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9. Mai 2012 3 09 /05 /Mai /2012 08:06

Hallo meine Lieben,

 Nachdem es schon vergangenen Dienstag Richtung Ostküste ging, zog es mich am Wochenende schon wieder dorthin. Diesmal weiter südlich nach Hualien in die Taroko Schlucht- eine Marmorschlucht. Und so ging es Samstag sehr früh mit dem Zug dahin.

Schon das Zugticket kaufen in Taiwan ist ein wahres Erlebnis. Man kann die Tickets online, im 7-11 oder einfach direkt in der Zugstation kaufen. Ich entschloss mich nachdem die erste Variante nicht funktionierte für Letztere und durfte mich über eine Stunde Wartezeit freuen! Also Taiwanesen gewinnen ja allgemein nicht den Preis fürs schnellste Arbeiten, aber Freitagabend zu einer Hauptreisezeit nur die Hälfte der Schalter aufzumachen verbessert die Gegebenheiten auch nicht! Da Han Yu aber Nachts noch Tickets mit Sitzplätzen bekommen hat, durfte ich mich Samstagmorgen wieder anstellen und mein Ticket zurückgeben. Das Positive daran ist, man bekommt den vollen Preis zurück (Taiwanesen müssen wohl rund 75 Cent Gebühr bezahlen).

Nach 3 Stunden Fahrt kamen wir (Han Yu, Debby und ich) in Xincheng an. Dabei war meine Zugfahrt schon ein kleines Highlight für sich: die erste Zeit saß ich neben einer buddhistischen Nonne. Solche Begegnungen sind immer besonder spannend, da man mal einige Fragen los werden kann! Ich wurde auch in ihren Tempel eingeladen und hoffentlich finde ich die Zeit da mal hinzufahren!

Auf dem Weg in den Park kamen wir an Bananenbäumen vorbei, Han Yu und Debby fanden es sehr witzig, das ich mich so an den Bäumchen erfreuen kann, aber sowas gibt es eben in Deutschland nicht an jeder Straßenecke. Angekommen im Park ging es mit dem Bus weiter in den Park hinein, die serpentinenartigen Straßen und der rasante Fahrstil ist auf jedenfall nichts für einen schwachen Magen.

Am Ziel angekommen ging es für uns zunächst entlang des Lushui Trail, dieser Weg war früher Teil der Old Cross-Hehuan Mountain Road. Von dort aus hat man einen fantastischen Blick auf die Schluchten des Parks. Am Yue Fei Pavillion (das ist ein chinesischer Volksheld) konnten wir über eine der Schluchten laufen. Die Brücken sind nicht wirklich für Europäer ausgelegt, da der Schutz an der Seite selbst für mich teilweise sehr niedrig war.

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Danach ging es an die berühmte Schwalbengrotte wobei wir leider den Neun-Kehren-Tunnel auslassen mussten, da dieser seit einem Erdbeben geschlossen ist. Angekommen an der Grotte begrüßten uns viele Schilder, das man ab hier einen Helm tragen sollte. Da wir leider keine Helme hatten beschlossen wir einfach ohne Helm den Weg zu gehen und zu hoffen, das grad kein Erdbeben ist (denn dann regnet es durchaus mal Steine). Auffällig an der Stelle waren vor allem die vielen chinesischen Touristen, die sich mal wieder von ihrer besten Seite gezeigt haben. Am Ende des Tages ging es zum Schrein des Ewigen Frühlings und auch hier findet man Massen an chinesischen Touristen. Das ging sogar soweit, das dort Werbung für chinesische Parteien auslag und ganz süß alles mit vereinfachten Schriftzeichen, inzwischen mag ich meinen langen Schriftzeichen doch lieber, da sie einfach noch die ursprüngliche Bedeutung zeigen (bspw Liebe „ai“ ist vereinfacht traditionell hingegen und enthält im Gegensatz zu der vereinfachten Schriftweise xin also das Herz, was der Vereinfachung wegen auf dem Festland fehlt).

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Am Abend waren wir die einzigen die zu Fuß zurück zum Infocenter wollten, da man in Taiwan ja bekanntermaßen nicht so gerne läuft. Kurz vorm Ziel sammelte uns dann ein netter Autofahrer ein und hat uns die letzten 2 Kilometer mit genommen. Das ist typisch Taiwanesisch, man hilft Fremden wo es nur geht J

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Nach einer kleinen Stärkung plünderten wir noch einen Mochi (麻糬) Laden und deckten uns mit der Spezialität zur genüge ein. Jetzt muss ich mich zusammen reißen, das am Ende des Monats noch genügend mit nach Deutschland kommen.

Die Nacht verbrachten wir dann in einem sehr schönen Hotel gleich am Eingang des Parks. Und um meinen Religionskunde-Tag abzurunden hat uns Debby noch ihre christlichen Ansichten erzählt, so hätte mir das Lernen über Religionen in der Schule auch mehr Spaß gemacht, so persönliche Berichte sind viel spannender.

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Den Sonntag verbrachten Han Yu und ich (Debby musste schon eher wieder nach Hause) in Hualien. Unser erster Stopp war der Sieben-Sterne See, wobei wir am Meer waren. Ein Strand voller Marmor-Steinchen, leider waren die meisten nur schön wenn sie nass waren. Entlang des Strandes ging es noch in ein Meeresmuseum und danach an den Märtyrerschrein in Hualien. Hualien ist so winzig, so wenige Menschen sieht man dort und vor allem sind die Häuser so niedrig!

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Am Dienstag stand dann auf Arbeit ein kleines Highlight an. Ein Feueralarm nach meinem empfinden. Nachdem hier keiner ein Problem sieht, wenn die Erde mal wackelt, hat es mich schon verwundert was das ist, da ich tatsächlich in den fast 9 Monaten hier nie einen Feueralarm gehört habe. Aber es war auch kein Feueralarm, es war eine Übung, falls China Taiwan angreift. Ein Signal am Anfang und alle Autos parken an der Straßenseite, alle Menschen müssen in Gebäuden bleiben und dort möglicherweise in den Keller gehen und dort verweilen, keiner darf raus gehen. Nach einer halben Stunde kommt ein zweites Signal und die Übung ist beendet. Erinnert mich etwas an die Feuerübungen in der Schule und es wird ungefähr einmal im halben Jahr gemacht diese Übung!

 

Euch noch eine schöne Woche!

Liebste Grüße aus Taiwan

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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