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31. Oktober 2013 4 31 /10 /Oktober /2013 01:28

Hallo ihr Lieben,

Nach langer Abstinenz will ich mich hier mal wieder zu Wort melden :) Am Freitag vor zwei Wochen wurde ich von meiner ehemaligen Firma hier in Taiwan eingeladen, sie mal wieder zu besuchen und anschließend mit ihnen Essen zu gehen. Da es seit meiner Ankunft hier irgendwie noch nicht gepasst hatte, sie zu besuchen, war das also die perfekte Gelegenheit eine kleine Reise in die „Vergangenheit“ anzutreten. Der Weg von der MRT Station zum Bürogebäude kam mir Dank der vielen Veränderungen kürzer vor. Viele kleine Läden an der Straße sind neu, was hier auch ziemlich schnell geht. Mir ging es viel zu oft so, dass da ein Tag noch eines meiner Lieblingsrestaurants war, am kommenden alles raus geräumt wird, eine Woche Renovierung und dann etwas komplett neues darein kommt. Vorbei an meiner alten Wohnung, der Kirche, mit dem „alten“ Mann der da Tag und Nacht, bei Wind und Wetter davor saß, und inzwischen weg ist, kam ich bei Taiwan Proud Chairs an. Auch hier hat sich einiges verändert, die Kollegen hatten mir schon gesagt, dass mein Lieblings-Curry-Restaurant weg ist, aber auch der leckerste Baozi-Laden hat leider schließen müssen. Nachdem ich eine kleine Einführung über die neuen Produkte bekommen habe und mir alles was sonst noch neu und geplant ist gezeigt und erklärt wurde, ging es mit den neuen und alten Kollegen zum Abendessen nach Banqiao. Es gab Hot Pot- mal wieder in der Mitte des Tisches eine kleine Feuerstelle, auf die eine Schüssel kommt, die in der Mitte halbiert wird, damit man normalen Hot Pot und scharfen Hot Pot hat, und wenn hier etwas als scharf betitelt wird, sollte man das auch ernst nehmen, denn ist meist wirklich sehr scharf. Und eines hat sich seit meiner Zeit in der Firma immernoch nciht geändert, es wird mega viel gegessen. Von Schwein, Rind, über Tofu, Salat, Blut, Pilze- alles wird im Hot Pot gekocht, heraus geangelt und gegessen. Bis auf das Blut, was hier alle Lieben, hab ich auch alles probiert.

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An dem Wochenende hat mich Helen noch in die Geheimnisse unserer Uni Bibliothek eingeweiht. Neben zahlreichen Büchern und Plätzen zum lernen, verfügt die Bibliothek hier auch über eine weite Auswahl an Filmen, die man wahlweise an einen der extra dafür vorgesehenen Plätze in der Bibo schauen kann, alleine, zu zweit und es gibt sogar zwei Räume für mehr als vier Personen. Hier kann man also allen ganz stolz klar machen, dass man ein strebsamer Student ist, der den ganzen Tag in der Bibo verbringt, was man da dann aber tatsächlich macht, ist jedem selber überlassen. Zumindest ist für jeden Geschmack was dabei- von Disney Filmen, über Blockbuster, bis hin zu taiwanesischen Dramen oder sogar Dokumentationen über die beliebtesten Reiseziele Taiwans. Am vergangenen Freitag war ich mit ein Paar Freunden in einem buddhistisches Zentrum in Taipei, die bieten Freitag Abend kostenloses Meditieren an. Eine taiwanesische Freundin hat mich etwas geschockt angeschaut, denn an sich kann man ja über all kostenlos meditieren. Aber in diesen, ich nenn es mal Schnupperstunden, gibt es Erklärungen und Erläuterungen, wie man meditiert und warum man was macht. Sonntag haben wir dann die UBikes in Taipei ausprobiert. Als ich das erste Mal hier war, gab es die nur vereinzelt, aber inzwischen sind dieses von der Taipei MRT zur Verfügung gestellten Fahrräder fast in der ganzen Stadt zu bekommen. Mit der MRT Karte kann man ein Fahrrad ausleihen und ich muss sagen, so auf dem Rad, in mitten der viel befahrenen Straßen Taipeis, hat man eine ganz andre Perspektive. Vor allem für mich und meinen fast nicht vorhandenen Orientierungssinn ist es besonders spannend, wie man von A nach B kommt, und was dabei sich so auf dem Weg befindet. Das ist ja schon das schöne am Bus fahren hier, das man mal nicht wie mit der MRT unter der Erde lang düst und nicht sieht, was sich da oben so befindet, sondern sieht, wo man lang fährt. Ich glaube, wir hatten etwas Glück, es war Sonntag und somit wenig Verkehr auf den Straßen. Ist man in Deutschland verwöhnt mit zahlreichen Fahrradwegen und speziellen Fahrradampeln, ist das hier, so habe ich zumindest das Gefühl, noch etwas sehr neues, das man einfach Fahrrad fährt. Und so ordnen sich die wenigen Fahrradfahrer in den Scooter Verkehr ein. Irgendwo auf unserem Weg, ich glaube es war in der Nähe des Da’an Parks, dem größten Park in Taipei, gab es sogar Fahrradwege. Zu meiner Überraschung ist uns nichts passiert und es fühlte sich auch gar nicht wirklich gefährlich an. Unser Ziel an dem Tag war Wendel’s Bäckerei in Taipei. Zwar hat man über die ganze Stadt verteilt kleine taiwanesische Bäckereien mit unzähligen Brotsorten- hell, dunkel, mit Schoko, Wallnuss, Cranberry, mit Butterstreuseln, gefüllt mit roten Bohnen, oder grünes Motcha Brot. Aber eines haben alle diese Brote gemeinsam, egal wie sie aussehen, sie sind weich und süß. Meist auch eher Brötchen, die man gleich so isst. Man schneidet das Brot nicht wie in Deutschland auf und belegt es und isst es dann, außer natürlich Toast. Nachdem Michael das deutsche Brot doch sehr vermisst, haben wir uns überlegt, doch mal richtiges deutsches Brot zu kosten. Ich hatte ja letztens schon ein deutsches Brot geschenkt bekommen, was dem deutschen Brot schon sehr nahe kam. Wendel’s Bäckerei wird von einem deutschen Bäckermeister geführt, der anstatt in Deutschland einer von vielen Bäckern zu sein, hier eine Niesche entdeckte. Unser Fazit war, auch in Taiwan muss man also auf deutsches Brot nicht verzichten. Und ich fand preislich war es wirklich ok.

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Abends ging es in eine Kirche, da meine Mitbewohnerin dort ein Konzert hatte. Erstaunt hat uns, dass der Chor ein deutsches Lied gesungen hat.


Ich hoffe ihr genießt daheim jetzt euren Feiertag.

Liebste Grüße Niggy

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen in Taiwan
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  • : Blog von taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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