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23. November 2011 3 23 /11 /November /2011 10:58

Hallo meine Lieben,

schon wieder eine Woche her, dass ich mich hier  zu Wort gemeldet habe. Das will ich nun aber nachholen.

Meine vergangene Woche war recht bewegt, nach dem wir nun alle von Hong Kong zurück waren, stand auf Arbeit hauptsächlich die Messenachbereitung an. Meine persönliche Nacharbeit bestand zudem in Erkältungsbekämpfung. Ansonsten hatte mich der allgemeine Alltag zurück: Arbeiten, Sprachschule und Umzug. Das mit dem Umzug ging recht fix, vor Hong Kong rief mich mein Buddy Stephanie (AIESECerin) an und fragte, ob ich umziehen will. Ohne das ganze gesehen zu haben, wollte ich aber weder zu- noch absagen, also ging es Dienstag mit meiner Vermieterin los zur Besichtigung- 2 Straßen weiter. Das Haus macht einen besseren Eindruck, ich hab einen Schreibtisch und das beste ich hab große Fenster (sogar im Bad und man kann es öffnen und schließen, eine Errungenschaft, die mich vielleicht vor einer kommenden Erkältung schützt)! So stand also Dienstag Abend fest, ich ziehe um. So ging es heim zum packen, nachdem ich 2 Stunden vorher erst meine Hong Kong Sachen ausgepackt hatte, und auch Mittwoch noch etwas packen und Donnerstag dann Umzug, welcher wirklich schnell ging und ich schon vor dem schlafen gehen ich wieder alles an seinem neuem Platz hatte! Nun wohn ich mit meinen Vermietern in einem Haus, die mir auch gleich allerhand Kekse und Küchlein vorbeigebracht haben, ich glaube die haben etwas Sorge, dass ich sonst vom Fleisch falle.

Freitag hatte dann Jojo (die Tochter vom Chef und Arbeitskollegin) Geburtstag. Typisch Deutsch gratulier ich am Morgen und geb ihr auch da ihr Geschenk. Bei den Kollegen sieht das anders aus, pure Ignoranz des Ganzen. Selbst als ihre Eltern auf Arbeit kommen, kein sterbenswörtchen, keine Umarmung, kein Nichts L Erst Abends, als wir alle zusammen essen gingen und wir aufgegessen hatten und als Dessert die Torte kam, wurde Happy Birthday gesungen, was allerdings schon gegen halb 9 Abends war! Ich präferiere da eindeutige die deutsche Variante in der Mama und Papa Nachts alles vorbereiten und wenn man aufsteht Blumen, Kuchen und Geschenke bereit stehen und man ein ausgiebiges Geburtstagsfrühstück hat. Das Argument von Jenny war, diue Schüler müssen ja um 8 Uhr in der Schule sein, zählt für mich nicht, denn ich musste immer halb acht in der Schule sein J Trotzdem war das Essen lecker, nur die Manier mit dem Von Kopf bis Fuß muss alles auf dem Tisch sein ist nicht ganz so meins. So schwamm das Hühnchen in der Supper und der Kopf kam samt Füßen gebraten daneben. In einer andren Suppe schwamm Hoden und sonstige Innereien herum, weil es gesund ist. Da hab ich beschlossen, ich leb lieber mal absolut ungesund und probier das nicht.

