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14. November 2011 1 14 /11 /November /2011 15:35

Hallo meine Lieben,

 

nun ist es soweit: ich sitze wieder in Taipei in meiner Wohnung! Nach einer Woche in Hong Kong bin ich gestern Abend wieder sicher in Taipei angekommen. Sogar mein Koffer hat es sicher hier her geschafft, trotz das ich ein City Check in gemacht habe, was absolut empfehlenswert ist, da man sein Gepäck schon eher los wird.

 

Aber von vorne. Letzten Montag ging es noch "normal" auf Arbeit, bis auf das eben das halbe Büro samt Koffer ankam und es aussah, als ob wir jetzt da wohnen wollen. Die letzten Vorbereitungen wurden bis zum Mittag noch abgeschlossen und dann ging es zum Flughafen. Der Flug ist recht kurz und Zack ist man auch schon in Hong Kong. Dort erwartet uns eine atemberaubende Skyline auf die man schon bei der Fahrt mit der MTR in die Stadt ein Blick erhaschen kann. Mitten in der Stadt muss man dann von der einen zur andren Station, was dank Unterirdischen-Verbindung recht einfach war und man damit auch die Möglichkeit hatte, mitten in Hong Kong unter der Erde einen kleinen Hügel zu besteigen. Raus aus der MTR und ein paar Minuten gelaufen und schon waren wir am Hotel. Wie schon in der ganzen Stadt gesichtet: viele Ausländer. Und was erwartet einen da an der Rezeption!? Natürlich ein Deutscher an der Rezeption. Am Abend sind wir dann nur noch an den Habor, den wir trotz des Nicht-Vertrauens der andren in meinen Orientierungssinn gut gefunden haben.DPP_078.JPG

 

Am nächsten Morgen ging es dann zur Messe. Unsre kleinen süßen Päckchen haben schon auf uns gewartet. So gab es ein kleines vorgezogenes Weihnachten mit ganz viel auspacken. Dann etwas hin und her rücken, vorbereiten und feststellen, dass bei dem einen Produkt ein Materialfehler vorliegt, den die Manufaktur übersehen hat. Also macht unser Chef erstmal nach Macau zu einem Kunden der genau das Produkt hat und borgt uns das Teil. Wir verbringen den restlichen Tag auf der Messe mit Vorbereitungen und Erkundungen.

 

Mittwoch war dann der erste Messetag und nun waren auch alle andren Stände fertig. Und so kam es, dass wir unser Produkt bei einem andrem Unternehmen wieder fanden, die tatsächlich letztes Jahr ein Sampel bei uns bestellt hatten. Da ich ja nicht aussehe wie aus Taiwan besorgen wir mir fix ein Besucherbändchen und ich erkunde das ganze mal. Guter Verkaufsmann, der nicht mal weiß welche Materialien und Eigenschaften das gute Stück hat. Den restlichen Tag bin ich mit allerhand Kunden beschäftigt, ob Deutsch, Englisch oder auch mal etwas Französisch, mein Sprachenwirrwarr war perfekt an dem Tag. Abends kam ein Franzose der mich auf Französisch fragte, ob ich Französisch spreche und was mach ich!? Auf Chinesisch antworten, dass ich etwas Französisch kann. Er hat nur leicht verwirrt geschaut ;)

Den Abend haben wir dann in einem super leckeren Restaurant ausklingen lassen. Alle Köstlichkeiten gab es da und am Ende hab ich die Hühnerfüße aus der Suppe seziert und probiert- garnicht so übel (was mir heute noch zum Verhängnis wurde, da es gleich wieder Hühnerfüße gab- diesmal gebraten)

DPP_07.JPG

Man kann sogar sehen, ob es der rechte oder der linke Fuß ist, dass macht die ganze Sache etwas witzig :)

Glücklich und Kugelrund-Gefressen lagen wir dann im Bett.

 

Donnerstag war dann der zweite Messetag, etwas ruhiger als der erste. Viele Asiatischen Kunden und so hatten wir zwischenzeitlich etwas Zeit. So haben Jojo und ich unser Englisch bzw. Chinesisch geübt. Am Ende des Tages kam ein guter Kunde von uns mit dem es dann Abends wieder in das selbe Restaurant ging. Der zweite Abend an dem ich Zeit hatte mich in das leckere Hong Kong Essen zu verlieben. Reiskuchen dort ist sehr lecker, Shrimps mit Stäbchen essen eine wahre Herausforderung und die Rote Bohnen Suppe als Dessert einfach nur himmlisch.DPP_061.JPG

von links: Jenny, Jojo und ichDPP_050.JPG

Und wieder einmal lag ich viel zu voll gegessen im Bett.

 

Freitag war dann schon der letzte Messetag und ich hatte etwas Sorge, dass es noch leerer werden würde. Aber es war wirklich gut. Meine ägyptischen Kunden vom ersten Tag kamen zurück und haben eine große Bestellung aufgegeben. So war dann auch Chef rund um zufrieden mit der Messe. Am Abend hieß es dann wieder einpacken udn  am liebsten wäre ich mit den Produkten auf einem Schiff zurück: man kann die ja wieder auspacken und dann in so nem Massagestuhl durch die Meer schippern, da fehlt mir nur noch ein Cocktail, ein Sonnenschirmchen- aber Taiwan kennt ja kein Urlaub. Also ging es Abends erstmal nur wieder essen, diesmal Koreanisches BBQ. Ein Grill in der Mitte des Tisches, ein riesiges Buffet mit wirklich allem was das Herz begehrt und los gehts. Das beste war es gab Kartoffeln, richtige Kartoffeln, nicht nur kleine Stückchen, nein Bratkartoffeln- endlich nach fast 3 Monaten keine richtige Kartoffel.

