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15. September 2014 1 15 /09 /September /2014 10:30


Nach drei Tagen in Guilin ging es mit dem "Nachtzug" nach Hangzhou. Da Matthias, mit dem ich bisher durch China reiste, nur zwei Wochen Urlaub hatte, ging es für mich ab hier alleine weiter. Zum Glück hatte ich mir schon zuvor all meine Zugtickets ausdrucken lassen und so konnte ich diesmal ganz entspannt zum Bahnhof gehen. Dort wartete ein zweistöckiges Gebäude mit unzähligen Warteräumen, und da an dem Wochenende das chinesische Mondfest war, waren natürlich auch dementsprechend viele Menschen unterwegs. 
Bei der Planung meiner Reise, fragte ich viele Freunde, welche Orte sie mir empfehlen würden. Hangzhou war der Ort an dem sich die Geister schieden. Die einen meint, die Stadt hat neben dem berühmten Westlake nicht viel zu bieten, die andren sagen, es sei eine sehr schöne und sehenswerte Stadt. Also entschloss ich mich, mir selbst ein Bild zu machen.
Mein Hostel in Hangzhou lag perfekt in einer kleinen Straße mit hundert kleinen Lädchen und nur unweit vom Westlake. Da an dem Wochenende, als ich in Hangzhou ankam, das Mondfest stattfand, waren viele chinesische Touristen unterwegs. In keinem der anderen Hostels bisher in China hatte ich so viele Einheimische gesehen.
Da die Stadt berühmt ist für ihren Tee, findet man an jeder Ecke mindestens einen Teeladen. Schon am Bahnhof fiel auf, das man wieder in einer Großstadt ist- eine riesige und sehr westlich aussehende Bahnhofshalle sowie Schilder auf Chinesisch und Englisch begrüßten einen zurück in der Welt der Metropolen.
Am späten Nachmittag erkundete ich etwas die Stadt, neben den Teeläden, in den man Teeblätter kaufen kann, gab es auch, wie in Taiwan, unzählige Teeläden, die die verschiedensten Teesorten anboten. In Taiwan sind die Verkäufer schon an Ausländer gewöhnt ud stellen einen alle normalen Fragen, die sie auch den Eineimischen stellen würden. In China musste ich mir auch hier mein "Recht" auf den richtigen Süße-Grad und die passende Eismenge "erkämpfen". Überrascht war ich, als ich eine Straße überqueren wollte und alle Busse und Autos anhielten. Ich glaub das letzte Mal, als Autos den Zebrastreifen von sich aus ernst genommen haben, das war vor über einem Jahr in Deutschland. Dem Frieden hab ich erstmal nicht getraut und suchte vergeblich eine Ampel die ich übersehen hätte. Aber tatsächlich sie hielten nur, weil ich die Straße überqueren wollte. Später merkte ich aber, dass das auch hier nicht normal ist. Abends öffnete ein kleiner Nachtmarkt, auf dem es allerlei Getier zu essen gab.
Am nächsten Morgen machte ich mich auf zum See. Dank der hohen Luftfeuchtigkeit, die sich mit der in China üblichen Luftverschmutzung paarte, hatten man keine wirklich gute Sicht. Das nur drei Kilometer entfernte gegenüberliegende Ufer konnte man zwar gerade noch so erahnen, aber schönes Wetter war es nicht wirklich. An dem See kann man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen, überall gibt es Abbiegmöglichkeiten in kleine Parks um den See, sowie in Tempel- und andere Museumsanlagen. Dank des nahenden Feiertages war die Menschendichte auch für chinesische Verhältnisse ziemlich hoch. Und da neben den Fußgängern auch noch Fahrräder und die Park eigenen Elektroautos unterwegs waren, war ein schnelles vorankommen ziemlich unmöglich. So war am Abend klar, den nächsten Tag muss man sich einen Ort suchen, den Chinesen nicht unbedingt an einem Feiertag besuchen würden. Und was läge da Näher als wandern. Eine Route war dank CNN schnell gefunden und auch Wanderpartner, die die selbe Idee hatten, waren im Hostel schnell gefunden. Und so ging es am nächsten Morgen mit dem Bus zunächst zu einem Tempel. Zumindest der war noch ein beliebtes Reiseziel an dem Tag, aber sobald wir unseren Wanderweg gefunden hatten, wurde es recht ruhig um uns. Die drei Chinesinnen aus unserem Hostel, die sich uns angeschlossen hatten, waren nicht ganz passend zum wandern gekleidet, aber man muss ihnen zugestehen, sie sind zumindest ein Stück mit uns mit gelaufen. Oben auf dem Gipfel des ersten Berges angekommen, bot sich der selbe Anblick wie am Tag zuvor- weißer Nebel, weiße Wolken und Luftverschmutzung. So liefen wir Gipfel runter, Gipfel hoch und immer so weiter.
Leider hatten wir nie wirklich Aussicht und so entschlossen wir uns in ein kleines Dorf zu laufen. Dort kamen wir in mitten von wunderschönen Teeplantagen an, mittendrin ein paar Erntehelfer, die im Takt ihrer Musik Teeblätter zupften. In den Garagen des Dorfes wurde der Tee dann fleißig weiter verarbeitet, und so ließen wir es uns nicht nehmen, mal in eine rein zu schauen.
Zurück am Hostel fiel sofort auf, dass am nächsten Tag wieder alle arbeiten mussten, die meisten Einheimischen waren abgereist und im Gemeinschaftsraum zog wieder das allgemein bekannte Bild der vielen Ausländer ein. Dank einer Lücke in dem wolkenverhangenem Himmel, konnten wir den für das Mondfest typischen Vollmond kurzzeitig sehen.
Den letzten Tag lief ich nochmal ein Stück um den See zum Seide-Museum. Zu meiner Überraschung war das kostenlos. Dank der guten englischen Beschilderung konnte man die Geschichte und die Bedeutung von Seide in China sehr gut nachvollziehen. Am Nachmittag ging es dann auch schon mit dem Zug weiter nach Shanghai. Da die Strecke recht kurz ist, nahm ich diesmal eine Art ICE.
Lg Nicole 

am Westlake
am Westlake
am Westlake
am Westlake
am Westlake
am Westlake
am Westlake
am Westlake
am Westlake

am Westlake

Mondfest in Hangzhou
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9. September 2014 2 09 /09 /September /2014 09:12

