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5. Januar 2014 7 05 /01 /Januar /2014 03:20

Hallo ihr Lieben,

erstmal euch allen noch ein frohes neues Jahr oder wie man hier eben sagt: 新年快樂(Xin nian kuaile). Seit meiner Ankunft im August hier hängt an unserer Wohnungstür, wie auch an vielen andren Stellen, ein Weihnachtskranz bzw. diverse andere Weihnachtsdeko. Was also das ganze Jahr über eher als Staubfänger diente, kam endlich in der richtigen Saison an. Obwohl Taiwanesen Weihnachten nicht feiern, wurden pünktlich vor Weihnachten überall Weihnachtsbäume aufgestellt, die Verkäufer in den Geschäften trugen witzige Rentierohren und Weihnachtsmann-Mützen. Sogar eine überdimensional große Schneekugel gab es in der Stadt. Vor zwei Jahren hatte ich noch Glück, Weihnachten und somit auch Silvester vielen auf einen Samstag, wo man auch hier nicht arbeiten muss. Da dieses Jahr beides aber mitten in der Woche lag, wurde die traditionell eher ruhigeren und arbeitsfreien Tage zu ganz normalen Arbeits- und Unitagen. Und da man sich hier vielmehr an den Amis orientiert, war auch anstatt des 24. Dezembers, der 25. Dezember der Tag an dem es festlich wurde. An Heiligabend selber ist hier, außer dem normalen Alltag, recht wenig passiert. Dank Skype war ich zu Hause bei meiner Familie bei allen relevanten Aktivitäten dabei: ich konnte beim Geschenke einpacken helfen, beim kochen, saß unterm Weihnachtsbaum und habe Geschenke angeschaut und war sogar einmal beim Essen dabei. So kam tatsächlich irgendwie doch etwas Weihnachtsstimmung auf.

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Taipei weihnachtlich dekoriert

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Unsere Wohnungstür :)

 

Zu Silvester ging es für uns natürlich wieder an den Taipei 101 wo wir uns das Feuerwerk anschauten, was hier nicht nur zur Feier des neuen Jahres gestartet wird, sondern was auch alljährlich der Geburtstag des Gebäudes ist, was genau vor 10 Jahren am 01.01. eröffnet wurde. Mit dem Wetter hatten wir sehr viel Glück, regnete es die letzten drei Wochen des Jahres ununterbrochen, wurde der letzte Tag des Jahres richtig angenehm warm und ohne Regen. Für alle die im milden Deutschland sitzen, wir konnten die Woche schon im T-Shirt rumlaufen, weil es über 20 Grad und sonnig war. Da schon kurz darauf unsere Zwischenprüfung stattfand, waren die ersten Tage des Jahres wieder mit lernen gefüllt.

 

Vergangenes Wochenende war das Wochenende des Anstellens. Hier in Taiwan liebt man es sich an die möglichst längste Schlange anzustellen. Der Höhepunkt war Sonntag, als ich mich mit einer Freundin zum Brunchen verabredet habe. Wir wollten in ein bei jungen Leuten besonders beliebtes Restaurant. Reservierungen gingen scheinbar nur Wochen vorher, aber man sagte uns, es gäbe immer freie Tische für die, die nicht reservieren konnten, man müsse nur pünktlich da sein. Pünktlich heißt ca. 30-60 Minuten vorher, dass man dann auch wirklich in das Restaurant kommt. Als wir ankamen, 25 Minuten vorher, war schon eine lange Schlange vor uns. Und tatsächlich hätten wir 1-2 Stunden warten sollen, bis wir hätten essen können. In Taiwan hat essen wirklich eine andere Stellung als in Deutschland. Trifft man sich in Deutschland oft mit Freunden auf einen Kaffee, wird das hier immer zu einem Afternoon Tea. Klingt erstmal ähnlich, bedeutet aber, Getränk plus ein riesiges Dessert. Und man trifft sich nicht wie in Deutschland einfach irgendwo und schaut dann in der Umgebung was es so gibt, sondern man sucht vorher auf Blogs im Internet die besten Restaurants und Café’s und trifft sich dort. Shelly, meine Mitbewohnerin, hat das ganze perfektioniert. Egal wo sie ist, zückt sie ihr Handy und sucht in der Umgebung das beste und speziellste Restaurant. Man stellt sich manchmal sogar an Schlangen an und weiß gar nicht wofür, aber es muss gut sein, weil ja viele anstehen.

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Diesen Samstag wollte ein Freund noch mal auf den Elephant Mountain ehe er abreist (so langsam geht die Abreiswelle hier los, alle die nur ein Semester hier waren, packen ihre sieben Sachen und gehen zurück nach Hause). Auch wenn das Wetter nicht das beste war, hatten wir einen schönen Blick über die Stadt. Anschließend ging es auf den ältesten Nachtmarkt in Taipei (Raohe Street Night Market). Von Nachtmärkten hier werden ich wohl auch nie genug bekommen, die Mischung aus Ramsch, Klamotten, Technik und Essen ist irgendwie faszinierend. Und da wir hier als Ausländer ja keine Ahnung haben, was gut und was nicht so gut ist, adaptieren wir einfach die Verhaltensmuster der Einheimischen und stellen uns an den längsten Schlangen an. So kamen wir zu reichlich leckerem Essen.

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So das soll es nun erstmal wieder von mir gewesen sein, euch einen schönen Sonntag noch.

LG Niggy

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Studieren in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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