DPP_058.JPGDer Tisch war übrigens nicht nur einmal so voll. Auch an dem Abend waren wir gut gesättigt als wir zurück ins Hotel kamen. Die halbe Nacht mit den zwei Mädels quatschen. So findet man einige Sachen heraus, die wirklich spannend sind. Das beste Beispiel: was machen Taiwanesische Pärchen. Sie sind Studenten, beide Teilen sich Zimmer mit andren, d.h. Privatsphäre gibt es da nicht. Die mieten sich Motelzimmer. Zurück in Taipei fällt es mir dann das erste Mal auf: da ein Motel und dort :D Also mir wäre das ja zu teuer (rund 50 bis 60 Euro die Nacht).

 

Am nächsten Morgen war ich dann auch die erste von uns, die das Hotel verlassen hatte. Endlich Hong Kong genießen. Mein Plan: raus aus der Stadt zum Big Buddha. Und siehe da in der MTR, am Big Buddha und die restliche Zeit überall Deutsche. Ja bin ich im Ausland oder in Deutschland? Der Buddha ist wirklich gigantisch. Man fährt mit einer Gondel etwas ins Hinterland, kann den Ausblick auf Hong Kong und seinen Flughafen auf der einen Seite genießen und die super schöne Natur auf der andren. Als erstes begibt man sich dann in einen Touristenort und dann zum Big Buddha, der ürbigens der größte freistehende Buddha der Welt ist. Endlich wieder typisch Asien, was man in der Stadt einfach viel zu lange suchen muss für mein Empfinden. Ich schlender so vor michhin, genieße die "Ruhe", die Landschaft und das Souvenire shoppen. Die sind eindeutig gut auf Touris eingestellt, alle typisch asiatischen Sachen kann man hier besorgen. Am Ende geht es zurück in das normale Leben. Und siehe da, eine Shopping-Mall. Ich bin stolz auf mich, wie wenig ich gekauft habe :) Und so gehts zurück zum Hotel, denn ich muss ja in mein Hotel. Mit der MTR ist das fast kein Problem nur die Hotelsuche wird schwierig, da die Internetbeschreibung besser sein könnte. Nehmen sie ab Hung Hom ein Taxi. Mach ich also :) Bis ich dann im Hotel angekommen Frage, wie ich wieder in die Stadt komme und siehe da, einmal über die Straße und über eine Brücke und eine  Unterführung und man ist in der Unterführung. So find ich dann zum Victoria Habor und treff mich dort mit Barnhard- ihr erinnert euch der nette Österreicher aus dem Flug von FFM nach Beijing!? Wir schauen uns das allabendliche Lichter-Musik-Spektakel am Habor an. Wirklich toll. Die Hochhäuser erstrahlen passend zur Musik und werfen parallel noch Laserstrahlen in den pechschwarzen Himmel der die Stadt umhüllt. Ein wirkliches Highlight. Danach geht es mit der Ferry zum andren Ufer und von dort aus mit der Peak Tram auf den Peak, von wo aus man einen tollen Blick über Hong Kong hat.DPP_073.JPG

 

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Danach treffen wir dann Freunde von Bernhard und erkunden das Hong Kong'er Nachtleben: zwei Schwulenbars und eine Discothek später liege ich später als geplant in meinem Mini Hotel Zimmer in Hong Kong (der Platzmangel in Hong Kong zeigt sich überall). Das Ausgehviertel liegt leicht am Berg, weshalb es Nachts leicht interessant wird, wie die ganzen Betrunkenen da umher stochern. Komisch, dass da nichts großartig passiert.

 

Nach einer kurzen Nacht gehts nochmal in die Stadt. Dank City Check in werde ich meinen Koffer los und kann die Stadt noch etwas anschauen. Was auffällt, viele Ausländer, viel Internationalität, die britische Kolonialität kann man einfach spüren.

Am Ende der Woche freue ich mich dann auf mein kleines Taipei. Gegen 19 Uhr hab ich endlich wieder "heimischen" Boden unter den Füßen und endlich wieder freundliche Leute um mich herum. Die ganzen Studenten waren wirklich nett, aber die Locals sind größtenteils unfreundlich. Da wird ein Flunsch gezogen wie 14 Tage Regenwetter, keine Lust auf ihre Jobs und kein Spaß am Leben. Und man steigt in Taipei aus dem Bus und da fragen ein gleich Leute, ob man weis, wo man hin will, ob sie einem helfen können, mir ein Taxi bestellen sollen. Ich liebe Taipei einfach- und die Menschen sind einfach unglaublich freundlich. Es war wie nach Hause kommen und ich bin unglaublich froh wieder hier zu sein. Zwar bin ich noch leicht erschöpft von der Woche, aber es war wirklich toll. Trotz der leichten Unfreundlichkeit der Menschen ist Hong Kong eine unglaublich tolle Stadt, die auf jedenfall einen Zwischenstop wert ist und einen guten Kompromiss zwischen Asien und Westen bietet, vielleicht ja auch eine Option um zu einem späteren Zeitpunkt da nochmal vorbeizuschauen und dann vielleicht etwas länger. 

 

Ich wünsche euch allen eine schöne Arbeitswoche und verabschiede mich mal ins Land der Träume :) Morgen gehts wieder auf Arbeit und da wartet wirklich eine Menge arbeit auf mich :)

 

Liebste Grüße aus der tollsten Stadt Asiens ;)

 

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Praktikum in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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