Meine dritte Station in China war Guilin. Bekannt ist die Region bei Ausländern vor allem wegen den Karstbergen die etwas unsortiert links und rechts neben dem Li Fluss liegen und so ein wunderschönes Landschaftsbild erzeugen. Die Chinesen sind auf diese Landschaft natürlich besonders stolz, da sie seit Jahrhunderten sowohl Dichter als auch Maler inspiriert hat.
Den ersten Tag in Guilin erkundeten wir die Stadt. Früher lebte der jeweilige Prinz hier, weshalb wir uns als erstes den Prinzenpalast anschauten. Dort war überraschenderweise im Eintrittspreis gleich eine englische Führung enthalten. Auch auf dem Gelände selber hatten sie sich allerhand einfallen lassen, uns wurde ein traditioneller Tanz gezeigt, und eine Aufführung, welche Tests man früher absolvieren musste, um in den Staatsdienst zu gelangen. Anschließend ging es mal wieder über unzählige Stufen hoch auf einen Hügel.
Neben dem Fluss beheimatet die Stadt auch vier Seen, die man dank einer süß angelegten Promenade gut erlaufen kann. Die Promenade war bei Sonnenuntergang ein beliebtes Ziel um Hochzeitsbilder zu machen. Bei sowas bin ich ja "Chinesisch", da muss ich auch immer ein Bild von machen. Wenn mich immer Asiaten fragen, ob sie nicht ein Bild mit mir machen können, frag ich mich immer: was machen die damit. Hat man ein Album:"ich mit Ausländern"!? Aber genauso gut kann man mich an der Stelle fragen, was machst du mit den Hochzeitsbildern fremder Leute!? Ich glaube sie kommen in mein Fotoalbum, denn die Chinesen suchen sich schon wunderschöne Plätze aus und betreiben einen großen Aufwand, um so schöne Bilder für ihre Hochzeit machen zu können. Obwohl ich es immernoch etwas befremdlich finde, dass sie die Bilder vor der Hochzeitsfeier machen, das Kleid anziehen, schminken und Haare machen, als ob es der Tag der Hochzeit wäre. Ok diesen Standesamteffekt, wo alle zum ersten Mal das Kleid sehen, gibt es hier ja nicht, vielleicht ist es dann auch eh was anderes (man geht irgendwann aufs Standesamt und unterschreibt und irgendwann später feiert man mit allen).
Den zweiten Tag verließen wir Guilin schon wieder und fuhren in Richtung Yangshuo, um dort mit dem Fahrrad die Gegend zu erkunden. Vorbei an Reisfeldern, Karstbergen und kleinen Dörfchen fuhr ich durchs Land, auch wenn ich nicht immer wusste wo ich bin. Was einen da alles so überholt ist sagenhaft, Scooter mit bis zu 4 Personen (alle ohne Helm), Lastwagenscooter die bis oben hin, und damit meine ich oben liegt noch ein kleine Haufen drauf, mit allem möglichen bepackt waren, andere Fahrräder, diese vorzugsweise mit Schirmhaltern, Autos und normale LKW's. Manchmal sieht man auch noch die alten Leuten mit ihren typischen Reishüten und einem Bambusstock auf den Schultern, an deren Enden vollgepackte Schalen hingen. In ein kleines Dorf zwischen den Bergen bin ich auch mal gefahren, da lag noch eine Kuh am Straßenrand und die Hühner liefen noch frei herum. Ist schon ein anderes Leben im Süden bzw. auf dem Land. Rückzu fuhr ich über eine riesige Baustelle, wo neben einer neuen Straße sicher auch wieder Hotelanlagen gebaut wird- schade um die wunderschöne Landschaft. Am späten Nachmittag ging es mal wieder auf einen kleinen Hügel im Stadtpark. Oben war ein keines Häuschen, in dem ein Wahrsager seine Zelte aufgeschlagen hatte. Oben auf dem Hügel konnte man die Musik des Parks hören. Wie hier so üblich hatten sich wieder viele kleine Grüppchen getroffen, um Karten zu spielen, Mahjong zu spielen, zu Singen, Tanzen oder gemeinsam zu musizieren.
Und auf dem Rückweg im Bus mal wieder eine der Situationen, wo ich das Fotoobjekt war. Zwei Mädels fragten mich ganz nett, ob sie ein Bild mit mir machen können. Als ich ihnen auf Chinesisch antworte und versicherte, dass es kein Problem sei, waren sie etwas verdutzt, das ich ihre Sprache spreche, aber froh, so wurde ich gleich zu ihnen in die Reihe eingeladen- ein Foto von rechts oben, eines von links oben, eines von vorne. Ein bischen Smalltalk, wo ich her komme, warum ich Chinesisch spreche und dann trennten sich unsere Wege wieder. Gehört schon irgendwie zum Alltag dazu.
Auch den nächsten Tag ging es Richtung Yangshuo. Zunächst wieder mit dem Bus aus der Stadt heraus und dann ging es mit einem sogenannten Bambus-Boot auf dem Fluss weiter. Die Bambus-Boote bestanden aus 8 Rohren, die angemalt waren, so dass sie aussahen wie Bambus. Oben drauf befanden sich zwei Bänke und ein kleines Dach. Angetrieben wurde das ganze von einem Motor, der aussah wie eine Kreuzung aus Rasenmäher-Motor und Mix-Stab. Von diesen Booten fuhren so einige vor, neben und hinter uns, und so ging es in Begleitung des Motorsummens 1,5 Stunden Flussabwärts. Unsere kleine Bootstour endete genau an der Stelle, die aussieht wie die Rückseite des 20 Yuan Scheins. Für den Abend hatte mir eine Freundin, die erst vor kurzem in China war, empfohlen eine Show in Yangshuo zu besuchen. Zunächst standen wieder nicht genügend Busse bereit, um alle zu dem Showplatz zu fahren. Also telefonierte unser Busfahrer kurz und schon kam ein zweiter Bus. Bis dahin hatten wir mal wieder nur eine Zahlungsbestätigung vom Hostel und noch keine Tickets, also ging wieder der lustige Tickettausch los. Irgendwie kann man so auch Arbeitsplätze beschaffen. In der Stadt hatten wir eine Frau, die uns alle einsammelte, dann einen Fahrer, der brachte uns zu einer zweiten Frau, die unsere Zahlungsbestätigung in einen Zettel mit einer Nummer umtauschte. Dann kam ein neuer Mann, der sich einen Stab mit einer Nummer schnappte und mit uns das erste Tor passierte. Dort warteten wir dann, bis er mit richtigen Karten zu uns kam. Ab dann war man auf sich allein gestellt, aber an solchen Stellen folgt man einfach der Masse. Eine nette Chinesin und ihr Freund passten auch immer auf, dass wir nicht verloren gingen. Obwohl das Ganze Anfangs etwas chaotisch wirkte, ging am Ende doch alles recht sortiert zu und wir kamen sogar genau pünktlich zum Showbeginn an. Die Show spielt auf einer Naturbühne, die sowohl den Fluss als auch die Berge mit einbezog. Und obwohl die Show eine Stunde dauern sollte, wurden alle Chinesen um uns herum schon nach 45 Minuten ganz nervös und fingen an nach Hause zu gehen. Für uns sehr unverständlich, da die Show wirklich toll gemacht war, und man die Arbeit der Darsteller dann auch bis zum Ende würdigen sollte. Danach ging es im irgendwie doch geordnetem Chaos wieder raus, wir fanden unseren Busfahrer recht schnell wieder und da der Verkehr hier sowieso recht chaotisch ist, löste sich auch die Autotraube auf dem Parkplatz relativ zügig wieder auf.
Den letzten Tag blieben wir in Guilin, besorgten Souvenirs und schlenderten gemütlich durch die Stadt. Ich könnte mich ja hier stundenlang an den Straßenrand stellen und dem Chaos zu schauen.
Lg Nicole

Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China
Verkehr in China

Verkehr in China

Sitz des Prinzen in Guilin
Sitz des Prinzen in Guilin

Sitz des Prinzen in Guilin

einer der Seen in Guilin

einer der Seen in Guilin

um Yangshuo
um Yangshuo
um Yangshuo

um Yangshuo

Bootsfahrt auf dem Li Fluss
Bootsfahrt auf dem Li Fluss
Bootsfahrt auf dem Li Fluss
Bootsfahrt auf dem Li Fluss

