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5. September 2014 5 05 /09 /September /2014 11:42

Hallo ihr Lieben,

Von Beijing aus ging es weiter nach Zhangjiajie. Bekannt ist die Stadt durch zwei Nationalparks, einer (Tianmenshan Nationalpark) mit dem Himmelstor und der andere (Zhangjiajie Nationalpark), der bekannt ist durch seine Bergformationen. Letzterer wurde mir von Freunden mit den Worten: "da wo Avatar gedreht wurde" empfohlen. Und tatsächlich wird damit auch im Internet geworben, dass die Landschaft die Macher von Avatar inspiriert hat bzw. gleich mal ein Teil des Films dort gedreht wurde. Es gibt sogar einen Avatar Berg, aber wenn man mal googelt, findet man keinerlei Anhaltspunkte, außer die der chinesischen Marketingseiten, die das bestätigen.
Dennoch auch unser Hostelbesitzer empfohlen uns zu erst den Park zu besichtigen und nur wenn wir Zeit haben zu dem Himmelstor zu fahren. Mit einem kleinen Bus ging es also rauf in die Berge, je näher wir an den Park kamen, um so lauter wurde das "Ahh" und "Ohh wie schön!" der chinesischen Touristen. Aber man kann dem nur zustimmen, die Berge die sie da haben sind einfach wunderschön. Unser Hostelbesitzer hatte uns eine kleine Route eingezeichnet, was man an einem Tag alles machen kann. Da es eine Runde war, dachte ich, es sei egal, wo man anfängt, aber am Abend waren wir der Meinung, dass es anders herum vielleicht etwas besser gewesen wäre. Am Anfang sind wir erst einmal allen anderen Touristen nachgestiefelt. Bei der ersten Abzweigung entschieden wir uns, uns von der Masse zu trennen. Da in den Karten in China, die wir jeweils von den Hostels bekamen, nie Höhenangaben oder eine Legende gegeben war, war meist nicht ganz klar, wo man sich befindet. Immer weiter ging es in den Wald rein, aber nie wirklich hoch. Und so sah man einen Berg nach dem andren, die ja alle ganz hübsch waren, aber nur Berge von unten anschauen, ist auch etwas langweilig. Mitten im Wald, nachdem wir schon eine Stunde keine Menschenseele mehr sahen, kamen wir tatsächlich an einer Hütte raus, dank der Arbeiter dort, wusste ich dann auch wo wir sind. War nicht ganz der Weg den wir geplant hatten, also ging es zurück zum Hauptweg. Positiver Weise hatten wir uns in Richtung des Avatar Berges verlaufen, und so beäugte ich jeden Berg nochmal und hab mich am Ende für einen entschieden, der zumindest für mich der Avatarberg war. Wenn man schon so einen Berg hat und der auch in der Karte steht, könnte ja ein Schild davor stehen. Nach kurzer Zeit auf dem Hauptweg, auf dem alle rumlaufen, sagte mir meine Karte, dass wir wieder abbiegen müssen. Die Beschilderung passte und laut Hostelbesitzer söllte die kleine Runde in einer Stunde geschafft sein. Also ging es guten Mutes die vielen Stufen hinauf, Stufe um Stufe. Schnell war ein Berg ausgemacht, um den es Sinn machen würde, wenn man einfach um den herum laufen würde. Eine kleine Lücke, wo man zwischen den Bergen durch kommen könnte, war auch schnell ausfindig gemacht und so war die Motivation anfangs noch sehr groß. Nach dem nach einer Stunde noch immer kein Ende in Sicht war, fragten wir uns so langsam, wo wir denn jetzt wieder hinliefen. Irgendwann kam ein freundlicher Chinese, der uns anhand unserer Karte ermutigen wollte, wo wir sind. Nach unserer Logik konnte das nicht sein, also nett lächeln, sich bedanken und weiter Berg auf. Irgendwann sahen wir tatsächlich ein Loch zwischen den Bergen und dachten wir wären oben. Man konnte aber noch weiter hoch. Wo wir also schon so weit waren, konnte es ja bis zur Spitze nicht mehr so weit sein. Der Ausblick von ganz oben war gigantisch und so war die ganze Aufstiegsmühe schnell vergessen. Und wir stellten fest, der nette Chinese hatte tatsächlich Recht, erst das oberste Stück war unsere einstündige Schleife. Der Abstieg war ganz nett gemacht und am Ende kamen wir in einem kleinen Park gleich neben dem Ausgang raus. Inzwischen hatte sich der Park auch schon deutlich geleert. Bei wunderschönem blauem Himmel hatten sich vor der malerischen Kulisse nur noch einige Brautpaare versammelt, die ihre Hochzeitsfotos machten.
