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20. August 2011 6 20 /08 /August /2011 17:18

Schon am ersten Abend in Beijing habe ich mitbekommen, dass trotz der Internationalität dieser Stadt, „Langnasen“ keinesfalls gewöhnlich sind. Bei meinem ersten Ausflug auf die Große Mauer bekam dies eine neue Bedeutung. Ein kleiner Tipp: hinsetzen und ausruhen ist ganz schlecht. Voller Freude quatschen einen die Asiaten an (ich bin mir sicher, dass mindestens zwei davon Japaner waren) und fragen nach einem Bild- also hinstellen und lächeln J

Aber von vorne: am Morgen ging es um 7:20 Uhr los. Mit Jet-Lag und noch etwas Müdigkeit in den Knochen fuhren wir in Beijing’er Manier Richtung Mauer. 2 Spuren, 3 Autos und ein Fahrradfahrer- Passt und wenn nicht geht ein lustiges Hupkonzert los. William, der Guide für den Tag, erklärte mir dann auch warum die Chinesen mit Vorliebe deutsche Autos fahren- VW war ja das erste Unternehmen, dass es sich nach der Kulturrevolution getraut hat, in China zu investieren. Und so kauften sich v.a. Audi und Volkswagen in die Herzen der Chinesen ein (und Volkswagen kann trotzdem keiner aussprechen). Dem guten Verkehrsdurchkommen geschuldet, hatten wir das Glück, recht früh an der Großen Mauer zu sein. Trotzdem waren es schon 25 Grad und kaum Schatten in Sicht- also rauf auf die Mauer. Bis zum höchsten Punkt auf der nicht so prall gefüllten Seite (die Chinesen liefen alle die andre Seite hoch, auf Spuren eines bekannten Vorbildes). Der Aufstieg war schon ein kleines Highlight- da steht man vor einer „Treppe“ die fast so grade hoch geht wie eine Wand. Dennoch ohne Sturz hoch und runter gekommen, konnte ich eine grandiose Aussicht genießen. Danach ging es dann weiter in eine Jade Manufaktur, da fahren die Chinesen voll drauf ab und können da Stunden mit bestaunen und shoppen verbringen. Dort haben wir dann auch Mittag bekommen- von Reis, Schwein, Rind, Gemüse und Hühnchen war alles da, was das Herz begehrt. Das stellt man alles in großen Schüsseln in die Mitte auf den Tisch auf eine Glasscheibe, die man drehen kann. Und so fährt das Essen ein paar Runden Karussell und jeder kann sich nehmen, was er will. Bei manchem Essen sollte man nicht nur nicht fragen, was es ist, sondern sich auch lieber die Augen verbinden J Da mein Magen schon am Morgen nicht so wollte wie ich, hab ich mich langsam rangetastet und das Gemüse mit Reis probiert. Auch hier ist manches Gemüse undefinierbar, aber lecker. Gefüllte Teigtaschen und Frühlingsrollen waren auch sehr schmackhaft. Zum Nachtisch noch Melone, die im Vergleich zu Deutschland einen wahnsinnig intensiven Geschmack hat. Gut gesättigt ging es also weiter zu den Ming Gräbern. Inzwischen waren es schon im Schatten 31 Grad, gut das wir da nicht auf der Mauer rum gestiefelt sind. Die Gräber wurden nach Feng-Shui ausgerichtet und auch die Architekturgedanken sind beeindruckend. Ein Bildchen hier, eine Geschichte dort, so ging es nach 1,5 Stunden weiter zu Dr. Tea. Original chinesische Teezubereitung und –verkostung, samt der Sittenerläuterung: Fingerabspreizen bei den Damen, -Anlegen hingegen bei den Herren, erst eine Runde riechen, dann schlürfen beim Oolong Tee und kauen beim Puerh Tee, ein „Pee-Pee-Boy“ zum testen, ob das Teewasser auch heiß ist (ja der macht tatsächlich Pipi wenn man ihm heißes Wasser auf den Kopf schüttet). Noch etwas Tee zum mitnehmen und schon war der Tag rum, zurück durch den Beijing’er Feierabendverkehr, mit noch mehr hupen als sonst, und auch etwas fluchen unsres Fahrers, bin ich gut am Hotel angekommen, genieße eine Dusche, such mir was zum Essen und stelle fest, dass schon 19:30 Uhr finstere Nacht ist.

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen außerhalb Taiwans
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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