernab vom hektischen Großstadtleben, dem Unileben und generell dem alltägliche Leben verbracht. Ich war in einer der größten Tempelanlagen Taiwans- in Fo Guang Shan. Fo Guang Shan ist eine sehr offene buddhistische Gemeinschaft, deren Nonnen und Mönche sich intensiv in das gesellschaftliche Leben und die Bildung eingebunden. Es gibt weltweit 400 solcher Anlagen, aber die im Süden Taiwans ist die Größte und Wichtigste. Das wird einem auch bei dem Anblick des imposanten Geländes, mit den vielen Gebäuden und den detailreichen Verzierungen, deutlich. Neben dem Kloster befindet sich zudem ein Buddha Memorial Center auf dem Gelände. Da ich Freitag etwas eher als ich musste dort war, hatte ich schon etwas Zeit das Gelände zu erkunden und habe das Buddha Memorial Center besucht. Das ist der Teil, den wohl auch die meisten Touristen und vor allem auch Pilgerer besuchen. Der Weg zu der großen Buddha Statue ist umgeben von 8 Pagoden, die für den edlen achtfachen Pfad des Buddhismus stehen. Die über 100 Meter hohe Buddha Statue, die eine der größten Buddha Bronzestatuen (sitzender Buddha) ist, wird umgeben von 4 Stupas, die für die 4 edlen Weisheiten stehen. Freitag hatte ich sehr viel Glück mit dem Wetter und vor allem mit dem Sonnenuntergang, wodurch das eh schon beeindruckende Areal noch schöner aussah.

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Nach meinem kleinen Rundgang ging es mit einem zu groß gewordenen Golf-Auto in die Klosteranlage. Dort kamen mir sofort viele Mönche und Nonnen entgegen, die gerade in perfekten Reihen zum Speisesaal gingen und dabei kein Wort sagen durften und auch keine Miene verzogen (so diszipliniert sind auch wir das restliche Wochenende rumgelaufen). Angekommen an der Unterkunft musste ich mich auch als erstes umziehen. Wir bekamen alle einheitliche graue, weite und sehr bequeme Kleidung, die unser täglicher Begleiter für die kommende zwei Tage wurde. Nachdem auch der Rest angekommen war, durften nun auch wir uns der Größe nach in zwei Reihen aufstellen, um anschließend still schweigend zur ersten Aktivität zu schreiten. Das Schweigen blieb das ganze Wochenende wohl meine größte Herausforderung. In einem Klassenraum angekommen lernen wir zunächst etwas Grundlegendes über buddhistische Verhaltensweisen, wie man läuft, wie man isst, wie man betet, wie man den Lehrer begrüßt und verabschiedet. Das mit dem Essen war besonders spannend,  immerhin stand zweimal ein gemeinsames Essen mit den Nonnen und Mönchen auf dem Programm. Im Rahmen der Lektion „How to take a meal in a Monastery“ lernten wir zunächst, dass beim Essen nicht nur jegliches Reden untersagt ist, sondern auch jeglicher Lärm zu vermeiden ist. Wir lernten die verschiedenen Regeln, wie man denen im Speisesaal diensthabenden Mönchen und Nonnen zeigt, was man Essen möchte, wie viel, wie man die Schüsseln und Teller bewegen darf, wann man betet, wann man singt, wie man sich hinsetzt, usw. Das Essen im Kloster ist voll vegetarisch und wird ohne Zwiebeln und Knoblauch zubereitet, da die zwei Zutaten anscheinend das sexuelle Verlangen steigern.

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Anschließend gingen wir, nun Klostergerecht, zu einem der 5 Schreine des Geländes und bekamen eine Einführung in die Meditation. Zurück in der Unterkunft besagte eine der unzähligen Regeln, dass man um 22 Uhr das Licht ausmacht und schlafen geht, was auch gut so war, immerhin sind wir 5:45 Uhr schon wieder aufgestanden.

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Wie schon am Vorabend ging es aufgereiht zur Outdoor Meditation, wobei schon der Weg dahin im stillschweigen als Walking Meditation zählt. Nach dem anschließenden Frühstück verwandelten wir auch die nächste eigentlich alltägliche Aktivität in eine Meditation und so wurde aus dem für jedermann bekannten Straßen kehren eine Cleaning Meditation. Am Anfang kamen uns zwar sowohl die Besen als auch die Weise, wie man sie verwendet nicht wirklich effizient vor, aber am Ende war die Straße überraschender Weise wirklich sauber. Weiter ging es mit einer Tour über das Gelände, zum Great Buddha Land, einem Buddha Museum und zur Pure Land Cave. Danach hat die für uns zuständige Nonnen an dem Wochenende glaub ich unsere Gedanken gelesen und es gab eine Kaffee-Pause. Das frühe aufstehen an sich war kein Problem, aber gleich im Anschluss daran zu meditieren, machte mich dann doch etwas müde, aber der Kaffee zeigte seine Wirkung und ich war endlich wach. Danach besichtigten wir den Hauptschrein des Geländes. Der Schrein beherbergt drei riesige Buddha Statuen die umgeben werden von 10.100 kleineren Buddhas. So verflog die Zeit am Vormittag sehr schnell und schon war es Zeit für das Mittagessen, was unsere erste offizielle Mahlzeit mit den Mönchen und Nonnen des Klosters war. In unseren inwzischen fast perfekten Reihen begaben wir uns in den riesigen Speisesaal, beteten und sangen, Während des Gesangs servieren Nonnen und Mönche des Klosters das Essen. Was man Essen möchte, platziert man wie gelernt vor sich, was man nicht möchte wird wieder abgeholt. Alles was man sich vorgenommen hatte zu Essen, muss man auch Essen, da die Buddhisten nichts verschwenden wollen. Am Ende singt man wieder, und wie von Zauberhand säubert und leert sich der Tisch wieder.