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Freitag Abend nach dem Essen stand dann auch schon wieder einpacken auf dem Programm (ich kam die letzte Woche aus ein- und auspacken nicht raus), denn Samstag Früh (und das mit dem Früh haben die wirklich sehr ernst genommen- 6 Uhr 30 aufstehen) ging es los Richtung Gebirge in der Mitte des Landes. Erst zu Fuß zur MRT, dann mit der MRT und dem Bus Richtung Uni, dann mit dem Reise-Minibus weiter Richtung Nantou. Zwischendurch immer weiter Leute eingeladen. Dort angekommen, gab es als erstes Mittag und dann ging es zur Qingjing Farm. In den Bergen war es ganz schön ungemütlich, bin ich am Morgen noch bei 25 oder mehr Grad in Taipei abgereist, waren es dort vielleicht 15-18 Grad und Nebel gepaart mit Regen. Also das beste Wetter um draußen rum zu stiefeln. Ich bin mir sicher bei schönem Wetter ist die Gegen wirklich toll, nur leider hatten wir eine Sichtweite von 20 Meter und konnten somit keinen der angegebenen Ausblicke genießen. Dennoch wurden überall hunderte Bilder gemacht: mit Pferden, Schafen oder einfach nur in der Natur! Etwas angsteinflößend waren dann die riesigen Spinnweben, bei denen ich garnicht dran denken will, wie groß die Spinnen dazu sind. Am Abend ging es dann auf einen Campingplatz- was das Organisationsteam als super Überraschung empfand, fanden wir zunächste weniger witzig. Gerade ging es meiner Erkältung besser und dann stiefel ich den halben Tag durch Regen und schlafe im Zelt. Um also weniger schlafen zu müssen verlängerten wir das BBQ etwas, gingen dann in aller Ruhe duschen (ich hab die meiste Zeit damit verbracht die Käfer in der Dusche zu töten) und dann gingen wir schlafen. Die Feststellung der Taiwanesen ist immerwieder, dass meine Haut so schön ist, vor allem so schön weiß! Meine vornehme Blässe findet vollsten Gefallen hier, aber ich würde gerne gegen deren leicht gebräunte Haut tauschen :)

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Sonntagmorgen stand eigentlich Sonnenaufgang um 5 Uhr auf dem Plan, dank der guten Sicht und dem leben innerhalb der Wolken blieb das aus. Dennoch hieß es wieder 6 Uhr 30 aufstehen (und ich dachte Wochenende wäre zum entspannen da). Mit dem Bus ging es dann zur Aowanda National Forest Recration Area, eine Art Nationalpark. Endlich weiter unten in den Bergen, raus aus den Wolken und sogar die Sonne kam raus. So konnten wir nach und nach die Kleidung ausziehen und ablegen und sogar sowas wie ein warm-sein-Gefühl bekommen. Die Natur und die Ausblicke haben dann für das frühe Aufstehen entschädigt. Schlangen und andere giftige Tiere konnte ich auch nicht sehen, dafür Berge, grün und einen Fluss. Es ist tatsächlich, wie man in den Reiseführeren liest, ein richtiges Flussbett gibt es nicht, das Wasser fließt einfach da lang, wo es grade will.

Weiter unten ist auch die Flora und Faune garnicht so europäisch. Neben den Nadel- und Laubbäumen verstecken sich hier auch ein paar Palmen, was wie ich finde, etwas witzig ausschaut!

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Nach einer Stärkung zum Mittag ging es dann zum berühmten Sonne-Mond See (日月潭). Von einem Tempel aus ging es 365 Stufen hinunter, für jeden Tag des Jahres eine Stufe, zu einer Aussichtsplattform am Wasser. Wirklich ein schöner Ort und so komplett anders als Taipei (vor allem wieder riesen Spinnen). Mit einer ewig langen Busfahrt begeben wir uns dann auch zurück nach Taipei.

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Am Ende des Wochenendes bin ich also froh, in Taipei zu sein. In der Großstadt ist der Lebensstandard eben schon deutlich anders. Neben normalen Toiletten findet man hier deutlich weniger Krabbelgetier, was mir durchaus zu Gute kommt! Dennoch ist die Reise in die anderen Teile Taiwans empfehlenswert und ein absolutes Muss. Das nächste Mal Richtung Süden wird es im Januar mit meinen Eltern und meiner Schwester gehen, bis dahin arbeite ich also weiter und empfange Donnerstag den ersten Besucher aus Deutschland.

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Euch eine schöne Woche, esst ein paar Lebkuchen für mich mit J


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Published by taiwan-touched-with-pink - in Praktikum in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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