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12. Dezember 2011 1 12 /12 /Dezember /2011 11:01

 

Hallo meine Lieben,

nach fast zwei Woch Blog Abstinenz möchte ich mich auch mal wieder melden. J Wie schon in meinem letzten Eintrag erwähnt, hatte ich die vergangene Woche Besuch von meinem Freund. Es ist wirklich faszinierend anzusehen, wie jemand der frisch aus Deutschland ankommt mein Leben hier betrachtet und vor allem wie manche Sachen scheinbar komisch sind aus deutscher Sicht, die für mich aber längst Alltag sind. Ich muss sagen, ich wurde auch um einiges wieder eingedeutscht J

Irgendwann innerhalb der ersten Tage waren wir auf der Suche nach Kleingeld und siehe da: chinesisches Geld, taiwanesisches Geld und was ist das? Es kommt mir bekannt vor, aber ist auch irgendwie komisch und fremd, aber siehe da trägt die Bezeichnung Euro. Sollte ich also kennen. Sieht nach drei Monaten aber wirklich komisch aus!

Ein zweites Highlight war Nudeln essen. Was mich am Anfang vor wirkliche Herausforderungen gestellt hat, die glitschigen Teile mit den Stäbchen so in meinen Mund zu manövrieren, dass sowohl der Tisch als auch meine  Kleidung sauber bleibt, ist heute einfach selbst verständlich. Obwohl ich mir den ganz-taiwanesischen Stil nicht angewöhne, bei dem man die Nudeln einmal aufnimmt und dann geräuschvoll in den Mund zutscht. Ich bevorzuge dann doch die Variante die Nudlen mit den Stäbchen auf meinen Löffel aufzurollen und das dann in einem zu essen. Vorteil 1: man bleibt sauber! Vorteil 2: kein Geräuschpegel! Da es für Ivan immer mal Gabeln gibt und Löffel auch hier benutzt werden, sind mir diese Hilfsmittel beim Essen noch bekannt. Ein Messer benutzt man hier nur zum Obst schälen und schneiden. Umso besser war es als Patrick sich für das kleine Stückchen Fleisch ein Messer und Gabel holt. Für Deutsche ist dieses Essverhalten wahrscheinlich normal (ich erinnere mich, dass man das so macht), aber wenn man das drei Monate nicht gesehen hat, ist es wirklich witzig und außergewöhnlich. Danke für dieses Mittagshighlight!

Um den Eindruck, wir hätten 11 Tage nur gegessen weiter zu vertiefen, er musste wirklich fast alle Köstlichkeiten probieren. Wir haben uns gemeinsam sogar an den stinkenden Tofu getraut! Er hat garnicht so schlimm gestunken, weshalb ich mich ran gewagt habe (Patrick meinte es stinkt arg, aber der gebratene stinkt wirklich weniger als der Rohe). Also ran an das stinkende gelbe Etwas. Schmeckt garnicht so schlecht, an manchen Stellen schmeckt es aber wie es riecht. Es ist wirklich ganz o.k. aber meine  Lieblingsspeise wird es nicht! Traditionell gab es natürlich auch Dumplings, Rote Bohnen Kuchen (auch hier wurde ich wieder an das deutsche Verständnis erinnert, dass es doch komisch sei, dass rote Bohnen süß sind. Nur mal so nebenbei auf Arbeit gab es die Tage auch grüne Bohnen Kekse, sehr lecker, sehr süß und garnicht wie grüne Bohnen, die Taiwanesen wissen wie man Kindern Gemüse schmackhaft macht), süße Pommes, Mondkuchen, typisch taiwanesisches Frühstück, eine Menge Tee und natürlich typische Beef Noodle Soup!

Aber neben Essen haben wir uns natürlich auch viel angeschaut. Das erste Wochenende ging es nach Wulai, einem Dorf mit vielen Ureinwohnern. Wieder einmal Berge und tolle Landschaft und das ganz nah an Taipei, einfach toll. Am Abend haben wir uns dann noch den berühmtesten Tempel Taiwans angeschaut und somit ging es für mich mal wieder zum Longshan Tempel.DPP_003-Kopie-1.JPG

Schatzi und ich in Wulai <3


Am nächsten Tag sind wir dann ins National Palace Museum ein absolutes Muss für jeden Taiwan Besucher. Hao und seine Freundin haben uns begleitet und uns danach noch die Gärten von Chian Kai Shek gezeigt und den Shilin Nachtmarkt, der Touristen Nachtmarkt in Taipei. Dort konnte man auch überall kandierte Tomaten probieren, eine Köstlichkeit, die wir dann doch nicht probieren wollten.

DPP 027 Stinky Doufu

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Da Montag meine Sprachschule ausfiel, sind wir in den Ximen District und haben uns von dem Trubel etwas mitreisen lassen, da das sowas wie das jugendliche Szeneviertel der Stadt ist, ist da immer eine Menge los, obowohl an dem Abend schon fast sowas wie ruhig für Ximen war.