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Am Nachmittag hatten wir eine Kalligraphie Stunde, waren in der Kunst Galerie des Geländes und hatten eine „Vorlesung“ über Buddhismus. Am Abend bekamen wir eine kleine Einführung ins vegetarische Kochen des Tempels, so wurde aus dem in Taiwan so beliebten Blutreis, Reise mit roten Bohnen gefärbt, Pilze wurden dank einer mysteriösen Gewürzmischung zu Hühnchen (es hat am Ende tatsächlich wie Hühnchen geschmeckt). Anstatt Fleisch-Steak gab es Tofu-Steak und die Baozi wurden auch rein vegetarisch zubereitet. Das einzige Fleisch in der Küche war eine kleine Kakerlake die vor der Köchin flüchtete, als diese ihr Haus, ein Topf, hoch gehoben hat. Vollgegessen rollten wir uns zunächst in die nächste Unterrichtsstunde und dann den Berg hoch in einen der 5 Schreine zum meditieren. Am Ende sind wir alle sehr müde aber voller toller neuer Eindrücke ins Bett gefallen, und vor allem mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die Nacht um 5:10 endet, was das schlafen gehen um 22 Uhr gar nicht so früh erscheinen lässt.

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Am nächsten Morgen wurden wir pünktlich von den Betreuern geweckt und hatten wieder nur 10 Minuten Zeit um uns fertig zu machen. Diesmal ging es in den Hauptschrein zum Morgengesang der Mönche. Der Schrein sah diesmal noch beeindruckender aus. Jede der kleinen Höhlen der über 10.000 Buddhas war durch ein kleines Licht beleuchtet. Am Ende des Gesangs verließen wir mit allen Mönchen und Nonnen den Schrein und folgten ihnen in den riesen Speisesaal. Das salzige Frühstück wird definitiv nicht zu meinem Favorit, aber immerhin gab es Spinat, das kann ich zu jeder Tageszeit essen. Den restlichern Vormittag durften wir wieder unseren normalen Klamotten anziehen und haben das Buddha Memorial Center besichtigt. Nach einer abschließenden Unterrichtsstunde stand dann am Nachmittag auch schon die Verabschiedung an und es ging zurück ins normale Leben und vor allem in den kalten Norden Taiwans.

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Obwohl man in dem Kloster viele Regeln beachten und oft stillschweigen bewahren muss, war es für mich eine unvergessliche Erfahrung.

Jetzt geht es in die letzte Phase des Semesters- nur noch wenige Tage Unterricht bevor unsere finalen Tests anstehen und bevor es in den Urlaub auf die Philippinen geht.

 

Liebste Grüße aus Taiwan,

Niggy

 

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6. November 2013 3 06 /11 /November /2013 10:48

Hallo ihr Lieben,

 

Letzten Donnerstag wurde Taiwan von einem etwas größeren Erdbeben durchgerüttelt. Man hat zwar hier fast täglich kleine Erdbeben, aber die merkt man meist nicht. Das Beben letzte Woche war auch für mich hier eine Premiere, und kann, wenn es nach mir geht, auch das einzige stärkere Beben während meiner Zeit hier in Taiwan bleiben. Obwohl das Zentrum etwas weiter weg lag, hat mein kleines Zimmer hier schon etwas mehr als normal gewackelt. Aber zum Gück ist niemanden etwas passiert, nur eine Quietscheente in Taoyuan ist beim Versuch sie nach dem Beben wieder aufzublasen am HInterteil geplatzt.APTOPIX-Taiwan-Rubber-Duck.jpg

Seit Anfang des Semesters planen wir mit unserem Kurs mal zusammen essen zu gehen, wurde es so langsam auch Zeit, das das Semester in 2 Wochen auch schon rum ist. So ging es für uns pünktlich nach Kursende zu Fuß, per Bus und per MRT zu einem Hot Pot Restaurant. Das besondere an dem Restaurant war, dass jeder seinen eigenen Hot Pot hatte. Und so köchelte jeder sein eigenes Süppchen und verfeinerte es anschließend mit diversen Soßen. Anschließend ging es frisch gestärkt in eine Kirche, denn Freitags geht unsere Lehrerin mit ihrem Mann immer tanzen und hat uns eingeladen, dass auch mal zu probieren. Und so tanzten wir Freitagabend mit unserem Kurs mal im Kreis und mal in Reihen in Mitten einer taiwanesischen Kirche.

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Für Samstag hatte unsere Sprachschule einen Ausflug nach Yilan, ca. eineinhalb Stunden außerhalb von Taipei geplant und so trafen wir uns Samstagmorgen alle in ihrer eigenen Vorstellung von Pünktlichkeit an der Sprachschule, wurden auf zwei Reisebusse verteilt und los ging die Fahrt- raus aus Taipei. In Yilan war unser erster Halt eine Frühlingszwiebelfarm, deren Einfahrt bei der Planung definitiv nicht für Reisebusse gedacht war, aber da man in Taiwan ja nicht allzu gerne läuft fährt der Bus trotzdem bis dahin, wo wir hin mussten. So wurden wir ca. 80 Sprachstunden zunächst mit lustigen Reishüten und Gummistiefeln ausgestattet, um anschließend auf dem Feld die Frühlingszwiebeln zu ernten. Über Stock und Stein und vor allem durch Matsch ging es zu den Frühlingszwiebeln, wo jeder seine kleine Knolle erntete. Die wurde dann gewaschen und anschließend von den Farmarbeitern eingesammelt und geschnitten, damit wir sie dann auf unsere Frühlingszwiebel-Schnecken verteilen konnten. Das Prozedere erinnerte mich stark an die Kochabende mit meinen Jenaer Freunden, als wir Flammkuchen selbstgemacht haben. Nachdem wir nach Anleitung der dortigen Mitarbeiter alle eine Frühlingszwiebelschnecke hergestellt habe, wurde die wie von den Nachtmärkten bekannt, in Öl ausgebraten und jeder durfte seine eigene Essen. Ich muss sagen, dass im Vergleich mit den auf dem Nachtmarkt in Yilan, der für diese Frühlingsrollen Schnecken berühmt ist, unsere nicht ganz mithalten konnten. Aber jetzt hab ich in etwa eine Idee, wie ich die in Deutschland selber machen kann (meine Eltern werden sich freuen, wenn ich wieder ihre Küche mit gebratenem Öl-Duft verfeinere). Den restlichen Nachmittag haben wir in dem National Center for traditional Arts in Yilan verbracht.

