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20. Dezember 2011 2 20 /12 /Dezember /2011 11:46

Hallo meine Lieben,

endlich ist es wieder um die 18 Grad, nach dem wir letzten Sonntag den kältesten Tag verzeichnen konnten. Natürlich hab ich mich am kältesten Tag auch noch am kältesten Ort in Danshui befunden und ich sag euch, es war wirklich kalt. 11 Grad sind bibber kalt und wenn ich dann daran denke, dass es in Deutschland noch kälter ist, bleibt es mir nur euch Respekt zu zollen, die Härte zu besitzen diesem Wetter stand zu halten. Aber ihr habt einen entscheidenden Vorteil- Heizungen. Eine tolle Erfiundung, wir sollten den alten Römern danken (wenn man Google trauen darf, dann haben sie dieses Wunder hervorgebracht).

Ach und da bin ich auch schon fast beim Thema, also wie erwähnt habe ich das Wochenende in Danshui verbracht und ja ich war schon wieder in Danshui. Diesmal aber zu einer Konferenz nur für Praktikanten die AIESEC Taiwan ausgerichtet hat. So kam ich also in den Genuss das Wochenende in einer kalten Uni zu verbringen. Eine der ersten Sessions ging um Taiwan im Allgemeinen, was mich zum überlegen gebracht und ich glaube ich habe euch dieses kleine bezaubernde Land noch garnicht so genau vorgestellt, was ich jetzt ändern möchte.

Da ich von einigen weiß, dass sie bevor ich hier hin bin garnicht genau wussten wo das liegt, hier eine kleine Erläuterung; Taiwan ist eine kleine Inseln, die ca. die Größe von Baden-Würtemberg besitzt. Diese kleine Insel mit einer Form einer Süßkartoffel liegt also vor dem chinesischen Festland im West Pazifik.

foto2.gif suesskartoffel-01.jpg

also gespiegelt und es würde passen J

 

Durch die leicht südliche Lage herrscht hier subtropisches Klima, was meistens angenehm warm ist, nur die letzte Woche war leicht kühl, aber auch hier gibt es sowas wie Winter, ähnelt aber eher dem deutschen Herbst. Durch das Klima ist die Insel durchweg grün und diese Herbstgraue-eklig-grasgrüne Phase gibt es hier nicht Jippie. Alles grünt und blüht die ganze Zeit und wird nur durch kleine Erdbebchen oder Taifune erschüttert.

An manchen Stellen stößt man schon mal an kleine kulturelle Unterschiede. Angefangen beim Essen, obwohl die durchweg positiv sind. Der zweite riesen Unterschied ist die Arbeit. Manchmal glaub ich Taiwanesen leben mehr für die Arbeit als das sie für ihr Leben arbeiten. Eigentlich zählt nur, dass man die volle Arbeitszeit da ist, wer zu spät kommt, bekommt weniger Gehalt, aber wer länger bleibt, das intreressiert niemanden. So gibt es auch ein recht unklares Urlaubssystem, also die Einheimischen selber bezeichnen es als solches, aber eigentlich werden damit nur gesetzliche Feiertage gemeint. Bei guten Unternehmen kann man aber immerhin einige Tage Urlaub erhaschen oder man macht es wie ich, und nimmt unbezahlten Urlaub. Das Geld was man also mit seinem Job erarbeitet kann man fast nur beim shoppen ausgeben, aber durch die Dichte an Läden und Shopping Malls das besonders gut. Ich kenne nur Studenten die verreisen, alle andren maximal zum Neujahrsfest, da man da, wenn alles gut liegt, eine  Woche frei hat und somit endlich Zeit zum reisen und zum erkunden der Welt hat.

Ein weiterer Unterschied ist, es gibt für alles hier Regeln und Vorschriften. Dabei ist eine MRT Station ein Paradebeispiel von Regeln: Essen und trinken, sowei Kaugummi kauen ist in der MRT verboten, es gibt Linie in denen man sich anstellen muss, um in die MRT einzusteigen, es gibt aufgemalte Wege in den großen Station welche Richtung wo zu laufen hat und wo derjenige mit Koffer sich fortbewegen darf, auch die Lauf- und Stehplätze einer Rolltreppe sind festgelegt. Bei der Post, beim Arzt und auf der Bank muss meine Nummer ziehen, um zu wissen, wann man dran ist, aber wenn man schlimm krank ist, kommt man wohl gleich an.

Mit am besten gefällt mir immernoch die Ess- und Trinkkultur. An jeder Ecke gibt es einen Teeshop und der Teemixer ist hier mindestens so cool wie der deutsche Barkeeper. Auch Tempel kann man überall finden, meistens in einer Reihe von Hochhäusern kann man plötzlich einen kleinen Tempel finden. Farbenfroh verziert bilden sie einen idealen Rückzugsort aus dem hektischen Leben der Großstadt. Solche Entspannungsorte, die sie wahrlich nach der Arbeit gut gebrauchen können, gibt es hier sehr oft: zum einen die vielen Tempel, die Parks aber auch die unzähligen Starbucks bieten einen Ort zum abschalten.

Und dann möchte ich dank meines letzten Wochenendes nochmal auf das Shoppen eingehen. Also Shoppen geht hier fast immer und vor allem überall. Lädchen, Malls, Märkte, einfach überall. Wenn man wie in Europa gewohnt shoppen möchte, sollte man Läden und Malls aufsuchen. Schon in kleineren Läden kann es vorkommen, dass man gewisse Sachen nicht anprobieren darf, was auf Märkten ganz normal ist. Die haben dafür einen Blick, was dir passt und was nicht, ich probiere dann doch lieber an.

 

Übrigens, weil es so gut passt ein Artikel der FAZ http://www.faz.net/aktuell/reise/fern/taiwan-und-zum-abschied-ein-laecheln-11567698.html

 

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Praktikum in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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