Bootsfahrt auf dem Li Fluss

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5. September 2014 5 05 /09 /September /2014 11:42

Hallo ihr Lieben,

Von Beijing aus ging es weiter nach Zhangjiajie. Bekannt ist die Stadt durch zwei Nationalparks, einer (Tianmenshan Nationalpark) mit dem Himmelstor und der andere (Zhangjiajie Nationalpark), der bekannt ist durch seine Bergformationen. Letzterer wurde mir von Freunden mit den Worten: "da wo Avatar gedreht wurde" empfohlen. Und tatsächlich wird damit auch im Internet geworben, dass die Landschaft die Macher von Avatar inspiriert hat bzw. gleich mal ein Teil des Films dort gedreht wurde. Es gibt sogar einen Avatar Berg, aber wenn man mal googelt, findet man keinerlei Anhaltspunkte, außer die der chinesischen Marketingseiten, die das bestätigen.
Dennoch auch unser Hostelbesitzer empfohlen uns zu erst den Park zu besichtigen und nur wenn wir Zeit haben zu dem Himmelstor zu fahren. Mit einem kleinen Bus ging es also rauf in die Berge, je näher wir an den Park kamen, um so lauter wurde das "Ahh" und "Ohh wie schön!" der chinesischen Touristen. Aber man kann dem nur zustimmen, die Berge die sie da haben sind einfach wunderschön. Unser Hostelbesitzer hatte uns eine kleine Route eingezeichnet, was man an einem Tag alles machen kann. Da es eine Runde war, dachte ich, es sei egal, wo man anfängt, aber am Abend waren wir der Meinung, dass es anders herum vielleicht etwas besser gewesen wäre. Am Anfang sind wir erst einmal allen anderen Touristen nachgestiefelt. Bei der ersten Abzweigung entschieden wir uns, uns von der Masse zu trennen. Da in den Karten in China, die wir jeweils von den Hostels bekamen, nie Höhenangaben oder eine Legende gegeben war, war meist nicht ganz klar, wo man sich befindet. Immer weiter ging es in den Wald rein, aber nie wirklich hoch. Und so sah man einen Berg nach dem andren, die ja alle ganz hübsch waren, aber nur Berge von unten anschauen, ist auch etwas langweilig. Mitten im Wald, nachdem wir schon eine Stunde keine Menschenseele mehr sahen, kamen wir tatsächlich an einer Hütte raus, dank der Arbeiter dort, wusste ich dann auch wo wir sind. War nicht ganz der Weg den wir geplant hatten, also ging es zurück zum Hauptweg. Positiver Weise hatten wir uns in Richtung des Avatar Berges verlaufen, und so beäugte ich jeden Berg nochmal und hab mich am Ende für einen entschieden, der zumindest für mich der Avatarberg war. Wenn man schon so einen Berg hat und der auch in der Karte steht, könnte ja ein Schild davor stehen. Nach kurzer Zeit auf dem Hauptweg, auf dem alle rumlaufen, sagte mir meine Karte, dass wir wieder abbiegen müssen. Die Beschilderung passte und laut Hostelbesitzer söllte die kleine Runde in einer Stunde geschafft sein. Also ging es guten Mutes die vielen Stufen hinauf, Stufe um Stufe. Schnell war ein Berg ausgemacht, um den es Sinn machen würde, wenn man einfach um den herum laufen würde. Eine kleine Lücke, wo man zwischen den Bergen durch kommen könnte, war auch schnell ausfindig gemacht und so war die Motivation anfangs noch sehr groß. Nach dem nach einer Stunde noch immer kein Ende in Sicht war, fragten wir uns so langsam, wo wir denn jetzt wieder hinliefen. Irgendwann kam ein freundlicher Chinese, der uns anhand unserer Karte ermutigen wollte, wo wir sind. Nach unserer Logik konnte das nicht sein, also nett lächeln, sich bedanken und weiter Berg auf. Irgendwann sahen wir tatsächlich ein Loch zwischen den Bergen und dachten wir wären oben. Man konnte aber noch weiter hoch. Wo wir also schon so weit waren, konnte es ja bis zur Spitze nicht mehr so weit sein. Der Ausblick von ganz oben war gigantisch und so war die ganze Aufstiegsmühe schnell vergessen. Und wir stellten fest, der nette Chinese hatte tatsächlich Recht, erst das oberste Stück war unsere einstündige Schleife. Der Abstieg war ganz nett gemacht und am Ende kamen wir in einem kleinen Park gleich neben dem Ausgang raus. Inzwischen hatte sich der Park auch schon deutlich geleert. Bei wunderschönem blauem Himmel hatten sich vor der malerischen Kulisse nur noch einige Brautpaare versammelt, die ihre Hochzeitsfotos machten.
Den zweiten Tag entschlossen wir uns, den zweiten Parkeingang zu testen. Der Bus hielt schonmal nicht so komfortabel am Eingang wie am Vortag und da keiner weiter zu dem Park wollte, musste ich mich erstmal durchfragen. Nach und nach stießen auch weitere Touristen auf unseren Weg hinzu, viele von ihnen hatten scheinbar direkt am Parkeingang ein Hotel gebucht. Diesmal ging es mit dem Parkbus erst einmal zu einer Gondel, mit Hilfe derer man auf den höchsten Berg des Parks kam. Auf dem Gipfel schossen alle ein paar Bilder und schon ging es wieder mit einen der Busse weiter zum nächsten Attraktionspunkt. Dachte ich am Morgen noch, dass der Teil des Parkes deutlich untouristischer ist, musste ich mich spätestens hier korrigieren. Als erstes wartete dort eine riesige McDonalds Promenade auf alle Besucher. Vorbei an vielen kleinen Verkaufsständen hatte man wieder eine tolle Aussicht. Dank unserer sonst nicht so hilfreichen Karte fanden wir einen Weg durch den Wald zurück nach unten, den man laufen konnte und nicht auf die Busse angewiesen war. Das mit dem laufen fanden auch nur wir eine gute Idee- mal wieder hatten wir den ganzen Wald für uns. Nachdem wir die Karte nun verstanden hatten, fanden wir den passenden Bus, um zu einem Wanderweg zu gelangen, der zurück zum Eingang des Vortages führte.
Obwohl es am dritten Tag etwas neblig war, entschlossen wir uns auch dem zweiten Park eine Chance zu geben. In Mitten der Stadt ging es mit einer Gondel acht Kilometer weit in den Nationalpark. Zwischendurch tauchten wir ein in eine dicke Nebelschicht, die uns bis nach oben begleiten sollte. Als ich den Hostelbesitzer am Morgen fragte, ob man bei dem Wetter in den Park kann, meinte er, es sei keine große Einschränkung. Ich muss sagen, viel dichter sollte der Nebel nicht sein.
Oben angekommen ging es zu dem Glasweg, der am Rand der Klippe gebaut wurde. Jeder durfte sich witzige Schuhüberzieher anziehen, damit man das Glas mit dem Dreck in den Schuhen nicht zerkratzt und dann schob man sich Gruppenweise über den Glasweg. Manche hatten wirklich Angst und klammerten sich an dem Felsen fest, dabei konnte man garnicht so weit schauen, da ca. nach zwanzig Metern schon der Nebel begann. Auf dem Gipfel befindet sich auch einige riesige Tempel-Anlage und da man dahin ein kleines Stück laufen muss, waren dort recht wenige Touristen anzutreffen. Nachdem wir oben ein paar Wege erkundet hatten, ging es mit der Gondel zurück zu der mittleren Station. Dort befindet sich ein Loch im Berg, oder wie es im Chinesischen heißt, das Himmelstor. Dank des Nebels konnte man das Loch leider nicht sehen, und auch ca. 1000 Treppenstufen später konnte man nur erahnen wo sich in dem Nebel das Tor befinden soll. Beeindruckend ist an den Stellen vor allem, welch ein Aufwand betrieben wird, um künftig noch mehr Touristen anzulocken. Überall sieht man Baufahrzeuge, die zum einen Straßen ausbauen und zum anderen riesige Hotelanlagen hochziehen.
Am späten Nachmittag ging es zurück in die Stadt und am Abend fuhren wir mit dem Zug weiter nach Guilin.
Lg Nicole