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Vorbereitung

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Braten- aber man beachte, man gibt "nur etwas " Öl hinzu :)

 

Wie schon der Samstag war auch der Sonntag mal wieder verregnet. In der Stadt sah es noch relativ gut aus und so haben wir uns mal wieder für eine YouBike Fahrrad Tour entschieden. Von Beitou aus ging es damit Richtung Norden ans Meer nach Danshui. Auf dem Weg dahin kamen dann die 50 % Regenwahrscheinlichkeit durch und wir wurden ziemlich nass. Nach einem kurzen Stopp an einem der vielen 7/11 hier, waren wir aber Dank Regencapes gut ausgerüstet und konnten unsere kleine Tour fortsetzen. Angekommen in Danshui, belohnten sich Michael und Gina mit einer Massage, da ich bei Massagen immer etwas lachempfindlich bin, habe ich darauf verzichtet. In Taipei gibt es viele solcher kleinen Massageläden, in denen meist Blinde für ein sehr geringes Entgelt einen ordentlich durchkneten. Nach einem kleinen fischigen Snack, der an der Küste natürlich ein Muss ist, sind wir zurück Richtung Stadt gefahren. Rückzu haben wir sogar den offiziellen Fahrradweg gefunden, der das Fahrrad fahren dann doch etwas angenehmer war. Obwohl es auch Hinzu kein Problem war, dass wir auf einer 6 spurigen Straße gefahren sind. Solange man sich an die Scooter hält und auf denen ihrer Spur bleibt, kann einem eigentlich nichts passieren. Auch der Fahrradweg wurde am Ende eins mit der großen Straße und die Gehwege eignen sich trotz Ausschilderung für Fußgänger und Fahrräder nicht wirklich zum Fahrrad fahren, wodurch wie die letzten Kilometer auch wieder auf einer riesigen Straße gefahren sind. Nachdem wir dank’ einer App gefunden haben, wo in Taipei noch freie Plätze für die Youbikes sind, kamen wir nach 30 km Fahrrad fahren auch etwas müde zu Hause an.

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Fahrradtour im Norden

 

Gestern waren Michael und ich dann noch mal auf einem riesigen Klamottenmarkt hier in Taipei. Der Markt war ursprünglich als Art Großhandel für die vielen kleinen Ladenbesitzer gedacht, ist aber inzwischen auch bei vielen „Privatpersonen“ beliebt, um Klamotten zu kaufen. Neben relativ normalen Läden gibt es dort aber auch viele Läden, wo die Klamotten einfach in Plastiktüten verstaut dastehen. Wie man da was finden soll, bleibt für mich ein absolutes Rätsel. Sehenswert ist es trotzdem:)

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:)

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Klamotten über Klamotten

 

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche.

 

LG Niggy

 

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31. Oktober 2013 4 31 /10 /Oktober /2013 01:28

Hallo ihr Lieben,

Nach langer Abstinenz will ich mich hier mal wieder zu Wort melden :) Am Freitag vor zwei Wochen wurde ich von meiner ehemaligen Firma hier in Taiwan eingeladen, sie mal wieder zu besuchen und anschließend mit ihnen Essen zu gehen. Da es seit meiner Ankunft hier irgendwie noch nicht gepasst hatte, sie zu besuchen, war das also die perfekte Gelegenheit eine kleine Reise in die „Vergangenheit“ anzutreten. Der Weg von der MRT Station zum Bürogebäude kam mir Dank der vielen Veränderungen kürzer vor. Viele kleine Läden an der Straße sind neu, was hier auch ziemlich schnell geht. Mir ging es viel zu oft so, dass da ein Tag noch eines meiner Lieblingsrestaurants war, am kommenden alles raus geräumt wird, eine Woche Renovierung und dann etwas komplett neues darein kommt. Vorbei an meiner alten Wohnung, der Kirche, mit dem „alten“ Mann der da Tag und Nacht, bei Wind und Wetter davor saß, und inzwischen weg ist, kam ich bei Taiwan Proud Chairs an. Auch hier hat sich einiges verändert, die Kollegen hatten mir schon gesagt, dass mein Lieblings-Curry-Restaurant weg ist, aber auch der leckerste Baozi-Laden hat leider schließen müssen. Nachdem ich eine kleine Einführung über die neuen Produkte bekommen habe und mir alles was sonst noch neu und geplant ist gezeigt und erklärt wurde, ging es mit den neuen und alten Kollegen zum Abendessen nach Banqiao. Es gab Hot Pot- mal wieder in der Mitte des Tisches eine kleine Feuerstelle, auf die eine Schüssel kommt, die in der Mitte halbiert wird, damit man normalen Hot Pot und scharfen Hot Pot hat, und wenn hier etwas als scharf betitelt wird, sollte man das auch ernst nehmen, denn ist meist wirklich sehr scharf. Und eines hat sich seit meiner Zeit in der Firma immernoch nciht geändert, es wird mega viel gegessen. Von Schwein, Rind, über Tofu, Salat, Blut, Pilze- alles wird im Hot Pot gekocht, heraus geangelt und gegessen. Bis auf das Blut, was hier alle Lieben, hab ich auch alles probiert.

