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26. Februar 2012 7 26 /02 /Februar /2012 05:12

 

Ja meine Lieben, so schnell kann es gehen, so schnell sind 6 Monate um. Meine beste Freundin hat vor meiner Abreise mal ausgerechnet, wie viel ein Jahr ist, nun ist die Hälfte schon vorbei. D.h. 182 Tage, 4.380 Stunden, 26.2800 Minuten. Das heißt aber auch nur noch so wenig Zeit bleibt mir in meiner geliebten zweiten Heimat, vorerst!

Vor einem halben Jahr stand ich nun am Frankfurter Flughafen, samt Gepäck und falschem Flugticket. Zum Glück war in Deutschland Papa noch da und hat das Problemchen schnell gelöst! Nach über neun Stunden Flug kam ich zunächst in Beijing an. „Schmatzende, rülpsende, rotzende“ Wesen empfingen mich dort, nicht ganz so freundlich, etwas unbeholfen mit Ausländern und vor allem immer die „Abzocke der Langnasen“ im Blick. Schon ein paar Tage später ging es in meine neue Heimat. Von nun an lebte ich in mitten eines Marktes, nur drei Minuten von Arbeit entfernt und von zahlreichen Scootern umgeben. Schon nach wenigen Wochen war klar: die Entscheidung für Taipei und gegen Shanghai war für mich goldrichtig. Die Taiwanesen stellten sich als freundliche, hilfsbereite und offene Menschen heraus, immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand wurden mir geboten. Egal wann und wo, gegenüber Ausländern ist man aufgeschlossen und will ihnen nur die beste Seite Taiwans zeigen. Vor allem die vielen Traditionen, Tempel und das Essen werden einem immer wieder gezeigt. So war das halbe Jahr geprägt von Neuigkeiten die täglich auf mich „einprasselten“ und an fast allen Dingen fande und finde ich gefallen. Nachdem ich nach den ersten Monaten ein kleines Heimweh nach deutschen Essen verspürte, hat mein Magen nun eher Angst, wie er ohne das taiwanesische Essen leben soll! Das Dudeln des Müllautos gehörte von dort an genauso zu meinen Alltagen wie die ständig übervolle MRT. Wie sehr ich mich an die Gegebenheiten anpasse und sie als normal ansehe, haben mir vor allem der Besuch meines Freunds und meiner Familie gezeigt. Am meisten soll sich mein Essverhalten verändert haben. So hab ich in meiner Kindheit meiner Mama regelmäßig mit doppeltem Kochen gestresst und hier ess‘ oder zumindest probier ich fast alles! Vor allem meine Arbeit hat ihren Anspruch „Wir werden während der Zeit deine Familie in Taiwan sein“ sehr gut erfüllt! Durch die schöne Atmosphäre dort, fällt vieles sehr leicht und jedes noch so großes Problem wird im Handumdrehen gelöst.

Ein halbes Jahr Taiwan bedeutet vor allem viel Arbeit, viele neue Freunde, viele Wochenenden in und um Taipei, einige verbrachte ich auch im Landesinneren, zwei Umzüge und drei Wohnungen kann ich bis jetzt ebenso verbuchen wie eine spannende Woche in Hong-Kong und eine super spannende Woche mit meiner Familie durch Taiwan. Ein weiteres Highlight war natürlich auch der Besuch meines Freundes im Dezember. In Taiwan konnte ich die ersten Erfahrungen mit kleinen Erdbebchen machen- etwas wackeln hier, etwas ruckeln dort, aber bisher immer halb so schlimm!

Mein „Jubiläumswochenende“ ist zum Glück ein verlängertes Wochenende dank Feiertag am Dienstag, an dem es für mich aber schon wieder nach Guangzhou geht! Trotzdem haben wir das Wochenende schön eingeläutet. Freitagabend gab es lecker Koreanisch und danach beim schlendern über einen Nachtmarkt und netten Gesprächen noch ein kleines Dessert! Samstag ging es dann trotz Dauerregen der sich in Taipei eingestellt hat nach Wulai. Diesmal ohne gebuchte Tour ging es mit einem Bus ca. 40 Minuten in die Berge nach Wulai. Eine etwas abenteuerliche Fahrt die Art Serpentinen hoch und eine typisch taiwanesische Busfahrt war überstanden. Bus fahren ist hier wirklich etwas witzig- die Busfahrer fahren etwas ruckiger als in Deutschland, hartes bremsen und plötzliches lenken, man sollte also einen festen Stand haben um heil anzukommen. Da mir die Show in dem Kulturcenter dort das erste Mal sehr gefallen hat, sind wir nochmal dorthin. Da ich wusste, dass die erste Reihe mit machen muss bei der Show, war ich ganz froh, dass die schon besetzt war! In einer Reihe nicht gleich zum mitmachen verpflichtet, nahmen wir also Platz und schauten die Show an. Am Ende sollten dann wie schon beim ersten Mal alle auf der Bühne bei der Hochzeitszeremonie mit machen und mit tanzen. Leider ist dabei meine Taktik mit dem hinten sitzen nicht aufgegangen und ich musste mich mit einem der Ureinwohner verheiraten lassen. Schon in Deutschland habe ich immer das Glück bei solchen Sachen auserwählt zu werden! Naja nun bin ich eben „verheiratet“ und wurde am Ende durch den Saal getragen (siehe Bild unten).

IMG_3858.JPG

Danach haben wir uns das Essen auf dem Markt schmecken lassen und zum Nachtisch gab es frische Erdbeeren mit Schokosoße und das im Februar, sehr lecker J

Heute werde ich mich mal wieder ans packen machen, diesmal zum Glück nur für eine Woche und nicht wieder für einen Umzug!

Euch wünsche ich noch einen schönes Wochenende.

Liebste Grüße

Niggy

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen in Taiwan
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  • : Blog von taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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