Tianmen Nationalpark
Tianmen Nationalpark
Tianmen Nationalpark
Tianmen Nationalpark
Tianmen Nationalpark

Tianmen Nationalpark

Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark

Zhangjiajie Nationalpark

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2. September 2014 2 02 /09 /September /2014 13:10

Hallo ihr Lieben,

Nachdem mein Semester in Taipei zu Ende war, hieß es packen, ausziehen und auf nach China. Samstag Nachmittag ging es von Taipei über Hong Kong nach Beijing. Am Flughafen in Hong Kong hatte ich einen ersten kleinen Schock, so viele "weiße" Menschen hab ich schon lange nicht mehr auf einem Haufen gesehen. Aber nach einem kurzen Zwischenstopp ging es schon weiter nach Beijing, wo man wieder nur vereinzelt auf "Ausländer" traf.
Die erste Woche in China verbrachte ich in Beijing. Nachdem ich vor drei Jahren schon einmal in Beijing war und da jeweils Tagestouren gebucht hatte, entschloss ich mich diesmal, zumindest den Großteil selber zu erkunden. Durch die U-Bahn in Beijing hat man erstmal die Möglichkeit alles relativ gut zu erreichen. Oftmals hapert es nur an der Findung des richtigen Ausgangs und in welche Richtung man dann laufen muss. Verwöhnt durch meine Zeit in Taiwan, vermisste ich an den Stellen die Ausschilderungen, Karten und Touristeninformationen.
In Beijing muss man jedesmal wenn man in die U-Bahn rein will, seine Tasche durchleuchten lassen, zudem auch an jeder Sehenswürdigkeit und teilweise auch wenn man unter einer Straße entlang will und am Ende an einer Sehenswürdigkeit raus kommen könnte, selbst wenn man da garnicht hin will.
Die ersten Tage schaute ich mir die typischen Sehenswürdigkeiten Beijings an: den Himmelspalast, die Verbotene Stadt, den Tianmen Square, den Sommerpalast und den gigantischen Olympiapark. Das waren die Sachen, die ich mir auch vor drei Jahren schonmal angeschaut habe, aber auf eigene Faust ist das natürlich doch nochmal anders. Auch auf die große Mauer ging es noch einmal, diesmal aber auch zu einem anderen Ort und mit mehr Zeit auf der Mauer. So hatte man Zeit, ein ganzes Stück auf der Mauer zu spazieren. Auch das Künstlerviertel 798 im Nordosten der Stadt hab ich mir angeschaut. Dort gab es viele kleine Lädchen in denen Künstler versuchten ihre Sachen zu verkaufen. Und natürlich darf auch in China ein Besuch eines Tempels nicht fehlen. Auch hier zeigten sich Unterschiede zwischen Taiwan und China: in Taiwan sind eigentlich alle Tempel kostenlos. In China hingegen zahlt man fast überall Eintritt. Neben dem Olympiagelände liegt ein Park, der die verschiedenen ethnischen Gruppen Chinas vorstellt. Und wer hätte es gedacht, sogar Taiwan wurde vorgestellt.
Nachdem diese eher typischen Touristensachen besichtigt waren, hatte ich Abends auch mal Zeit mir das Viertel um mein Hostel herum etwas genauer anzuschauen. Auch hier sieht man viele Unterschiede zu Taiwan. In China sieht man noch viele alte kleine Häuser, die noch die traditionellen geschwungenen Dächer haben. Aber auch von ihnen aus ist es nicht weit bis zu dem nächsten großen hohen Gebäude oder der nächsten Shoppingmall.
Donnerstag erlebte ich ein kleines Highlight. Nachdem ich Morgens im Park des alten Sommerpalasts war, wollte ich Nachmittags in einen Park mit einer schönen Pagode. Die Pagode war auf dem Flyer der MRT noch schön aufgemalt und dank meiner Chinesischkenntnisse konnte ich den Bus dort hin auch schnell finden. Dort angekommen war aber mal wieder die Ausschilderung nicht so besonders und so folgte ich erstmal dem Schild "Gipfel". Ich dachte mir, dass ich noch nicht so weit aus der Stadt draußen bin und das der Berg wohl eher ein Hügel sei. Also lief ich den Berg hoch und nach und nach stellte sich heraus, das es doch ein kleiner Berg war. Oben angekommen war dank des chinesischen Smogs nicht all zu viel zu sehen, dennoch konnte ich einige Orte der Umgebung erkennen. Da ich auf dem Berg auch mal wieder die einzige Ausländerin war, kamen wieder Massen an Menschen an und fragten, ob sie nicht ein Bild mit mir machen könnten. Eine junge Frau hängte sich gleich um meinen Hals und schoss ein Selfie von uns beiden, als ob wir alte Bekannte wären. Da es schon etwas spät wurde wollte ich rückzu die Gondel nehmen, da die leider zu war, nahm ich das Angebot eines Chinesen an, mit dem Bus zu fahren. Was mir bis dato nicht aufgefallen war, der Park war von einer Mauer umgeben und da der Bus auf der andren Seite der Mauer stand, mussten wir alle einmal über die Mauer rüber. Zwei schon etwas in die Jahre gekommene Leitern standen auf jeder Seite der Mauer bereit und so ging es für jeden von uns über die Mauer. Die Busfahrt outete sich eher als eine Achterbahnfahrt und am Ende kam ich zwar am falschen Ausgang raus, aber lieber lief ich noch ein Stück, als weiter zu fahren.
Den letzten Tag in Beijing waren wir in einer kleinen Gasse, in der Kalligraphiewerke, Gemälde und andere Kunstsachen verkauft wurden. Dort deckte ich mich weiter mit Deko-Kram ein, damit ich auch in Deutschland Asien nicht all zu sehr vermissen muss. Zum Abschluss durfte natürlich auch eine klassische Pekingente nicht fehlen. Gut gesättigt ging es dann zum Flughafen und von dort in den Südwesten nach Zhangjiajie.

LG aus Guilin

Nicole

auf der Chinesischen Mauer

auf der Chinesischen Mauer

die chinesische Mauer

die chinesische Mauer

Eingang zur verbotenen Stadt

Eingang zur verbotenen Stadt

Der Himmelspalast

Der Himmelspalast

die verbotene Stadt von oben

die verbotene Stadt von oben

Xiangshan- der Berg bei der nicht gefundenen Pagode und die Leiter zum überqueren der Mauer
Xiangshan- der Berg bei der nicht gefundenen Pagode und die Leiter zum überqueren der Mauer

Xiangshan- der Berg bei der nicht gefundenen Pagode und die Leiter zum überqueren der Mauer

beim alten Sommerpalast

beim alten Sommerpalast

Sonnenuntergang am Sommerpalast

Sonnenuntergang am Sommerpalast

Pekingente

Pekingente

Eine Woche in Beijing
Eine Woche in Beijing
Eine Woche in Beijing
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18. August 2014 1 18 /08 /August /2014 08:42

Hallo meine Lieben,

Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug' und schon ist mein vorerst letztes Wochenende in Taiwan auch schon wieder vorbei.