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An dem Wochenende hat mich Helen noch in die Geheimnisse unserer Uni Bibliothek eingeweiht. Neben zahlreichen Büchern und Plätzen zum lernen, verfügt die Bibliothek hier auch über eine weite Auswahl an Filmen, die man wahlweise an einen der extra dafür vorgesehenen Plätze in der Bibo schauen kann, alleine, zu zweit und es gibt sogar zwei Räume für mehr als vier Personen. Hier kann man also allen ganz stolz klar machen, dass man ein strebsamer Student ist, der den ganzen Tag in der Bibo verbringt, was man da dann aber tatsächlich macht, ist jedem selber überlassen. Zumindest ist für jeden Geschmack was dabei- von Disney Filmen, über Blockbuster, bis hin zu taiwanesischen Dramen oder sogar Dokumentationen über die beliebtesten Reiseziele Taiwans. Am vergangenen Freitag war ich mit ein Paar Freunden in einem buddhistisches Zentrum in Taipei, die bieten Freitag Abend kostenloses Meditieren an. Eine taiwanesische Freundin hat mich etwas geschockt angeschaut, denn an sich kann man ja über all kostenlos meditieren. Aber in diesen, ich nenn es mal Schnupperstunden, gibt es Erklärungen und Erläuterungen, wie man meditiert und warum man was macht. Sonntag haben wir dann die UBikes in Taipei ausprobiert. Als ich das erste Mal hier war, gab es die nur vereinzelt, aber inzwischen sind dieses von der Taipei MRT zur Verfügung gestellten Fahrräder fast in der ganzen Stadt zu bekommen. Mit der MRT Karte kann man ein Fahrrad ausleihen und ich muss sagen, so auf dem Rad, in mitten der viel befahrenen Straßen Taipeis, hat man eine ganz andre Perspektive. Vor allem für mich und meinen fast nicht vorhandenen Orientierungssinn ist es besonders spannend, wie man von A nach B kommt, und was dabei sich so auf dem Weg befindet. Das ist ja schon das schöne am Bus fahren hier, das man mal nicht wie mit der MRT unter der Erde lang düst und nicht sieht, was sich da oben so befindet, sondern sieht, wo man lang fährt. Ich glaube, wir hatten etwas Glück, es war Sonntag und somit wenig Verkehr auf den Straßen. Ist man in Deutschland verwöhnt mit zahlreichen Fahrradwegen und speziellen Fahrradampeln, ist das hier, so habe ich zumindest das Gefühl, noch etwas sehr neues, das man einfach Fahrrad fährt. Und so ordnen sich die wenigen Fahrradfahrer in den Scooter Verkehr ein. Irgendwo auf unserem Weg, ich glaube es war in der Nähe des Da’an Parks, dem größten Park in Taipei, gab es sogar Fahrradwege. Zu meiner Überraschung ist uns nichts passiert und es fühlte sich auch gar nicht wirklich gefährlich an. Unser Ziel an dem Tag war Wendel’s Bäckerei in Taipei. Zwar hat man über die ganze Stadt verteilt kleine taiwanesische Bäckereien mit unzähligen Brotsorten- hell, dunkel, mit Schoko, Wallnuss, Cranberry, mit Butterstreuseln, gefüllt mit roten Bohnen, oder grünes Motcha Brot. Aber eines haben alle diese Brote gemeinsam, egal wie sie aussehen, sie sind weich und süß. Meist auch eher Brötchen, die man gleich so isst. Man schneidet das Brot nicht wie in Deutschland auf und belegt es und isst es dann, außer natürlich Toast. Nachdem Michael das deutsche Brot doch sehr vermisst, haben wir uns überlegt, doch mal richtiges deutsches Brot zu kosten. Ich hatte ja letztens schon ein deutsches Brot geschenkt bekommen, was dem deutschen Brot schon sehr nahe kam. Wendel’s Bäckerei wird von einem deutschen Bäckermeister geführt, der anstatt in Deutschland einer von vielen Bäckern zu sein, hier eine Niesche entdeckte. Unser Fazit war, auch in Taiwan muss man also auf deutsches Brot nicht verzichten. Und ich fand preislich war es wirklich ok.

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Abends ging es in eine Kirche, da meine Mitbewohnerin dort ein Konzert hatte. Erstaunt hat uns, dass der Chor ein deutsches Lied gesungen hat.


Ich hoffe ihr genießt daheim jetzt euren Feiertag.

Liebste Grüße Niggy

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20. Oktober 2013 7 20 /10 /Oktober /2013 04:06

Hallo ihr Lieben,

an verkürzte Arbeitswochen, also Wochen mit Feiertagen könnte ich mich gewöhnen. Letzte Woche hatten wir mal wieder einen Feiertag- den 10.10. den Nationalfeiertag in Taiwan. Nachdem man hier wenig Urlaub hat, lernt man Feiertage, vor allem als arbeitende Bevölkerung zu schätzen, aber auch im Studentenalltag bieten sie eine willkommene Abwechslung.

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Pünktlich zum Feiertag hatten wir auch endlich wieder einen sonnig warmen Tag. Nachdem wir uns zum Mittag mit einer „Beef-Noodle-Soup“ (ohne Beef aber dafür mit selbstgemachten Nudelbrocken) gestärkt hatten, haben Gina und ich uns entschieden den Nachmittag bei der Chiang Kai Shek Memorial Hall zu verbringen. Bei strahlendem Sonnenschein ist die Anlage umso schöner. Dank der netten Mitarbeiter haben wir sogar einen Wachwechsel gesehen. Bevor wir dann ins Wochenende starten konnten, mussten wir Freitag doch noch mal in die Uni.

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Da am Wochenende Taiwan schon wieder von Taifunen umzingelt war und das Wetter dementsprechend nicht ganz so schön war, gingen wir, typisch taiwanesisch, den Lieblings-Regenbeschäftigungen nach- Shoppen und Essen. Sonntag hieß es für mich früh aufstehen, da Gina, eine Freundin von ihr und ich nach Xinchu gefahren sind (dort haben wir einen Freund der beiden besucht, der dort studiert). Bei mir in der Gegend war auch schon halb acht morgens relativ viel los- vor den Frühstücksrestaurants hier hatten sich schon zu dieser Uhrzeit Schlangen gebildet. Manchmal lobe ich mir doch die deutsche Gewohnheit, des zu Hause Essens. Irgendwie ist es schon gewöhnungsbedürftig, wenn man sich erstmal komplett raus-geh-fertig machen muss, ehe man frühstückt. Da finde ich es doch ganz angenehm, dass ich zu Hause nur eine Treppe runter in die Küche purzeln muss und es da immer was zu essen gibt. Das scheint mir auch immer etwas Zeiteffizienter zu sein. Als wir bei meiner Mitbewohnerin im Süden waren, hat es schon gedauert, eh die ganze Familie, plus wir Ausländer geduscht und angezogen war, alle mit dem Auto wohin gefahren sind, Essen bestellt wurde, man wartet, dass das Essen kommt, alle aufgegessen haben und man dann wieder nach Hause fährt. Aber wahrscheinlich ist das einfach eine Gewöhnungssache. Hier gibt es an fast jeder Ecke ein Frühstücksladen, bei meinen Eltern zu Hause müsste man schon eine Ecke fahren, ehe man Frühstück bekommen könnte. Aber ich habe auch Sonntag die Lektion gelernt, dass ich einfach bei mir in der Gegend hätte essen sollen. Denn hier in Muzha wohnen auch viele alte Menschen, deswegen auch schon so früh, so viele Menschen und die Schlangen vor den Läden. Bei Gina in der Umgebung merkte man schon, dass da wesentlich mehr Studenten leben, und Sonntag dann viele Läden noch zu haben, scheinbar weil die Kundschaft noch schläft. Aber irgendwie habe ich auch dort eine Art gebratene Dumplings zum Frühstück gefunden. Anschließend ging es mit einem Fernreisebus Richtung Xinchu, was ca. eine Stunde Süd-westlich von Taipei liegt. Dort angekommen ging es weiter Richtung Küste. Dort angekommen haben wir festgestellt, warum die Region dort bekannt für Wind- selbst an dem Tag, wo es angeblich wenig windig war, war es extrem windig. Die Küstenregionen sind immer toll zu besuchen, eigentlich würde es sich schon nur lohnen dahin zu fahren, um das leckere und auch durchaus sehr billige Seafood zu essen. Wir haben auf einem Markt auch erstmal Fisch, Tintenfischen und anderen Meeresgetier gegessen- einfach göttlich. Danach konnten wir, frisch gestärkt, zu unserer „Fahrradtour“ aufbrechen. Wir dachten, dass wir nur etwas an einer Strandpromenade lang radeln, aber aus dem gemütlich etwas radeln wurde am Ende 34 km, die wir tatsächlich besser bewältigten, als wir uns selber zu trauten. Zwischendurch machten wir halt an einem Strand, wo wir Dank Ebbe relativ weit in sonst von Wasser bedeckte Strandregionen laufen konnten.

