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22. Juni 2014 7 22 /06 /Juni /2014 02:11

Hallo meine Lieben,

 

Mein Semester fing diesmal mit einem Feiertag an- das sogenannte Drachenbootfest. An dem Tag fanden an vielen stellen Drachenbootrennen statt und so entschieden auch wir uns, uns dass Spektakel mal anzuschauen. Mein Fazit am Ende des Tages, das wird wohl nicht ganz meine Sportart, ich hätte es mir etwas spannender vorgestellt.

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Drachenbootrennen

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Zongzi- Klebereis in Bambusblättern

 

Am Ende der ersten Uniwoche ging es dann für mich auch schon wieder in den Süden, dank HighSpeedRail ist man ja innerhalb von 1,5 Stunden in Kaoshiung. Von dort aus ging es mit dem Bus weiter Richtung FoGuangShan, wo ich schon im November ein Wochenende in einer Klosteranlage verbracht hatte. Seit November plante ich, da noch mal hinzugehen und endlich hat es zeitlich mal wieder gepasst.

Im Kloster angekommen, gab es diesmal keine hübsche Uniform für uns, da es dafür im Sommer zu warm ist. Dennoch die armen Nonnen und Mönche laufen das ganze Jahr in ihren Kutten rum, unter der sie immer noch eine Hose tragen. Aufgrund der Tradition haben die Nonnen und Mönche ja einen kahl geschorenen Kopf, was ihrer Meinung nach den Sommer erträglicher macht.

Nach dem „Check-In“ gab es wieder eine kleine Einführung in die Etiquette des Lebens in einem buddhistischen Klosters: Essen, Laufen, schlafen gehen- alles hat in einem Kloster seine eigenen Regeln. Danach ging es in einen der vielen Schreine des Geländes zur Abendmeditation.

Abends-Meditation.jpg

(Abendmeditation)

 

Am nächsten Morgen durfte wir noch länger schlafen, als die anderen Klosterbewohner- wir trafen uns erst um halb sieben. Nach einer morgendlichen Meditationssession im Freien ging es zum Frühstück, was wir nicht in dem großen Speisesaal mit den Nonnen und Mönchen aßen, sondern noch relativ normal und ohne die ganzen am Abend gelernten Regeln. Da ich schon zum zweiten Mal da war, hatte ich die Möglichkeit, anstatt der Putz-Meditation (ja man kann auch beim putzen meditieren) und der Führung über das Klostergelände, an einem Amitabha Chanting https://www.youtube.com/watch?v=kajp0IfQZ7g teilnehmen. Buddhisten aus ganz Taiwan kamen dazu eine Woche lang in das Kloster und nutzen den Gesang zum meditieren - erst im Sitzen, dann laufend und am Ende folgt eine Meditationseinheit ohne Gesang. Im Anschluss daran ging es dann für unsere Gruppe zum ersten Mal in die große Essenshalle des Klosters, wo bis zu 2000 Leute Platz finden. Während die Diensthabenden Mönche das Essen verteilen, wird wieder ein Gebet gesungen. Am Ende des Gesangs hat jeder eine Schüssel Reis, eine Suppe und einen kleinen Teller mit drei verschiedenen vegetarischen Speisen vor sich stehen, manchmal gibt es auch noch Obst. Wenn man sich sicher ist, dass an alles schaffen kann, nimmt man das Essen zu sich heran. Denkt man, man kann etwas nicht schaffen, lässt man es an der gegenüberliegenden Tischkante stehen und wartet das eine „Servicekraft“ kommt und das essen, was man nicht will, bzw. nicht schafft, weg nimmt. So erreicht man, dass am Ende kein Essen verschwendet wird. Am Nachmittag folgte dann eine kleine Einführung in die 4 edlen Wahrheiten des Buddhismus, eine Sutra Kalligraphie Stunde (auch dies diente wieder als Meditation), eine Fragstunde, wo wir zwei Nonnen mit allen Fragen löchern durften, die uns so einfielen, und eine Abendmeditation.

Samstag-MOrgen.jpg

Outdoor-Meditation am Morgen

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Kalligraphie

 

Am nächsten Morgen hieß es auch für uns zu einer für ein Kloster normalen Zeit aufstehen, d.h. 5:30 Uhr aufstehen, um 5:50 Uhr im Hauptschrein zum Morgengesang zu sein. Der Hauptschrein ist wirklich beeindruckend, in der Mitte sitzen drei riesigen Buddhastatuen, die im restlichen Raum umgeben von mehr als 10.000 kleinen Buddhas sind. Auch beim Morgengesang wird wieder ein Gebet gesungen und meditiert. Danach ging zusammen mit all den Mönchen und Nonnen in den Speisesaal zum Frühstück. Man erkennt wirklich kaum einen Unterschied zwischen den drei Mahlzeiten am Tag, Reis, Suppe und vegetarische Speisen und das am Morgen, zum Mittag und am Abend. Natürlich gibt es immer andres Gemüse, aber manchmal auch die Reste vom letzten Essen. Zumindest Frühstück könnte für meinen Geschmack anders sein, aber für eine kurze Zeit, geht das auch mal so. Für uns ging es danach zum Buddha Memorial Center, wo wir nach einer Laufmeditation noch einmal eine kleine Freiluft-Meditation hatten. Danach ging es für mich an einen Ort, an dem ich bei all meinen Besuchen auf dem Gelände noch nie besucht hatte, ein Teehaus, wo wir eine Teezeremonie hatten. Am Nachmittag ging es dann mit dem Zug wieder zurück in den Norden Taiwans. Es ist immer wieder witzig wenn man mit dem Zug von Süden nach Norden fährt, denn man kann förmlich drauf warten, dass sobald man den Wendekreis des Krebses überquert, das Wetter schlechter wird. Meistens startet man bei Hitze und Sonne im Süden und kommt bei warmen und regnerischem Wetter im Norden an.Wendekreis des Krebses überquert, das Wetter schlechter wird. Meistens startet man bei Hitze und Sonne im Süden und kommt bei warmen und regnerischem Wetter im Norden an.

Sonntag-BMS-.jpgTeezeremonie.jpg

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Buddha Memorial Center 

 

Euch eine schöne Woche

LG Nicole

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Studieren in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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