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14. September 2013 6 14 /09 /September /2013 07:48

Hallo meine Lieben,

 

Inzwischen kehrt für mich hier so langsam der Alltag ein. In meiner Wohnung gehört vor allem die Geräuschintensive Grundschule dazu. Das heißt, unter der Woche geht morgens pünktlich ab um 8 Uhr die Schulglocke und dann jede Stunde. Aber das ist natürlich nicht ein einfaches Ding Dong wie in Deutschland, sondern eine ganze Melodie. Und Montagmorgen wird das Ganze ausgebaut, d.h. pünktlich um 8 Uhr stehen die Kinder aufgereiht auf dem Schulhof/ Sportplatz und singen. Dann kommt der morgendliche Appell der Lehrer, alle nehmen gleichzeitig ihre „Mützen“ an und verbeugen sich leicht. Bisher bin ich da nie aufgestanden und habe mir das „Spektakel“ angeschaut, aber die Woche hab ich tatsächlich mal mein Fenster geöffnet und mir das angeschaut. Und weil es so schön war, habe ich auch mal ein kleines Video gemacht.


 

 

 

Ich find es ja ganz entzückend wie ordentlich aufgereiht die da stehen und singen. Irgendwie süß. Die Tage hatten sie bei der Hitze Sport draußen, ich glaub’ es hatte auch seine Vorteile im kalten Deutschland aufzuwachsen.

Ansonsten ist in meiner Wohnung noch nicht so viel Alltag eingekehrt, bis jetzt sind wir nur zu Dritt in der WG (von Sechs). Und davon krieg ich immer nur Shelly zu Gesicht, durch die ich das Zimmer hier habe. Sie hat mir die Tage auch unsere riesige Dachterasse gezeigt, von wo aus man hinter dem Berg sogar den Taipei 101 sehen/ erahnen kann J Und die andre hab’ ich bis jetzt noch nie gesehen, aber scheinbar wohnt ihr Freund so halb mit bei ihr. Das entschärft unseren Mietvertrag wieder etwas J Ansonsten hab ich täglich von 12 bis 15 Uhr Chinesisch Unterricht. Und auch in der zweiten Woche hat der Spaß bei uns im Kurs nicht aufgehört, was die Hoffnung aufkommen lässt, dass es so bleibt. Gestern hatten wir beispielsweise einen kleinen Exkurs in Sachen zahlen. Wie bei uns Freitag der 13. für viele ein Unglückstag ist (ich hoffe den gestrigen haben alle gut überstanden), gibt es auch hier zahlen, die im allgemeinen Verständnis nichts Gutes verheißen, bzw. andere die als Glückszahlen gelten. Die ungeliebten Zahlen wie 4 und 6 gilt es bspw. in Handynummern zu meiden. Und obwohl die 8 als Glückszahl gilt, will keiner eine Handynummer mit „5884“. Ausgesprochen klingen die Zahlen (5884- wu ba ba si) ähnlich wie wo baba si- also mein Vater stirbt. So auch bei 5454- wu si wu si- oder eben ich sterbe. Auch 52- wu er was klingt wie wo e (ich habe hunger) ist scheinbar nicht allzu beliebt. Wer dagegen seiner Liebsten Blumen schenken möchte sollte die Zahl 9 im Kopf haben- das klingt hier wie für immer. Also 9, 99, 999, 9999,... Blumen kaufen und man ist auf der sicheren Seite.

Zum Alltag in Taiwan gehört natürlich auch, dass man alles erdenkliche in Pink/ Rosa bzw. mit Hello Kitty und diversen anderen aufgedruckten Kindheitserinnerungen bekommen kann. Und es wäre ja nicht Taiwan, wenn es nicht sogar eine Bank in Schweinchenrosa gäbe. Das mit dem Schweinchen nimmt man dann auch noch Wörtlich und Tada man hat eine Bank die so aussieht:

 IMG_9825.JPG

 

So jetzt steht aber ersteinmal das Wochenende an.

 

Liebste Grüße

Niggy

 

Mit den "Elektroleitungen" nehmen sie es hier immernoch nicht so ernst :)

IMG_9848.JPG

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Published by taiwan-touched-with-pink - in Studieren in Taiwan
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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