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Hier machte sich der Wind besonders bemerkbar- dadurch wurde der Sand ganz schön gegen die Beine geschleudert. Entlang der Strandpromenade konnte man immer verfolgen, wie weit man schon gefahren ist. Am Ende der 17 km wartete ein kleiner Leuchtturm und ein kleines Café, in dem wir jedoch die einzigen Gäste waren. Anschließend mussten wir die 17 km wieder zurück fahren, da wir bisher den Wind im Rücken hatten, musste wir jetzt gegen den Wind ankämpfen. Dadurch kamen wir teilweise nur Slow-Motion-Artig voran, was aber den Vorteil hatte, das ich einige Fotos machen konnte. Die Strecke nutzen vor allem an so einem sonnigen Tag auch viele Einheimische für Ausflüge. Man konnte neben den normalen Fahrrädern auch Tandems ausleihen oder aber Fahrräder die etwas Sesselartig waren und 2-4 Plätze boten- die jeweiligen Modelle gab es jeweils mit und ohne motorisierte Unterstützung. Und natürlich dürfen bei solchen Ausflügen auch die kleinen Hunde nicht fehlen. Müssten in Deutschland die Hunde auch Sport machen und neben her laufen, sitzen sie hier in Körbchen oder in einer Art Kinderwagen für Hunde und werden ganz bequem durch die Landschaft gekutscht.

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Liebste Grüße,

Nicole

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9. Oktober 2013 3 09 /10 /Oktober /2013 13:05

Hallo ihr Lieben,

und schon wieder ist eine Woche hier rum, die Zeit verfliegt und schon liegt die Hälfte des ersten Semesters hinter mir. Das heißt die Woche stand unser Mid-Term-Exam an, ein etwas größerer Test als normal, der nicht nur einen schriftlichen Teil, sonder auch einen mündlichen umfasst. Aber hier gewöht man sich relativ schnell an Tests, hat man fast täglich einen kleinen Test, eine Art Diktat. d.h. unsere Lehrerin liest etwas vor und wie schreiben die Zeichen samt Tönen auf. Und am Ende einer jeden Lektion gibt es obendrauf noch einen etwa größeren Test, der alles Neue der behandelten Lektion umfasst. Aber so wird man quasi gezwungen zu lernen. Das System, zumindest für uns Chinesisch-Lernenden ist aus deutscher Sicht schon ziemlich Schulisch, aber um eine Sprache zu lernen doch sehr effektiv. Neben den Tests wird so ziemlich alles was man macht und sagt in einer Note festgehalten, Hausaufgaben, Präsentationen, Mitarbeit im Unterricht- mir tun schon jetzt die leid, die das Ganze am Ende zusammen rechnen müssen.

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Am Wochenende war es auch mal wieder Zeit für einen Taifun, man könnte meinen, dass es schlechtes Wetter sein sollte, damit wir lernen. Typhoon Nummer 23 – FITOW. Zwar flog er im Norden an Taiwan vorbei und nicht über uns drüber, trotzdem hat es das ganze Wochenende geregnet. Aber zum Glück hat es sich der sofort danach kommende Taifun anders überlegt und hat dann doch lieber Kurs auf Japan genommen, so hatten wir wenigstens gestern schönes Wetter- ich muss sagen Oktober mit 31 Grad hab ich doch deutlich lieber als Regen und kühle 25 Grad.

Aber trotz des Regens hat mich Gina, eine Austauschstudentin, die ich durch das Stipendium kenne, hier bei uns am Campus besucht. Nachdem wir schon ihren Campus besucht haben, war es nun an der Zeit unseren, doch etwas in den Bergen gelegenen Campus, zu zeigen. Und da es der Regen nicht zuließ, das wir anschließend auf einen Berg konnten, haben wir das gemacht, was hier alle bei schlechten Wetter machen- wir waren shoppen. Wer sich bei seinem Besuch in Taiwan, wie ich auch so oft, fragt, wie sich die Massen an Shopping-Malls und kleinen Läden auf Nachtmärkten und den unzähligen Einkaufsstraßen halten können, kann am besten an Wochenenden (nicht nur wenn es regnet) eine Antwort finden. Sie lieben es einfach shoppen zu gehen, wenn auch oftmals nur Window-Shopping, was den Läden noch kein Geld bringt, aber scheinbar wird genug gekauft, dass es sich rentiert. Obwohl ich inzwischen schon einige Läden gefunden habe, die durch neue ersetzt wurden, weil es scheinbar doch nicht so lief. Wir haben jetzt zumindest unseren Anteil für diesen Monat getan und haben die Wirtschaft etwas angekurbelt.

Auch essenstechnisch habe ich mich wieder an neue Sachen gewagt- Iron Eggs. Eine Spezialiät aus Danshui, die aussieht wie eine Mischung aus zu groß geratenen Bubblen des Bubble Tee und hundertjährigen Eier, wer Letztere schon mal gesehen hat, weis warum ich Iron Eggs bis jetzt gemieden habe. Aber in einem taiwanesischen Spezialitäten Laden, der ziemlich gut auf Touristen bzw. der „chinesischen Sprache nicht wirklich mächtigen Menschen“ vorbereitet war, konnten wir uns, dank englischer Angaben, über die Inhaltsstoffe informieren und haben uns dazu entschieden, das wir es einfach probieren, und wenn es uns nicht schmeckt, einfach an Freunde, denen es schmeckt, verschenken. Und tatsächlich war es eine durchaus positive Überraschung. Die Eier werden in einer Mischung aus Sojasoße und anderen Gewürzen gekocht, anschließend abgekühlt und wieder gekocht und wieder abgekühlt, bis sie letztendlich komplett schwarz und hart sind, aber sehr geschmackvoll, durch die Sojasoße.