Da ich Dienstag Nachmittag frei hatte, ging es nach Danshui und von dort aus nach Bali. Ich genieße es wirklich mal raus aus der Stadt zu kommen. Danshui muss man jedoch am Wochenende besuchen, dann hat doch mehr auf. Aber so war es etwas ruhiger, was auch ganz angenehm war.DPP_046.JPG

Allein im Tempel hat trotzdem was :)


Am Donnerstag Morgen fühlte ich mich dann nicht so gut, da das schon den Tag vorher anfing, hab ich mich dazu aufgerafft eben doch zum Arzt zu gehen. Ich muss zugeben ich hatte schon etwas Angst. Aber der Arzt war wirklich nett, sah auch ganz normal aus. Leider war es kein typisch chinesischer Medizinmann, der mit Räucherstäbchen und Co. mich versucht zu heilen. Ich bekam auch anstatt Kräuter normale Medizin. Das Positive ist, dass man nicht warten muss und man bekommt die Medizin gleich mit und spart sich somit den Weg in die Apotheke. Alles hat geholfen und somit ist auch das Ärztesystem hier erfolgreich getestet. Abends ging es dann, mir dank Medizin besser und deshalb mit meinen Kollegen Essen. Ja schon wieder Essen- BBQ auf taiwanesische Art. In der Mitte des Tisches hat man eine Art Feuerchen oder Grill mit Glasplatte und natürlich einen Hot Pot zum kochen von Sachen. Wir hatten auch jemand der uns alles gebraten hat, wodurch es nochmal leckerer war, da er alles super gewürzt hat. Das Restaurant hat dank DJ auch eher wie eine Bar oder Discothek gewirkt, aber war eindeutig eine  richtig gute Wahl! Und danach standen uns dann auch 4 Tage Wochenende bevor.

 

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Shrimps <3

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Schatzi und ich beim Essen :)

Freitag war dann erstmal länger schlafen als um 7 Uhr angesagt. Da das Wetter etwas verregnet war, sind wir in ein Museum. Die unteren Etagen waren eher für Kinder, aber in den oberen Etagen war auch der Spaß für Ältere gesichert. Abends wollten wir dann an der Main Station was Essen, soweit mein Plan. Da ich ja diese Station eh „so liebe“, wurde meine Liebe gleich vertieft. Einmal falsch abgebogen und es gab keinen Weg mehr, der dahin führte wo ich hin wollte. Also die Notlösung raus und irgendwo wo man sich auskennt wieder rein, ja leider hab ich auch von dort den Weg nicht gefunden und nach ewigen im Kreis laufen und nicht das finden, was ich wollte, haben wir dann einfach irgendwo was gegessen.

Auch Samstag war es leider etwas kalt, dennoch haben wir uns den Zoo angeschaut! Der ist größer, als man anfangs denkt und beherbergt viele Tiere. Am besten ist das Pinguin Haus, die sind ja so niedlich. Nur ihr Haus ist etwas klein L Vom Zoo aus kann man dann die Maokong Gondola nehmen. Wir haben uns entschlossen an dem Zhinan Tempel auszusteigen. Eine gute Entscheidung, die Sonne ging grad über der Stadt unter. Man hat einen super Blick über Taipei und die Größe der Stadt und der 101 ragt auch über die Berge hinaus. Der Tempel ist absolut schön und riesig. Mit der beginnenden Nacht ging es dann auch wieder runter in die Stadt!

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süßes kleines Pandileinchen :)

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den haben wir zum fressen gerne (@Claudi: Taiwanesischer Nagellack, der vom skypen)

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Ausblick vom Zhinan Tempel (so sieht 101 schon groß aus)

 

Sonntag war dann auch schon der letzte Tag, das Wetter war einfach super. Und so ging es bei Sonnenschein auf den 101 rauf, als wir oben waren, war es dennoch leicht diesig. Das Anstellsystem, um zu einen der Aufzüge zu kommen, ist etwas witzig. Und die auf den Internetseiten propagierten 62 Fahrstühle gehen auch nicht alle nach oben. Bis an die Spitze gingen glaub ich 2. Und so düst man mit dem schnellsten Aufzug der Welt und einer monoton sprechenenden und gelangweilten Mitarbeiterin des Towers auf über 500 Meter. Auch von hier aus hat man einfach einen tollen Ausblick auf die Stadt. Typisch taiwanesische Freundlichkeit wird an den Fenster darauf hingewiesen, dass es ihnen leid tut, wenn die Fenster schmutzig sind, es dauert eben einige Zeit diese zu reinigen. Wenn man Fensterputzer sieht soll man winken und ein Foto machen :DDPP_1033.JPG

Es weihnachtet auch in Taipei :)


Den Abend liesen wir dann an der Chian Kai Shek Memorial Hall ausklingen und dann ging es heim zum packen.

So schnell sind 11 Tage rum, aber so schön können 11 Tage auch sein.

Inzwischen hat mich mein Arbeitsalltag wieder, das Büro und vor allem meinen Platz hab ich weihnachtlich Geschmückt, dank der Geschenk aus Jena und dem tollen Adventskalender den mir mein Freund gemacht hat. Ein Adventskalender für die Kollegen habe ich mit seiner Mitbringhilfe auch gestaltet, einen von Hello Kitty auf meinem Platz, ein kleiner Weihnachtsbaum auf meinem PC unter dem es sich ein Plüsch-Weihnachtsmann bequem gemacht hat (wahlweise sitzt er auch manchmal in dem Modell von dem neuem Shampoo-Stuhl auf meinem Platz und lässt dort die Seele baumeln).

Ich wünsche euch schonmal einen schöne Woche und genießt die Weihnachtsstimmung etwas für mich mit.

Liebe Grüße

Eure Niggy

 

DPP_063.JPGDeutsches Kennzeichen <3

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Praktikum in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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