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11. September 2011 7 11 /09 /September /2011 09:36

Und nun ist auch schon die dritte Woche auf Arbeit vorbei und das erste verlängerte Wochenende ist gekommen. Zwar hat man hier keinen Urlaub, aber ab und zu dann doch mal einen Feiertag, was recht angenehm ist. Ich fühl mich grad etwas wie zur Weihnachtszeit in Deutschland- alle gehen massenweise Sachen einkaufen und der Supermarkt ist einfach viel zu voll. Kübelweise eingelegter Fisch, massenweise Obst, Mondkuchen und andre Köstlichkeiten werden einem da geboten

 

Aber warum die ganze Aufregung? Nach dem traditionellen Kalender ist am Montag der 15. Tag im 8. Monat und somit Mondfest, bei dem alle Familienmitglieder und Freunde zusammen kommen. Und seit Freitagabend machen das dann auch alle. Bis auf im Supermarkt und in den kleinen Gassen sind überall weniger Menschen. Warum? Die einen haben die Reise zu Verwandten angetreten, die andren sind zu Scharen im Supermarkt unterwegs und der Rest zieht sich in die kleinen Gassen zurück und sitzt dort am Rande der Straße und grillt. Nebenbei werden Mondkuchen und Pomelos verspeist. Der Mondkuchen ist sehr bekannt und berühmt für diese Zeit. Man kauft ihn kaum um ihn selber zu verspeisen, sondern schenkt das Freunden und der Familie (wir habe das beispielsweise auf Arbeit von unsrem Chef bekommen). Das sind kleine runde Küchlein (manchmal auch größere) die etwas süße sind und in der Mitte traditionell einen gesalzenen Eidotter verstecken. Der symbolisiert den Vollmond, denn laut einem Sprichwort „Wenn der Mond rund ist, ist auch der Kreis der Menschen rund“. Das salzige hat auch einen nicht-kulinarischen Hintergrund. Bekannter Maßen hat alles eine Seite des Yin und des Yang damit man im Einklang lebt, also auch die kleinen Küchlein (Süß und Salzig). Das zweite was man hier nur jetzt zu kaufen bekommt sind Pomelos, etwa kleiner als in Deutschland dafür meist in große Kisten käuflich. Diese Kisten tauchten auch ominöser Weise seit Mitte der Woche bei uns im Büro auf und am Freitag hat jeder eine bekommen. Die Besonderheit der Frucht liegt zum einem am Namen: ausgesprochen klingt es so ähnlich wie Segen, was man sich in diesen Tagen besonders wünscht. Aber das Zeichen und die Symbolik ähneln auch einer Variante von Glück.

 

Damit wir unserer damit aufkommenden Weihnachtsstimmung vollendeten gab es dann auch Freitag zum Mittag Gans. Obwohl die 30 Grad Außentemperatur eindeutig gegen Weihnachten sprechen und auch die Kombination von Gans und Reis wiederstrebt meinem deutschen Weihnachtsempfinden (liebe Mama ich musste an dich denken, auch dir würden die Hütes dazu fehlen, wobei ich sagen muss, ich find die Hütes am Gansessen immer noch am Besten).

 

Ansonsten hatte ich die Woche meine ersten Ekel-Erlebnisse hier. Als ich Mittwoch von Arbeit heim bin, lagen überall in der einen Straße kleine, rote, tote Tierchen die verdächtig nach Kakerlake aussahen L So lange die Draußen und tot sind, ist alles gut. Und eine kleine Maus (o.k. es war wahrscheinlich eher eine Ratte) hab ich Freitagabend im Park auch gesichtet. Und wenn man einfach an Rémy die Ratatouille Ratte denkt, ist es auch ganz niedlich J

Und jetzt geht es gleich zum Barbecue, da mich eine Kollegin zu einem Moonfestival-Barbecue zu sich nach Hause eingeladen hat. Als typisches Mitbringsel hab ich natürlich Mondkuchen besorgt.

 

Ich werde dann die Tage berichtet, wie es war :) Die Wohnlage ist schonmal sehr viel versprechen: mit dem Blick auf Taipei 101.

 

Euch noch einen schönen Sonntag und (hihi) ich freu mich ja schon, dass ich Morgen nicht arbeiten muss und ihr schon :)

 

Sommerliche Grüße aus Taipei

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Praktikum in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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