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Sonntag haben wir uns dann zum Mittag an einen der besten Gua Bao Restaurants hier getroffen. Gua Bao ist ein aufgeschnittener Hefekloß, der mit Fleisch, Kraut und geriebener Erdnuss gefüllt wird und auch als taiwanesischer Hamburger bezeichnet wird. Ich muss sagen es schmeckt tatsächlich besser als woanders, und die Art von Hamburger ist definitiv eher meins als ein latschriges belegtes Brötchen von der Marke mit dem großem gelben M. Dazu gab es eine Innereiensuppe, definitiv was, was ich in Deutschland niemals essen würde, aber egal, was das für Innereien waren, es war überraschend lecker.

Anschließend ging es auf eine Design-Messe. Und was sieht man natürlich auf einer Messe in Taiwan- deutsche Handtaschen, die man bis dato nicht kannte, die aber wirklich sehr schön waren.

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So für uns heißt es morgen erstmal Feiertag.

 

Liebste Grüße in die viel zu kalte Heimat

Niggy

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3. Oktober 2013 4 03 /10 /Oktober /2013 14:40

 

Hallo ihr Lieben,

So langsam geht es hier auf den Winter zu, bzw. es wird erstmal Herbst. Wenn ich mir die Temperaturen daheim so anschaue, kann ich zwar sehr froh sein, gerade hier zu sein. Aber rein subjektiv betrachtet, ist es hier etwas kalt. Angeblich sind es 25 Grad, gefühlt sind es aber deutlich weniger. Ich hoffe einfach, dass wir noch mal ein paar sonnige Tage bekommen und dieses triste Grau in Grau sich noch mal verabschiedet.

Am Freitag hab ich mich zum Abendessen mit einer guten Freundin getroffen und es gab endlich, ich glaub’ das erste Mal seit dem ich wieder hier bin, BBQ. Ich finde ja solche Restaurants sollte es auch vermehrt in Deutschland geben. Jeder Tisch hat in der Mitte seinen eignen Grill, für mich als Frostbeule die perfekte Art und Weise zu Grillen. Ich denke da nur an die deutschen Sommerabende die trotz Sommer meisten recht kühl werden und man in Decken eingemummelt vor einem Heizpilz sitzt und anstatt kühler Getränke lieber einen Glühwein hätte (natürlich gibt es auch Abende an denen es sogar in Deutschland angenehm warm bleibt, aber die sind leider viel zu selten). Da bietet so ein Grilltisch alle Möglichkeiten. Man kann unabhängig von Wind und Wetter grillen. Wer sich irgendwo in Süd-Ost Asien aufhält sollte das unbedingt mal probieren (v.a. koreanisches BBQ).

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Da man von unserem Campus aus nach Maokong (貓空 was literarisch ins Englische übersetzt "cat empty" bedeutet)  laufen kann, das größte Teegebiet in Taipei, wollten wir das Samstag auch mal ausprobieren. Lili ist zur Einführungswoche ihres Programms an unserer Uni mit ihrem Professor schon mal da hoch gelaufen. Und dank moderner Technik haben wir den Weg sogar wieder gefunden, ich frage mich manchmal echt, was früher Menschen ohne Smartphones gemacht haben. Erst einmal ging es meinen täglichen Weg den Campus-Berg hoch. Um dann von dem Campus auf den Berg zu kommen, gab es ganz nach taiwanesischer Manier tausende von Stufen die uns fast gerade den Berg hoch bringen sollten. Das ist zwar so ziemlich der kürzeste Weg, aber auch anstrengend. In Europa würde man sicherlich einen langen serpentinenartigen Weg den Berg hinauf anlegen. Hier kürzt man das oftmals durch Treppen ab. Nachdem man die erste Etappe fast senkrecht durch einen Dschungelartigen Wald bewältigt hat, kann man einen wunderschönen Blick über die Stadt genießen und dann einen weniger steilen aber trotzdem treppenartigen Weg weiter folgen. Sobald sich der Wald etwas öffnet, hat man, da man dann doch etwas um den Berg drum herum läuft, immer mal wieder einen wunderschönen Blick auf die verschiedenen Stadtteile Taipei’s.

Oben angekommen erwarten einen viele Restaurants und Teehäuser, die dazu einladen, dort zu Essen oder einfach nur den lokalen Tee, oder eben beides vereint, Essen gekocht mit Hilfe von Tee, zu genießen.

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Der Abend hat mal wieder gezeigt, dass die Uni hier wirklich eine perfekte Lage hat. Man hat es mit dem Bus oder auch mit der MRT nicht allzu weit in die Stadt, hat einen schönen Campus und wenn man will, ist man sehr schnell in der Natur.

Für Sonntag hatte dann der DAAD, der einen Teil meines Stipendiums zahlt, angefragt, ob ich nicht helfen mag, Taiwanesen das Studium der Wirtschaftswissenschaften in Deutschland etwas näher zu bringen. Gesagt, Getan und so fand ich mich Sonntag Nachmittag in der Taipei Municipal Library wieder. Am Eingang wartet ein Automat, an dem man seine Bücher automatisch zurück geben kann. (http://english.tcpd.taipei.gov.tw/ct.asp?xItem=1844395&ctNode=15854&mp=108002)

Auf den ersten Blick sah das aus wie ein Karussell für Bücher. Auch von Innen war die Bibliothek interessant, da sie ziemlich viele Möglichkeiten für Kinder bot. Am Ende des Vortrages gab es als Dankeschön ein deutsches Brot, was geschmacklich sowie von der Konsistenz tatsächlich ziemlich deutsch war. Verfeinert mit österreichischem Schmierkäse konnten Shelly und ich ein typisch deutsches Abendbrot genießen.

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Euch noch einen schönen Feiertag :)

LG Niggy

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26. September 2013 4 26 /09 /September /2013 15:00

 Hallo ihr Lieben,

 

nachdem es bei euch in Deutschland so langsam kühler wird, ist es hier immer noch warm genüg, um beispielsweise baden zu gehen. Was wir auch gemacht haben und uns gehörig verbrannt haben. Lagen wir Sonntag noch teilweise bei Regen und vor allem mit vielen Wolken am Himmel am Strand, war mein Rücken am Montag schön rot. Aber trotzdem ist der Strand immer wieder ein sehr guter Grund die Großstadt zu verlassen und die Küste etwas entlang zu fahren. Diesmal ging es nach Fulong zum baden, von Taipei aus fährt man ca. 1h20. Man fällt zwar nicht wie in Wai Ao von dem Zug an den Strand, dafür findet man hier einen, wie in Europa üblich, weißen Sandstrand vor.

