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20. August 2011 6 20 /08 /August /2011 17:19

Nun ist auch schon der dritte Tag vorbei. Heute wurde ich erst 8 Uhr abgeholt, schien mir auch logisch- als letzte, da mein Hotel nahe am Himmelstempel liegt, der heute auf dem Plan stand. Ob Letzte oder Erste, das kann man drehen wie man will, wenn man die Einzige ist. Also eine Art Privatführung. Begonnen haben wir dennoch beim Himmelstempel, also rein in einen der größten Parks Beijings. Was begrüßt einen als erstes in so einem Park: natürlich wieder hunderte von Chinesen, ob tanzend, springend, rennend, hüpfend, Tai Chi-end, Ball und Karten spielend, singend und so weiter. Also es gibt meiner Meinung nach nichts, was die da nicht machen. Mir wurde erklärt, dass die Rentner und Arbeitslosen so ihren gesamten Tag verbringen. Wir gingen durch das bunte Treiben hindurch- ein Bild da, ein Filmchen dort und schon standen wir vor dem Himmelstempel, da war dann Sportfreie Zone. Ok zurück zum wesentlichen: Danach sind wir wieder in eine Manufaktur, diesmal weniger appetitlich. Hier wurde aus den Puppen der Motten Klamotten und Bettzeug hergestellt und ich werde es mir verkneifen in die Bettwäsche hier rein zu schauen, ich glaub einfach weiter dran, dass da Daunen drinnen sind. Dort fertig ging es dann endlich Richtung verbotene Stadt. Auf dem Tian’nmen Square konnte man gleich das Regierungsgebäude bestaunen, 3000 Zimmer dafür, dass die da 3 mal im Jahr zusammen kommen, das Chinesische Nationalmuseum und eine Mao Gedenkstätte waren auch zu sehen. Dann eine noch größere Straße, 7 Spuren für jede Richtung! Die überquerte jedoch keiner so leicht, also gab es eine Unterführung, aber ich bin mir sicher, gäb‘ es die nicht, würden die Chinesen munter über 14 Spuren hüpfen und fänden das nicht mal schlimm. Dann ging es durch zig Tore, vorbei an Regierungsgebäuden, Schläfgemächern für den König und seine 81 Frauen (einem König war das zu wenig, der hatte dann gleich mal 3000), Besprechungshäusern, Rotzkübeln (ja sowas gibt es, groß und orange und zum Glück so das, dass man nicht rein schauen muss) bis hin zu einem Park. Hinten kann man dann praktischer Weise raus gehen und das ganze noch mal umhüllt mit einem See betrachten. Dann ging es zum Mittag, wieder typisch chinesisch, da ich allein war, war also alles was die auf den Tisch stellten für mich- eine Suppe, Reis, Fleisch mit Erdnüssen in Klebesoße und Chili und Rührei mit Fleisch. Ein wahres Festmahl für mind. 2 Personen. Meine Stäbchenesserei verbesserte sich im Laufe des Essens und ich stellte fest, wenn man nur lang genug auf einem Reiskorn herumhackt, erbarmt es sich auch irgendwann und man kann es essen. Bei der Suppe wurde mir wieder mal klar, warum die so schlürfen. Würden wir auch, wenn in unsrer Suppe kilometerlange Sachen drinnen wären, aber abbeißen hilft und man unterlässt diese Essgeräusche (ich will ja trotzdem noch etwas deutsche Kultur wahren). Auch Rührei essen mit Stäbchen ist eine Erfahrung wert und ich hoffe, ich werde das innerhalb der nächsten Wochen perfektionieren. Danach wurde ich  nach Houhai gefahren, einem alten Stadtteil von Beijing. Hier verblieb ich dann ganz alleine, ein Zettelchen mit meiner Hotel Adresse bekam ich noch und 2 Tips und dann war ich auf mich allein gestellt. Erstmal an dem schönen See entlang, vergaß ich auch etwas wo ich hin musste bzw. wollte, aber nach kilometerweitem Laufen erreichte ich dann den Tempel (eine Karte verriet mir dann auch, dass ich den halben See umrundet habe). 144 Stufen und ein Trommelkonzert später hatte ich dann genug von Tempeln, noch etwas durch die alten Gassen schlendern und dann mit dem Taxi wieder Richtung Hotel. Jetzt heißt es alles wieder so verstauen, dass es morgen endlich nach Taipei gehen kann.

Etwas chinesische Kultur zum mit nehmen:

Nein nicht alle Chinesen sind dünn, es gibt auch durchaus Sumoringer-artige kleine Kinder, oder dickere Männer die dann mit Vorliebe ihr T-Shirt bei zu viel Hitze über den Bauch krämpeln.

 

Alle Chinesen sind klein- also aus meiner Perspektive nicht, da sind sie alle so groß oder auch etwas größer als ich. Mein Guide heute, Michael, war ca. 1,90 m was für Chinesen echt groß ist.

 

Chinesisch Essen ist gesund, sie geben selber zu, dass ihr in Fett gebratenes Essen nicht das gesündeste ist, aber der Tee machts- womit das Gesamtpaket wieder gesund ist.

 

Im „Westen“ ist es laut. Eindeutig wiederlegt: man stelle sich neben eine chinesische Reisegruppe und wartet bis jemand wen andres sucht: ein lauter Brüller und dann stimmen alle ein.

 

Hier gibt es auf öffentlichen Toiletten kein Klo-Papier und zudem befinden sich überall Schilder, dass dieses auch nicht ins Klo gehört, sondern in den Mülleimer neben der Toilette.

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen außerhalb Taiwans
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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