So langsam bilden sich in meinem Zimmer immer mehr kleine und größere Haufen, die irgendwann und irgendwie auf meine Koffer und in meinen Backpacker verteilt werden müssen. Es ist schon ein bischen faszinierend was ein einzelner Mensch in einem Jahr so alles ansammelt, aber zum Glück fahren nach Deutschland auch Schiffe, die das ein oder andre Päckchen nach Hause bringen können. Der verbliebene Rest meiner Wohnung wird jetzt unterteilt in: muss mit auf Reise, brauch ich erst in Deutschland wieder, noch unentschieden und der finale Haufen, den Freunde in Taiwan bekommen.

Und bei der Planung meiner nächsten Reisen ist mir erstmal wieder aufgefallen, dass man vielleicht außerhalb Taiwans auch lange Kleidung gebrauchen könnte. Vor allem bei dem Blick auf aktuelle Bilder meiner Familie muss ich feststellen, dass ich die deutsche Definition von Sommer noch nicht wieder teilen kann. Ich denk hier schon bei 29 Grad und ohne Sonne, dass es etwas kühl ist. Neben Packen und Reiseplanung muss ich mich aktuell auch noch auf meine letzte Klausur hier vorbereiten und mich natürlich von meinen Freunden verabschieden.

Am Sonntag haben Helen und ich uns deshalb entschieden nach Keelung zu fahren. Keelung liegt ca. 30 Minuten nordöstlich von Taipei, beheimatet den zweitwichtigsten Hafen Taiwans und hat einen sehr berühmten Nachtmarkt. Dort angekommen ging es mit dem Bus etwas raus aus der Stadt an die Küste. Während der Fahrt konnten wir viele Menschen beobachten, die vor ihren Häusern Essen aufgestellt hatten und "Geld" verbrannten. Der siebte Monat im chinesischen Kalender gilt als Geistermonat, während dieser Zeit gibt man diese Art der Opfergaben an Geister und Seelen. So hatten wir das Vergnügen ein auf Eis gelegtes Schwein mit einem Apfel im Mund zu sehen.

Da man in Taiwan allgemein eher lauffaul ist, waren wir die einzigen die zu dem Ausflugsziel liefen und nicht mit dem Auto oder dem Scooter den Berg hoch fuhren. Einmal oben angekommen geht es wieder runter Richtung Küste, diesmal mussten alle laufen, da es keine Strasse zum Fahren mehr gab. Umgeben von hechelnden und stöhnenden Taiwanesen ging es zu den Steinformationen am Meer. Passenderweise wird diese Art von Steinen in Taiwan als "Tofu-Steine" bezeichnet, willkommen in Asien. In Deutschland würde man das vielleicht Toast-Brot-Stein nennen. Nachdem wir auch rückzu die einzigen waren, die gelaufen sind, haben wir uns das Essen auf dem Nachtmarkt quasi verdient.

Zusammen gequetscht mit 100 anderen Besuchern schlichen wir über den riesigen Nachtmarkt. Der Nachtmarkt hat eine Straße die direkt für Ausländer ist, weshalb sich über jedem Stand ein kleines Schild befindet, was man da essen kann. Ich glaub zwar, dass es manchmal wirklich besser ist, wenn man nicht weis, was das ist, beispielsweise bei Schweineblutsuppe oder dem in Taiwan so beliebten Blutkuchen (Reis mit Blut und außen drum hat man Erdnusspuder). Da Keelung direkt am Meer liegt, kann man auf dem Nachtmarkt viel Fisch essen. An einem Stand konnte man sich sogar einen Frosch aus einem Glas aussuchen, der dann gebraten wurde. Wir probierten dann doch lieber etwas normaleres Essen.

Für mich folgen jetzt nur noch 3 Tage Schule, ein Schulausflug und am Samstag geht es für mich für drei Wochen nach China :) Ich wünsche euch eine schöne Woche.

LG Niggy

Mein (vorerst) letztes Wochenende in Taiwan
Mein (vorerst) letztes Wochenende in Taiwan
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Mein (vorerst) letztes Wochenende in Taiwan
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11. August 2014 1 11 /08 /August /2014 07:27

Hallo ihr Lieben,

Da mein Jahre in Taiwan bald zu Ende geht, bin ich noch mal meine Reiseziele durchgegangen und ein Reiseziel ihn Taiwan, was ich unbedingt noch sehen wollte, war Green Island - eine kleine Insel (ca. 16 Quadratkilometer) ungefähr 33 km vor Taiwan. Und da viele aus meiner Sprachschule auch die Heimreise antreten, haben wir beschlossen, alle zusammen dorthin zu fahren. Donnerstag nach der Schule ging es für mich, zusammen mit drei unsrer Koreanerinnen von Taipei nach Taitung. Auf Grund der schon beschriebenen Probleme bei der Zugticketbuchung, mussten wir alle die unterschiedlichsten Züge nehmen. Nachdem wir alle früher oder später in Taitung angekommen waren, schlenderten wir gemeinsam über den örtlichen Nachtmarkt. Freitagmorgen beschlossen Shirley und ich uns das Heißluftballon-Event, etwa eine Stunde außerhalb von Taitung anzuschauen. Das bedeutete für uns um 4 Uhr aufstehen, um um 5 Uhr mit dem Bus los zu fahren. Da Heißluftballone nur kurz nach dem Sonnenaufgang bzw. kurz vor Sonnenuntergang fahren können, sind die Zeiten bei solchen Veranstaltungen etwas gewöhnungsbedürftig. Dennoch lohnte sich das frühe Aufstehen. Zum einen konnten wir während der Busfahrt durch die Stadt sehen, wie das Leben so langsam erwacht, die ersten Frühstücksläden öffnen und die ersten noch verschlafenen Taiwanesen zur Arbeit gehen. Und zum anderen konnten wir bei unserer Ankunft auf dem Gelände noch begutachten, wie viele bunte Hüllen mit Luft gefüllt wurden und immer weiter in den morgendliche Himmel aufstiegen. Unter den vielen bunten Kugeln befanden sich unter anderem auch ein deutscher Ballon und ein deutscher Zeppelin. Auch Ballone aus Finnland, Amerika und Thailand und natürlich auch aus Taiwan waren an dem Morgen da.