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Fulong Beach

 

Die letzte Woche war dann eine kurze Arbeitswoche für uns - 3 Tage Uni und vier Tage frei. So lässt es sich definitiv leben. Mich hat meine Mitbewohnerin Shelly eingeladen, mit ihrer Familie zu einer Hochzeit zu gehen und anschließend mit zu ihnen nach Hause zu fahren. So war der Plan, was in den vier Tagen gemacht wird schnell gefunden. Natürlich hab ich für eine Hochzeit nicht das passende Kleid mit und so hatten wir Mädels (Shelly, Tina und ich) eine gute Ausrede Shoppen zu gehen. Nachdem wir zig Kleider anprobiert haben und endlich das passende gefunden hatten, waren wir ganz in der Nähe des Hello Kitty Restaurants. Und da Tina, die genau wie ich Pink und Hello Kitty liebt, noch nie da war, sind wir noch für ein kleines Dessert in die pinke Welt des Hello Kitty Restaurants entflohen. Seit meinem letzten Besuch dort, hat sich alles verändert und so gab es auch für mich einiges neues zu sehen.

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Am Freitag ging es dann auf die Hochzeit. Leider kündigte sich wieder ein Taifun an, weshalb es etwas windig und regnerisch war und die Familie die Hochzeit nicht wie geplant in ihrem eigenen Garten feiern konnte, sondern auf ein Restaurant ausweichen mussten. Und da man ja zu so einem Event die ganze Familie einlädt, benötigte die Familie zwei Etagen um alle Gäste unterzubringen. Und damit man „oben“ auch das ganze Geschehen von unten mitbekommt, gab es eine Video-Live-Übertragung.

Die Hochzeiten hier laufen scheinbar ganz anders ab als bei uns. Gehen in Deutschland alle, oder zumindest die meisten, mit aufs Standesamt oder in die Kirche, so geht hier nur das Brautpaar zum Unterschreiben, dass sie ab dann Mann und Frau sind, zu einer offiziellen Stelle. Laut den Erläuterungen der Familie ist es aber auch ein rein formaler Akt, keiner der was sagt, keiner der offiziell fragt, ob die beiden nun den Rest ihres Lebens zusammen verbringen wollen, lediglich von jedem eine Unterschrift und man kann als Mann und Frau wieder gehen. Auch die Hochzeitsbilder wurden schon vorher gemacht und werden zu der Hochzeit überall ausgestellt. So begrüßte uns bei unserer Ankunft nicht die Eheleute selbst, sondern ein lebensgroßer Pappaufsteller des Paares. Zu Beginn der Feier konnte man dann doch etwas aus Deutschland bekanntes beobachten, es wurden noch mal feierlich die Ringe ausgetauscht. Und nachdem dann alle wichtigen Personen eine Rede gehalten habe, bei denen die meisten Gäste schon gar nicht zu hörten, kam das Essen- von Suppen, über Reis, zu Fisch und Fleisch, war alles was man sich wünschen konnte vertreten und für jeden Gast wohl das passende dabei. Und da man die Massen an Essen gar nicht schaffen konnte, wurden recht zügig Tüten verteilt, in die jeder Tisch die Reste seines Essen verpacken konnte, ehe die leeren Gefäße von den Kellnern wieder weggeräumt und durch volle neue ersetzt wurden. So zog sich das Essen ca. 3 Stunden hin und der letzte Gang, der Kuchen, wurde schon Heim-Geh-Gerecht in Folie verpackt verteilt. Und nein es war keine mehrstöckige Hochzeitstorte, die das Paar zuvor feierlich angeschnitten hatte. Nachdem nun alle 3 Stunden gegessen hatten, lief das Paar durch die zwei Etagen und stieß mit jedem Tisch auf ihr Glück an. Danach konnte man gar nicht so schnell schauen, wie alle ihre mit Essen gefüllten Tüten und die restlichen Getränkeflaschen einsammelten und gingen. Auch die Kellner dekorierten schon fleißig ab, auch wenn noch Gäste da waren. Wir spazierten noch kurz durch den Park und nach 45 Minuten war nicht mehr zu erkennen, dass da gerade noch eine Hochzeit gefeiert wurde. Fazit der Hochzeit war, die drei Stunden die mir Shelly anfangs nannte stimmten tatsächlich. 3 Stunden- 3 Kleider der Braut, viel Essen- eine schöne Hochzeit, aber irgendwie präferiere ich dann doch die deutsche Variante.

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Nachdem die Hochzeit ja nun mitten am Tag endete, hatten wir genügend Zeit uns auf der Fahrt von Taoyuan (im Norden) nach Pingdong (im Süden) noch ein bisschen was anzuschauen. Shelly’s Papa zeigte uns als erstes die Talsperre im Norden, wo das ganze Wasser für Taipei her kommt. Einen kleinen Zwischenstopp gab es noch bei einem Tomaten Laden. Klingt erstmal unspektakulär, war aber dennoch interessant. So viele Sorten Tomaten habe ich auch noch nie gesehen. Wir deckten uns mit kleinen Gurken und Plum-Powder ein, das mischt man dann zusammen und das schmeckt wirklich sehr gut. Für jeden noch einen frisch gemixten Tomatensaft, der leicht salzig aber irgendwie auch süß war und dann ging es so ziemlich in die Mitte Taiwans nach Taichung auf einen Nachtmarkt, inzwischen war es ja Zeit für das Abendbrot und scheinbar hatten wir auch alle schon wieder Hunger. Von süßen Pommes, über Ei-Bällchen mit Sea-Food, bis Brötchen gefüllt mir einer Puddingartigen Creme bzw. mit Eis bis hin zu Stinky Tofu gab es alle lokalen Köstlichkeiten durcheinander. Und ich muss zugeben, wenn man Stinky Tofu nicht da ist, wo er zubereitet wird, ist er sehr lecker. Denn der Tofu an sich riecht dann gar nicht so schlimm und schmecken tut er sehr gut. Aber die Stände, wo der zubereitet wird, das ist schon sehr befremdlich, wie es da riecht. Allein vom Geruch her, wöllte man das nicht essen. Aber wenn man das kauft, mit nimmt und dann etwas entfernt von dem Stand isst, ist es wirklich sehr köstlich. Angekommen in Pindgong vielen alle nur noch müde in ihre Betten.

