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10. März 2012 6 10 /03 /März /2012 12:54

 

Nach 7-Monatiger Abstinenz und diversen Besuchen auf Beauty-Messe konnte ich nicht mehr anders und entschied mich zum Experiment „Friseur in Taiwan“! Ja leider habe ich mein Vorhaben, ein Jahr ohne, doch nicht geschafft! Tatsächlich ist so Friseurbesuch einen ganzen Blogeintrag wert (für alle Männer an der Stelle 2 Absätze weiter springen, hier geht es zunächst nur um weltbewegende Frauenproblemchen)!

 

Da ja nun die Asiaten bekanntlichermaßen andere Haare haben als wir Langnasen, habe ich ja schon in Deutschland präventiv meine Haare wieder braun gemacht, um hier ja nicht blond nachfärben zu müssen und wie sich dann herausstellte auch, um meinem Freund besser zu gefallen J Färben musste ich also schon mal nicht J Glück gehabt, obwohl es hier billig sein soll, aber dem Frieden vertrau ich noch nicht ganz. Waschen, Schneiden, Föhnen  sollte ja nun aber kein Problem sein. Das Problem war schon vor meiner Reise definiert, wie Kleopatra möchte ich nach dem Haare schneiden bitte nicht aussehen und das dürfte schwierig werden, da das der Asiaten liebster Look ist: vorne genauso gerade wie hinten und das ohne jegliche Stufen!

 

Das Problem löste sich aber recht schnell! Erstens arbeite ich ja in einem Unternehmen, das die Ausstattung für Friseure und Beauty Salons herstellt und zweitens stellte sich schon in den ersten Wochen heraus, das Jojo, die Tochter vom Chef und einen gute Freundin, einen sehr schönen, westlich angehauchten Haarschnitt hat. Fazit: einfach zu dem Friseur gehen und man hat keine Probleme und ansonsten sollten mein Chef uns seine Frau in Taiwan wohl genügen Läden kennen J Nachdem ich nun also 7 Monate Zeit hatte, mich an den Gedanken, meiner geliebten deutschen Friseurin fremdzugehen, zu gewöhnen, konnte ich nun entspannt an die Sache gehen.

Eigentlich sollte ich mir den heutigen Nachmittag von meinem Chef bezahlen lassen, immerhin habe ich die Produkte auf europäische Tauglichkeit getestet, quasi Praxistest! Und den haben sie sehr gut überstanden. Angekommen bekam ich zunächst einen Tee und eine Massage: meine Nacken und Schultern wurde schön durchgeknetet. Weiter ging es dann im Shampoo Chair und der junge Mann der sich eben meinen Schultern gewidmet hatte, verwöhnte nun meinen Kopf. Also ich muss sagen, den will ich mit nach Deutschland nehmen ;) Schon beim Testen unserer Shampoo-Einheiten im Showroom und auf den Messen fand ich die Kopfablage immer wieder sehr bequem und auch diesen Praxistest haben sie mit bravour bestanden. Die Kopfablage bzw. Nackenstütze ist einfach so bequem und gepolstert, da kann man glatt einschlafen. Wie man auf dem Bild und schwer erkennen kann ist der asiatische Stil dieser Wascheinheiten liegend und nicht, wie in Europa weit verbreitet, sitzend. Man wird auch zugedeckt, dass man nicht friert. Die Stirn wird mit etwas abgeklebt, das ja nicht das spritzende Wasser das Make-Up der Kundin zerstört. Und dann ging es los: ein Traum von 40 Minuten Haare waschen! Shampooing inklusive Kopfmassage 1 und 2 und dann die Pflegespülung, bei der ich angewärmte Waschlappen oder Handtücher in den Nacken und auf den Kopf bekam und so, keine Ahnung wie lang, ausruhen durfte, damit mir ja nicht kalt wird, bekam ich noch eine extra Decke auf den Oberkörper. Nach dem Verwöhnprogramm wurde ich dann übergeben an den Hair-Designer, ja der junge Mann durfte nur bei den andren schneiden, bei mir durfte sich (ich glaube) der Chef austoben! Ja nicht zu viel abschneiden war die Anweisung und ja nicht danach wie Kleopatra aussehen, hat er ganz gut hinbekommen! Fazit: Das mit dem Waschen und Massieren muss so auch in Europa Standard werden, vor allem die Produkte, bitte alle bei mir bestellen, dann bekomme ich viele Boni :D

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Nun aber zu auch männertauglichen Themen ;) Freitagabend nach der Arbeit ging es mal wieder zum Nachtessen, wie die Schweizer so schön sagen J Mit meinen Kollegen ging es zum Koreaner. Den Hass von Vincent und Mei (den zwei Designern bei uns) habe ich mir schon beim Verlassen des Büros auf mich gezogen. Mit meiner Aussage, dass man doch die 20 Minuten auch laufen kann, hab ich sie geschockt, aber sie meinten es sei ok. Also liefen wir, sehr langsam, wirklich sehr langsam! Taiwanesen sind ja nicht fürs schnelllaufen geborgen und auch nicht zum allzu weit laufen. Sie hätten ja auch einfach Nein sagen können, anstatt auf die Praktikantin zu hören. Mit der MRT ging es dann in die Stadt, ein bischen abbiegen hier und da und zack standen wir in einem Essens-Paradies, also nicht, dass fast ganz Taiwan sowas wir ein Paradies für Essen ist, aber hier gab es nur lecker aussehende Restaurants! In eines davon gingen also um Korean BBQ zu essen. Danach gingen wir noch was trinken.

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Was mag das wohl sein (bitte das hintere Glas betrachten)?DPP_350-Kopie-1.JPG

 

Sieht aus wie ein Bierglas, vielleicht etwas wenig Schaum, aber ich dachte, wir würden eventuell das absolute Sauferparadies in Taipei finden. Weit gefehlt! Was hier alle trinken ist, wie sollte es auch anders sein, Tee. Naja logisch draußen stand auch Teehaus dran, nur Teegläser sehen in Europa gewöhnlich anders aus. Tausende Teesorten machten mir gestern Abend die Entscheidung schwer, und so lies ich mir einen Erdbeer-Milch-Tee empfehlen.

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Wie das Bild nun zeigt, war dies eine gute Entscheidung, denn die farbliche Anpassung des Tee’s an mich hätte nicht besser sein können! J Vielleicht etwas süß, aber wirklich lecker!

So meine Lieben, ich hoffe euer WE ist genauso entspannt wie meins J

Liebste Grüße aus Taipei

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Praktikum in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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