 

Danach ging es für und zurück in die Stadt, wo wir bis zu unserer Abfahrt unserer Fähre noch etwas Zeit hatten, die Sehenswürdigkeiten Taitungs auszukundschaften. Angekommen am Hostel in Green Island, stand auch schon ein Scooter für uns bereit. Aus meiner Sicht die beste Art und Weise in Taiwan die Umgebung zu erkunden. Und passender Weise gab es einen pinken Helm für mich. Am nächsten morgen kam auch der Rest von uns auf Green Island an, da ich die einzige mit Führerschein war, mussten die anderen sich mit elektronischen Fahrrädern begnügen, da 2013 eine Amerikanerin ohne Führerschein eine Klippe auf Green Island hinunter gestürzt war und starb. So ging was für uns etwas langsamer um die Insel. Erstes Ziel war der Leuchtturm, der von den Amerikanern bezahlt wurde, da eines ihrer Schiffe zuvor auf der Küste auflief, da die kleine Insel ursprünglich keinen Leuchtturm hatte. Danach ging es in den Human Rights Memorial Park, ein ehemaliges Gefängnis, indem während der Zeit des White Terrors politische Gefangene inhaftiert waren. Nach dem Mittag hatte unser Hostel einen Schnorchelausflug für uns organisiert. In voller Montur, Tauchschuhe, Tauchanzug, Schwimmweste ging es zusammen mit all’ den anderen Teilnehmern auf unserem Scooter quer über die Insel, wo unser Schnorchelausflug beginnen sollte. Da es auf der Insel mehrere solcher Schnorchel-Veranstalter gibt, kamen uns auf den Weg einige Gruppen entgegen, die ähnlich wie wir bekleidet Scooter fuhren. An einem der vielen Korallenriffe angekommen ging es in Reih und Glied ins Wasser. Jeweils zwei Personen hielten sich an einem Schwimmreifen fest, wobei ca. acht Schwimmreifen durch ein Seil verbunden waren. So aufgefädelt zog uns ein Tauchlehrer durch das Wasser, während wir all die bunten Fische und die Korallenriffe begutachten konnten.

 

Am Abend ging es nach einem ausgiebigen BBQ zu den Hot Springs der Insel. Auf Green Island befindet sich ein von weltweit drei Meerwasser-Hot-Springs, wobei sich die unteren Hot Springs auch direkt am Meer befinden. Sonntag wollten wir noch mal alle zusammen die Insel umrunden. Die Landschaft ist einfach beeindruckend und dank des Scooters konnten wir fix überall halten und Bilder machen. An den Stellen, wo man etwas laufen muss, ist man auch ganz alleine, da viele der taiwanesischen Touristen laufen oft nicht mögen. An einer Stelle habe ich Taiwanesen erklärt, dass sie etwas weiter oben parken müssen und den Rest laufen müssen, da die Straße aufhört, und schwups sind sie weitergefahren. Am späten Nachmittag ging es mit dem letzten Boot zurück zur Hauptinsel Taiwans, um mit dem Zug zurück nach Taipei zu fahren. Wieder einmal der komplizierten Zuglage geschuldet, mussten wir mit dem letzten Zug 22:30 Uhr 7 Stunden lang zurück nach Taipei fahren. Da wie aber schon Freitag kollektiv frei gemacht hatten, mussten wir Montag pünktlich um 8 Uhr wieder in der Schule sein. Zum Glück hatten wir nur drei Stunden Uni und konnten danach Heim gehen und ausschlafen.

 

Euch einen schönen Wochenstart,

 

LG Niggy

Green Island- kollektives Schule schwänzen für ein Wochenendausflug
Green Island- kollektives Schule schwänzen für ein Wochenendausflug
Green Island- kollektives Schule schwänzen für ein Wochenendausflug
Green Island- kollektives Schule schwänzen für ein Wochenendausflug
Green Island- kollektives Schule schwänzen für ein Wochenendausflug
Green Island- kollektives Schule schwänzen für ein Wochenendausflug
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31. Juli 2014 4 31 /07 /Juli /2014 16:22

Eines meiner letzten Reiseziele, die ich unbedingt vor meiner Abreise noch sehen will, ist Green Island. Eine kleine Insel süd-östlich von Taiwan. Da aus meiner Sprachschule viele Studenten wie ich Ende August zurück nach Hause machen, haben wir mit unserer Klasse überlegt, dass wir eine Art „Abschlussfahrt“ dahin machen. Zwar hatte man in den vier Semester viele verschiedene Kommilitonen, aber mit vielen meiner derzeitigen Klasse bin ich schon ein halbes Jahr zusammen, weshalb sich das anbot. Der Plan stand schnell, wir wollen nach Taitung und von dort mit einem Boot auf die kleine Insel. Meine letzten Reisen in Taiwan konnte ich ganz komfortable mit einem Auto planen, was ich jetzt noch mehr zu schätzen weis. Will man im westlichen Teil Taiwans reisen, geht das auch noch sehr komfortable, jede Stunde fahren ein bis zwei High Speed Züge (wie die deutschen ICE’s) von Taipei nach Kaoshiung, mit diversen Stopps in den größeren Städten. Will man hingegen an der Ostküste reisen, ist uns schon öfters aufgefallen, dass die Züge zum einen nicht so häufig und auch nicht so schnell unterwegs sind. Der Grund ist schnell gefunden, wenn man sich die Geographie Taiwans einmal anschaut: im Westen ist die Landschaft sehr flach, im Osten hingegen fangen direkt hinter der Küste die Berge an. Wodurch die Strecke an der Ostküste zwar wunderschön ist, die Straßen sich aber sehr kurvenreich an den Bergen vorbeischlängeln.

satellite-panoramic-map-of-taiwan.jpg

Da die Züge im Osten nicht so häufig fahren wie im Westen, sind die Plätze in den Zügen, vor allem in den schnelleren heiß begehrt. Was das bedeutet, haben wir die Woche in Erfahrung gebracht. Was für mich immer noch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, ist die Tatsache, dass man Zugtickets in Taiwan frühestens zwei Wochen vor Reiseantritt buchen kann. An der Ostküste sollte man das auch wirklich ernst nehmen, denn wir versuchten direkt am Tag, an dem die Züge im Internet buchbar waren, auch zu buchen und konnten nicht gleich auf Anhieb für uns alle Tickets buchen. Inzwischen weis ich die Deutsche Bahn etwas mehr zu schätzen. Das System hier ist äußerst gewöhnungsbedürftig, braucht man für die schnellen Züge zwingend einen Sitzplatz (ohne den darf man den Zug nicht nehmen), das dazugehörige Ticket reserviert man allerdings meist erst im Internet und hat dann zwei Tage Zeit, in einem der unzähligen Convenient-Stores das Ticket wirklich zu kaufen. Tut man das nicht, verfällt die Reservierung und ein anderer kann das Ticket kaufen. So hat man immer nach Mitternacht wieder die Chance auf neue Tickets. Da ich noch nicht herausgefunden habe, wie ich überprüfen kann, ob der Zug noch Sitzplätze hat, ohne die Tickets gleich zu reservieren, habe ich zwischenzeitlich munter unzählige Tickets reserviert. Leider wusste auch keiner, wie man eine solche Reservierung wieder rückgängig machen kann, also mussten alle, die den Zug wirklich nehmen wollten zwei Tage warten, bis meine Reservierung wieder ungültig wurde.

Wer also mal plant, in Taiwan zu reisen, sollte an der Ostküste vielleicht nicht wie wir gleich die ganze Strecke (Taipei- Taidong) versuchen mit einmal zu fahren, sondern einen Zwischenstop irgendwo machen. Da wir leider nur ein verlängertes Wochenende Zeit haben, kam das leider für uns nicht in Frage. Unsere Lehrerin hatte schon Sorge, dass auch Montag keiner in der Schule erscheint. Immerhin war sie schon so nett unseren Unterricht am Freitag, da wir ja alle weg fahren, auf die Woche danach zu verlegen.

