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2. September 2014 2 02 /09 /September /2014 13:10

Hallo ihr Lieben,

Nachdem mein Semester in Taipei zu Ende war, hieß es packen, ausziehen und auf nach China. Samstag Nachmittag ging es von Taipei über Hong Kong nach Beijing. Am Flughafen in Hong Kong hatte ich einen ersten kleinen Schock, so viele "weiße" Menschen hab ich schon lange nicht mehr auf einem Haufen gesehen. Aber nach einem kurzen Zwischenstopp ging es schon weiter nach Beijing, wo man wieder nur vereinzelt auf "Ausländer" traf.
Die erste Woche in China verbrachte ich in Beijing. Nachdem ich vor drei Jahren schon einmal in Beijing war und da jeweils Tagestouren gebucht hatte, entschloss ich mich diesmal, zumindest den Großteil selber zu erkunden. Durch die U-Bahn in Beijing hat man erstmal die Möglichkeit alles relativ gut zu erreichen. Oftmals hapert es nur an der Findung des richtigen Ausgangs und in welche Richtung man dann laufen muss. Verwöhnt durch meine Zeit in Taiwan, vermisste ich an den Stellen die Ausschilderungen, Karten und Touristeninformationen.
In Beijing muss man jedesmal wenn man in die U-Bahn rein will, seine Tasche durchleuchten lassen, zudem auch an jeder Sehenswürdigkeit und teilweise auch wenn man unter einer Straße entlang will und am Ende an einer Sehenswürdigkeit raus kommen könnte, selbst wenn man da garnicht hin will.
Die ersten Tage schaute ich mir die typischen Sehenswürdigkeiten Beijings an: den Himmelspalast, die Verbotene Stadt, den Tianmen Square, den Sommerpalast und den gigantischen Olympiapark. Das waren die Sachen, die ich mir auch vor drei Jahren schonmal angeschaut habe, aber auf eigene Faust ist das natürlich doch nochmal anders. Auch auf die große Mauer ging es noch einmal, diesmal aber auch zu einem anderen Ort und mit mehr Zeit auf der Mauer. So hatte man Zeit, ein ganzes Stück auf der Mauer zu spazieren. Auch das Künstlerviertel 798 im Nordosten der Stadt hab ich mir angeschaut. Dort gab es viele kleine Lädchen in denen Künstler versuchten ihre Sachen zu verkaufen. Und natürlich darf auch in China ein Besuch eines Tempels nicht fehlen. Auch hier zeigten sich Unterschiede zwischen Taiwan und China: in Taiwan sind eigentlich alle Tempel kostenlos. In China hingegen zahlt man fast überall Eintritt. Neben dem Olympiagelände liegt ein Park, der die verschiedenen ethnischen Gruppen Chinas vorstellt. Und wer hätte es gedacht, sogar Taiwan wurde vorgestellt.
Nachdem diese eher typischen Touristensachen besichtigt waren, hatte ich Abends auch mal Zeit mir das Viertel um mein Hostel herum etwas genauer anzuschauen. Auch hier sieht man viele Unterschiede zu Taiwan. In China sieht man noch viele alte kleine Häuser, die noch die traditionellen geschwungenen Dächer haben. Aber auch von ihnen aus ist es nicht weit bis zu dem nächsten großen hohen Gebäude oder der nächsten Shoppingmall.
Donnerstag erlebte ich ein kleines Highlight. Nachdem ich Morgens im Park des alten Sommerpalasts war, wollte ich Nachmittags in einen Park mit einer schönen Pagode. Die Pagode war auf dem Flyer der MRT noch schön aufgemalt und dank meiner Chinesischkenntnisse konnte ich den Bus dort hin auch schnell finden. Dort angekommen war aber mal wieder die Ausschilderung nicht so besonders und so folgte ich erstmal dem Schild "Gipfel". Ich dachte mir, dass ich noch nicht so weit aus der Stadt draußen bin und das der Berg wohl eher ein Hügel sei. Also lief ich den Berg hoch und nach und nach stellte sich heraus, das es doch ein kleiner Berg war. Oben angekommen war dank des chinesischen Smogs nicht all zu viel zu sehen, dennoch konnte ich einige Orte der Umgebung erkennen. Da ich auf dem Berg auch mal wieder die einzige Ausländerin war, kamen wieder Massen an Menschen an und fragten, ob sie nicht ein Bild mit mir machen könnten. Eine junge Frau hängte sich gleich um meinen Hals und schoss ein Selfie von uns beiden, als ob wir alte Bekannte wären. Da es schon etwas spät wurde wollte ich rückzu die Gondel nehmen, da die leider zu war, nahm ich das Angebot eines Chinesen an, mit dem Bus zu fahren. Was mir bis dato nicht aufgefallen war, der Park war von einer Mauer umgeben und da der Bus auf der andren Seite der Mauer stand, mussten wir alle einmal über die Mauer rüber. Zwei schon etwas in die Jahre gekommene Leitern standen auf jeder Seite der Mauer bereit und so ging es für jeden von uns über die Mauer. Die Busfahrt outete sich eher als eine Achterbahnfahrt und am Ende kam ich zwar am falschen Ausgang raus, aber lieber lief ich noch ein Stück, als weiter zu fahren.
Den letzten Tag in Beijing waren wir in einer kleinen Gasse, in der Kalligraphiewerke, Gemälde und andere Kunstsachen verkauft wurden. Dort deckte ich mich weiter mit Deko-Kram ein, damit ich auch in Deutschland Asien nicht all zu sehr vermissen muss. Zum Abschluss durfte natürlich auch eine klassische Pekingente nicht fehlen. Gut gesättigt ging es dann zum Flughafen und von dort in den Südwesten nach Zhangjiajie.

LG aus Guilin

Nicole

auf der Chinesischen Mauer

auf der Chinesischen Mauer

die chinesische Mauer

die chinesische Mauer

Eingang zur verbotenen Stadt

Eingang zur verbotenen Stadt

Der Himmelspalast

Der Himmelspalast

die verbotene Stadt von oben

die verbotene Stadt von oben

Xiangshan- der Berg bei der nicht gefundenen Pagode und die Leiter zum überqueren der Mauer
Xiangshan- der Berg bei der nicht gefundenen Pagode und die Leiter zum überqueren der Mauer

Xiangshan- der Berg bei der nicht gefundenen Pagode und die Leiter zum überqueren der Mauer

beim alten Sommerpalast

beim alten Sommerpalast

Sonnenuntergang am Sommerpalast

Sonnenuntergang am Sommerpalast

Pekingente

Pekingente

Eine Woche in Beijing
Eine Woche in Beijing
Eine Woche in Beijing

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Published by taiwan-touched-with-pink
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  • : Blog von taiwan-touched-with-pink
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  • : Nach vier Jahren Studium heißt es für mich ab ins Auslandspraktikum. Über 9000 km weit weg von Familie und Freunden versuche ich mich im wunderschönen Taiwan durch zuschlagen. Meine großen und kleinen Abenteuer und Herausforderungen werde ich in dem Blog zusammenfassen und so allen die noch Daheim sind, Lust auf die Ferne machen und taiwanesische Leben etwas Näher bringen!
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