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Nachtmarkt in Taichung 

 

Samstag sollte eigentlich der Taifun im Süden über Taiwan ziehen, da wir aber an der westlichen Seite waren, hatten wir Glück, der Taifun zog nur über den Osten. So ging es für uns nach Kaoshiung an den Lotus See zur Drachen und Tiger Pagode. Anschließend ging es auf eine kleine Insel- Cijin. Zurück in Kaoshiung gab es wieder mal lokale Köstlichkeiten: Eis, Pudding und Stinky Tofu. Frisch gestärkt ging es an die Küste an eine Stelle, wo es normalerweise viele freilebende Affen gibt, leider konnten wir nur 2 sehen, die andren sind wo danke des Regens und des Windes lieber im Wald geblieben. Abends ging es für uns zum Karaoke. 4 Stunden voller singen später saße wir im Auto zurück „nach Hause“. Da fiel Shellys Vater eine Shrimping Anlage auf, und da Michael die Tage erwähnte, dass er das mal machen möchte, wurde das natürlich noch ausgetestet. Beim Shrimping gibt es eine Art Schwimmbad, in dem Shrimps wohnen. Also setzen sich alle im Kreis um das Wasser, halten ihre Angeln hinein und hoffen, dass ein Shrimp anbeißt. Für mich ist das ein typisch männliche Phänomen- alle sitzen relativ stumm in einem Kreis, starren aufs Wasser und fischen. Aber normal soll man ja beim Angeln still sein, dass war da zum Glück nicht nötig.

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Shrimping

 

Sonntag ging es nach dem Frühstück, was traditionell wie alle Mahlzeiten nicht zu Hause gegessen wird, sondern außerhalb, auf einen traditionellen Markt. Ich liebe solche Märkte, einfach weil sie so anders sind als in Deutschland. Das deutsche Gesundheitsamt würde vermutlich die Hälfte aller Stände schließen. Auf so einem Markt kriegt man fast alles, von Klamotten, Schuhen, Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse bis hin zu Milch und Eiern gibt es alles, was man so im Alltag braucht. Von den Tieren wird auch alles verkauft, was man auch irgendwie nur essen kann.

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So euch noch eine schöne Woche,

 

Liebe Grüße 

Nicole

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14. September 2013 6 14 /09 /September /2013 07:48

Hallo meine Lieben,

 

Inzwischen kehrt für mich hier so langsam der Alltag ein. In meiner Wohnung gehört vor allem die Geräuschintensive Grundschule dazu. Das heißt, unter der Woche geht morgens pünktlich ab um 8 Uhr die Schulglocke und dann jede Stunde. Aber das ist natürlich nicht ein einfaches Ding Dong wie in Deutschland, sondern eine ganze Melodie. Und Montagmorgen wird das Ganze ausgebaut, d.h. pünktlich um 8 Uhr stehen die Kinder aufgereiht auf dem Schulhof/ Sportplatz und singen. Dann kommt der morgendliche Appell der Lehrer, alle nehmen gleichzeitig ihre „Mützen“ an und verbeugen sich leicht. Bisher bin ich da nie aufgestanden und habe mir das „Spektakel“ angeschaut, aber die Woche hab ich tatsächlich mal mein Fenster geöffnet und mir das angeschaut. Und weil es so schön war, habe ich auch mal ein kleines Video gemacht.


 

 

 

Ich find es ja ganz entzückend wie ordentlich aufgereiht die da stehen und singen. Irgendwie süß. Die Tage hatten sie bei der Hitze Sport draußen, ich glaub’ es hatte auch seine Vorteile im kalten Deutschland aufzuwachsen.

Ansonsten ist in meiner Wohnung noch nicht so viel Alltag eingekehrt, bis jetzt sind wir nur zu Dritt in der WG (von Sechs). Und davon krieg ich immer nur Shelly zu Gesicht, durch die ich das Zimmer hier habe. Sie hat mir die Tage auch unsere riesige Dachterasse gezeigt, von wo aus man hinter dem Berg sogar den Taipei 101 sehen/ erahnen kann J Und die andre hab’ ich bis jetzt noch nie gesehen, aber scheinbar wohnt ihr Freund so halb mit bei ihr. Das entschärft unseren Mietvertrag wieder etwas J Ansonsten hab ich täglich von 12 bis 15 Uhr Chinesisch Unterricht. Und auch in der zweiten Woche hat der Spaß bei uns im Kurs nicht aufgehört, was die Hoffnung aufkommen lässt, dass es so bleibt. Gestern hatten wir beispielsweise einen kleinen Exkurs in Sachen zahlen. Wie bei uns Freitag der 13. für viele ein Unglückstag ist (ich hoffe den gestrigen haben alle gut überstanden), gibt es auch hier zahlen, die im allgemeinen Verständnis nichts Gutes verheißen, bzw. andere die als Glückszahlen gelten. Die ungeliebten Zahlen wie 4 und 6 gilt es bspw. in Handynummern zu meiden. Und obwohl die 8 als Glückszahl gilt, will keiner eine Handynummer mit „5884“. Ausgesprochen klingen die Zahlen (5884- wu ba ba si) ähnlich wie wo baba si- also mein Vater stirbt. So auch bei 5454- wu si wu si- oder eben ich sterbe. Auch 52- wu er was klingt wie wo e (ich habe hunger) ist scheinbar nicht allzu beliebt. Wer dagegen seiner Liebsten Blumen schenken möchte sollte die Zahl 9 im Kopf haben- das klingt hier wie für immer. Also 9, 99, 999, 9999,... Blumen kaufen und man ist auf der sicheren Seite.

Zum Alltag in Taiwan gehört natürlich auch, dass man alles erdenkliche in Pink/ Rosa bzw. mit Hello Kitty und diversen anderen aufgedruckten Kindheitserinnerungen bekommen kann. Und es wäre ja nicht Taiwan, wenn es nicht sogar eine Bank in Schweinchenrosa gäbe. Das mit dem Schweinchen nimmt man dann auch noch Wörtlich und Tada man hat eine Bank die so aussieht:

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So jetzt steht aber ersteinmal das Wochenende an.

 

Liebste Grüße

Niggy

 

Mit den "Elektroleitungen" nehmen sie es hier immernoch nicht so ernst :)

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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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