Ich bin jetzt auf jedenfall gespannt, ob wir alle da ankommen wo wir hinwollen :)

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Wochenendausflug nach Wulai, ein kleines Aborigines Dorf im Süden Taipeis

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Taiwanesischer Snack: ungekochte Nudeln (schmeckt besser als es klingt)

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Kalligraphie- Kurs

 


Liebe Grüße und eine schöne Woche

Nicole

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21. Juli 2014 1 21 /07 /Juli /2014 11:39

Hallo ihr Lieben,

 

Vor zwei Jahren, als ich zurück nach Deutschland kam, begann die Fußball-Europameisterschaft. Auch wenn man in Deutschland nicht der größte Fußball-Fan ist, schaut man einfach mit und am Ende des Tages kann man sagen, dass es wirklich Spaß macht. Hier Fußball zu schauen, war für mich eine ganz neue Erfahrung. Aufgrund der Zeitverschiebung schaute ich aber tatsächlich nur wenige Spiele. Das Finale schaute ich mit Freunden in einer kleinen Bar in der Nähe unserer Uni, da das Spiel um 3 Uhr Nachts bei uns anfingen, wollten wir nicht erst noch durch die halbe Stadt fahren. Überraschend während der ganzen Zeit war, dass so viele Taiwanesen das deutsche Team unterstützten, unzählige Posts auf Facebook vor, während und nach der deutschen Spiele. Und nicht nur meine deutschen Freunde posteten Bilder im deutschen Trikot, nein auch viele Taiwanesen besitzen ein solches. (dazu ein Interessanter Eintrag: http://www.intaiwan.de/2014/07/06/taiwans-leidenschaft-fuer-deutschland-bei-der-fussball-wm/) Ich fragte also meine Freunde, warum sie denn gerade das deutsche Team so tatkräftig unterstützen, viele beantworteten die Frage damit, dass man Deutschland im allgemeinen sehr mag. Die beste Antwort kam von einigen Mädels: weil die Männer so gut aussehen. Und tatsächlich was hört man beim gemeinsamen Fußball schauen am ehesten: nicht etwa die deutschen Kommentare zum Spielstil, den Pässen oder welche Chance da gerade vertan wurde, nein eher bei jedem zweiten Mann der etwas genauer auf dem Bildschirm gezeigt wurde, folgte ein „der sieht aber gut aus“.

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Neben Fußball gibt es für mich aber auch nach zwei Jahren hier noch die ein oder andere Situation, die mich zum schmunzeln bringt. Beispielsweise:Taiwanesen und ihre Beziehung zur Sonne Da Taiwan eine Insel ist, auf der es (zumindest gefühlt) die Hälfte des Jahres regnet oder zumindest grau und bedeckt, darf man sich den Rest der Zeit an dem wunderbaren Sonnenschein erfreuen. Wegen ersterem haben alle Ausländer immer und überall einen Schirm dabei, wegen letzterem die Taiwanesen. Meine koreanische Kommilitonin meinte, dass die taiwanesischen Schirme besonders gut sind, da sie einen UV- Filter enthalten. Aber nicht nur die altbewährte Methode eines Schirmes hilft gegen die Sonne, nein, hierzulande hilft auch lange Kleidung, am besten eine Ganzkörperverpackung, und das über 30 Grad und auch beim Sport. Historisch gesehen wollen sich die Taiwanesinnen, wie die meisten Asiatinnen, ihren hellen Teint bewahren, denn früher bedeutete, dass man nicht draußen auf dem Feld arbeiten musste. Schaut man sich in Deutschland um, findet man Solarien, Selbstbräunungscremes und sonstige Cremes um die heißgeliebte Bräune möglichst lange zu behalten. Hier ist genau das Gegenteil der Fall, es gibt Whitening-Cremes, die die Haut täglich etwas aufhellen soll.

 

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Typisch für Taiwan sind außerdem die Massen an Scootern, auf denen man alles  transportieren kann :)

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Euch eine schöne Woche,

 

LG 

Nicole

 

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7. Juli 2014 1 07 /07 /Juli /2014 15:10

Hallo ihr Lieben,

die Zeit vergeht und bei uns stehen schon wieder Mid-Terms an, d.h. die Prüfungen zur Mitte des Semesters. Es ist in Taiwan recht üblich, dass man nicht wie in Deutschland nur Tests am Ende eines Semesters hat, sondern eben auch in der Mitte eines jeden Semesters. Und so muss ich feststellen, dass mir nur noch knapp sieben Wochen in Taiwan bleiben, und v.a. das danach mein Studentenleben endgültig der Vergangenheit angehört.

 

Für uns ging es letztens raus aus der Stadt, ein Artikel im Internet beschrieb eine Art Dorf, das aussieht, als hätten dort Aliens gelebt. Was sich nicht nur interessant las sondern auch interessant aussah, entpuppte sich als eine verlassene Hotellandschaft an der Nord-Ost-Küste Taiwans. Als das ganze noch in Betrieb war, war es sicherlich ganz hübsch und auch mal was anderes in Ufo-förmigen Bungalows zu schlafen, aber inzwischen schien die Hotelanlage geschlossen und die kleinen Häuschen ziemlich verfallen. Das einzige was heute dort noch lebt, sind vielleicht ein paar Mäuse.

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Zum Glück war aber der Ort nah bei Yeliu, einem kleinen Örtchen mit Steinformationen, die durch das Meer geformt wurden. Bekannt wurde das ganze, weil einer der Steine aussieht wie der Kopf einer Königin. Da aber auch heute noch Erosionen stattfinden, wird der Hals der Königin immer dünner und die Taiwanesen bangen, dass der Kopf bald abbrechen wird. Und ich muss sagen, da ich schon vor zwei Jahren dort war, der Kopf sieht tatsächlich etwas anders aus. Der Naturpark in Yeliu ist ein beliebtes Ausflugsziel von einheimischen Touristen und v.a. von den unzähligen Reisegruppen aus Festland China, wer einmal in Taiwan unterwegs war, lernt die Ruhe mancher Orte, wo nicht gerade einer dieser Reisebusse „ausgekippt“ wurde, zu schätzen. Oder man sucht sich einfach einen kleinen Wanderweg und schon hat man seine Ruhe wieder, der eines mögen diese Touristen meist nicht, laufen und vor allem nicht, wenn es warm und sonnig ist. Denn dann packt der typische asiatische Tourist entweder seinen Schirm aus, der kurzerhand vom Regenschirm zum Sonnenschirm umfunktioniert wird, oder aber verhüllt sich in langer Kleidung. Gilt in Europa eher: umso wärmer das Wetter, desto kürzer die Kleidung, kann man hier sagen, umso wärmer das Wetter, umso bedeckter die Haut, denn man könnte ja braun werden.

