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25. Oktober 2011 2 25 /10 /Oktober /2011 12:13

Hallo ihr Lieben,

Ich erinnere mich noch gut an Sprüche von manchen von euch vor meiner Abreise, dass ich hier nicht überleben werde oder nur schwer. Die fast täglichen Herausforderungen neben der Sprache lassen sich einfach benennen: Kriechtiere, Insekten, freilaufende Hunde, Flugtiere und eine Menge von sogenannten Ihh-Tieren und oftmals auch die russische Mentalität.

Zu ersterem kann ich nur sagen, es wird besser! Und zu letzterem hülle ich mich hier mal in Schweigen. Also beschreibe ich heute den mittleren Teil. Bilder gibt’s leider keine, da ich mit schreien, eklig finden und meist auch töten (nein die Hunde bleiben am Leben) beschäftigt bin!

Nun kam ich Samstagabend nach Hause und was will sich da vor mir verstecken ein Käfer: mittlere Größe, Fühlerchen, leicht rot und kann die Wand auch ein Stück hoch laufen, zum Glück erwisch ich das Mistding auf dem schwarzen Sockel und vermeide so komische Flecken an der Wand. Und was muss ich geschockt feststellen: eine Kleinkind-Kakerlake.  小强  xiǎoqiáng heißen die hier, man muss ja wissen wir man die ansprechen muss, vielleicht verstehen sie mich ja etwas, und ich glaube das hat sie oder er wirklich, ist ja weg gerannt (xiao ist übrigens klein, welch ein Witz auf der Straße können die ganz schön groß sein, bestimmt 4-5 cm lang, was ich natürlich nicht genau sagen kann, da ich nicht nachgemessen habe, aber aus 1,63 m Höhe sieht das so aus).

Zumindest war das schon der dritte Käfer den ich in meiner Wohnung töten musste. Haha und ich alleine J In Deutschland würde ich wahlweise Papa, Mama, Claudi fragen oder zum Nachbarn rennen, klingeln und fragen ob er das Tier töten kann. Wie gesagt, was mich nicht umbringt, bring ich um hahah, nein es fordert mich heraus, und ich lege meinen Ekel etwas ab. Kleine Spinnchen hab ich auch schon umgebracht J Definitiv werden wir keine Freunde, aber es sichert mein Überleben hier, ich kann mich ja nicht der Gefahr aussetzen, dass nachts so ein Tierchen noch irgendwo lang krabbelt und sich verläuft.

Aber auch größere Tiere fordern mich. Immer diese freilaufenden Hunde hier. Aber die interessieren sich meist nicht für einen, weshalb man schon mal in 10 cm Entfernung an einem Hund vorbei gehen kann, auch das in Deutschland undenkbar. Nennen wir es Konfrontationstherapie J Nur manchmal lauf ich einen Bogen, wenn die einen so gezielt anschauen, als ob sie überlegen wo sie zu erst hin beißen.

Neben den Tieren wird auch das putzen zum wahren Erlebnis. Mein erstes Fazit nach zwei Monaten, nie weiße Fließen ohne Muster, da sieht man alles, jedes Haar und jeden Kekskrümel. Bad putzen wird auch zum wahren Highlight, nach täglichem Überschwemmen des Bades muss man nur noch den Mopp nehmen und wischen. Witzig wenn man mitten drinnen steht, also so nass hab ich noch nie gewischt. Ist auch in Deutschland nicht empfehlenswert.

 

Aber natürlich sind das nur Kleinigkeiten  und ansonsten ist weiterhin alles sehr schön! Morgen und Donnerstag bin ich von Arbeit aus auf einer L'Oreal Messe. Und es ist wieder WINTER, tiefster Winter. Es war so schön bei 30 Grad und dann regnet es und es sind 10 Grad weniger. Hoffentlich wird es am Wochenende wieder schöner.

 

Euch bis dahin liebe Grüße ins noch viel kältere Deutschland.

P.S. Hier  noch Eindrücke von meinem Sonntag, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat. So ist das Büro am schönsten, von Draußen die Aussicht genießen und bei 30 Grad und lauem Lüftchen nicht arbeiten :D Ich würde auch einen Laptop nehmen und michraus setzen :)

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Praktikum in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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