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27. April 2014 7 27 /04 /April /2014 01:54

Huhu,

Zug fahren ist in Taiwan so eine Sache für sich. Im Gegenteil zum sonst immer so pünktlichen Deutschland, sind ja unsere Züge wirklich undeutsch. Ganz im Gegensatz dazu Taiwan. Hier sind die Menschen oft etwas zu spät, dafür sind aber die Züge, zumindest die, mit denen ich bisher gefahren bin, immer pünktlich. Schon bei einer Verspätung von einer minute wird das auf den Anzeigetafeln angegeben. Und obwohl der durchschnittliche Taiwanese deutlich kleiner ist als ein durchschnittlicher Deutscher, sind die Züge geradezu geräumig. 
Taiwanesen lieben es beim Zug fahren Lunch Boxen zu essen. Aus meiner Sicht sind die nicht wirklich etwas besonderes, viel zu viel trockener Reis, ein Büschen fad gewürztes Gemüse und Fleisch. Eine meiner Chinesischlehrerinnen hat mal erklärt, dass sie das an ihre Kindheit erinnert, wo es diese Art des Essens immer auf den Zugfahrten durchs Land gegessen haben. Denn obwohl Taiwan so klein und niedlich ist, können die Fahrten von einem ans andre Ende ganz schön lang werden. Am Freitag nach meiner Uni, also pünktlich zur Mittagszeit begab ich mich also auf den Weg von Taipei nach Miaoli, eine Stadt fast in der Mitte Taiwans. Und natürlich darf speziell zur Mittagszeit eine solche Lunch Box nicht fehlen. Und so sassen die Taiwanesen  fröhlich schmatzend um mich herum. Auch nach mehr als 1,5 Jahren hier kann ich mich an solch‘ eine Geräuschkulisse nicht gewöhnen. Und was ist des Taiwanesen (vor allem von Frauen) zweitliebste Beschäftigung beim Zug fahren? Genau- Selfies machen, wie eigentlich überall wo man ist.
Und wenn man seine Alltagsbrille mal ablegt, fällt einem auch wieder selber auf, wie freundlich Taiwanesen sind. Egal wo ich war, sobald ich auch nur ein bisschen fragend aussah, wurde mit sofort geholfen, auch wenn ich gerade keiner Frage hatte. Aber in Miaoli hatten wir damit Glück, denn wir kamen an einer Tempel/ Klosteranlage an, die am Freitag eigentlich geschlossen war, aber da ich Ausländer war, kam natürlich sofort ein englisch sprechender Guide und führte uns etwas in dem schon geschlossenem Tempel herum, leider nur in der Außenanlage, was trotzdem sehr interessant war._MG_7093_Fotor_Collage.jpg

Neu-7124_Fotor_Collage_6.jpgZum Abendbrot gab es ganz Oster Like viel zu essen, von Ente, über Suppe, Bambus, Omlette bis hin zu selbst gemachten Kim-Chi. Die Küche sah für mich eher aus, als ob man mit den riesen Töpfen für eine ganze  Fußballmannschaft kochen will. 
Samstag morgen ging es nach Nanzhong, was etwas mehr in den bergen gelegenen war, dort fand gerade ein Hakka-Fest statt, wo verschiedene Ureinwohner Stämme ihre Sanges- und Tanzkünste zum besten gaben. Wir schlenderten durch die alte Straße des Ortes, in Deutschland würde man das wohl eher als Altstadt bezeichnen. Dort gab es allerlei traditionelles taiwanesisches Essen. Auch die Aboriginies boten einige ihrer Köstlichkeiten an.

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Mit vollen Mägen ging es dann zu einem See, wo wir uns mit Massen von chinesischen Touristen einmal um den See bewegten. Wenn man wie wir Glück hat, gibt es zwischen zwei chinesischen Reisegruppen genug Abstand und man wird weder von der vor einem laufenden noch von der nach einem laufenden Gruppe zu sehr belästigt. 
Das es ja inzwischen in Taiwan etwas wärmer wird, rasieren viele Hundebesitzer ihren kleinen Freunden das Fell, da es aber in den bergen etwas kühler und neblig war, braucht ein Hund natürlich ein Regencape und anti-rutsch Schuhe. Und falls der Hund keine Lust mehr zu laufen hat, kennt man in Taiwan genügend Möglichkeiten den Hund anderweitig zu transportieren. Variante 1 ist natürlich das altbewährte auf dem Arm tragen. Variante 2, welche auch in Deutschland zunehmenden an Popularität gewinnt, sind diese Hundehandtaschen, EU der Körper des Hundes drin verschwindet und nur der Kopf noch zu sehen ist. Variante 3 ist der beliebte Hundewagen, in dem der Hund ähnlich wie ein Kind durch die Weltgeschichte geschoben werden kann. Variante 4, und die hab ich dort zum ersten Mal gesehen, ist eine Art Rucksack, wo der Hund aber nach hinten raus schauen kann.

Neu-4584_Fotor_Collage_5.jpgNeu-7124_Fotor_Collage_Dog2.jpg
Euch eine schöne Woche

LG Niggy

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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