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14. April 2014 1 14 /04 /April /2014 10:22

Hallo ihr Lieben,

 

Endlich hieß es wieder Sachen packen und ab in den Urlaub, zumindest in den Kurzurlaub. Quasi vor der Zwischenprüfung noch mal kurz ausspannen, aber umso mehr Tests man hier schreibt und hat, umso unspektakulärer wird die ganze Sache mit den kleinen Tests, größeren Tests, Zwischen- und Abschlussprüfung. 
Mit dem Flugzeug ging es von Taipei aus nach Magong auf Penghu. Penghu ist eine kleine Inselgruppe östlich von Taiwan. Dort angekommen holte mich der Hotelbesitzer noch mit dem Auto ab, bevor wir dann auf unser Haupttransportmittel Scooter (ich glaub in Deutschland sagt man dazu Roller) und Fähre umstieg.
 Am Abend ging es zu einem typisch taiwanesischen BBQ, was man keinesfalls mit dem urthüringischem Grillen im heimischen Garten verwechseln darf. Ein betonierter Platz, viele Campingtische mit einem Loch in der Mitte, wo dann jemand Kohlen, die er vorglühte, brachte und man mit einem etwas spartanischem Grillrost anfangen konnte, alles was man so wollte zu grillen. Und alles was man so will, sollte man auch ernst nehmen. Hier grillt man sogar den Hintern, sprich die Fettdrüse, von Hühnchen. Ich probier ja so ziemlich alles, aber der Gedanke an das heimische weihnachtsfest und wie mein Papa da immer das restliche Fett der Gans rauspresst, hat mir das Testen einfach unmöglich gemacht. Zumal man in Deutschland bei allen Geflügelarten die restlichen Kiele akribisch entfernt, also zumindest wir stehen da immer mit unsere Gans-Pinzette da und entfernen alles, was da noch so ist. Das wurde in dem Restaurant nicht gemacht, was diese angebliche Köstlichkeit für mich schon von vornherein irgendwie komisch erschienen lies. Und wie beim Scooter fahren gilt auch beim Grillen, von ein bisschen Regen lässt man sich nicht aufhalten. Regenjacke an und weiter geht’s.

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Am nächsten Morgen ging es mit der Fähre Richtung Qimei. Unsere Scooter blieben in Magong am Hafen zurück, aber wo auch immer wir ankamen, bekamen wir neue. Qimei ist eine kleine Insel weiter südlich wo das bekannte „kleine Taiwan“ und das doppelte Herz liegt.

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Die Landschaft dort ist einfach unglaublich schön, vor allem wenn man so mit dem Scooter die Küste entlang fährt, und das sogar bei Regen. Der Freitagmorgen startete etwas später und mal wieder ging es mit einem Boot weg von der Hauptinsel- zu einem Mitten auf dem Meer gelegenen schwimmenden und damit auch wackelnden Restaurant, um mal wieder Austern zu grillen- frischer geht es wohl kaum, die Austern kamen aus dem Meer direkt auf den Grill. Nach dem Essen konnte man noch „Angeln gehen“. Aber auch angeln gehen darf man nicht mit der deutschen Variante verwechseln, denn um die Sache etwas einfacher zu machen, grenzt man im Meer ein Areal ab, um das dann alle im Kreis herum stehen und die darin eingesperrten Fische versuchen zu fangen. Übrigens muss man in Taiwan auch innerhalb des Landes nicht auf angeln verzichten, denn auch da gibt es an diversen Stellen Schwimmhallen-artige Gebäude, wo jemand fische hält, die man dann fischen kann.

Am Nachmittag ging es an den Strand (Shanshui Beach), inzwischen hatte zwar der Regen aufgehört, aber kühl war es trotzdem noch, vor allem der Wind. Weshalb ich wahrscheinlich zum ersten Mal mit langer Hose, Jacke und Schal am Strand war. Einige wagemutige Taiwanesen haben sich sogar getraut zu baden, wahlweise in normalen Klamotten und teils auch in Badesachen. Weiter an der Küste entlang ging es dann zu den Fenggui Blowholes.

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die AIESECer mit denen ich unterwegs war

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Auf dem Weg vom Strand zu den Fenggui Blowholes

 

Am Samstag überlegten wir uns, eine etwas weitere Strecke mit dem Scooter zurück zulegen, und mal via Brücken auf andre Inseln zu fahren. Das Scooter volltanken dabei hat umgerechnet 3,75 € gekostet, solche Tankpreise wünscht man sich auch in Deutschland. So ging es von der Hauptinsel Magong/ Huxi über Baisha nach Xiyu (bis ganz an den süd-westlichsten Zipfel) zu dem Yuwengdao Lighthouse. Um das zu besichtigen muss man erstmal durch ein kleines Militärareal hindurch, wo einen bewaffnete Soldaten grimmig dreinschauend „begrüßen“. Am Daguoye Columnar Basalt wurden wir dann von zwei Taiwanesinnen mit den Worten „Wir haben euch gestern gesehen. Ihr wart in dem einem Restaurant Stinky Tofu essen“ begrüßt. Scheinbar sind Stinky Tofu essende Ausländer doch etwas auffällig. Etwas befremdlich für mich war, dass ein Park mit Windrädern als Touristenattraktion ausgeschildert wurde, das wir das beide als nicht wirklich sehenswert eingestuft haben, hielten wir am nördlichen Ende der Insel Xinyu in Xiaomenyu bei der Whale Cave. Da für Penghu Kaktussachen sehr berühmt sind, haben wir dort Kaktuseis und Tintenfisch gegessen. Nachdem wir uns am Abend noch mit zahlreichen Souvenirs, was in Taiwan vor allem Essen ist, eingedeckt hatten, ging es mit dem Flieger auch schon wieder zurück nach Taipei, wo ich dankt innerstädtischem Flughafen ruck zuck zurück in meiner Wohnung war.

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Yuwengdao Lighthouse

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Liebe Grüße Niggy

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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