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2. Juni 2014 1 02 /06 /Juni /2014 14:33

Huhu ihr Lieben,

Die letzten Wochen des Semesters verbrachten wir neben lernen und Tests auch mit singen. Nicht, weil wir plötzlich Gesangsunterricht hatten, nein weil wir im April einmal einen Brückentag hatten, den wir von der Regierung frei bekamen, aber wenn man in Taiwan einen Tag frei bekommt, den man gar nicht frei haben dürfte, muss der natürlich nachgeholt werden. Ich kenn das schon vom Arbeiten hier in Taiwan, da war dann immer der nächste Samstag nach dem freien Tag dran- da musste dann gearbeitet werden. In der Uni überlegte sich unsere Sprachschule, dass wir den Samstag vor unseren Finals auch in die Schule kommen sollen, aber nicht um Unterricht zu haben, sondern, um einen Sing- Wettbewerb zu veranstalten. Was am Anfang für alle die, die Singen eigentlich nicht wirklich toll finden, wie eine ziemlich blöde Idee klangt, entpuppte sich am Ende doch als recht spaßig. Neben Singen wurden auch Tanzen, Kostüme und der restliche Auftritt bewertet. An dem besagten Samstag versammelten sich alle im Arts and Culture Center der Uni und gaben zum besten, was sie die letzten Wochen (oder manche, wie wir auch, eben erst die letzten paar Tage) so erarbeitet hatten.

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Danach folgten nur noch ein paar Tage Schule, Finals und dann ging es in den wohlverdienten Urlaub- diesmal kamen meine Schwester und ihr Freund zu besuch, die von reichlich Regen in Taiwan begrüßt wurden. Das hielt sie dennoch nicht davon ab, schon einmal ohne mich, Taroko und den Sonne-Mond-See zu erkunden. Nach meiner Prüfung traf ich dann die beiden in Chiayi und es ging für uns in die Berge- nach Alishan. Dort war leider das Hotel, in dem ich mit meinen Eltern drei Monate zuvor geschlafen hatte, schon ausgebucht und so ging es für uns in ein anderes Hotel, ebenfalls mit integriertem Teehaus. Die Besitzer des ganzen gaben uns sogar am letzten Tag eine kleine Führung durch die Produktionsstätten. Wie schon drei Monat zuvor flohen wir auch diesmal vor den Massen an chinesischen Touristen in Alishan auf einen nahegelegenen Berg (Tashan- 2663 m). Leider war uns das Mai Wetter nicht allzu gut gesonnen und so sahen wir nur wenig durch die dicke Wolkendecke.

Am nächsten Tag ging es für uns in den Yushan National Park, der nur wenige Kilometer entfernt von Alishan liegt und den höchsten Berg Taiwan beherbergt. Da man für den Yushan Main Peak leider eine Genehmigung und vor allem einen Schlafplatz auf einer Zwischenstation braucht, die wir leider nicht bekamen, da sich neben uns noch 180 weitere Gäste auf die 92 Schlafplätze beworben hatten, entschieden wir uns den Yushan Front Peak (3239 m) in Angriff zu nehmen. Nachdem die letzten 800 Meter über eine Geröllpiste ziemlich genau gerade hoch führten, wurden wir oben angekommen leider mit keiner schönen Aussicht belohnt. Der Peak ist ein relativ kleiner Platz der von Bambus Bepflanzung umgeben ist. Durch die Bepflanzung und auch durch die aufziehenden Wolken war die Sicht leider nicht so schön, wie am Morgen von weiter unten. Wieder unten angekommen, ging es für uns weiter in den Süden- nach Kaoshiung.

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Nach den vielen Tagen Regen in Taipei, Taroko und teils auch in Alishan, war das warme Sommerwetter, was uns in Kaoshiung erwartete eine willkommene Abwechslung. Unser erster Stopp war mal wieder das Buddha Memorial Center, was mich immer wieder fasziniert. Die nächsten Tage verbrachten wir am Lotus See mit seinen unzähligen Pagoden, auf dem zweithöchsten Gebäude von Taiwan, der größten Shopping Mall Taiwans samt Riesenrad, einer Duck Tour mit einem Amphibienfahrzeug auf der Straße und dem Love River, und genossen das leckere taiwanesische Essen auf den Nachtmärkten. Einmal wurden wir Nachts von einem Feueralarm in unserem Hotel geweckt- Schuhe an, wichtigsten Dokumente geschnappt und raus- soweit unsere deutsche Denkweise. Damit standen wir ziemlich alleine da. In der Lobby wurde uns, wir immer noch im Schlafanzug, erklärt, dass es nur in der Küche etwas heiß geworden war. Auf unserem Rückweg ins Zimmer trafen wir auf zwei Asiaten in ihren Zimmertüren, die sich erstmal richtig angezogen hatten. Nachdem ich ihnen schilderte, dass kein Problem bestand, gingen alle wieder schlafen.

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Das zweithöchste Gebäude Taiwans & Blick von oben über Kaoshiung

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Lotus See in Kaoshiung

 

Am Ende der Woche ging es für uns nach Kenting- ein äußerst schöner aber auch bizarrer Ort im Süden Taiwans. Dort heißt es neben Sommer, Sonne, Strand auch Kernkraftwerk genau am Strand.

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Kenting und der südlichste Punkt Taiwans (mit nur "wenigen" chinesischen Touristen)

 

Am Ende der Woche ging es zurück nach Taipei, wo wir das Wochenende mit einem kleinem Berg im Norden ausklingen ließen und die nächtliche Aussicht vom Elephant Mountain in Taipei noch mal genossen.

Ab morgen startet dann das neue und auch das letzte Semester an der NCCU in Taiwan.

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Verkehr in Taiwan

 

Liebste Grüße

Niggy

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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