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15. September 2014 1 15 /09 /September /2014 10:30


Nach drei Tagen in Guilin ging es mit dem "Nachtzug" nach Hangzhou. Da Matthias, mit dem ich bisher durch China reiste, nur zwei Wochen Urlaub hatte, ging es für mich ab hier alleine weiter. Zum Glück hatte ich mir schon zuvor all meine Zugtickets ausdrucken lassen und so konnte ich diesmal ganz entspannt zum Bahnhof gehen. Dort wartete ein zweistöckiges Gebäude mit unzähligen Warteräumen, und da an dem Wochenende das chinesische Mondfest war, waren natürlich auch dementsprechend viele Menschen unterwegs. 
Bei der Planung meiner Reise, fragte ich viele Freunde, welche Orte sie mir empfehlen würden. Hangzhou war der Ort an dem sich die Geister schieden. Die einen meint, die Stadt hat neben dem berühmten Westlake nicht viel zu bieten, die andren sagen, es sei eine sehr schöne und sehenswerte Stadt. Also entschloss ich mich, mir selbst ein Bild zu machen.
Mein Hostel in Hangzhou lag perfekt in einer kleinen Straße mit hundert kleinen Lädchen und nur unweit vom Westlake. Da an dem Wochenende, als ich in Hangzhou ankam, das Mondfest stattfand, waren viele chinesische Touristen unterwegs. In keinem der anderen Hostels bisher in China hatte ich so viele Einheimische gesehen.
Da die Stadt berühmt ist für ihren Tee, findet man an jeder Ecke mindestens einen Teeladen. Schon am Bahnhof fiel auf, das man wieder in einer Großstadt ist- eine riesige und sehr westlich aussehende Bahnhofshalle sowie Schilder auf Chinesisch und Englisch begrüßten einen zurück in der Welt der Metropolen.
Am späten Nachmittag erkundete ich etwas die Stadt, neben den Teeläden, in den man Teeblätter kaufen kann, gab es auch, wie in Taiwan, unzählige Teeläden, die die verschiedensten Teesorten anboten. In Taiwan sind die Verkäufer schon an Ausländer gewöhnt ud stellen einen alle normalen Fragen, die sie auch den Eineimischen stellen würden. In China musste ich mir auch hier mein "Recht" auf den richtigen Süße-Grad und die passende Eismenge "erkämpfen". Überrascht war ich, als ich eine Straße überqueren wollte und alle Busse und Autos anhielten. Ich glaub das letzte Mal, als Autos den Zebrastreifen von sich aus ernst genommen haben, das war vor über einem Jahr in Deutschland. Dem Frieden hab ich erstmal nicht getraut und suchte vergeblich eine Ampel die ich übersehen hätte. Aber tatsächlich sie hielten nur, weil ich die Straße überqueren wollte. Später merkte ich aber, dass das auch hier nicht normal ist. Abends öffnete ein kleiner Nachtmarkt, auf dem es allerlei Getier zu essen gab.
Am nächsten Morgen machte ich mich auf zum See. Dank der hohen Luftfeuchtigkeit, die sich mit der in China üblichen Luftverschmutzung paarte, hatten man keine wirklich gute Sicht. Das nur drei Kilometer entfernte gegenüberliegende Ufer konnte man zwar gerade noch so erahnen, aber schönes Wetter war es nicht wirklich. An dem See kann man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen, überall gibt es Abbiegmöglichkeiten in kleine Parks um den See, sowie in Tempel- und andere Museumsanlagen. Dank des nahenden Feiertages war die Menschendichte auch für chinesische Verhältnisse ziemlich hoch. Und da neben den Fußgängern auch noch Fahrräder und die Park eigenen Elektroautos unterwegs waren, war ein schnelles vorankommen ziemlich unmöglich. So war am Abend klar, den nächsten Tag muss man sich einen Ort suchen, den Chinesen nicht unbedingt an einem Feiertag besuchen würden. Und was läge da Näher als wandern. Eine Route war dank CNN schnell gefunden und auch Wanderpartner, die die selbe Idee hatten, waren im Hostel schnell gefunden. Und so ging es am nächsten Morgen mit dem Bus zunächst zu einem Tempel. Zumindest der war noch ein beliebtes Reiseziel an dem Tag, aber sobald wir unseren Wanderweg gefunden hatten, wurde es recht ruhig um uns. Die drei Chinesinnen aus unserem Hostel, die sich uns angeschlossen hatten, waren nicht ganz passend zum wandern gekleidet, aber man muss ihnen zugestehen, sie sind zumindest ein Stück mit uns mit gelaufen. Oben auf dem Gipfel des ersten Berges angekommen, bot sich der selbe Anblick wie am Tag zuvor- weißer Nebel, weiße Wolken und Luftverschmutzung. So liefen wir Gipfel runter, Gipfel hoch und immer so weiter.
Leider hatten wir nie wirklich Aussicht und so entschlossen wir uns in ein kleines Dorf zu laufen. Dort kamen wir in mitten von wunderschönen Teeplantagen an, mittendrin ein paar Erntehelfer, die im Takt ihrer Musik Teeblätter zupften. In den Garagen des Dorfes wurde der Tee dann fleißig weiter verarbeitet, und so ließen wir es uns nicht nehmen, mal in eine rein zu schauen.
Zurück am Hostel fiel sofort auf, dass am nächsten Tag wieder alle arbeiten mussten, die meisten Einheimischen waren abgereist und im Gemeinschaftsraum zog wieder das allgemein bekannte Bild der vielen Ausländer ein. Dank einer Lücke in dem wolkenverhangenem Himmel, konnten wir den für das Mondfest typischen Vollmond kurzzeitig sehen.
Den letzten Tag lief ich nochmal ein Stück um den See zum Seide-Museum. Zu meiner Überraschung war das kostenlos. Dank der guten englischen Beschilderung konnte man die Geschichte und die Bedeutung von Seide in China sehr gut nachvollziehen. Am Nachmittag ging es dann auch schon mit dem Zug weiter nach Shanghai. Da die Strecke recht kurz ist, nahm ich diesmal eine Art ICE.
Lg Nicole 

am Westlake
am Westlake
am Westlake
am Westlake
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am Westlake
am Westlake
am Westlake
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am Westlake

Mondfest in Hangzhou

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Published by taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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