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6. November 2013 3 06 /11 /November /2013 10:48

Hallo ihr Lieben,

 

Letzten Donnerstag wurde Taiwan von einem etwas größeren Erdbeben durchgerüttelt. Man hat zwar hier fast täglich kleine Erdbeben, aber die merkt man meist nicht. Das Beben letzte Woche war auch für mich hier eine Premiere, und kann, wenn es nach mir geht, auch das einzige stärkere Beben während meiner Zeit hier in Taiwan bleiben. Obwohl das Zentrum etwas weiter weg lag, hat mein kleines Zimmer hier schon etwas mehr als normal gewackelt. Aber zum Gück ist niemanden etwas passiert, nur eine Quietscheente in Taoyuan ist beim Versuch sie nach dem Beben wieder aufzublasen am HInterteil geplatzt.APTOPIX-Taiwan-Rubber-Duck.jpg

Seit Anfang des Semesters planen wir mit unserem Kurs mal zusammen essen zu gehen, wurde es so langsam auch Zeit, das das Semester in 2 Wochen auch schon rum ist. So ging es für uns pünktlich nach Kursende zu Fuß, per Bus und per MRT zu einem Hot Pot Restaurant. Das besondere an dem Restaurant war, dass jeder seinen eigenen Hot Pot hatte. Und so köchelte jeder sein eigenes Süppchen und verfeinerte es anschließend mit diversen Soßen. Anschließend ging es frisch gestärkt in eine Kirche, denn Freitags geht unsere Lehrerin mit ihrem Mann immer tanzen und hat uns eingeladen, dass auch mal zu probieren. Und so tanzten wir Freitagabend mit unserem Kurs mal im Kreis und mal in Reihen in Mitten einer taiwanesischen Kirche.

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Für Samstag hatte unsere Sprachschule einen Ausflug nach Yilan, ca. eineinhalb Stunden außerhalb von Taipei geplant und so trafen wir uns Samstagmorgen alle in ihrer eigenen Vorstellung von Pünktlichkeit an der Sprachschule, wurden auf zwei Reisebusse verteilt und los ging die Fahrt- raus aus Taipei. In Yilan war unser erster Halt eine Frühlingszwiebelfarm, deren Einfahrt bei der Planung definitiv nicht für Reisebusse gedacht war, aber da man in Taiwan ja nicht allzu gerne läuft fährt der Bus trotzdem bis dahin, wo wir hin mussten. So wurden wir ca. 80 Sprachstunden zunächst mit lustigen Reishüten und Gummistiefeln ausgestattet, um anschließend auf dem Feld die Frühlingszwiebeln zu ernten. Über Stock und Stein und vor allem durch Matsch ging es zu den Frühlingszwiebeln, wo jeder seine kleine Knolle erntete. Die wurde dann gewaschen und anschließend von den Farmarbeitern eingesammelt und geschnitten, damit wir sie dann auf unsere Frühlingszwiebel-Schnecken verteilen konnten. Das Prozedere erinnerte mich stark an die Kochabende mit meinen Jenaer Freunden, als wir Flammkuchen selbstgemacht haben. Nachdem wir nach Anleitung der dortigen Mitarbeiter alle eine Frühlingszwiebelschnecke hergestellt habe, wurde die wie von den Nachtmärkten bekannt, in Öl ausgebraten und jeder durfte seine eigene Essen. Ich muss sagen, dass im Vergleich mit den auf dem Nachtmarkt in Yilan, der für diese Frühlingsrollen Schnecken berühmt ist, unsere nicht ganz mithalten konnten. Aber jetzt hab ich in etwa eine Idee, wie ich die in Deutschland selber machen kann (meine Eltern werden sich freuen, wenn ich wieder ihre Küche mit gebratenem Öl-Duft verfeinere). Den restlichen Nachmittag haben wir in dem National Center for traditional Arts in Yilan verbracht.

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Vorbereitung

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Braten- aber man beachte, man gibt "nur etwas " Öl hinzu :)

 

Wie schon der Samstag war auch der Sonntag mal wieder verregnet. In der Stadt sah es noch relativ gut aus und so haben wir uns mal wieder für eine YouBike Fahrrad Tour entschieden. Von Beitou aus ging es damit Richtung Norden ans Meer nach Danshui. Auf dem Weg dahin kamen dann die 50 % Regenwahrscheinlichkeit durch und wir wurden ziemlich nass. Nach einem kurzen Stopp an einem der vielen 7/11 hier, waren wir aber Dank Regencapes gut ausgerüstet und konnten unsere kleine Tour fortsetzen. Angekommen in Danshui, belohnten sich Michael und Gina mit einer Massage, da ich bei Massagen immer etwas lachempfindlich bin, habe ich darauf verzichtet. In Taipei gibt es viele solcher kleinen Massageläden, in denen meist Blinde für ein sehr geringes Entgelt einen ordentlich durchkneten. Nach einem kleinen fischigen Snack, der an der Küste natürlich ein Muss ist, sind wir zurück Richtung Stadt gefahren. Rückzu haben wir sogar den offiziellen Fahrradweg gefunden, der das Fahrrad fahren dann doch etwas angenehmer war. Obwohl es auch Hinzu kein Problem war, dass wir auf einer 6 spurigen Straße gefahren sind. Solange man sich an die Scooter hält und auf denen ihrer Spur bleibt, kann einem eigentlich nichts passieren. Auch der Fahrradweg wurde am Ende eins mit der großen Straße und die Gehwege eignen sich trotz Ausschilderung für Fußgänger und Fahrräder nicht wirklich zum Fahrrad fahren, wodurch wie die letzten Kilometer auch wieder auf einer riesigen Straße gefahren sind. Nachdem wir dank’ einer App gefunden haben, wo in Taipei noch freie Plätze für die Youbikes sind, kamen wir nach 30 km Fahrrad fahren auch etwas müde zu Hause an.

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Fahrradtour im Norden

 

Gestern waren Michael und ich dann noch mal auf einem riesigen Klamottenmarkt hier in Taipei. Der Markt war ursprünglich als Art Großhandel für die vielen kleinen Ladenbesitzer gedacht, ist aber inzwischen auch bei vielen „Privatpersonen“ beliebt, um Klamotten zu kaufen. Neben relativ normalen Läden gibt es dort aber auch viele Läden, wo die Klamotten einfach in Plastiktüten verstaut dastehen. Wie man da was finden soll, bleibt für mich ein absolutes Rätsel. Sehenswert ist es trotzdem:)

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:)

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Klamotten über Klamotten

 

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche.

 

LG Niggy

 

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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