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Neben viel Sonne ist der taiwanesische Sommer auch durch viel Getier gekennzeichnet, drinne, draußen, einfach überall. An Kakerlaken auf der Straße hab ich mich schon gewöhnt, man muss nur aufpassen, dass man nicht auf sie drauf tritt, denn die kleinen Tiere tragen die Eier unter dem Panzer, und wenn man sie zertritt, hat man sie unter dem Schuh und verteilt sie so munter weiter. Das macht es auch so schwer, sie in der Wohnung umzubringen, denn man will ja nicht die ganzen Eier und damit noch mehr Kakerlaken in der Wohnung haben. Nachdem ich vereinzelt schon mal kleine Spinnen und kleine Kakerlaken-Babys im Frühjahr in meiner Wohnung hatte, werden die Tierchen jetzt im Sommer etwas größer. Wenn ich sie sammeln würde, könnte ich sicher bald einen kleinen Zoo eröffnen: neben Spinnen in allen Größen und Kakerlaken hat mich auch schon ein Gecko in meinem Zimmer besucht- definitiv etwas, was ich in Deutschland nicht vermissen werde. Letztes Wochenende war ich mit einer Freundin in einer deutschen Bäckerei frühstücken, diesmal nicht in dem Laden in der Stadt sondern etwas weiter im Norden Taipei’s. Zu meiner Überraschung ein riesiges deutsches Restaurant, welches wie es scheint am Sonntagmorgen ein beliebtes Frühstückdomizil der Taiwanesen ist. Und so gab es für uns typisch deutsches Frühstück: Brot, Wurst, Marmelade, Ei und Kuchen. Das ist definitiv ein großer Vorteil von Taipei, egal wie weit weg man von zu Hause ist, dank solcher Köstlichkeiten muss man Deutschland nie zu sehr vermissen.

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(Heidi Klum Breakfast- zumindest meine taiwanesische Freundin wusste nicht, wer Heidi Klum ist)

scheinbar wäre ein Angela Merkel Frühstück besser :)

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Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche.

Liebe Grüße Niggy

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22. Juni 2014 7 22 /06 /Juni /2014 02:11

Hallo meine Lieben,

 

Mein Semester fing diesmal mit einem Feiertag an- das sogenannte Drachenbootfest. An dem Tag fanden an vielen stellen Drachenbootrennen statt und so entschieden auch wir uns, uns dass Spektakel mal anzuschauen. Mein Fazit am Ende des Tages, das wird wohl nicht ganz meine Sportart, ich hätte es mir etwas spannender vorgestellt.

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Drachenbootrennen

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Zongzi- Klebereis in Bambusblättern

 

Am Ende der ersten Uniwoche ging es dann für mich auch schon wieder in den Süden, dank HighSpeedRail ist man ja innerhalb von 1,5 Stunden in Kaoshiung. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter Richtung FoGuangShan, wo ich schon im November ein Wochenende in einer Klosteranlage verbracht hatte. Seit November plante ich, da noch mal hinzugehen und endlich hat es zeitlich mal wieder gepasst.

Im Kloster angekommen, gab es diesmal keine hübsche Uniform für uns, da es dafür im Sommer zu warm ist. Dennoch die armen Nonnen und Mönche laufen das ganze Jahr in ihren Kutten rum, unter der sie immer noch eine Hose tragen. Aufgrund der Tradition haben die Nonnen und Mönche ja einen kahl geschorenen Kopf, was ihrer Meinung nach den Sommer erträglicher macht.

Nach dem „Check-In“ gab es wieder eine kleine Einführung in die Etiquette des Lebens in einem buddhistischen Klosters: Essen, Laufen, schlafen gehen- alles hat in einem Kloster seine eigenen Regeln. Danach ging es in einen der vielen Schreine des Geländes zur Abendmeditation.

Abends-Meditation.jpg

(Abendmeditation)

 

Am nächsten Morgen durfte wir noch länger schlafen, als die anderen Klosterbewohner- wir trafen uns erst um halb sieben. Nach einer morgendlichen Meditationssession im Freien ging es zum Frühstück, was wir nicht in dem großen Speisesaal mit den Nonnen und Mönchen aßen, sondern noch relativ normal und ohne die ganzen am Abend gelernten Regeln. Da ich schon zum zweiten Mal da war, hatte ich die Möglichkeit, anstatt der Putz-Meditation (ja man kann auch beim putzen meditieren) und der Führung über das Klostergelände, an einem Amitabha Chanting https://www.youtube.com/watch?v=kajp0IfQZ7g teilnehmen. Buddhisten aus ganz Taiwan kamen dazu eine Woche lang in das Kloster und nutzen den Gesang zum meditieren - erst im Sitzen, dann laufend und am Ende folgt eine Meditationseinheit ohne Gesang. Im Anschluss daran ging es dann für unsere Gruppe zum ersten Mal in die große Essenshalle des Klosters, wo bis zu 2000 Leute Platz finden. Während die Diensthabenden Mönche das Essen verteilen, wird wieder ein Gebet gesungen. Am Ende des Gesangs hat jeder eine Schüssel Reis, eine Suppe und einen kleinen Teller mit drei verschiedenen vegetarischen Speisen vor sich stehen, manchmal gibt es auch noch Obst. Wenn man sich sicher ist, dass an alles schaffen kann, nimmt man das Essen zu sich heran. Denkt man, man kann etwas nicht schaffen, lässt man es an der gegenüberliegenden Tischkante stehen und wartet das eine „Servicekraft“ kommt und das essen, was man nicht will, bzw. nicht schafft, weg nimmt. So erreicht man, dass am Ende kein Essen verschwendet wird. Am Nachmittag folgte dann eine kleine Einführung in die 4 edlen Wahrheiten des Buddhismus, eine Sutra Kalligraphie Stunde (auch dies diente wieder als Meditation), eine Fragstunde, wo wir zwei Nonnen mit allen Fragen löchern durften, die uns so einfielen, und eine Abendmeditation.

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Outdoor-Meditation am Morgen

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Kalligraphie

 

Am nächsten Morgen hieß es auch für uns zu einer für ein Kloster normalen Zeit aufstehen, d.h. 5:30 Uhr aufstehen, um 5:50 Uhr im Hauptschrein zum Morgengesang zu sein. Der Hauptschrein ist wirklich beeindruckend, in der Mitte sitzen drei riesigen Buddhastatuen, die im restlichen Raum umgeben von mehr als 10.000 kleinen Buddhas sind. Auch beim Morgengesang wird wieder ein Gebet gesungen und meditiert. Danach ging zusammen mit all den Mönchen und Nonnen in den Speisesaal zum Frühstück. Man erkennt wirklich kaum einen Unterschied zwischen den drei Mahlzeiten am Tag, Reis, Suppe und vegetarische Speisen und das am Morgen, zum Mittag und am Abend. Natürlich gibt es immer andres Gemüse, aber manchmal auch die Reste vom letzten Essen. Zumindest Frühstück könnte für meinen Geschmack anders sein, aber für eine kurze Zeit, geht das auch mal so. Für uns ging es danach zum Buddha Memorial Center, wo wir nach einer Laufmeditation noch einmal eine kleine Freiluft-Meditation hatten. Danach ging es für mich an einen Ort, an dem ich bei all meinen Besuchen auf dem Gelände noch nie besucht hatte, ein Teehaus, wo wir eine Teezeremonie hatten. Am Nachmittag ging es dann mit dem Zug wieder zurück in den Norden Taiwans. Es ist immer wieder witzig wenn man mit dem Zug von Süden nach Norden fährt, denn man kann förmlich drauf warten, dass sobald man den Wendekreis des Krebses überquert, das Wetter schlechter wird. Meistens startet man bei Hitze und Sonne im Süden und kommt bei warmen und regnerischem Wetter im Norden an.Wendekreis des Krebses überquert, das Wetter schlechter wird. Meistens startet man bei Hitze und Sonne im Süden und kommt bei warmen und regnerischem Wetter im Norden an.

Sonntag-BMS-.jpgTeezeremonie.jpg

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Buddha Memorial Center 

 

Euch eine schöne Woche

LG Nicole

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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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