Den zweiten Tag entschlossen wir uns, den zweiten Parkeingang zu testen. Der Bus hielt schonmal nicht so komfortabel am Eingang wie am Vortag und da keiner weiter zu dem Park wollte, musste ich mich erstmal durchfragen. Nach und nach stießen auch weitere Touristen auf unseren Weg hinzu, viele von ihnen hatten scheinbar direkt am Parkeingang ein Hotel gebucht. Diesmal ging es mit dem Parkbus erst einmal zu einer Gondel, mit Hilfe derer man auf den höchsten Berg des Parks kam. Auf dem Gipfel schossen alle ein paar Bilder und schon ging es wieder mit einen der Busse weiter zum nächsten Attraktionspunkt. Dachte ich am Morgen noch, dass der Teil des Parkes deutlich untouristischer ist, musste ich mich spätestens hier korrigieren. Als erstes wartete dort eine riesige McDonalds Promenade auf alle Besucher. Vorbei an vielen kleinen Verkaufsständen hatte man wieder eine tolle Aussicht. Dank unserer sonst nicht so hilfreichen Karte fanden wir einen Weg durch den Wald zurück nach unten, den man laufen konnte und nicht auf die Busse angewiesen war. Das mit dem laufen fanden auch nur wir eine gute Idee- mal wieder hatten wir den ganzen Wald für uns. Nachdem wir die Karte nun verstanden hatten, fanden wir den passenden Bus, um zu einem Wanderweg zu gelangen, der zurück zum Eingang des Vortages führte.
Obwohl es am dritten Tag etwas neblig war, entschlossen wir uns auch dem zweiten Park eine Chance zu geben. In Mitten der Stadt ging es mit einer Gondel acht Kilometer weit in den Nationalpark. Zwischendurch tauchten wir ein in eine dicke Nebelschicht, die uns bis nach oben begleiten sollte. Als ich den Hostelbesitzer am Morgen fragte, ob man bei dem Wetter in den Park kann, meinte er, es sei keine große Einschränkung. Ich muss sagen, viel dichter sollte der Nebel nicht sein.
Oben angekommen ging es zu dem Glasweg, der am Rand der Klippe gebaut wurde. Jeder durfte sich witzige Schuhüberzieher anziehen, damit man das Glas mit dem Dreck in den Schuhen nicht zerkratzt und dann schob man sich Gruppenweise über den Glasweg. Manche hatten wirklich Angst und klammerten sich an dem Felsen fest, dabei konnte man garnicht so weit schauen, da ca. nach zwanzig Metern schon der Nebel begann. Auf dem Gipfel befindet sich auch einige riesige Tempel-Anlage und da man dahin ein kleines Stück laufen muss, waren dort recht wenige Touristen anzutreffen. Nachdem wir oben ein paar Wege erkundet hatten, ging es mit der Gondel zurück zu der mittleren Station. Dort befindet sich ein Loch im Berg, oder wie es im Chinesischen heißt, das Himmelstor. Dank des Nebels konnte man das Loch leider nicht sehen, und auch ca. 1000 Treppenstufen später konnte man nur erahnen wo sich in dem Nebel das Tor befinden soll. Beeindruckend ist an den Stellen vor allem, welch ein Aufwand betrieben wird, um künftig noch mehr Touristen anzulocken. Überall sieht man Baufahrzeuge, die zum einen Straßen ausbauen und zum anderen riesige Hotelanlagen hochziehen.
Am späten Nachmittag ging es zurück in die Stadt und am Abend fuhren wir mit dem Zug weiter nach Guilin.
Lg Nicole


Tianmen Nationalpark
Tianmen Nationalpark
Tianmen Nationalpark
Tianmen Nationalpark
Tianmen Nationalpark

Tianmen Nationalpark

Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
Zhangjiajie Nationalpark
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Zhangjiajie Nationalpark

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Published by taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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