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20. März 2012 2 20 /03 /März /2012 13:54


Den Satz bekam ich am Wochenende zu hören- wie ich finde eine Ehre, ein Kompliment. Ich fühl mich auch immer mehr heimisch hier. Meine neue Wohnung unterstützt das auch noch. Gab es in den ersten zwei Wohnungen noch den Müllservice, muss ich ab jetzt meinen Müll selber weg schaffen. Durch das Gedudel hört man das Müllauto schon von etwas weiter weg. An meiner Hausecke kommt das gegen 19 Uhr, somit kann ich meinen Müll nur Dienstag und Donnerstag weg schaffen! Bis jetzt hab ich meinen Müll immer mit auf Arbeit genommen, durch die vielen Pappverpackungen musste das aber doch mal an so ein Auto geschafft werden. Vorne ein Auto für frischen Müll hinten für Pappe und Plaste, die Mülltüte wird dem oder der freundlichen Helfer/ in auf dem Auto gereicht und weg ist der Müll! Nun wohn ich hier auch schon wieder einen Monat J So schnell vergeht die Zeit!

Aber nun zu letzter Woche! Am Donnerstag war im Büro nicht so viel los und so konnte ich recht pünktlich Schluss machen. Ein guter Tag um pünktlich heim zu gehen: es war noch hell und es war schön warm und so nahm ich mir die Karte und wollte mal zum Flussufer laufen, da müsste ich auf einen Park stoßen. Dank meines Freundes, wusste ich seit Dezember auch, wo ich auf der Karte bin, vorher hatte ich so ein grobes Feld von wenigen Quadratkilometern in denen ich dachte, zu wohnen. Und so konnte ich zielgerichtet und doch etwas planlos los laufen. Eigentlich garnicht schwer, man muss nur dem Highway folgen, der 20 Meter über der normalen Straße liegt, der mündet irgendwann in einen anderen Highway und dort müsste der Fluss sein. Wie gesagt müsste! Ich stand vor einer riesigen Mauer, die immerhin von Pflanzen besiedelt war! Dahinter musste also der Fluss und der Park sein, man braucht nur ein Loch durch das man auf die andere Seite kommt. Scheinbar sah ich etwas planlos aus und so sprach mich ein Phillippino (Larry) an und zeigte mir das nächste Loch um die Mauer zu passieren. Und da sah es tatsächlich aus, wie auf meiner Karte: erst Park dann Fluss! Ein Basketballfeld unterhalb des Highway-Kreuzes (immernoch ca. 20 Meter über uns), eine kleine grüne Oase am Wasser, manche gehen hier laufen, manche fahren Rad und ich entscheide mich da etwas langzuschlendern und Larry entschied sich, mir Gesellschaft zu leisten! Und ich musste an dem Abend immer wieder feststellen, wie gut wir Deutschen es haben. Als erstes hab ich mich natürlich gefreut, wieder einen neuen Park entdeckt zu haben, aber wieder hört man Scooter und Autos, so wirklich Ruhe in der Natur findet man eben doch nur am Rande der Stadt! Da freu ich mich schon ein bischen wenn ich zurück nach Hause komme, vor allem in Suhl, wo man keine Minuten braucht und im Thüringer Wald spazieren gehen kann! Mein neuer Weggefährte stellte sich als sehr nett heraus. Das er von den Phillippinen kommt wusste ich schon, zu erst hab ich natürlich die Chance genutzt mir wertvolle Reisetips geben zu lassen. Und dann erzählte er mir, dass er in Taiwan ist, um zu arbeiten. Er und seine Freunde arbeiten so ziemlich in jeder Fabrik, die es gibt, um Geld zu verdienen. Das Geld behalten sie nicht selber, sondern das schicken sie zurück nach Hause, damit ihre Familien Geld haben! Das machen hier viele Phillippinos, Indonesier und Thailänder so, da in Taiwan das Gehalt so hoch ist. Was für uns Deutsche ein absolut schlechtes Gehalt ist, ein Uni Absolvent fängt hier bspw mit einem Einstiegsgehalt von rund 570 Euro an, ist für die recht viel! Trotzdem reicht es nicht aus, damit sie auch nach Hause fliegen können! Er fährt fast alles mit dem Fahrrad, weil Bus und MRT teuer sind, wobei die teuerste Fahrt quer durch die ganze Stadt 1,43 Euro kostet, ich glaube man zahlt in Jena für einen Fahrt schon 1,70 Euro! Da kann man nur feststellen, dass es einem selber sehr gut geht, ich schicke weder Fahrräder noch andre nützliche Dinge nach Hause, maximal kleine Geschenke werden per Post verschickt. Mein Gehalt „darf“ ich zum Glück auch für mich behalten.

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Am Wochenende ging es dann zum Präsidentengebäude in Taipei. Unweit von der Mainstation in Taipei ist das National University Hospital und der 2-28 Peace Memorial Park, von dort ging es recht schnell zu dem Präsidentengebäude. Man darf nur von der gegenüberliegenden Seite Bilder machen und die Straße darf man auch nur an ausgewählten Stellen überqueren! Da es am Wochenende über 30 Grad waren genossen wir danach das Wetter im Park und sind anschließend nach Ximen gelaufen. Alles ganz nah bei einander, so groß ist Taipei vielleicht doch nicht, naja gut schon Taiwan ist nicht allzu groß J Dort gab es lecker thailändisches Mittag und danach ein Eis. Am späten Nachmittag ging es dann zu der Newie Konferenz der AIESEC’er und ich habe wieder festgestellt, wie schön doch deren Campus ist. Ich pack irgendwann im August also meinen Koffer und packe ein: den Campus, taiwanesisches Essen als Notration für Deutschland und zum Überleben der ersten Tage und mir fallen bis dahin sicherlich noch 2-3 weitere Dinge ein.

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Präsidentengebäude

DPP_360.JPGEis :) Mit Erdbeeren und Schoko-Bananen!

Ich wünsche euch erstmal eine schöne Woche.

Liebste Grüße aus Taipei,

Eure Niggy

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Reisen in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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